Die Genese von Wissen in einem Sozialismusmodell partizipatorischer Planung


Bachelorarbeit, 2010

45 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhalt

I. Abbildungsverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

1. Motivation und Fragestellung

2. Vorgeschichte der Wirtschaftsrechungsdebatte

3. Zwei Hypothesen über Information und Wissen
3.1. Die These von Lange
3.2. Die Antithese von Hayek

4. Partizipatorische Planung
4.1. Überblick über das Modell von Adaman & Devine
4.2. Die Genese von Informationen und Wissen
4.3. Kritik und Antikritik

5. Schlusswort

IV. Literaturverzeichnis

V. Internetquellenverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1. Gleichgewicht im „marktsozialistischen“ Modell von Lange

Abbildung 2 Stilisiertes Schema der Koordination über Märkte und über „partizipatorische Planung“

Abbildung 3 Zielkonflikt im Marktsozialismus

Abbildung 4 Preisbildung auf Betriebsebene

Abbildung 5 Informationen nach Adaman & Devine

Abbildung 6 Inkonsistente Teilpläne bei Marktkoordination und widerspruchsfreie Teilpläne bei Plankoordination

II. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abstract:

Die Arbeit greift die Diskussion über die ökonomische Durchführbarkeit des Sozialismus aus dem 20. Jahrhundert auf und stellt das Modell eines partizipatorischen Wirtschaftssystems von Adaman & Devine in den Kontext dieser Diskussion. Die Arbeit argumentiert gegen eine partizipatorische Wirtschaft auf Grundlage dieses Modells, da in einem solchen Wirtschaftssystem erhebliche Probleme bei Entstehung und Verarbeitung von Informationen gesehen werden.

1. Motivation und Fragestellung

"Du verstehst, my dear fellow, daßin einem Werke wie meinem, manche shortcomings im Détail existieren müssen.“

(Marx 1866: 183)

Karl Marx gestand in seinem Brief an Friedrich Engels, dass er in seinem Londoner Exil eine detaillierte Ausarbeitung der sozialistischen Idee nicht vollbringen könnte. So beschäftigen sich seit dem 19. Jahrhundert unter anderen auch Ökonomen mit Fragen der Gestaltung und der Funktionsweise einer Wirtschaft, die nicht auf dem Privateigentum von Kapitalgütern und einer ausschließlichen Koordination über Märkte beruhen sollte. Im Zuge der sog. „Wirtschaftsrechnungsdebatte“, der Diskussion über die grundsätzliche wirtschaftstheoretische Möglichkeit des Sozialismus, entstanden sowohl zahlreiche Modelle eines solchen Wirtschaftssystems, als auch theoretische Kritiken des Sozialismus. Jedes von diesen Modellen hat auf seine Weise versucht auf grundlegenden ökonomischen Konzepten Aussagen über die Gestalt und Funktionsweise einer sozialistischen Wirtschaft aufzubauen. Die Fragestellung dieser Arbeit jedoch wird durch das „Umgekehrte“ motiviert. Denn durch die Beschäftigung mit einem modernen Sozialismusmodell soll nicht etwa ein zukünftiges ökonomisches Experiment des Verfassers auf eine theoretische Grundlage gestellt werden. Vielmehr wird durch das Kennenlernen von anderen Perspektiven auf die Marktwirtschaft in Verbindung mit theoretischen Beiträgen von zwei Sozialismuskritikern (Hayek und Hodgson) ein besseres allgemeines Bild des marktwirtschaftlichen Systems erhofft.

a) Fragestellung

Der Kern des Widerstreits zwischen Sozialismus und Kapitalismus wird oft in einem Gegensatz zwischen Plan und Markt gesehen. Dies kann aber irreführen, da es Pläne in allen Wirtschaftssystemen gibt. Das Problem scheint eher darin zu liegen, wie die unausweichlich verschiedenen Pläne unterschiedlicher Akteure aufeinander ohne Zwist und Unordnung abgestimmt werden sollen. (Hodgson 1998: 407) Wenn man der Lösung dieses Problems näher kommen möchte, erscheint es angebracht sich mit Information und Wissen in der Wirtschaft zu beschäftigen.

