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Medienethik in den USA und in Deutschland

Titre: Medienethik in den USA und in Deutschland

Dossier / Travail , 2010 , 15 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Nikolai Wiskow (Auteur)

Médias / Communication - Ethique des médias
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Résumé Extrait Résumé des informations

Den Medien werden in der Bundesrepublik Deutschland eine Vielzahl an Freiheiten zugesprochen, welche im Grundgesetz Absatz 5 verankert sind. Gleichzeitig tragen die Medien jedoch eine große Verantwortung. „Die Medien als der wichtigste Vermittler von Information haben in unserer Gesellschaft eine herausragende Verantwortung.“ (Hermanni, 1988, S. 7) Aufgrund dieser großen Verantwortung bedarf es einer Regulierung der bestehenden Freiheiten. An diesem Punkt setzt die Medienethik an. Sie versucht einen regulativen Rahmen für die zugestandenen Freiheiten zu stecken. Diese Arbeit wird einen Überblick über die Funktionen und Funktionsweise der Medienethik geben und auf die Ebenen eingehen, auf denen Medienethik stattfinden kann. Die zweite Hälfte dieser Hausarbeit beschäftigt sich mit der Verankerung der Medienethik im nordamerikanischen Mediensystem allgemein, besonderes Augenmerk wird allerdings auf die Institutionalisierung der Medienselbstkontrolle innerhalb der verschiedenen Ebenen gelegt werden. Abschließend wird diese Arbeit auf die Frage eingehen, ob das US-amerikanische Mediensystem im Bezug auf die Verankerung der Medienethik dem deutschen Mediensystem als Vorbild dienen kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Medienethik

2.1 Funktionen der Medienethik

2.2 Ebenen der Medienethik

2.3 Ethikkodizes

3 Medienethik in den USA

3.1 Rechtliche Grundlagen

3.2 Ethikkodizes

3.3 Medienselbstkontrolle

3.3.1 Ebene des Mediensystems

3.3.2 Ebene der Publikumsethik

3.3.3 Ebene der Individualethik

4 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Medienethik und analysiert deren praktische Ausgestaltung sowie die Mechanismen der Medienselbstkontrolle im US-amerikanischen Mediensystem, um zu beurteilen, inwieweit dieses als Vorbild für Deutschland dienen kann.

  • Funktionen und Ebenen der Medienethik
  • Rechtliche Rahmenbedingungen der Pressefreiheit in den USA
  • Strukturen und Institutionen der US-Medienselbstkontrolle
  • Vergleich der medienethischen Verankerung zwischen USA und Deutschland

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Ebene des Mediensystems

Auf der Ebene des Mediensystems bzw. der Unternehmensethik gibt es nach Stapf hauptsächlich drei Kontrollmechanismen. Zum einen unternehmensinterne Ethikkodizes, daneben aber auch den Presse-Ombundsmann und medieninterne Mechanismen wie Leserbriefe, Corrections-Spalten, etc. Da auf die Ethikkodizes schon im vorangegangenen Abschnitt kurz eingegangen wurde, beschränke ich mich hier auf die anderen beiden Kontrollmechanismen dieser Ebene.

Corrections-Spalten, Leserbriefe und Op-Ed Pages dienen laut Stapf der Kommunikation zwischen Medium und Publikum. Sie böten den Lesern die Möglichkeit ihrer Kritik und ihren Anregungen Ausdruck zu verleihen. Sie seien effektive Maßnahmen des Publikumsfeedbacks und könnten so eine Bewusstseinsschärfung beim Publikum, aber auch beim Journalisten erzielen. Zudem seien sie eine wirksame PR-Maßnahme, da die Glaubwürdigkeit der Medien beim Publikum erhöht würde.

Jedoch könnten diese Mechanismen in schwierigen Konfliktfällen eher zu Gunsten der betreffenden Medien genutzt werden, da die Eigeninteressen der Medien stets höher wiegten, als die Interessen des Beschwerdeführers. Außerdem würden diese Angebote der Medien von den Lesern häufig nicht wahrgenommen. Stapf hält daher Maßnahmen, welche den Dialog zwischen Zeitung und Publikum förderten, für vielversprechender. (S. 262-263)

Eine dieser Maßnahmen wäre zum Beispiel der Presse-Ombudsmann. Dieser stelle den Versuch des amerikanischen Zeitungswesens dar, seine Glaubwürdigkeit und Rechenschaftspflicht durch eine Form des Dialogs zwischen Lesern und Zeitungen zu verbessern. Dieser Dialog geschehe über einen Vermittler, den Ombudsmann. „A news ombudsman receives and investigates complaints from newspaper readers or listeners or viewers of radio and television stations about accuracy, fairness, balance and good taste in news coverage. He or she recommends appropriate remedies or responses to correct or clarify news reports.” (Organisation of News Ombudsmen, 09.08.2010, Abs. 2) Der erste Presseombudsmann wurde in den USA im Jahre 1967 eingeführt. 1980 wurde die Organization of News Ombudsmen (ONO) gegründet. Weltweit gehörten der ONO 74 Mitglieder aus 18 Ländern an, 34 davon von US-Tageszeitungen. (S. 263-264)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der Medienverantwortung dar und führt in das Ziel der Arbeit ein, Medienethik in Deutschland und den USA zu vergleichen.

