Schulerfolg durch frühkindliche Bildung


Hausarbeit, 2009
24 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frühkindliche Bildung
2.1 Was ist frühkindliche Bildung?
2.2 Geschichtlicher Überblick
2.3 Was sollte frühkindliche Bildung beinhalten?

3. Die Bildungsstudie PISA 2000
3.1 Vorstellung der Bildungsstudie PISA 2000.
3.2 Was sagt PISA wirklich?.
3.3 Frühkindliche Bildung in verschiedenen deutschen Bundesländern

4. Auswertung
4.1 Beobachtete Effekte frühkindlicher Bildung nach Roßbach
4.2 Vergleich der Bundesländer mit den Ergebnissen von Roßbach

5. Fazit

6. Quellen

1. Einleitung

Wir haben uns für das Thema frühkindliche Bildung entschieden haben, da dieses gerade sehr aktuell in den Medien diskutiert wird. Die KiTas streiken, weil sie neben ihrem Erziehungsauftrag nun in gewissem Maße auch den Bildungsauftrag übernehmen sollen, obwohl sich das pädagogische Personal ohnehin schon unterbezahlt fühlt. Außerdem steht in diesem Jahr die Bundestagswahl an, bei der im Bereich Familienpolitik der Ausbau der Plätze in Kindertageseinrichtungen mit Sicherheit ein großes, umstrittenes Thema sein wird. Aufgrund dieser Aktualitäten haben wir uns die Frage gestellt, ob der Schulerfolg von der frühkindlichen Bildung abhängig ist? Unsere daran angelehnte These lautet daher, ob Kinder die nicht in den Genuss frühkindlicher Bildung kommen, in ihrem späteren Bildungswerdegang benachteiligt sind.

Zuerst wollen wir eine Definition zur frühkindlichen Bildung geben. Darin wird erst der Begriff Bildung näher definiert und anschließend speziell darauf eingegangen, was frühkindliche Bildung eigentlich ist. Vom 16. Jahrhundert bis zum heutigen Tag folgt dann ein kurzer geschichtlicher Überblick und was frühkindliche Bildung alles beinhalten sollte. In 3. wird die Bildungsstudie PISA allgemein vorgestellt, samt der Begründung, warum wir uns für die Durchführung vom Jahr 2000 entschieden haben. Darauf folgen die eigentlichen Aussagen der PISA-Studie und das frühkindliche Bildungssystem in den unterschiedlichen deutschen Bundesländern. Um Aussagen über den Erfolg frühkindlicher Bildung zu treffen, werden die frühkindliche Bildungspolitik der Bundesländer und deren Ergebnisse bei PISA 2000 mit den Forschungsergebnissen von Roßbach (2005) verglichen. Bevor es zu diesem Vergleich kommt, werden allerdings die Forschungsergebnisse von Rossbach separat vorgestellt. Den Abschluss unserer Arbeit bildet das Fazit, zusammen mit der Beantwortung unserer vorher aufgestellten These.

2. Frühkindliche Bildung

Bevor die frühkindliche Bildung im Folgenden beschrieben wird, muss erst einmal der Begriff Bildung geklärt werden.

Mit Bildung war ursprünglich die Entfaltung der geistigen Kräfte des Menschen durch Aneignung kultureller Werte der Umwelt und der Vergangenheit und ihre Verarbeitung zu einer persönlichen Ganzheit gemeint. Der Begriff Bildung wird häufig in dreifachem Sinn verwendet: Er umfasst den Vorgang der Entfaltung, das Bewirken dieser Entfaltung durch Erziehung und Unterricht und ihr Ergebnis. Bildungsziel ist in erster Linie die Entwicklung und Förderung geistig-seelischer Anlagen und Fähigkeiten. Logisches Denken, Ausdrucksfähigkeit, Tiefe der Empfindung und Willensstärke sollen im selbsttätigen Umgang mit den Bildungsgütern entwickelt werden. Hierbei spricht man dann von formaler Bildung. Bildung soll unabhängig von Zwecken einer allseitigen Entfaltung der Menschen dienen. Für W. von Humboldt standen neben der Welt des Griechentums auch die Sprache und Dichtung seiner Zeit als Bildungsgüter im Vordergrund. Dieser vorwiegend literarisch-ästhetische und philosophisch-spekulative Bildungsbegriff wurde zum Leitbild des 19. Jahrhunderts. Abgelöst wurde dieser Bildungsbegriff durch die Höher-Bewertung des Sachwissens, Vermehrung des Lehrstoffs und Intellektualisierung des Unterrichts. Bildung wurde immer mehr zur enzyklopädischen Wissensbildung und oft zum Merkmal einer gesellschaftlichen Schicht.

