Störungen im Unterricht. Bericht über das Schulpraktikum an einer Grundschule


Praktikumsbericht / -arbeit, 2011

18 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die Grundschule X.
2.1 Das Schulportrait
2.2 Beschäftigte und Räumlichkeiten der Grundschule X.
2.3 Die Schülerschaft
2.4 Das Ganztagesangebot der Schule
2.5 Schulphilosophie /Schulkonzept

3. Unterrichtsentwurf einer von mir gehaltenen Unterrichtsstunde
3.1 Bild der Lerngruppe
3.2 Einordnung der Unterrichtsstunde in den bisher erteilten Unterricht
3.3 Thema und Lernziele des Unterrichtsversuches
3.4 Methodische Überlegungen zum Unterrichtsversuch
3.5 Unterrichtsplanung
3.6 Der Stundenverlauf
3.7 Reflexion zum Unterrichtsversuch
3.7.1 Eigene Reflexion
3.7.2 Reflexion der Mentorin Frau X

4. Reflexion zum gesamten allgemeinen Schulpraktikum
4.1 Rolle gegenüber den Lehrkräften
4.2 Rolle gegenüber den Schülern
4.3 Allgemeine Reflexion

5. Beobachtungsaufgabe
5.1 Einleitung und Begründung der Fragestellung
5.2 Beschreibung der Beobachtungssituation
5.3 Auswertung der Beobachtungssituation

1. Einleitung

Mein Schulpraktikum habe ich im Rahmen des 2 Fächer Bachelor an der Universität Göttingen, in der Grundschule in X. abgeleistet. Das Praktikum wurde in 150 Stunden in der Zeit vom 5.9.2011-7.10.2011.

Nachdem ich im Sommersemester 2011 das Seminar „Vorbereitung, Begleitung und Auswertung des allgemeinen Schulpraktikums“ besucht habe, wollte ich nach dem im Seminar erarbeiteten theoretischen Grundzügen auch praktische Erfahrungen sammeln. Diese praktischen Erfahrungen konnte ich sehr reichlich in vielen eigenen Unterrichtsversuchen sammeln. Für alle Praktikanten bestand die Möglichkeit einer Schulzuteilung weiterhin konnte man sich auch selbst eine Schule aussuchen. Als Schulformen stand die Realschule, Gymnasium und die Grundschule zur Auswahl. Als Praktikumsschule wählte ich die Grundschule X., da ich an diese Schule auch schon vor einigen Jahren gegangen bin

Im folgenden Text möchte ich als erstes meine Praktikumsschule vorstellen. Und zwar werde ich Eckdaten der Schule vorstellen und auch möchte ich kurz auf meine Praktikumsklasse eingehen. Des Weiteren werde ich auch auf das pädagogische Konzept der Grundschule X. eingehen und es soll auch darum gehen, welche Ziele die Schule verfolgt. Danach werde ich einen Unterrichtsversuch vorstellen. Und zwar werde ich den Lehrauftrag und meine zugehörige Unterrichtsplanung darlegen und in einem weiteren Schritt die Nachbesprechung nach dem Unterrichtsversuch mit der Mentorin vorstellen und auch die Konsequenzen, die ich für mich daraus gezogen habe. Im weiteren werde den Verlauf des Praktikums reflektieren. Hiernach soll es um eine Beobachtungssituation gehen, welche ich im Verlauf des Praktikums beobachtet und protokoliert habe. In dieser Beobachtungsaufgabe soll es um eine Störsituation gehen, die ich speziell an einem Jungen aufhängen möchte. Zum Schluss des Portfolio möchte ich das gesamte Schulpraktikum in der Grundschule X. reflektieren auch hinsichtlich meiner Berufswahlentscheidung und auch hinsichtlich meinen Erfahrungen und auch Probleme, die auch im Praktikum auftraten.

2. Die Grundschule X.

2.1 Das Schulportrait

Die Grundschule X. ist eine kleine Dorfschule, welche sich auf den Yer Bergdörfern befindet, welche wiederrum zum Landkreis Y gehören. Sie befindet sich im gleichnamigen Ort X.. Auf diese Grundschule gehen fast ausschließlich Kinder aus den umher liegenden Dörfern. Um die Kinder aus den Dörfern zur Schule zu fahren, gibt es ein Busunternehmen, welches an die Schule angegliedert ist und die Kinder aus den Dörfern zur Schule bringt und auch nach Y zur Schwimmhalle bringt.

