Change Management - Qualitätsentwicklung an einer Schweizer Berufsmaturitätsschule


Hausarbeit, 2012
13 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie entsteht eine Veränderung / ein Change?

3. Was ist Change Management?

4. Die vier Schritte des Change Management

5. Wofür wendet man Change Management an?

6. Die betroffenen von einer Veränderung

7. Widerstände gegen die Veränderung

8. Change Management als Motor für innovative Schulen

9. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit ist die Grundlage einer Zusammenfassung eines gehaltenen Referates in dem „Kurs Evaluation und Organisationsentwicklung“.

Im weiteren Verlauf werde ich die Kernpunkte des „Change Management“ erläutern und im Abschnitt 8 auf den Change-Prozess in der Schweizer Berufsmaturität eingehen.

Die Gründe für „Change Management“ / Veränderungen können sehr vielfältig sein. Die Auslöser können von außen kommen, aber auch direkt aus der Organisation. Das heißt, dass die Auslöser so individuell wie die Organisationen selbst sein können. Ein sehr erfolgreiches Unternehmen kann schon wegen des Erfolges gezwungen sein, sich neu zu formatieren um weiter Wettbewerbsfähig und erfolgreich zu sein. Non Profit Unternehmen sind von solchen Maßnahmen nicht ausgeschlossen und benötigen immer öfter Veränderungen mit Hilfe des Change Management.

„Der Faktor „Mensch“ ist wesentlicher Bestandteil aller Veränderungsprozesse und gleichermaßen der kritische Erfolgsfaktor.“ (FAZ, 21.06.1999)

„Anyone who tells you it is easy to change the way people do things is either a liar, a management consultant, or both.“ (The Economist)

Die Fähigkeit zur Veränderung (Wandlungsorientierung) zählt zu den Erfolgsfaktoren eines Unternehmens. Doch überall dort, wo Menschen arbeiten, ist es mit der reinen Umsetzung von Veränderungsvorhaben nicht getan. Der Mensch steht dem Wandel, sobald er ihn persönlich betrifft, meist skeptisch und ängstlich gegenüber. Aktiver und passiver Widerstand ist häufig die Folge. In einem Unternehmen, das seinen Mitarbeitern diese Ängste und Unsicherheiten nicht nehmen kann, ist der Wandel zum Scheitern verurteilt. Und ohne die notwendigen Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen hat ein Unternehmen keine Chance, am Markt zu bestehen. Auf ein zielgerichtetes Change Management kann also kein Veränderungskonzept verzichten.

2. Wie entsteht eine Veränderung / Change?

Einer der bekanntesten Soziologen „Kurt Lewin“ hat sich intensiv mit der Planung und Durchführung von Veränderungsprozessen beschäftigt. Er beschreibt in seinem 3-Phasen-Modell, dass es in jeder Organisation Kräfte gibt, die den Wandel vorantreiben (driving forces) und solche, die den Wandel verhindern (restraining forces). Lewin ging davon aus, dass diese Kräfte gleich groß sind und somit ein Gleichgewicht zwischen den beiden entsteht. Um eine Veränderung herbeizuführen, muss man die „driving forces“ verstärken und die „restraining forces“ demnach verringern. Der Mitarbeiter ist also ein wichtiger Faktor bei Lewin im Veränderungsprozess. Ein erfolgreicher Wandlungsprozess hat nach Lewin 3 Phasen:

1. Auftauen (unfreezing)
2. Verändern (changing/moving)
3. Stabilisieren (refreezing)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

http://www.google.de/search?q=3+Phasen+Modell+von+lewin&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a

In der 1. Phase dem auftauen geht es darum, das die „driving forces“ verstärkt und die „restraining forces“ verringert werden, damit das alte Gleichgewicht der Organisation verlassen werden kann. Dies bedeutet, dass man die Mitarbeiter von der Notwendigkeit der Veränderung überzeugen muss und im Gegenzug die auftretenden Widerstände gegen den Wandel aus dem Weg schaffen muss. Das logische Ziel der ersten Phase ist also, eine Bereitschaft zum Wandel zu erzeugen. Dies bedeutet, dass die Mitarbeiter die Veränderung auch wollen (vgl. Change Management, Alexandra Schichtel, Seite 102).

In der 2. Phase dem verändern/bewegen, werden die eigentlichen Veränderungen vorgenommen und die neuen Verhaltensweisen eingeübt. Es geht darum den ursprünglichen Zustand neu zu gestalten. Dabei kann zum Beispiel ein besseres Strukturkonzept für die Organisation entwickelt und umgesetzt werden. Auf Grund dieser Veränderung, entstehen bei den Mitarbeitern einer Organisation Unsicherheiten. Diese äußern sich in Schock, Ablehnung, rationale Einsicht, emotionale Akzeptanz, Lernen, Erkenntnis und Integration (vgl. ebd., Seite 102).

In der 3. Phase dem stabilisieren geht es darum, die erreichten Ziele/Veränderungen aus der 2. Phase langfristig zu stabilisieren. Das heißt, dass die Mitarbeiter nicht in alte Verhaltensmuster/ Arbeitsschritte zurückfallen dürfen. Die Organisation muss den neuen Ist-Zustand ständig überwachen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen/Änderungen vornehmen (vgl. ebd., Seite 103).

Das „Drei-Phasen-Modell“ von Kurt Lewin ist ein einfaches Hilfsmittel, um grob zu analysieren, wo man in einem Change Prozess steht. Es wird auch oft benutz, um den Betroffenen aufzuzeigen, was grob auf sie zukommt.

3. Was ist Change Management?

Change Management heißt direkt übersetzt „ Steuerung von Veränderungen“.

„Unter Veränderungsmanagement lassen sich alle Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weit reichende Veränderung – zur Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen – in einer Organisation bewirken sollen“ (wikipedia.org/wiki/Veränderungsmanagement).

„Change Management löst Veränderungen aktiv aus, steuert den sozialen Veränderungsprozess bewusst, setzt Veränderungen gezielt um und sichert sie nachhaltig“ (Change Management, Alexandra Schichtel, Seite 41).

Change Management (Veränderungsmanagement) betrifft alle Problemlagen zu der Frage, wie man Veränderungen, welcher Art auch immer, in einem Unternehmen einführt. Es plant die Veränderungsprozesse, führt den Wandel durch und stabilisiert und kontrolliert die Veränderung. Das Change Management läuft somit grundsätzlich in vier Schritten ab.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Change Management - Qualitätsentwicklung an einer Schweizer Berufsmaturitätsschule
Hochschule
Freie Universität Berlin
Autor
Jahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V196243
ISBN (eBook)
9783656223023
ISBN (Buch)
9783656223894
Dateigröße
451 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
changemanagement, qualitätsentwicklung, schweizer, berufsmaturitätsschule
Arbeit zitieren
Christian Bohl (Autor), 2012, Change Management - Qualitätsentwicklung an einer Schweizer Berufsmaturitätsschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196243

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