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Chancen und Risiken der Markenführung im Krankenhaussektor

Titre: Chancen und Risiken der Markenführung im Krankenhaussektor

Mémoire (de fin d'études) , 2007 , 66 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Philip Muhl (Auteur)

Gestion d'entreprise - marketing en ligne et marketing hors ligne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der deutsche Krankenhaussektor ist infolge von gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Veränderungen durch einen zunehmenden Wettbewerbs- und Veränderungsdruck gekennzeichnet. Insbesondere durch die Einführung von Fallpauschalen können Krankenhausleistungen
als Produkte abgebildet werden und sind aus Sicht der Anspruchsgruppen vergleichbarer und austauschbarer. Das einzelne Krankenhaus ist daher stärker gefordert, das eigene Leistungsangebot von dem der Konkurrenz abzuheben und die Auswahlentscheidung des Patienten zugunsten dieses Leistungsangebots aktiv zu beeinflussen. Da die Hauptleistungen eines Krankenhauses zudem Expertengüter darstellen und nicht von medizinischen Laien beurteilt werden können, spielt der Faktor Vertrauen im Rahmen der
komplexen Krankenhausentscheidung eine herausragende Rolle.

Aus diesen Gründen gewinnt derzeit das Managementkonzept der Markenführung im Krankenhaussektor zunehmend an Bedeutung. Dies führt zu einem veränderten Verständnis der Patient-Krankenhaus-Beziehung. Patienten können dabei als „Kunden“ verstanden werden, die im Krankenhaus ein vertrautes, „markiertes Leistungsspektrum“ in Anspruch nehmen. Da sie sich jedoch in einer kritischen Ausnahmesituation befinden, sind sie nicht ohne
weiteres mit Kunden anderer Wirtschaftsunternehmen zu vergleichen.
Die Übertragung des Markenbegriffs auf den Krankenhaussektor wird derzeit kontrovers diskutiert. Die Kritikpunkte beschränken sich jedoch häufig auf allgemeine ethische Bedenken. Zudem werden Notwenigkeit und Zweckmäßigkeit der Markenführung in vielen Ausarbeitungen aus der oben dargestellten Umbruchsituation und den grundsätzlichen Möglichkeiten der Marke undifferenziert auf den gesamten Krankenhaussektor abgeleitet.

Der deutsche Krankenhaussektor ist jedoch durch eine Vielzahl verschiedener Krankenhaustypen geprägt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Markenführung, unter detaillierter Betrachtung damit verbundener Chancen und Risiken, für jedes Krankenhaus in gleichem Maße zweckmäßig ist. Diese Frage bildet den Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung, Aufbau und Zielsetzung

