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Kinder und Fernsehen

Einfluss des Fernsehens auf den Erwerb kommunikativer Fähigkeiten im Kindesalter

Title: Kinder und Fernsehen

Term Paper , 2009 , 19 Pages , Grade: 1.5

Autor:in: Bianka Bülow (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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Kommunikationsmedien zeigen in Deutschland eine Omnipräsenz wie nie zuvor.
Seit den Fünfziger Jahren verbreitete sich der Fernseher in Deutschland zunehmend und im Zusammenhang mit dem außerordentlich starkem Technikkonsum der 60er Jahre spricht man von einer regelrechten „Einrichtungs- und Elektrowelle.“
Nach einer Studie des medienpädagogischer Forschungsverbunds Südwest (mpfs) sind im Jahr 2008 nahezu hundert Prozent der privaten Haushalte mit einem Fernseher ausgestattet.
Auch andere Medien sind weit verbreitet, so besitzen mehr als neun von zehn Personen ein Handy, Telefon oder Radio und 85% der Haushalte sind über mindestens einen Vertreter per Email zu erreichen (Abb. 2). Der Umgang mit Kommunikationsmedien gehört inzwischen sowohl zum Alltag der Erwachsenen, als auch zum Alltag von Kindern und Jugendlichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemaufriss

2. Mediennutzung von Kindern in Deutschland

3. Erwerb kommunikativer Fähigkeiten

4. Entwicklung einer adäquaten Fernsehwahrnehmung

5. Hypothesen über den Einfluss des Fernsehkonsums auf die sprachliche Entwicklung von Kindern

5.1. Resonanz- und Mainstreaming-Effekt

5.2. Fernsehdefizit-Hypothese

5.3. Weitere Förderungs- und Hinderungsthesen

6. Spezielle Betrachtungen zum mediengestützten Lernen

6.1. Schriftliche Fertigkeiten und Leseleistungen unter dem Einfluss von Drittvariablen

6.2. Mediale Unterstützung des Zweitspracherwerbs

7. Kindgerechte Darstellungsformen im Fernsehen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Fernsehkonsums auf den Erwerb kommunikativer Fähigkeiten bei Kindern. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich Mediennutzung im Kindesalter auf die Sprachentwicklung auswirkt und welche Faktoren, insbesondere die Qualität der Fernsehinhalte, diesen Prozess begünstigen oder hemmen.

  • Mediennutzungsverhalten von Kindern in Deutschland
  • Entwicklung der filmadäquaten Wahrnehmung
  • Wissenschaftliche Hypothesen zur Medienwirkung (u.a. Fernsehdefizit-Hypothese)
  • Zusammenhang zwischen Fernsehkonsum und Lese- bzw. Sprachleistungen
  • Potenziale von pädagogisch gestalteten Sendungen

Auszug aus dem Buch

Die erste Stufe der Fernsehwahrnehmung

Die erste Stufe, welche als „Und-Summenauffassung“ bezeichnet wird, ist die „Form einer inselhaften, ungegliederten Auffassung“ (ebd.: 48). Als Merkmale klassifiziert Ruprecht dabei, dass sich überwiegend an emotional ansprechende Szenen erinnert wird und subjektive Umdeutungen des Filminhaltes stattfinden. Auch werden Zusammenfassungen des Gesehenen in dieser Stufe nicht zeitsynchron, sondern nach emotionaler Bedeutsamkeit vorgenommen und Kamerasprünge werden als neue Szenen verstanden.

Diese Auffassung wird auch von Theunert, Lenssen und Schorb geteilt, die in diesem Zusammenhang feststellen: „Vorschulkinder realisieren nur einzelne Szenen, erst allmählich verbinden sie sie zu Handlungssträngen, später zu Episoden. Sie können nur einfache dramaturgische Gestaltungsmittel durchschauen“ (Theunert, Lenssen, Schorb 1995: 51), nach ihnen dauert diese Phase bis zum Ende des 5. Lebensjahres an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemaufriss: Dieses Kapitel thematisiert die kontroverse Debatte über den frühkindlichen Fernsehkonsum und führt in die zentrale Forschungsfrage nach dessen Einfluss auf die sprachliche Entwicklung ein.

