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Deutschlands Rolle in der Welt: Abkehr von einer Zivilmacht hin zu einem Machtstaat?

Title: Deutschlands Rolle in der Welt: Abkehr von einer Zivilmacht hin zu einem Machtstaat?

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jonas Lucas (Author)

Politics - Topic: German Foreign Policy
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Die Außenpolitik Deutschlands ist ein in der Fachwelt viel diskutiertes Thema. Die meisten Experten sind sich einig, dass bestimmte Veränderungen in der Außenpolitik nach der Wiedervereinigung 1990 zu beobachten sind. Doch wie zeigen sich die Verän-derungen, wie weit gehen diese und woher stammen sie? Aus der Beschäftigung mit diesen Fragen ergibt sich das Thema der vorliegenden Arbeit: „Deutschlands Rolle in der Welt: Abkehr von einer Zivilmacht hin zu einem Machtstaat?“
Dazu wird zuerst eine theoretische Einführung in die Problematik gegeben. Es wird erklärt, wodurch sich eine Zivilmacht und ein Machtstaat auszeichnen. Weiterhin soll erörtert werden, wie sich beide unterscheiden und welche Annahmen beiden zugrunde liegen. Dabei wird diese Hausarbeit aber nur auf die für die Analyse entscheidenden Charakteristika eingehen, und keine vollständige Aufbereitung beider politiktheoreti-schen Stränge liefern. Kapitel 3 gibt einen kurzen Abriss über die Geschichte der deut-schen Außenpolitik. Es sollen alle entscheidenden Entwicklungen aufgezeigt werden, so dass die historischen Hintergründe vorhanden sind. Außerdem werden die Akteure der deutschen Außenpolitik in Kapitel 4 genauer vorgestellt. Die Frage hier ist, wer deut-sche Außenpolitik macht. Dazu werden die verschiedenen Gruppen eingehend beleuch-tet. Kapitel 5 stellt die eigentliche Analyse und damit den Mittelpunkt der Arbeit da. Es wird zwischen drei Teilbereichen unterschieden: erstens den außenpolitischen Richtli-nien im Grundgesetz, zweitens der deutschen Außenpolitik von 1949 bis 1990. Hier wird erklärt, warum man Deutschland in dieser Zeit als Zivilmacht bezeichnen kann. Abschließend wird die Außenpolitik nach 1990 daraufhin untersucht ob es eine Abkehr von dem Zivilmachtskonzept gegeben hat. Hierbei wird auf die theoretischen und ge-schichtlichen Grundlagen der vorhergegangen Kapitel zurückgegriffen.
Zur Beantwortung der Fragestellung zieht diese Hausarbeit einerseits Standardwerke, vor allem über die politiktheoretischen und geschichtlichen Hintergründe, andererseits auch kontroverse Zeitschriftenartikel zur aktuellen Diskussion zu Rate. Ergänzt wir die-ses Literaturangebot durch das deutsche Grundgesetz.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Der Machtstaat

2.2 Die Zivilmacht

3. Geschichte der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland

3.1 Von 1949 bis zur Wiedervereinigung

3.2 Von der Wende bis 2009

3.2.1 Europapolitik

3.2.2 Sicherheitspolitik

4. Akteure der Deutschen Außenpolitik

4.1 Staatliche Akteure

4.2 Medien und Öffentlichkeit

4.3 Interessensgruppen

5. Analyse der Außenpolitik: Abkehr vom Prinzip einer Zivilmacht?

5.1 Grundlagen der deutschen Außenpolitik im Grundgesetz

5.2 Von 1949 bis zur Vereinigung: Deutschland eine Zivilmacht

5.3 Deutschland nach der Vereinigung: Abkehr von der Zivilmacht?

5.3.1 Europapolitik

5.3.2 Sicherheitspolitik

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die deutsche Außenpolitik nach der Wiedervereinigung 1990 eine Abkehr vom bisherigen Zivilmachtskonzept hin zu einem Machtstaat vollzogen hat, indem sie historische Entwicklungen und aktuelle außenpolitische Entscheidungen analysiert.

  • Theoretische Abgrenzung zwischen Machtstaat und Zivilmacht
  • Historische Entwicklung der deutschen Außenpolitik von 1949 bis 2009
  • Analyse der staatlichen Akteure, Medien und Interessengruppen
  • Überprüfung der Europapolitik auf machtpolitische Tendenzen
  • Evaluation sicherheitspolitischer Auslandseinsätze im Kontext der Zivilmacht

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Machtstaat

Ein Machtstaat versucht immer, seine Macht gegenüber anderen Staaten oder Institutionen auszubauen und seine Interessen durchzusetzen. Das Ziel eines Machtstaates ist es, „seine relative Macht (capabilities) im Vergleich zu anderen Staaten zu maximieren oder zumindest zu wahren“. Als Mittel werden von einem Machtstaat auch Drohung und Zwang eingesetzt. Multilaterales Handeln tritt bei einem Machtstaat in den Hintergrund, es sei denn es dient dem eigenen Machterwerb.

Theoretische Begründung des Konzeptes eines Machtstaates

Das Konzept eines Machtstaates basiert auf dem theoretischen Modell des Realismus. Es gibt sehr unterschiedliche Ausprägungen des Realismus und im Folgenden werden nur die drei wichtigsten Annahmen erläutert, welche zur Erklärung des Machtstaates hilfreich sind, ohne auf detaillierte Einzelheiten der verschiedenen Ausrichtungen einzugehen.

1. Das internationale politische System besteht aus Staaten

Durch die historische Entwicklung und ihre politischen und ökonomischen Machtmittel sind Staaten die entscheidenden Akteure im internationalen System.

2. Im internationalen Staatensystem herrscht Anarchie

Alle Staaten sind, weil sie souverän sind, im Prinzip gleichgestellt. Dadurch herrscht Anarchie, weil es keine übergeordnete Instanz gibt, die für Ordnung sorgen kann. Daraus folgt, dass kein Staat jemals ausschließen kann, dass ein anderer kriegerische Absichten hat.

3. Staaten versuchen, ihre Macht und ihren Einfluss zu erhalten und zu erweitern

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der deutschen Außenpolitik ein und formuliert die Forschungsfrage, ob Deutschland vom Konzept der Zivilmacht zu einem Machtstaat gewandelt ist.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Idealtypen des Machtstaates und der Zivilmacht anhand der politikwissenschaftlichen Theorien des Realismus und Idealismus.

3. Geschichte der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland: Es erfolgt ein chronologischer Abriss der historischen Entwicklung von 1949 bis 2009 unter Berücksichtigung der Teilung und Wiedervereinigung.

4. Akteure der Deutschen Außenpolitik: Die Analyse beleuchtet die verschiedenen Akteure wie staatliche Institutionen, Medien und Interessengruppen und deren Einfluss auf die außenpolitische Gestaltung.

5. Analyse der Außenpolitik: Abkehr vom Prinzip einer Zivilmacht?: Dieser Hauptteil untersucht anhand von Grundgesetzgrundlagen, Europapolitik und Sicherheitspolitik, ob eine Abkehr vom Zivilmachtkonzept stattgefunden hat.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Deutschland weiterhin als Zivilmacht agiert, auch wenn sich die Wahl der Mittel aufgrund veränderter Rahmenbedingungen angepasst hat.

Schlüsselwörter

Außenpolitik, Deutschland, Zivilmacht, Machtstaat, Sicherheitspolitik, Europäische Integration, Grundgesetz, Realismus, Idealismus, Auslandseinsätze, Souveränität, Multilateralismus, Friedenspolitik, Internationale Beziehungen, Wiedervereinigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Ausrichtung der deutschen Außenpolitik vor und nach der Wiedervereinigung von 1990.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Abgrenzung von Zivilmacht und Machtstaat sowie die empirische Analyse der deutschen Europapolitik und sicherheitspolitischer Auslandseinsätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu beantworten, ob Deutschland von seinem historisch gewachsenen Konzept einer Zivilmacht abweicht und sich hin zu einer machtstaatlichen Außenpolitik entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politiktheoretische Analyse, die sie auf historische Ereignisse und aktuelle außenpolitische Entscheidungen der Bundesrepublik Deutschland anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die verfassungsrechtlichen Grundlagen, die Geschichte der Außenpolitik, die beteiligten Akteure sowie spezifisch die Europapolitik und Sicherheitspolitik nach 1990.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Zivilmacht, Machtstaat, Außenpolitik, Europäische Integration und internationale Sicherheit.

Wie definiert der Autor eine Zivilmacht?

Eine Zivilmacht zeichnet sich durch Gewaltverzicht, die Priorisierung multilateraler Institutionen, das Völkerrecht und die Bereitschaft zur Souveränitätsabgabe aus.

Warum war der Kosovoeinsatz 1999 besonders kritisch?

Der Einsatz gilt als kritisch, da er die erste militärische Aktion der Bundeswehr ohne explizites UNO-Mandat darstellte, was traditionell als Abkehr von zivilmachtstaatlichen Prinzipien interpretiert werden könnte.

Wie bewertet die Arbeit das 'Nein' der Regierung Schröder zum Irakkrieg 2002?

Der Autor argumentiert, dass dieses 'Nein' keinesfalls eine Abkehr von der Zivilmacht darstellt, sondern vielmehr eine Bestätigung des Zivilmachtskonzepts durch das Eintreten für friedliche Konfliktlösungen.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich des deutschen Status?

Deutschland agiert weiterhin als Zivilmacht, auch wenn veränderte globale Rahmenbedingungen zu einer Anpassung der außenpolitischen Mittel geführt haben.

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Details

Title
Deutschlands Rolle in der Welt: Abkehr von einer Zivilmacht hin zu einem Machtstaat?
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
2,0
Author
Jonas Lucas (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V196115
ISBN (eBook)
9783656220220
ISBN (Book)
9783656220589
Language
German
Tags
deutschlands rolle welt abkehr zivilmacht machtstaat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Lucas (Author), 2011, Deutschlands Rolle in der Welt: Abkehr von einer Zivilmacht hin zu einem Machtstaat?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196115
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