Heute wird eine Verbindung gymnasialer, polytechnischer und sozialer (politischer) Bildung angestrebt, die verhindern soll, dass junge Menschen auf einseitige Lebensentwürfe festgelegt werden.1

Bildung wird somit als Begriff benutzt, der eine bestimmte Qualität von Lernprozessen beschreibt. In diesem Bildungsbegriff soll das Lernen einen persönlichen Sinn ergeben.

2.1 Was ist frühkindliche Bildung

Gerd Schäfer beschreibt den Bildungsprozess, als das Lernen im Kontext. Man lernt nur, wenn man das Neue in einen bekannten Kontext setzen kann. Ein Kind wird dem Physikunterricht über schiefe Ebenen nicht folgen können, wenn es in seinem Leben noch keine Erfahrungen (beispielsweise auf einer Rutsche) damit gemacht hat. Nicht-Verstehen und Nicht-Lernen hat sehr oft etwas damit zutun, ob jemand einen Kontext hat, der ihm verständlich macht, worum es bei der Sache geht. Wir brauchen später nicht mehr erklären was Hund, Katze oder Haus bedeutet, da der Kontext klar ist. Wenn Kinder aber Verständnisschwierigkeiten haben, muss man sich die Frage stellen, ob man vielleicht zu ungenau erklärt hat. Damit man also sinnvolle Bildungsangebote machen kann, ist es wichtig die Vorerfahrungen, die die Kinder als Kontext mitbringen, zu kennen und zu berücksichtigen. Indem man es von Anfang an tut, lernt man auch das Lernen. Dazu gehören auch sinnliche Erfahrungen, Vorstellungen, Phantasie, Imagination, Emotion, Spiel und Gestaltung, sowie rationale Kontrolle und kritisches Nachdenken. Ähnlich beschreibt Ahnert die kognitiven Anfänge von Kleinkindern. Die ersten Lebensjahre der Kleinkindzeit sind durch äußerst rasant ablaufende Entwicklungsprozesse gekennzeichnet, die auf eine besondere Weise durch soziale Interaktion vermittelt werden müssen. Die Frühphase der Kleinkindzeit beinhaltet die ersten drei Lebenshalbjahre, also von Geburt an bis zum 18. Lebensmonat. Säuglinge haben in dieser Zeit eine hohe Empfindlichkeit für die Wahrnehmung von menschlichen Gesichtern, Stimmen und Bewegungsabläufen, auch wenn die Hirn- und Intelligenzleistung noch eine inhaltlich dosierte und zeitliche begrenzte Informationsverarbeitung reflektiert. Diese Intelligenzleistungen in der Frühphase erscheinen damit als Handlungswissen. Hierzu gehört auch der Prozess der Sprachentwicklung. Das Sprachverständnis des Kindes hängt eng mit der Zuwendung zusammen. Ist die Zuwendung mangelhaft, kann es ein Grund für Sprachverzögerungen des Kindes sein. Die kognitiven Entwicklungen in der Spätphase der Kleinkindzeit, also vom 19. Bis zum 36. Lebensmonat, sind durch eine effizientere mentale Struktur- und Gedächtnisbildung gekennzeichnet. Hierbei treten aber noch altersspezifische Denkfehler auf, da die mentalen Leistungen noch an anschauliches Wissen gebunden sind.2 Um solche kognitiven Konflikte zu überwinden, braucht ein Kind eine anregungsreiche Umwelt, die viele intellektuelle Stimulationen bietet. Dabei lernt das Kind auch gleichzeitig sprachliche Mittel um fragen, diskutieren und aufklären zu können. Die Kinder sollten durch Betreuungspersonen unterstützt werden, um die Zone der nächsten Entwicklung (Vygotsky 1978) zu erreichen. Ohne diese Anregungen kann es zu Deprivationserscheinungen kommen, die sich später in Lernschwäche und mangelnder Sprach- und Intelligenzentwicklung zeigen kann.3