2 Medienethik: In diesem Kapitel werden die theoretischen Funktionen (Steuerung, Reflexion) und die drei Ebenen der Medienethik erläutert.

2.1 Funktionen der Medienethik: Dieser Abschnitt definiert die Medienethik als Regulierungsversuch und beschreibt die Steuerungs- sowie Reflexionsfunktion.

2.2 Ebenen der Medienethik: Hier erfolgt die Unterteilung der medienethischen Verantwortung in die Individualebene, die Ebene des Mediensystems und die Publikumsethik.

2.3 Ethikkodizes: Dieses Kapitel behandelt die Funktion und Wirkung von Ethikkodizes für die journalistische Arbeit sowie deren theoretische Kritik.

3 Medienethik in den USA: Das Kapitel widmet sich der praktischen Anwendung medienethischer Konzepte im US-amerikanischen Mediensystem.

3.1 Rechtliche Grundlagen: Hier werden die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen der Pressefreiheit in den USA durch das "First Amendment" analysiert.

3.2 Ethikkodizes: Dieser Teil beschreibt die Verbreitung von redaktionsinternen Kodizes und den Wandel hin zu "conflict-of-interest statements" in den USA.

3.3 Medienselbstkontrolle: Einleitend wird der Fokus auf die verschiedenen Mechanismen der Selbstkontrolle auf den bereits definierten Ebenen gelegt.

3.3.1 Ebene des Mediensystems: Untersuchung von Kontrollmechanismen wie Presse-Ombudsmann, Leserbriefen und Corrections-Spalten.

3.3.2 Ebene der Publikumsethik: Analyse der Rolle von Bürgerinitiativen (Media-Watchdogs) und lokalen Presseräten.

3.3.3 Ebene der Individualethik: Darstellung der Tugendethik und der Professionalisierung durch universitäre Ausbildung in den USA.

4 Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz der Analyse und diskutiert die Übertragbarkeit des US-amerikanischen Systems auf Deutschland.

Schlüsselwörter

Medienethik, Pressefreiheit, Medienselbstkontrolle, Ethikkodizes, Journalismus, USA, Deutschland, First Amendment, Ombudsmann, Medienverantwortung, Individualethik, Publikumsethik, Professionalisierung, Medienkritik, journalistische Tugenden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Medienethik und analysiert, wie dieses in Deutschland und den USA verankert ist und welche Rolle Medienselbstkontrolle spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Ebenen der Medienethik, die rechtliche Situation der Pressefreiheit sowie verschiedene Mechanismen der praktischen Selbstkontrolle in den Medien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu prüfen, ob das US-amerikanische Mediensystem bezüglich seiner ethischen Verankerung und Selbstkontrollstrukturen als Vorbild für das deutsche System dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Vergleich von Systemstrukturen sowie etablierten medienethischen Modellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Medienethik sowie eine detaillierte Betrachtung des US-amerikanischen Systems anhand der Ebenen Mediensystem, Publikum und Individualethik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Medienethik, Medienselbstkontrolle, Pressefreiheit und journalistische Standards definieren.

Was sind "Media-Watchdogs" im Kontext der Publikumsethik?

Es handelt sich um Bürgerinitiativen, die Medienkritik üben und sicherstellen sollen, dass Medien ihrer öffentlichen Aufgabe nachkommen.

Welche Bedeutung hat die Professionalisierung für die Individualethik?

Sie gilt als präventive Qualitätssicherung, die durch akademische Ausbildung und standardisierte Werte das Handeln von Journalisten berechenbarer macht.

Wie bewertet der Autor die Übertragbarkeit des US-Systems?

Der Autor mahnt zur Vorsicht und schlägt anstatt einer direkten Übernahme ein gegenseitiges Lernen und eine Weiterentwicklung der kritischen Infrastrukturen vor.

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Résumé des informations

Titre
Medienethik in den USA und in Deutschland
Université
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung)
Cours
Medienlehre
Note
2,0
Auteur
Nikolai Wiskow (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
15
N° de catalogue
V195694
ISBN (ebook)
9783656217657
ISBN (Livre)
9783656218531
Langue
allemand
mots-clé
Medienethik; Medienethik USA Medienethik Deutschland; Ethik in den Medien
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nikolai Wiskow (Auteur), 2010, Medienethik in den USA und in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195694
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Extrait de  15  pages
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