In unmittelbarer Nähe der Grundschule (etwa 500m ) befindet sich die Turnhalle der Schule. Zu dieser Turnhalle gehen die Kinder gemeinsam mit den jeweiligen Lehrern zum Sportunterricht. Weiterhin wird die Turnhalle, im Zuge des freiwilligen Ganztagsangebotes, auch als Mensa genutzt. Allerdings wird das Essen nicht von einer an die Schule angegliederten Küche gefertigt, sondern es wird durch eine in der Nähe niedergelassenen diakonischen Dienst geliefert.

Des Weiteren besitzt die Schule einen direkt an das Schulgebäude angrenzenden Sportplatz, auf dem die Schüler Weitsprungübungen und Lauftrainings absolvieren können. Da besonders bei den jungen Schülern Bewegung und Spiel zum Lernstress Ausgleich noch sehr wichtig ist, hat die Schule ein umfangreiches Bewegungs-und Spielangebot auf dem Pausengelände anzubieten. Denn den Kindern stehen Klettergerüste, eine Wippe, ein Basketballkorb und ein großzügiger Fußballplatz zur Verfügung. In den Klassenräumen gibt es zusätzlich für jede Klasse ein Spielepaket, aus dem sich die Kinder Bälle oder Ringe etc. aussuchen können.

2.2 Beschäftigte und Räumlichkeiten der Grundschule X.

In der Grundschule agieren 3 Vollzeitlehrer und eine Teilzeitlehrerin. Von den drei Vollzeitlehrern ist ein Lehrer der Direktor der Schule, welcher aber auch gleichzeitig voll mitarbeitend ist, da er Klassenlehrer der dritten Klasse ist. Fortführend gibt es eine Schulsekretärin, die in Teilzeit an dieser Grundschule tätig ist. Da es im Krankheitsfall schwierig ist den Ausfall auszugleihen, gibt es eine „ Feuerwehrkraft“, die in Notfällen dem Kollegium hilft aber leider konnte ich diese nicht persönlich kennen lernen. Die Grundschule hat auch eine ehrenamtliche Betreuerin, die die erste und zweite Klasse in den morgendlichen Schulstunden betreut und aber auch beim Ganztagesangebot der Schule aktiv tätig ist. Als weiteres Personal weist die Schule einen Hausmeister auf und eine Musiklehrerin. Diese externe Lehrerin unterrichtet in der 4 Klasse eine Stunde die Woche Gesang. Weiter gibt es an dieser Schule einen Erzieher, welcher sich um ein Kind aus der zweiten Klasse kümmert, welches ADHS hat.

Als Räumlichkeiten stehen der Schule vier Klassenräume, ein Computerraum, ein Gruppenarbeitsraum, ein Computerraum, ein Lehrerzimmer, ein Sekretariat, ein Werkraum und ein erste Hilferaum zur Verfügung. Durch den Anbau an die Schule und den Umbau der Selbigen ist diese im Vergleich zu meiner Schulzeit dort viel großzügiger und kindgerechter gestaltet, was für eine positivere Lernatmosphere führt.

2.3 Die Schülerschaft

Es gibt an der Schule 45 Schulkinder, daher gibt es auch pro Klasenstufe nur eine Schulklasse. In meiner Praktikumsklasse, die Klassenstufe 4, gibt es 13 Schüler und Schülerrinnen, von denen 5 Mädchen sind und 8 Jungs sind.

2.4 Das Ganztagesangebot der Schule

Wie davor schon angedeutet entwickelt sich die Grundschule X. fortlaufend zu einer Ganztagesschule. Zu dem Zeitpunkt, wo ich mein 5 wöchiges Schulpraktikum absolviert habe, bot die Grundschule ein 4 tägiges freiwilliges Ganztagsangebot an. Dieses Angebot wird von externen Kräften durchgeführt und zwar von Dienstag bis Freitag und ist im Vergleich zur Größe der Schule sehr reichhaltig ist. Den Kindern wird unter anderem Backen/Kochen angeboten und auch eine Hausaufgabenbetreuung wird durchgeführt. Meist werden auch durch die Betreuerin Bewegungsübungen- und spiele auf dem Pausenhof durchgeführt. Allerdings befindet sich das Ganztagesangebot noch im Aufbau und wird somit in den kommenden Jahren verstärkt ausgebaut werden und somit den Kindern in Zukunft mannigfaltige Wahlmöglichkeiten bieten können.

