Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic Policy

Die historische Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung in Deutschland

Title: Die historische Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung in Deutschland

Term Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Jörg Wagner (Author)

Business economics - Economic Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Aufgrund dessen, möchte ich in meiner Arbeit versuchen, eine Definition der Gewerkschaften der Bundesrepublik Deutschland auf Basis der historischen Entwicklung seit ihrer Entstehung im 19. Jahrhundert herauszuarbeiten. Diese Entwicklung wird hierbei unter vier Gesichtspunkten betrachtet, die die historischen Daten und Fakten ergänzen, und die Definition in ihrem Verlauf klar darstellen sollen. Den ersten Eckpunkt beschreibt die Organisationsbildung der Gewerkschaften. Neben der räumlichen Dimension sind es hierbei vor allem arbeitsmarktbezogene (Beruf, Betrieb und Industrie) und politisch-weltanschauliche Kriterien, die für diese Organisationsbildung von Bedeutung sind.5
Als zweites wird die Aufgabenstellung beobachtet, die den Gewerkschaften in der Gesellschaft und unter ihren Mitgliedern zuteil wurde und wie sich die gesellschaftliche Bedeutung der Gewerkschaften in der 150-jährigen Gewerkschaftsgeschichte verändert hat.
In Kapitel 3 schließlich (Programmatik und Selbstverständnis) werden im dritten Betrachtungspunkt die Veränderungen in der gewerkschaftlichen Programmatik, welche zur Erfüllung der gewerkschaftlichen Aufgaben in der jeweiligen Ära herangezogen wurde, erläutert. Insbesondere wird hier auf die vier existierenden Grundsatzprogramme in der Geschichte des DGB seit 1949 eingegangen.
Der vierte Punkt beinhaltet die Entwicklung des gewerkschaftlichen Selbstverständnisses und die Abgrenzung zur Programmatik der Gewerkschaften. Da sich diese vier Betrachtungspunkte im Laufe der 150-jährigen Geschichte dramatisch verändert haben, werden diese Punkte im Bezug auf die einzelnen Zeitepochen jeweils gesondert erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die historische Entwicklung der Gewerkschaften in Deutschland

2.1. Industrialisierung und die Herausbildung der Arbeiterschaft und der Gewerkschaftsbewegung

2.2. Im Wilhelminischen Kaiserreich: der Durchbruch zur Massenorganisation

2.3. Die Gewerkschaften im Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918

2.4. Die Gewerkschaften in den Jahren der Weimarer Republik 1918 bis 1933

2.5. Verfolgung, Widerstand und Exil in der nationalsozialistischen Diktatur

2.6. Die Wiedergründung der Gewerkschaften nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der Aufschwung in den Jahren 1950 bis 1965

2.7. Die Gewerkschaften in den Jahren des Wirtschaftswunders 1950 bis 1965

2.8. Ernüchterung und Neuorientierung: Die Gewerkschaften der 70er und 80er Jahre

2.9. Die Gewerkschaften am Ende des 20. Jahrhunderts

3. Programmatik und Selbstverständnis

4. Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel der vorliegenden Hausarbeit ist es, eine fundierte Definition der Gewerkschaften in der Bundesrepublik Deutschland auf der Grundlage ihrer historischen Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert zu erarbeiten. Die Arbeit untersucht hierbei, wie sich organisatorische Bildungsformen, Aufgabenstellungen, gewerkschaftliche Programmatiken und das Selbstverständnis der Gewerkschaften über verschiedene Epochen hinweg gewandelt haben.

  • Historische Ursprünge der Gewerkschaftsbewegung im 19. Jahrhundert.
  • Entwicklung zur Massenorganisation im Wilhelminischen Kaiserreich und in der Weimarer Republik.
  • Die Rolle der Gewerkschaften während des Nationalsozialismus sowie der Wiederaufbau nach 1945.
  • Programmatische Wandlungsprozesse vom klassischen Verständnis hin zu modernen Reformansätzen.
  • Anpassungsstrategien der Gewerkschaften an aktuelle Herausforderungen wie Globalisierung und EU-Erweiterung.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Herausbildung der Arbeiterschaft und die Entstehung der Gewerkschaftsbewegung im 19. Jahrhundert