2.2 Geschichtlicher Überblick

Diskussionen um eine angemessene Bildung und Erziehung von Kindern bis zu ihrem sechsten Lebensjahr sind nicht neu. Von Comenius (1592-1670) über Jean Paul (1763-1825), Pestalozzi (1746-1827) und Fröbel (1782-1852) wurde die Bedeutung der frühkindlichen Bildung immer wieder hervorgehoben. Im zwanzigsten Jahrhundert hat auf die Bedeutung frühen Lernens und die Stärkung kindlicher Kompetenzen vor allem Maria Montessori nachhaltig hingewiesen. Die Bildungsreform in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts hob, als Teil des Bildungswesens, die Bedeutung der frühen Kindheit hervor. Es wurde eine stärkere Betonung des Bildungsauftrags des Kindergartens gefordert. Ohne diese Diskussion vor über 30 Jahren wäre frühkindliche Bildung höchstwahrscheinlich in Deutschland nicht zustande gekommen. Seit Mitte der neunziger Jahre wird in Deutschland erneut über frühkindliche Bildungsprozesse diskutiert. Die von deutschen Pädagogen eingeleitete Diskussion des Jahres 1995 wurde kurz darauf durch eine politische Debatte ergänzt, die in der Veröffentlichung der Berichte der beiden Delphi-Befragungen 1998 mündete. Als Folge davon entstand die Etablierung des „Forum Bildung“ durch die Bund-Länder-Kommission (BLK), das seine Ergebnisse im Januar 2002 präsentierte. Eine Neubewertung früher kindlicher Lernprozesse für Kinder unter sechs Jahren in den Tageseinrichtungen stand an erster Stelle der vorgelegten zwölf Empfehlungen. Diese Empfehlungen erfolgten auch unter dem Druck der Ergebnisse der PISA-Studie, die vier Wochen zuvor veröffentlicht wurden. 2003 beteiligte sich Deutschland an einer weiteren OECD-Studie mit dem Titel „Starting Strong“. Dabei wurden in zehn europäischen und zwei außereuropäischen Ländern (Australien und USA) frühkindliche Bildungs- und Erziehungssysteme miteinander verglichen. 2001 hatte sich Deutschland an dieser Studie noch nicht beteiligt. Ende 2002 entstand schließlich, auf der Basis dieser Befunde, eine neue Debatte über den Stellenwert frühkindlicher Bildung. Das „Neue“ an dieser Bildungsdebatte war die gewandelte Argumentation bei der Begründung. Im Gegensatz zu der Bildungsdebatte der siebziger Jahre haben nicht mehr die Pädagogen diese Debatte motiviert und inhaltlich gefüllt. Es gibt vielmehr unterschiedliche und teilweise auch voneinander unabhängige Argumentationslinien, die die Notwendigkeit eine Neubewertung früher Bildungsprozesse unterstreichen sollen. Dabei wurden sechs Argumentationslinien hervorgehoben. Als erstes, das gesellschaftliche Argument. Hierbei sollen Bildungspläne für eine tief greifend veränderte Welt entwickelt werden, die Ungewissheit, Vielfalt, Komplexität, Multiperspektivität sowie eine räumliche und zeitliche Situationsbezogenheit nicht nur akzeptiert, sondern auch begrüßt. Als zweites, das nationale Argument. Dabei wird die Auffassung vertreten, dass bisherige Bildungskonzepte der Dominanz der Muttersprache und der ethnischen Identität entsprochen hätten. Gleichzeitig wurde aber die linguale Diversität und interkultureller Kompetenz vernachlässigt, was mit Blick auf die europäische politisch-wirtschaftliche Situation zu hinterfragen ist. Als drittes, das wirtschaftliche Argument. Festgestellt wurde hier die Veränderung in den Erwartungen der heutigen Wirtschaft an das Individuum und an das Bildungssystem. Anspruchsvoller gewordene Aufgaben erfordern eben auch ein höheres Maß an Kompetenzen, wie zum Beispiel Eigeninitiative, Lernbereitschaft und Verantwortungsübernahme. Als viertes, das kontextuelle Argument. Bisherige Bildungskonzepte nahmen zu wenig Rücksicht auf den kulturellen und ethnischen Hintergrund der Kinder. Außerdem reagierten sie kaum auf Belastungen wie Armut, soziale Ausgrenzung und Mobilität. Vielmehr begünstigten sie ein hohes Maß an sozialer Ausgrenzung wie die PISA-Studie gezeigt hat. Als fünftes, das familiale Argument. Dabei wird auf den sich vollziehenden Wandel familialer Beziehungen und Strukturen eingegangen. Daher sollte das Bildungssystem den Kindern auch die Kompetenz zur Bewältigung von Diskontinuitäten und Brüchen vermitteln. Als sechstes und letztes, das pädagogische Argument. Diese Argumentation macht auf die Bedeutung von Lernprozessen in den ersten sechs Jahren aufmerksam. Die Entwicklungsstufe des Vorschulalters wird dabei als die wichtigste im Bildungssystem angesehen. Im Vordergrund steht die Begleitung kindlicher Lernprozesse, die Vermittlung lernmethodischer Kompetenz, die Stärkung kindlicher Entwicklungsprozesse und die Stärkung kindlicher Meta-Kompetenzen.