In dieser Arbeit wird ein „partizipatorisches“ Sozialismusmodell unter dem Aspekt der Genese von Information und Wissen untersucht. Der Begriff „Genese“ (griech.: „Ursprung“) ist gewählt, um anzudeuten, dass der Mensch nicht immer im Klaren darüber ist, wie das, was er für Informationen und Wissen hält, entsteht. Denn „Genese“ lässt offen, ob er nun das Wissen, das bereits gegeben und in der Welt zerstreut ist, finden, „aufsammeln“, ordnen und auswerten könne oder, ob es erst in seinem Kopf entsteht oder, ob man mit Symbolen der Sprache und der Mathematik sämtliches menschliches Wissen aufschreiben könne. Das beschäftigt viele Wissenschaften und kann in dieser Arbeit nicht in aller Grundsätzlichkeit erörtert werden. Die Fragen, um die es in dieser Arbeit geht, sind:

- Welche Vorstellung über die Genese des Wissens liegt diesem „partizipatorischen“ Modell zugrunde? Kann das Modell der Sozialismuskritik der Österreichischen Schule (in der Tradition Hayeks) widerstehen?
- Unterscheidet sich das „partizipatorische“ Modell wesentlich vom Marktsozialismus oder laufen beide Modelle auf dasselbe Ergebnis hin? Und schließlich:
- Handelt es sich bei der „partizipatorischen Planung“ um ein faktisches Zentralplanungsmodell?

Aspekte der genauen Funktionsweise der im „partizipatorischen“ Modell vorgesehener Institutionen, eines möglichen Übergangs zu einem „partizipatorischen“ Wirtschaftssystem, sowie des makroökonomischen Gleichgewichts können trotz ihrer Bedeutung für ein grundlegendes Verständnis dieses Modells im Rahmen der oberen Fragestellungen nicht behandelt werden.

Die Beantwortung der Fragestellung soll - mit Einschränkungen - ein allgemeines Urteil über das Potential moderner Modelle partizipatorisch-sozialistischer Wirtschaftssysteme erlauben können. Im Allgemeinen wird ein fundiertes Verständnis der Koordination des Wirtschaftsprozesses durch das Wissen seiner Akteure erwartet. Auf der Grundlage dieses Verständnisses soll das zukünftige ökonomische Potential der sozialistischen Idee abschätzbar sein können.

Die Untersuchung stützt sich auf theoretische Literaturvorarbeiten in referierten Monografien und Fachzeitschriften sowie auf Internetquellen.

b) Wichtige Begriffe

„Information“ und „Wissen“ werden in dieser Arbeit synonym verwendet. Untersucht und kritisiert wird ein sozialistisches Modell 1 , nicht die sozialistische Idee als Ganzes. „Sozialismus“ meint eine Wirtschaft mit keiner oder geringer Bedeutung der Märkte.

„Zentralplanwirtschaft“/“Zentralplanungsmodell“/„Zentral- planung“, sind damit als Reinformen ganz ohne Markt definitorisch enger gefasste Unterbegriffe vom „Sozialismus“. Als „Kapitalismus“ wird eine Wirtschaft bezeichnet, die auf Märkten beruht. Der Begriff wird synonym mit „Marktwirtschaft“ verwendet. All diese Definitionen gehen an Formen wirtschaftlichen Eigentums vorbei, da Aspekte der Gestaltung der Eigentumsformen in einem sozialistischen System für diese Arbeit nicht zentral sind.

„Koordination“ dient als Sammelbegriff, der sowohl die Allokation gegebener Kapazitäten als auch die Investition in neue Kapazitäten zusammenfasst. Anders ausgedrückt, umschreibt er allgemein wirtschaftliche Lenkungsprozesse. Ebenso ein Sammelbegriff ist „Kapazitäten“. Er fasst vorhandene Bestände genussreifer Güter, alle Zwischenprodukte, Rohstoffe und Produktionsanlagen zusammen; meint also die Gesamtheit aller physischen ökonomischen Potentiale. Der Begriff „Kapitalgüter“ soll alle Produktionsanlagen und Werkzeuge eingrenzen.