2 Einflussfaktoren der Markenführung im Krankenhaussektor

2.1 Besonderheiten der Krankenhausleistung

2.2 Gesellschaftlicher Wertewandel und Patientensouveränität

2.3 Medizinisch-technischer Fortschritt

2.4 Politische und rechtliche Rahmenbedingungen

2.5 Implikationen für das Krankenhausmanagement

3 Konzeptionelle Grundlagen der identitätsorientierten Markenführung im Krankenhaussektor

4 Funktionen einer Krankenhausmarke

4.1 Überblick der Funktionen

4.2 Funktionen aus der Nachfragerperspektive

4.2.1 Orientierungs- und Informationsfunktion

4.2.2 Zusatznutzen- und Identifikationsfunktion

4.2.3 Vertrauens- und Risikoreduzierungsfunktion

4.3 Funktionen aus der Anbieterperspektive

4.3.1 Differenzierungs- und Absatzfunktion

4.3.2 Schutzfunktion

4.3.3 Stärkung der Verhandlungsposition

4.3.4 Markenloyalität und Patientenbindung

4.3.5 Nachhaltige Existenzsicherung

5 Chancen und Risiken der strategischen Rahmenplanung

5.1 Gestaltung der Markenarchitektur

5.1.1 Grundsätzliche Effekte

5.1.2 Effekte krankenhausspezifischer Markentypen

5.1.2.1 Dachmarken

5.1.2.2 Unternehmensmarken

5.1.2.3 Abteilungsmarken

5.1.2.4 Servicemarken

5.1.2.5 Personenmarken

5.2 Positionierung und Markenidentität

5.3 Markenexpansion

5.4 Markenorganisation: Aufbau von Markenkulturen

5.5 Marken-Controlling

6 Mit der Umsetzung verbundene Chancen und Risiken

6.1 Situationsanalyse als Basis der Markenführung

6.2 Umsetzung der Markenidentität

6.2.1 Interne Umsetzung

6.2.2 Externe Umsetzung

6.3 Abweichungen der Fremd-Identität von der Selbst-Identität

7 Zweckmäßigkeit der Markenführung in Krankenhäusern

7.1 Einfluss des Krankenhaustyps auf die Zweckmäßigkeit der Markenführung

7.2 Ethische Bedenken des Einsatzes der Markenführung

8 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Managementkonzept der Markenführung im deutschen Krankenhaussektor. Angesichts eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks und veränderter gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen analysiert der Autor, inwiefern Markenführung als Instrument zur Differenzierung, Vertrauensbildung und langfristigen Existenzsicherung von Krankenhäusern dienen kann. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob und wie die Markenführung für unterschiedliche Krankenhaustypen gleichermaßen zweckmäßig ist.

  • Markenführung als strategischer Managementprozess im Krankenhaussektor
  • Funktionen der Krankenhausmarke aus Anbieter- und Nachfragerperspektive
  • Gestaltungsmöglichkeiten der Markenarchitektur und deren Auswirkungen
  • Chancen und Risiken bei der Umsetzung von Markenstrategien
  • Einfluss von Krankenhaustyp und Wettbewerbssituation auf die Markenführung

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Orientierungs- und Informationsfunktion

Aus verhaltenstheoretischer Sicht stellt die Marke eine Orientierungshilfe dar. Da Menschen sowohl über eine zeitlich als auch mengenmäßig eingeschränkte Informationsverarbeitungskapazität verfügen, streben sie danach, eine komplexe Informationsverarbeitung zu vereinfachen. Der Patient wird daher im Rahmen der Qualitätsbewertung von Krankenhäusern das Bedürfnis haben, bestehende Informationsdefizite abzubauen und seine Informationsbeschaffung zu erleichtern.

Die Marke erhöht zum einen die Markttransparenz, sodass sich der Aufwand der Informationssuche für die Krankenhausentscheidung relevanter Zielgruppen reduziert. Zum anderen erleichtert sie die Bewertungs- und Entscheidungsfindung, indem sie die Positionierung bzw. zentralen Merkmale des Markierungsobjektes verdichtet und in ihrer Gesamtheit erfassbar macht. Bestehende Informationsdefizite werden so in großen Teilen durch die Krankenhausmarke substituiert. Aus Sicht der Transaktionskostentheorie verringern sich auf diese Weise die Such- und Informationskosten erheblich.

Zudem sind Patienten teilweise mit der systematischen Erfassung und Verarbeitung krankenhausbezogener Information überfordert. In diesem Zusammenhang kann eine Marke als „information chunk“ die Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung der vom Krankenhaus kommunizierten Information unterstützen. Neue Informationen können dem bereits vorhandenen Markenwissen direkt zugeordnet und mit diesem verknüpft werden. Auf diese Weise können im Zeitablauf komplexe Marken-Schemata entstehen, die kognitive Prozesse wie Wahrnehmungen, Bewertungen und Entscheidungen der Patienten organisieren. Durch diese Marken-Schemata können Patienten in ihren jeweiligen Entscheidungsprozessen bezüglich der Krankenhauswahl schnell und einfach auf das in der beschriebenen Form verdichtete Wissen zugreifen (Entlastungsfunktion).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung, Aufbau und Zielsetzung: Einleitung in das Thema, Darstellung der Problemstellung durch Wettbewerbsdruck und Patientenbedürfnisse sowie Erläuterung des Arbeitsaufbaus.

2 Einflussfaktoren der Markenführung im Krankenhaussektor: Analyse der Rahmenbedingungen wie Leistungsmerkmale, Wertewandel, technologischer Fortschritt und politische Vorgaben.