2.3 Was sollte frühkindliche Bildung beinhalten?

Im Folgenden wird aufgezeigt, auf was bei frühkindlicher Bildung zu achten ist. Es darf nicht einfach irgendetwas vermittelt werden, sondern die Kinder sollten ihrem Alter entsprechend gezielt gefördert werden. Ein Leitfaden dazu, an dem sich im nachstehenden Abschnitt orientiert wurde, hat im Juni 2004 die Kultusministerkonferenz veröffentlicht. Bei frühkindlicher Bildung sollte es keine Abgrenzung von „Bildung“ und „Erziehung“ geben. Mit „Erziehung“ ist im weiteren Verlauf der Bereich der Einflussnahme anderer Personen, meist Erwachsener, auf das Verhalten der Kinder im Hinblick auf deren Sozialisation gemeint. Der Bildungsprozess umfasst alle Aspekte der Persönlichkeit eines Kindes. Er umfasst auch die Aktivitäten des Kindes zur Weltaneignung. Im Prozess der Weltaneignung interagieren das Kind und sein soziales Umfeld wechselseitig. Nach diesem Verständnis tragen unterstützende, erzieherische und betreuende Tätigkeiten gemeinsam zum kindlichen Bildungsprozess bei. Daher sollte ein besonderes Gewicht auf die Konkretisierung und qualifizierte Umsetzung des Bildungsauftrags gelegt werden. Im Vordergrund der Bildungsbemühungen der frühkindlichen Bildung muss die Vermittlung grundlegender Kompetenzen und die Stärkung und Entwicklung persönlicher Ressourcen stehen, die das Kind auf künftige Lebens- und Lernaufgaben vorbereiten und motivieren sollen. Weiter soll die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und das lebenslange Lernen gefördert werden. Das pädagogische Programm in den Kindertageseinrichtungen muss deshalb durch das Prinzip der ganzheitlichen Förderung geprägt sein. Eine Orientierung an Wissenschaftsdisziplinen darf es im Elementarbereich nicht geben. Vielmehr müssen die Themenfeldern auf die kindliche Neugier eingehen. Die Lerninhalte können zum einem die Lebenswelt der Kinder betreffen und zum anderen, an ihren Interessen anknüpfen. Die daraus resultierenden angemessenen Lernarrangements, sollten in mehreren Förderbereichen gleichzeitig umgesetzt werden. Die Projektarbeit ist besonders geeignet für das ganzheitliche Lernen. Daneben sind alle Lernformen, die selbst gesteuertes Lernen fördern, Teamarbeit ermöglichen, Gestaltungsspielräume eröffnen und den produktiven Umgang mit Fehlern fördern ebenfalls geeignet. Den Kindern muss dabei erlaubt werden, frei zu erkunden und auszuprobieren. Für eine ganzheitliche Förderung sind folgende Aspekte zu beachten, die für alle Inhalte von gleicher Bedeutung sind. Dazu gehört die Förderung, das Lernen zu lernen (lernmethodische Kompetenz), der interkulturellen Bildung und der entwicklungsgemäßen Beteiligung von Kindern an den, ihr Leben in den Einrichtung betreffenden Entscheidungen. Weiter gefördert werden die geschlechtsbewusste pädagogische Arbeit, die Förderung von besonders begabten Kindern und die wesensgemäße Förderung von Kindern mit (drohender) Behinderung und Entwicklungsrisiken.