2. Mediennutzung von Kindern in Deutschland: Hier wird der gegenwärtige Medienalltag von Kindern dargestellt, wobei die Omnipräsenz des Fernsehens und dessen Stellenwert im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten verdeutlicht wird.

3. Erwerb kommunikativer Fähigkeiten: Das Kapitel definiert den Begriff der kommunikativen Kompetenz und erläutert die entwicklungspsychologischen Stufen ihres Erwerbs sowie die Rolle der Medienkompetenz.

4. Entwicklung einer adäquaten Fernsehwahrnehmung: Hier wird aufgezeigt, wie sich die Fähigkeit zur Filmwahrnehmung und zur Interpretation medialer Inhalte im Laufe der Kindheit schrittweise entwickelt.

5. Hypothesen über den Einfluss des Fernsehkonsums auf die sprachliche Entwicklung von Kindern: Dieses Kapitel analysiert zentrale theoretische Ansätze wie den Mainstreaming-Effekt und die Fernsehdefizit-Hypothese hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Sprache.

6. Spezielle Betrachtungen zum mediengestützten Lernen: Dieser Abschnitt beleuchtet den Zusammenhang zwischen TV-Inhalten und Leseleistungen sowie Möglichkeiten zur Unterstützung des Zweitspracherwerbs durch Fernsehen.

7. Kindgerechte Darstellungsformen im Fernsehen: Hier werden Anforderungen an die Programmgestaltung abgeleitet, um die Aufmerksamkeit und das Verständnis junger Zuschauer optimal zu unterstützen.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der der Fernseher zunehmend als pädagogisches Instrument statt als reine Gefahrenquelle begriffen wird.

Schlüsselwörter

Fernsehkonsum, Kinder, Kommunikation, Medienkompetenz, Sprachentwicklung, Fernsehdefizit-Hypothese, Medienpädagogik, Filmwahrnehmung, Leseleistung, Zweitspracherwerb, Programmgestaltung, Sozialisation, Medienwirkung, Bildungsabschluss, Kindgerechtheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirkung von Fernsehkonsum auf die Sprachentwicklung und kommunikative Kompetenz von Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Mediennutzung in Deutschland, den theoretischen Hypothesen zur Medienwirkung sowie der Bedeutung von pädagogisch wertvollen Inhalten für den Lernerfolg.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob und wie Fernsehkonsum den Erwerb kommunikativer Fähigkeiten bei Kindern fördert oder hemmt und welche qualitativen Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien (u.a. KIM-Studie, Arbeiten von Reinsch, Glogauer, Ruprecht), um den aktuellen Forschungsstand zusammenzuführen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Wahrnehmung, die kritische Diskussion verschiedener Hypothesen (wie Mainstreaming- und Defizit-Hypothesen) und die Analyse von Medieneffekten auf schulische Leistungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Fernsehkonsum, Medienkompetenz, Sprachentwicklung, pädagogische Programmgestaltung und kommunikative Fähigkeiten.

Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung von Medien bei verschiedenen Altersgruppen?

Die Arbeit zeigt anhand der viergliedrigen Ontogenese nach Ruprecht auf, dass Kinder erst im Laufe ihrer Entwicklung vom Verständnis isolierter Szenen zur komplexen Interpretation von Handlungssträngen gelangen.

Welche Rolle spielt die Qualität des Fernsehprogramms für den Lernerfolg?

Die Autorin verdeutlicht, dass nicht der Konsum an sich, sondern die Qualität der Inhalte (z.B. edukative Programme) entscheidet, ob ein negativer oder ein positiver Lerneffekt eintritt.

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Details

Title
Kinder und Fernsehen
Subtitle
Einfluss des Fernsehens auf den Erwerb kommunikativer Fähigkeiten im Kindesalter
College
University of Rostock
Grade
1.5
Author
Bianka Bülow (Author)
Publication Year
2009
Pages
19
Catalog Number
V196229
ISBN (eBook)
9783656221920
ISBN (Book)
9783656224020
Language
German
Tags
kinder fernsehen einfluss fernsehens erwerb fähigkeiten kindesalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianka Bülow (Author), 2009, Kinder und Fernsehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196229
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