„ex ante“ meint eine Beurteilung aus vorheriger Sicht. „ex post“ meint eine Beurteilung aus nachträglicher Sicht. „Empirizistisch“ meint die Auffassung, dass Informationen und Wissen grundsätzlich gegeben sind und in der Welt zerstreut; können also von ökonomischen Akteuren aufgelesen, mit Symbolen der Sprache oder der Mathematik kodiert, geordnet und ausgewertet werden.

2. Vorgeschichte der Wirtschaftsrechungsdebatte

„ It would be a mistake to believe that the calculation debate has ended.“

(Kirzner 1988: 16)

Die Wirtschaftsrechungsdebatte begann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit bedeutenden Beiträgen der Ökonomen der sog. Österreichischen Schule.

a) Österreichische Schule

Die Österreichische Denkschule nimmt eine herausragende Stellung in der Geschichte der Wirtschaftsrechnungsdebatte ein. Denn wie keine andere ökonomische Denkströmung, schärfte sie ihr Profil durch die ständige Kritik der sozialistischen Idee, die in Theorie und Praxis während des 20. Jahrhunderts populär war. (Kirzner 1988: 1) Insgesamt wichtig für das Verständnis der österreichischen Sozialismuskritik ist ihre Überzeugung, dass Sozialismus de facto nur eine Zentralplanwirtschaft sein könne. Selbst diejenigen Sozialismusmodelle, die dezentrale Planung und/oder Märkte in welcher Form auch immer nicht verwerfen, sind aus Sicht der Österreicher faktische Zentralplanungsmodelle. Diese Sichtweise ist zum Verständnis der Analyse und der Kritik der Genese des Wissens im Sozialismusmodell „partizipatorischer Planung“ von großer Bedeutung. Warum die „Österreicher“ diese Überzeugung teilen, wird nach der Vorstellung der wichtigsten informationsökonomischen Thesen eines der bekanntesten österreichischen Sozialismuskritiker, Friedrich August von Hayek, klar werden.

b) Sozialismus als Bewertungsproblem

Der Österreicher Ludwig von Mises warf 1920 als Erster die Frage auf, ob und wie in einem Wirtschaftssystem mit fehlenden oder an den Rand gedrängten Märkten der Erfolg ökonomischer Tätigkeit bestimmt werden könnte. Er war es auch, der den Begriff der „Wirtschaftsrechnung“ einführte und argumentierte, dass diese in einem sozialistischen Gemeinwesen im Vergleich zu der in einer Marktwirtschaft unvollständig wäre. Mises sah die sozialistische Ökonomie einer rationalen Wirtschaftlichkeitsrechnung beraubt, da sich in ihr keine Marktpreise bilden könnten. Diese würden unter marktwirtschaftlichen Bedingungen als Inputs in eine kaufmännische Betriebsrechnung eingehen, um den Erfolg2 ökonomischen Handelns zu bestimmen und auf seiner Grundlage für die Zukunft planen zu können. Unter Bedingungen des sozialistischen Gemeineigentums sei eine solche Rechnung v.a. wegen fehlender Preise für Kapitalgüter nicht aufstellbar, sodass ein allgemeines Bewertungsproblem aller Güter im Sozialismus unüberwindbar sei. Eine rationale Wirtschaftsrechnung im Sozialismus sei damit unmöglich. (Mises 1920) Die Argumentation von Mises wird im weiteren Verlauf nicht tiefer ausgeführt werden, da sie sich von der Fragestellung der Arbeit entfernt.

Exkurs: Neoklassische Schule

Um das Fortschreiten der Wirtschaftsrechnungsdebatte zu verstehen, muss die Vorstellung der sog. „Neoklassischen Schule“ bzgl. der Genese von Information und Wissen kurz skizziert werden. Den Neoklassikern geht es insgesamt darum Grundsätze ökonomischer Effizienz unter idealtypischen Bedingungen, dass vollständige Informationen allen Akteuren gegeben sind, aufzuzeigen. Diese stark vereinfachende Annahme dient z.B. dazu die grundsätzliche Rolle der Relativpreise auf das Entscheidungsverhalten zu erklären. (Furubotn/Richter 2003: 1) Die Relativpreise werden als Knappheitsparameter angesehen, mit deren Hilfe Angebot und Nachfrage auf allen Märkten übereinstimmen sollen. Die Neoklassiker sprechen dabei von Markträumung. (Leschke/Sauerland 2007: 45) Wenn Relativpreise nicht für ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sorgen könnten, wären sie damit als Knappheitsparameter unbrauchbar.