„Die Herausbildung der Arbeiterschaft und die Entwicklung der sozialen Frage sind direkte Folgen der Industrialisierung, die im 19. Jahrhundert das Gesicht der Erde und das Leben der Menschen zu verwandeln begann. Zwar gab es abhängige Arbeit, Armut und Not auch in der vorindustriellen Gesellschaft; doch wurden sie früher als gottgegeben hingenommen, so lösten Lohnarbeit und Massenelend im 19. Jahrhundert die Forderung nach (radikalen) sozialen Veränderungen aus.“

Die mit der Industrialisierung einhergegangenen Veränderungen lassen sich an mannigfachen Beispielen ausdrücken, die allesamt einen Prozess zur Arbeitsentfremdung beschreiben. Dazu gehörten die Arbeitsteilung, die die Arbeit eintönig machte, Dreck, Krach, Gestank und eine damit verbundene Gesundheitsgefährdung, sowie unmenschliche Arbeitszeiten und eine schlechte Bezahlung - oft nur in Waren (Trucksystem). Es bestand ein enormes Überangebot an Arbeitskräften, was die Ausbeutung erst ermöglichte bzw. weiter verschärfte. Die Arbeiterschaft lebte in Armut, was sich unter anderem in einer katastrophalen Wohnsituation widerspiegelte. Mitte des 19. Jahrhunderts sah sich der Staat erstmals verpflichtet einzugreifen. So wurde beispielsweise der Umfang der Kinderarbeit eingeschränkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise und den Aufbau der Arbeit, wobei der Fokus auf vier zentralen Betrachtungspunkten zur historischen Entwicklung der Gewerkschaften liegt.

2. Die historische Entwicklung der Gewerkschaften in Deutschland: Hier wird der chronologische Werdegang von den Anfängen der Industrialisierung bis zum Ende des 20. Jahrhunderts detailliert nachgezeichnet.

3. Programmatik und Selbstverständnis: Das Kapitel analysiert die inhaltliche Ausrichtung der Gewerkschaften und differenziert zwischen dem offiziellen Verbandsprogramm und dem gewerkschaftlichen Selbstverständnis.

4. Resümee: Der abschließende Teil blickt auf die 150-jährige Geschichte zurück und bewertet die zukünftigen Herausforderungen der Gewerkschaften in einer sich wandelnden Welt.

Schlüsselwörter

Gewerkschaften, Industrialisierung, Arbeiterschaft, DGB, Mitbestimmung, Tarifpolitik, Sozialpolitik, Weimarer Republik, Massenorganisation, Sozialistengesetze, Transformation, Arbeitsmarkt, Programmatik, Selbstverständnis, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die 150-jährige Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung von ihrer Entstehung im 19. Jahrhundert bis zur Jahrtausendwende.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Mittelpunkt stehen die Organisationsentwicklung, die Aufgaben der Gewerkschaften in der Gesellschaft, ihre Programmatik und die Wandlung ihres Selbstverständnisses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis der historischen Fakten eine fundierte Definition für die Gewerkschaften in der Bundesrepublik Deutschland zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, um die Entwicklung anhand von vier spezifischen Gesichtspunkten – Organisationsbildung, Aufgaben, Programmatik und Selbstverständnis – zu gliedern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von der Industrialisierung über die Weltkriege, die Weimarer Zeit und das Wirtschaftswunder bis zur Wiedervereinigung und der Tendenz zu Fusionen im 21. Jahrhundert.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie gewerkschaftliche Einheitsbewegung, Tarifautonomie, Mitbestimmung, Strukturwandel und gewerkschaftlicher Pluralismus geprägt.

Wie reagierten die Gewerkschaften auf das Verbot durch die Nationalsozialisten?

Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten 1933 fanden viele Funktionäre im Exil Zuflucht, während andere in Deutschland Widerstand leisteten, was oft mit Verfolgung oder dem Tod endete.

Warum kam es in den 1990er Jahren zu einer neuen Phase der Gewerkschaftsfusionen?

Die Fusionen dienten primär der Bereinigung unklarer Organisationsabgrenzungen, der Nutzung von Einsparpotentialen durch gemeinsame Verwaltung und der besseren Reaktion auf den Wegfall ganzer Industriebranchen.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Die historische Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung in Deutschland
College
Berlin School of Economics
Course
Arbeits- und Sozialstrukturen im Betrieb
Grade
2,7
Author
Jörg Wagner (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V19568
ISBN (eBook)
9783638236584
Language
German
Tags
Entwicklung Gewerkschaftsbewegung Deutschland Arbeits- Sozialstrukturen Betrieb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörg Wagner (Author), 2003, Die historische Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19568
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint