Der Terminus Globalisierung ist ein in der heutigen Zeit viel beachtetes und häufig diskutiertes Thema. Im Zeitalter des Internets und der weltweiten Vernetzung der Medien, bleibt nahezu kein Ereignis unentdeckt und unbeobachtet. Jeder Einzelne hat die Möglichkeit, sich innerhalb kürzester Zeit über Fernsehen, Printmedien und Onlinenachrichten über die verschiedenen Geschehnisse in der Welt zu informieren.
Doch Globalisierung wird von vielen Beobachtern auch mit negativen Attributen belegt. Viele sehen durch die Möglichkeit der globalen Vernetzung auch eine Viel-zahl von Problemfeldern gegeben, wenn sie beispielsweise davon überzeugt sind, dass „die industriell hoch entwickelten Länder profitieren und die weniger entwickel-ten marginalisiert werden(…).“
Auch ohne sich zunächst näher mit der Thematik auseinanderzusetzen, oder den Ver-such einer vernünftigen Definition auszuarbeiten stellt man hier schnell fest, dass Globalisierung immer zwei verschiedene Seiten der Medaille präsentiert, die man auch beide mit der gleichen Intensität betrachten muss.
Beschäftigt man sich nun mit dem 2006 erschienenen Film ‚Babel’ des mexikani-schen Regisseurs Alejandro Gonzáles Iñárritu, dann wird man nicht darum herum kommen, sich auch das Thema Globalisierung und kultureller Differenz vor Augen zu halten.
Im Folgenden möchte ich nun versuchen, den Film ‚Babel’ unter der Berücksichti-gung des Terminus Globalisierung ein wenig näher darzustellen. Dabei soll zunächst ein knapper Überblick über den Begriff Globalisierung und seine Auswirkungen ge-geben werden. Dabei soll der Schwerpunkt auf eine Begriffsbestimmung sowie un-terschiedliche Auffassungen darüber und die positiven und negativen Aspekte von Globalisierung gelegt werden.
Im weiteren Verlauf soll dann versucht werden, den Begriff aus der Perspektive des Filmes ‚Babel’ darzustellen, wobei die Handlungen in Marokko, den USA und Me-xiko vordergründig betrachtet werden. Dabei werden auch die im Film angedeuteten Themen Terrorismus und illegale Einwanderung unter dem Aspekt Globalisierung erörtert.
Inhaltsverzeichnis
II. Einleitung
III. Globalisierung
1. Begrifflichkeit
2. Kulturelle Auswirkungen
3. Vorteile und Nachteile von Globalisierung
IV. Globalisierung und kulturelle Differenzen im Film ‚Babel’
1. Allgemeines
2. Die Grenze zwischen Mexiko und den USA
2.1. Inhalt
2.2. Das Problem der illegalen Einwanderer
2.3. Globalisierung und kulturelle Differenzen
3. Die Geschehnisse in Marokko
3.1.Inhalt
3.2. Internationaler Terrorismus
3.3. Terrorismus und Globalisierung im Film ‚Babel’
3.4. Hilflosigkeit und kulturelle Differenzen
V. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Prozess der Globalisierung und dem Auftreten kultureller Differenzen anhand des Spielfilms „Babel“ des Regisseurs Alejandro Gonzáles Iñárritu. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie globale Verflechtungen und mediale Wahrnehmung das Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen beeinflussen und welche Rolle dabei Problematiken wie Terrorismus und illegale Migration spielen.
- Grundlagen des Globalisierungsbegriffs und dessen Auswirkungen
- Positive und negative Aspekte der weltweiten Vernetzung
- Die Thematik der illegalen Einwanderung im mexikanisch-amerikanischen Grenzgebiet
- Die Rolle der Medien bei der Konstruktion terroristischer Bedrohungsszenarien
- Kulturelle Identität und die Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation
Auszug aus dem Buch
3.2. Internationaler Terrorismus
Zunächst ist Terrorismus „als eine Gewaltstrategie zu definieren, die primär durch die Verbreitung von Furcht und Schrecken (daneben bei einigen Gruppen auch durch das Werben um Schadenfreude und Sympathie) das bestehende Herrschaftssystem auszuhöhlen und eine mehr oder weniger grundlegende politisch-gesellschaftl[iche] Umwälzung herbeizuführen sucht.“ Kernpunkt des Terrorismus ist also eine radikale Ablehnung bestehender Systeme und gesellschaftlicher sowie politischer Strukturen, da diese nicht mit dem Weltbild der Terroristen vereinbar zu sein scheinen. Besonders seit den Ereignissen des 11. September sind auch besonders die Umstände des islamistischen Terrorismus in den Fokus des Weltinteresses gerückt (worden).