Beispiel: In einer Welt der vollständigen Information gebe es 2 Tomaten, 4 Karotten und 6 Kartoffeln.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Relativpreise sind also:

I. Preis für 1 Tomate = 2 Karotten = 3 Kartoffeln
II. Preis für 1 Karotte = ½ Tomate = 1 ½ Kartoffeln
III. Preis für 1 Kartoffel = 1/3 Tomate = 2/3 Karotte

Alle drei Gleichungen sind äquivalent und stellen die Bedingung für Markträumung dar. Diese Relativpreise würden sich aber nur dann in dieser Welt einstellen, wenn alle wüssten, dass es 2 Tomaten, 4 Karotten und 6 Kartoffeln gibt.3 Der Neoklassischen Schule liegt also eine empirizistische Vorstellung von der Genese ökonomischen Wissens zugrunde. D.h. das Wissen sei vollständig gegeben in der Außenwelt und müsse von den Akteuren nur „entdeckt“ werden.

Diese Vorstellung spielt für die Wirtschaftsrechnungsdebatte und die Analyse des Modells partizipatorischer Planung eine große Rolle:

“The [neoclassical] conditions, being simply technical requirements, contain no ideological implications. They apply equally to capitalism, socialism, or any other "ism." (Lancaster 1969: 276; Hervorhebung hinzugefügt)

c) Marktsozialismus

Der Pole Oskar Lange, ein sozialistisch orientierter Ökonom, nahm die Kritik von Mises ernst und argumentierte 1936, dass eine sozialistische Ökonomie das Bewertungsproblem sehr wohl lösen könne. Er schlug ein Modell einer fiktiven sozialistischen Wirtschaft vor, in dem Marktpreise „simuliert“ werden sollen, um auf diese Weise die erhofften Vorteile einer vergemeinschafteten Wirtschaft mit den vermeintlichen Effizienzeigenschaften des Kapitalismus zu verbinden. Damit hatte Lange die Idee des sog. „Marktsozialismus“ begründet. Die Vorstellung über die Genese des Wissens in seinem Modell übernahme Lange aus der neoklassischen Theorie. (Lange 1936) Das wird an einer späteren Stelle ausführlicher diskutiert.

d) Informationsbasierte Kritik

Der Österreicher Friedrich August von Hayek antwortete mit seinen Essays zwischen 1937 und 1948 auf Langes Beitrag. Er argumentierte, dass in einer Ökonomie, die nicht auf Marktbeziehungen beruhe, keinerlei Möglichkeit bestehe irgendeine wahre Information darüber zu generieren, was, wie, wo, wie viel und für wen produziert werden soll. Dieser Ansatz schließt nicht aus, dass Menschen aus altruistischen Motiven den Willen mitbringen könnten eine Ökonomie bewusst aufzubauen. Nur könnten sie es nicht erreichen. (Hayek 1937, 1945, 1948) Diese These wird an einer späteren Stelle ausführlicher diskutiert. Seine Kritik spielt für die Analyse der Genese des Wissens im Modell partizipatorischer Planung von Devine eine entscheidende Rolle.

e) Koordinationsproblem in der Marktwirtschaft

Der Brite Maurice Dobb, ebenso wie Lange ein sozialistisch orientierter Ökonom, argumentierte 1969, dass die Marktwirtschaft ein inhärentes Koordinationsproblem habe. Dass einzelne Akteure mit jeweils sehr beschränktem Wissen einen eingeschränkten Planungshorizont hätten, führe zur Unsicherheit, die für die „Kurzsichtigkeit“ des Kapitalismus verantwortlich sei. Eine effiziente Koordination der Kapazitäten ex ante sei damit im Kapitalismus nicht möglich. (Dobb 1969: 148)

3. Zwei Hypothesen über Information und Wissen

Im Folgenden werden die zugrunde liegenden Vorstellungen über die Genese vom ökonomischen Wissen von Lange, dem Begründer des „Marktsozialismus“ einerseits und von Hayek, des Vertreters der Österreichischen Schule andererseits, in ihren wichtigsten Anhaltspunkten vorgestellt, um die Untersuchung des Modells „partizipatorischer Planung“ vorzubereiten.