2.5 Schulphilosophie /Schulkonzept

Da die Grundschule sehr zukunftsweisend ist, verfolgt sie jetzt schon die Motive einer auf die Schulen zukommenden Inklusion. Denn mindestens zwei Schüler leiden an ADHS und haben es somit schwer sich durchgehend zu konzentrieren und werden trotzdem aktiv mit eingebunden in den laufenden Unterricht, wobei ein Kind aktive Hilfe durch einen Erzieher bekommt. Weiterhin sind besonders in der dritten Klasse viele lernbehinderte Schüler, die durch aktive Hilfe der Lehrer den Besuch der Förderschule vermeiden können und stattdessen auf einen Grundschule gehen können. Als weiteren wichtigen Punkt des Schulkonzeptes würde ich die Schlüsselkompetenz des Lesens ansehen, die massiv unterstützt und gefördert wird an der Grundschule X.. Denn für die Schüler werden extra Büchereistunden eingerichtet, in denen sich die Schüler aus der Klassen eigenen Bibliothek sich Bücher für eine Woche ausleihen können. Weiterhin werden in den laufenden Unterricht immer wieder Lesezeiten eingebunden, die die Lesekompetenz der Schüler nachhaltig fördern. Die Förderung der Lesekompetenz wird klassenübergreifend durchgeführt. Weiterhin wird die Teamarbeit der Klasse in nahezu allen Fächern gefordert. Denn es wird seitens der Lehrer weniger auf den Frontalunterricht gesetzt, stattdessen wird der Unterrichtsstoff zumeist in kleinen Gruppen erarbeitet und dann die Ergebnisse im Klassenplenum besprochen. Damit werden den Kindern schon sehr früh wichtige Kompetenzen beigebracht, die sie nahezu ihr ganzes Leben benötigen. Auch werden teilweise Referate vergeben, bei denen die Schüler sich über ein bestimmtes Thema informieren sollen und zum Einstieg zu einen neuem Thema vortragen sollen. Des Weiteren kümmern sich die Lehrer auch um einen sicheren Umgang der Kinder mit dem PC und insbesondere um den Umgang mit dem Internet. Denn die Schulkinder dürfen ihr erlerntes Wissen mithilfe von Lernprogrammen spielerisch überprüfen und gehen im Internet auf Recherchen für bestimmte thematische Fragestellungen, wobei seitens der Lehrer viel Wert auf kindgerechte Suchmaschinen gelegt wird. Weiterhin ist sehr bemerkenswert das beim Schreiben von Klassenarbeiten Bewegungsübung mit in den Verlauf eingeflochten werden. In dem konkreten Fall, wo ich dies selber beobachten konnte, wurde in einer Deutschklassenarbeit zwischen den beiden Teilen aus denen sie bestanden, eine Bewegungsübung eingebunden, bei der die Schüler aufstehen mussten und ihre Gliedmaßen ausgeschüttelt haben und danach an den zweiten Teil der Klassenarbeit gingen. Weiterhin wird in der Grundschule X. teilweise im Kombiunterricht gelehrt. Kombiunterricht bedeutet an der Grundschule X., dass zwei unterschiedliche Klassenstufen zusammen, unter der Leitung einer Lehrkraft, unterrichtet werden. U.a werden die Fächer Musik, Textil, Werken, Religion im Kombiunterricht unterrichtet. Allerdings finden auch im Klassenverband in den vorgenannten Fächern klasseninterne Unterrichtsstunden. Zu dem Kombiunterricht muss man allerdings auch sagen, dass er auch aufgrund des zunehmenden demografischen Wandels nötig geworden ist. Dieser spiegelt sich in den zunehmend schwindenden Schülerzahlen wieder. Hierunter leiden sehr stark die Schulen in den ländlichen Gegenden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Störungen im Unterricht. Bericht über das Schulpraktikum an einer Grundschule
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
2,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V195852
ISBN (eBook)
9783668260139
ISBN (Buch)
9783668260146
Dateigröße
509 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
störungen, unterricht, bericht, schulpraktikum, grundschule
Arbeit zitieren
Christian Hundertmark (Autor), 2011, Störungen im Unterricht. Bericht über das Schulpraktikum an einer Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195852

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