3 Konzeptionelle Grundlagen der identitätsorientierten Markenführung im Krankenhaussektor: Definition der Krankenhausmarke und Einbettung in den ganzheitlichen Managementprozess.

4 Funktionen einer Krankenhausmarke: Systematisierung der Funktionen aus Anbieter- und Nachfragersicht sowie Darstellung von deren Bedeutung für Wettbewerbsvorteile.

5 Chancen und Risiken der strategischen Rahmenplanung: Untersuchung strategischer Gestaltungsmöglichkeiten wie Markenarchitektur, Positionierung, Expansion und Controlling.

6 Mit der Umsetzung verbundene Chancen und Risiken: Analyse der praktischen Umsetzung, insbesondere der internen Verankerung und externen Wirkung der Markenidentität.

7 Zweckmäßigkeit der Markenführung in Krankenhäusern: Evaluierung der Notwendigkeit von Markenführung basierend auf verschiedenen Krankenhaustypen sowie ethische Reflexion.

8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen zur Relevanz der Markenführung im Krankenhaussektor.

Schlüsselwörter

Markenführung, Krankenhausmanagement, Krankenhausmarke, Patientenorientierung, Markenidentität, Wettbewerb, Dienstleistungsmarketing, Markenarchitektur, Marken-Controlling, Vertrauensfunktion, Differenzierung, Identitätsorientierte Markenführung, Krankenhaussektor, Gesundheitswesen, Patientenbindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Relevanz und den strategischen Gestaltungsmöglichkeiten der Markenführung für den Krankenhaussektor in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Einflussfaktoren auf Markenführung in Kliniken, die Funktionen der Krankenhausmarke, strategische Rahmenplanung, interne wie externe Umsetzung sowie die ethische Vertretbarkeit und Zweckmäßigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Chancen und Risiken der Markenführung zu beleuchten und zu klären, unter welchen Bedingungen (Krankenhaustyp, Wettbewerbsintensität) eine Markenstrategie für ein Krankenhaus zweckmäßig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Übertragung betriebswirtschaftlicher Markenführungskonzepte (identitätsorientierte Markenführung) auf die spezifischen Bedingungen des Krankenhaussektors.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise von Krankenhausmarken, die Gestaltung der Markenarchitektur (Dach-, Unternehmens-, Abteilungsmarken) sowie die Herausforderungen der internen und externen Umsetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Krankenhausmarke, Markenidentität, Wettbewerbsvorteil, Patientenorientierung, Marken-Controlling und Dienstleistungsmarketing.

Wie gehen Krankenhäuser mit dem Ziel der „nachhaltigen Existenzsicherung“ im Rahmen der Markenführung um?

Das Krankenhaus versucht durch die Markenführung Kundenpräferenzen und eine langfristige Patientenbindung zu erzielen, um so eine stabilere Auslastung und Planungssicherheit zu generieren.

Welches Problem beschreibt das „Marken-GAP-Modell“?

Es dient der Identifikation von Inkonsistenzen zwischen dem internen Selbstbild (Markenidentität) und dem externen Fremdbild (Image) bei Patienten und anderen Zielgruppen.

Warum spielt die Personalpolitik bei der Umsetzung eine so große Rolle?

Da Dienstleistungen im Krankenhaus maßgeblich durch das Personal erbracht werden, ist eine starke, markenkonforme Unternehmenskultur für die Glaubwürdigkeit des Markenversprechens essenziell.

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Résumé des informations

Titre
Chancen und Risiken der Markenführung im Krankenhaussektor
Université
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Note
1,3
Auteur
Philip Muhl (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
66
N° de catalogue
V195671
ISBN (ebook)
9783656224488
ISBN (Livre)
9783656226772
Langue
allemand
mots-clé
Markenführung Krankenhaussektor Marketing Gesundheitsmarkt Marke Krankenhaus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Philip Muhl (Auteur), 2007, Chancen und Risiken der Markenführung im Krankenhaussektor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195671
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Extrait de  66  pages
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