Dabei sollten Kindertageseinrichtungen folgende Bildungsbereiche beachten und gezielt fördern:

a.) Sprache, Schrift, Kommunikation

Durch Sprachbildung soll das Kind in der Lage sein, sein Denken sinnvoll und differenziert auszudrücken. Die Sprachförderung entsteht in persönlichen Beziehungen und Kommunikation. Als zentraler Bestandteil der sprachlichen Bildung von Kindern, gelten die Erfahrungen der Kinder mit der Buch-, Erzähl- und Schriftkultur (literacy).

b.) Personale und soziale Entwicklung, Werteerziehung/religiöse Bildung

Die Stärkung der Persönlichkeit, die Förderung von Kognition und Motivation und die Förderung von körperlicher Entwicklung und Gesundheit sind wesentliche Bestandteile der Förderung der personalen Entwicklung eines Kindes. Das Kind benötigt soziale Kompetenzen und orientierendes Wissen, um ein verantwortliches Mitglied der Gesellschaft werden zu können. Bei der Werteerziehung muss die Auseinandersetzung und Identifikation mit Werten und Normen und die Thematisierung religiöser Fragen vermittelt werden.

c.) Mathematik, Naturwissenschaft, (Informations-)Technik

Kinder dieser Altersklassen haben ein großes Interesse an der Natur, belebt und unbelebt, und am Experimentieren und Beobachten. Daher sollten die kindliche Neugier und der Entdeckungsdrang dazu genutzt werden, den entwicklungsgemäßen Umgang mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen, mathematische Vorläuferkenntnisse und -fähigkeiten zu erwerben. Dabei können gleichzeitig auch Kenntnisse über die alltägliche Verwendungs- und Funktionsweisen von technischen und informationstechnischen Geräten und die Fertigkeiten des praktischen Umgangs vermittelt werden.

d.) Musische Bildung und Umgang mit Medien

Ästhetische Bildung, musikalische Früherziehung und künstlerisches Gestalten sprechen die kindlichen Sinne und Emotionen an. Außerdem wird neben der Fantasie und Kreativität auch die motorische, personale, soziale und kognitive Entwicklung gefördert. Dadurch soll die kulturelle Einbettung des Kindes gestärkt und die interkulturelle Aufgeschlossenheit unterstützt werden. Beim Umgang mit Medien ist das oberste Ziel die Fähigkeit, Medien kreativ und zweckbestimmt zu nutzen und damit eigenes zu erstellen.

e.) Körper, Bewegung, Gesundheit

Mit Hilfe von Bewegung sollen die Kinder lernen, Verantwortung für ihr körperliches Wohlbefinden und ihre Gesundheit zu übernehmen. Die Bewegung ist darüber hinaus auch besonders für die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung des Kindes wichtig. Inzwischen gehört gesundheitliche Bildung zum Alltag von Kindertageseinrichtungen, bei dem auf die Zusammenarbeit mit den Eltern und anderen Kooperationspartnern geachtet wird.

f.) Natur und kulturelle Umwelten

Eine entwicklungsangemessene Umweltbildung berührt umfangreich viele Lebensbereiche. Von Naturbegegnungen, Gesundheit, Freizeit- und Konsumverhalten bis hin zu Werthaltungen. Zentrale Punkte dabei sind der Einsatz für eine gesunde Umwelt und eine ökologisch-ökonomische Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dabei ist darauf zu achten, den Kindern vielfältige neue Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen.4

3. Die Bildungsstudie PISA 2000

Im Folgenden bezieht sich die Arbeit auf die PISA-Studie aus dem Jahr 2000, da wir speziellen Wert auf die Lesekompetenz und das Selbstregulierte Lernen gelegt haben. Auch wenn keine speziellen Ergebnisse zu den Leistungen von frühkindlicher Bildung zu finden sind, lassen sie anhand des späteren Ländervergleichs Rückschlüsse zu.

[...]


1 www.wissen.de\wde\generator\wissen\ressorts\bildung\index,page=1063064.html

2 Die gleiche Fl ü ssigkeit in einem hohen schlanken Glas wird in einem breiteren niedrigeren Glas als „ mehr “ wahrgenommen, auch wenn die Fl ü ssigkeit vor den Augen des Kindes umgef ü llt wird. (Piaget 1966), aus Schäfer (2007)

3 Vgl. Ahnert (2005)

4 Vgl. Gemeinsamer Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen (Beschluss der Jugendministerkonferenz vom 13./14.05.2004/ Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 03./04.06.2004)

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Schulerfolg durch frühkindliche Bildung
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Autor
Jahr
2009
Seiten
24
Katalognummer
V195860
ISBN (eBook)
9783656222767
ISBN (Buch)
9783656224303
Dateigröße
1925 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühkindliche Bildung, PISA 2000, KiTa
Arbeit zitieren
Stefan Mergel (Autor), 2009, Schulerfolg durch frühkindliche Bildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195860

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