Dabei ist prinuipiell alles Westliche zuwider, da es in den Augen der Terroristen nur den Zweck hat, sie zu verführen und vom wahren Islam abzubringen. Das so konstruierte Feindbild wird ohne Diskussionen angenommen und aufrecht erhalten.
Wie bereits vorher angedeutet, haben sich im Zuge der Globalisierung auch die Möglichkeiten für den internationalen Terrorismus vervielfältigt. International agierende Netzwerke können sich beispielsweise mit Hilfe verschiedenster Kommunikationsmöglichkeiten etablieren und beinahe nach Belieben ausdehnen.
Zusammenfassung der Kapitel
II. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Globalisierung ein, beleuchtet das Spannungsfeld zwischen globaler Vernetzung und kulturellen Konflikten und stellt den Film „Babel“ als zentrales Analyseobjekt vor.
III. Globalisierung: In diesem Kapitel werden der Begriff der Globalisierung definiert, ihre kulturellen Auswirkungen analysiert sowie die Vor- und Nachteile dieses weltweiten Prozesses abgewogen.
IV. Globalisierung und kulturelle Differenzen im Film ‚Babel’: Der Hauptteil analysiert spezifische Szenen aus dem Film „Babel“, insbesondere die Grenzszenen zwischen den USA und Mexiko sowie die Ereignisse in Marokko, um globale Verflechtungen und Terrorismusdarstellungen zu untersuchen.
V. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass der Film komplexe Folgen der Globalisierung subtil thematisiert, zum Nachdenken anregt und betont, dass kulturelle Identitäten bei globalen Austauschprozessen stärker berücksichtigt werden müssen.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Kulturelle Differenzen, Babel, Alejandro Gonzáles Iñárritu, Internationale Politik, Terrorismus, Illegale Einwanderung, Medienwirkung, Interkulturelle Kommunikation, Identität, Weltweite Vernetzung, Westliche Werte, Grenzkonflikt, Filmische Analyse, Gesellschaftliche Strukturen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem Prozess der Globalisierung und den daraus resultierenden kulturellen Differenzen, exemplarisch veranschaulicht anhand des Films „Babel“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Globalisierung, ihre Auswirkungen auf Kulturen, das Problem der illegalen Einwanderung sowie die Rolle des Terrorismus im globalen Kontext.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt danach, wie der Film „Babel“ die durch Globalisierung verursachten globalen Verflechtungen und interkulturellen Spannungen filmisch darstellt und verarbeitet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung des Begriffs Globalisierung, um diesen anschließend auf ausgewählte Filmszenen anzuwenden und die filmischen Metaphern und Symbole zu interpretieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Globalisierung und Terrorismus sowie eine detaillierte Filmanalyse, die auf die Handlungsstränge in Mexiko/USA und Marokko fokussiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Globalisierung, kulturelle Identität, Terrorismus, Medienwirkung und den Film „Babel“ definieren.
Warum spielt der Film „Babel“ eine so zentrale Rolle für die Untersuchung?
Der Regisseur Alejandro Gonzáles Iñárritu hat explizit erklärt, dass eine seiner Intentionen bei diesem Film die Darstellung von globalen Verflechtungen und kulturellen Differenzen war.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf Lösungen für globale Missverständnisse?
Der Autor schließt mit dem Verweis auf den Untertitel des Films: „Wer verstanden werden will… muss zuhören!“, was als Appell für einen aktiven und respektvollen interkulturellen Dialog zu verstehen ist.
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- Michael Brandl (Author), 2008, Eine Betrachtung des Themas Globalisierung aus der Perspektive des Films "Babel", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196294