3.1. Die These von Lange

a) Überblicküber das „ marktsozialistische“ Modell von Lange

Das Modell von Lange beruht auf Staatseigentum der Kapitalgüter. Das Wirtschaftssystem, das Lange vorschlägt, soll auf zweierlei Weise zentral koordiniert werden. Einerseits gibt es Betriebe mit Planungsautonomie. Diese sind in einzelne Wirtschaftszweige mit jeweiligen „Industrieministerien“ an der Spitze zusammengefasst. Andererseits gibt es die „Zentrale Planungskomission“ mit umfassenden Informationen über „Märkte“, auf denen genussreife Güter und Dienstleistungen getauscht werden. Die Industrieministerien mit untergeordneten Betrieben koordinieren die Höhe und Art des Outputs, während die Zentrale Planungskomission die Preise koordiniert. (Lange 1936: 62ff)

Die Zentrale kann nämlich einfach durch die Veränderung der Relativpreise Angebot und Nachfrage auf simulierten Märkten in Übereinstimmung bringen. Beobachtet die Zentrale bei einem Gut einen Mangel, erhöht sie seinen Preis. Beobachtet sie bei einem anderen Gut einen Überschuss, senkt sie den Preis. Sie würde damit, wie kapitalistische Unternehmer auch, die Methode von „Versuch und Irrtum“ anwenden, damit es keinen übermäßigen Überschuss oder Mangel gibt. Da die Zentrale über vollständigere und umfassendere Informationen verfügt, würde ihr die Markträumung sogar schneller und besser gelingen als einzelnen Akteuren mit ihrem eingeschränkten ex ante Planungs- und Wissenshorizont unter echten marktwirtschaftlichen Bedingungen. (Lange 1936: 67) Die einzelnen Betriebe reagieren auf diese zentralen Preisanpassungen wie profitmaximierende kapitalistische Unternehmen: steigt der Preis für ihren Output (kurzfristig 4 ), dehnen sie mit gegebenen Kapazitäten den Output aus. Sinkt der Preis (kurzfristig), verringern sie den Output. Die Industrieministerien würden, vergleichbar den Vorständen großer kapitalistischer Konzerne, langfristige strategische Entscheidungen treffen. Z.B. würden sie über die Höhe und die Art der Investitionen in ihrem Wirtschaftszweig entscheiden. Steigt der Preis für ihre Outputkategorie (langfristig), investieren sie in den Ausbau der Produktionsanlagen. Sinkt der Preis (langfristig), bauen sie die Anlagen um- oder ab.

[...]


1 Mit Kursivschrift werden besonders bedeutungstragende Begriffe in einem Satz versehen.

2 Hinweis: der Erfolg einer kaufmännischen Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Begriff aus dem buchhalterischen Fachjargon und kann auch negativ sein.

3 Von anderen Annahmen der Neoklassischen Schule wird hier abgesehen, da die Darstellung nur das bessere Verständnis des nächsten Abschnitts der Arbeit vorbereiten soll.

4 Die Idee hinter der Unterscheidung zwischen der kurzen und der langen Frist hier ist, dass

Betriebe ihren Output nicht auf Dauer mit gegebenen Kapazitäten ausdehnen können. Ohne Wartungsarbeiten an z.B. heißlaufenden Maschinen würden diese nach einer Weile verschleißen, was in Folge den Output verringern würde.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten

Details

Titel
Die Genese von Wissen in einem Sozialismusmodell partizipatorischer Planung
Hochschule
Universität Passau  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Note
2,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
45
Katalognummer
V196218
ISBN (eBook)
9783656221746
ISBN (Buch)
9783656222262
Dateigröße
646 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
genese, wissen, sozialismusmodell, planung
Arbeit zitieren
Leo Litke (Autor), 2010, Die Genese von Wissen in einem Sozialismusmodell partizipatorischer Planung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196218

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