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Die "Neuen Väter"

Wunschdenken der Gesellschaft oder tatsächlich Realität?

Título: Die "Neuen Väter"

Trabajo de Seminario , 2010 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Michael Brandl (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
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„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.“ So lautet ein bekannter Vers - doch verbirgt sich mehr Wahrheit dahinter, als man vermutet?
Gerade in den letzten Jahren wurde verstärkt über Vaterschaft und eine vermehrte Einbindung von Vätern in die Erziehung ihrer Kinder diskutiert. Immer häufiger wird die Auffassung vertreten, Männer sollten sich genauso häufig und lange wie Frauen an der Erziehung der eigenen Kinder beteiligen. Auch die Politik begann in den letzten Jahren diesen Gedanken aufzufassen und Vätern die Betreuung ihrer Kinder einerseits attraktiver zu machen und andererseits auch zu erleichtern. Allerdings scheinen sich Theorie und Praxis an dieser Stelle, wie so oft, zu trennen. Nach wie vor stehen Frauen in der Rolle der Kindererziehung an erster Stelle, während Männer häufig das Argument vorbringen, Familie sei mit ihrem Beruf nur schwer vereinbar und eine aktivere Teilnahme an der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder daher nur schwer zu bewältigen.
Im Verlauf dieser Arbeit möchte ich mich nun dieser Problematik widmen und versu-chen zu erläutern, ob tatsächlich so viele Männer im Vergleich zu Frauen weiterhin ein geringes Zeitbudget für die Kindererziehung aufbringen. Aber trifft es tatsächlich zu, oder haben sich die sog. ‚neuen’ Väter mittlerweile in unserer Gesellschaft etabliert?
Es soll nach Gründen gesucht werden, die ein solches Un-gleichgewicht innerhalb der Familie erklären könnten. Stellvertretend dafür soll dies an einem Familientypus, nämlich dem der Kleinfamilie, abgearbeitet werden.
Bevor explizit Vaterschaft thematisiert wird, ist es zunächst einmal sinnvoll, den Begriff Familie zu definieren und einen kurzen geschichtlichen Abriss der Familie vorzuneh-men. In diesem Zusammenhang fällt es nämlich leichter, die Entwicklung und das heutige Bild von Vaterschaft zu verstehen.
Nach einem kurzen Blick auf den historischen Wandel von Vaterschaft soll das Bild der sog. ‚neuen’ Väter betrachtet werden. Danach soll mit Hilfe empirischer Daten unter-sucht werden, inwieweit diese Väter in unserer Gesellschaft anzutreffen sind und Gründe für eventuelle Kollisionen von Theorie und Praxis vorgebracht werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Die Institution Familie

2.1.) Definition Familie

2.2.) Die Entwicklung der Familie

2.3.) Zusammenfassung

3.) Vaterschaft in der Familie

3.1.) Vaterschaft im historischen Wandel

3.2.) Die ‚neuen Väter’

3.3.) Theorie und Praxis

3.4.) Gründe für kollidierende Ansichten

4.) Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen dem theoretischen Idealbild des modernen Vaters und der gesellschaftlichen Realität der Kleinfamilie. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, warum trotz eines veränderten Rollenverständnisses Männer weiterhin häufig ein geringeres Zeitbudget für die Kindererziehung aufbringen als Frauen und welche Barrieren diesen Wandel behindern.

  • Historische Entwicklung des Familien- und Vaterbildes
  • Soziologische Definition der modernen Kleinfamilie
  • Die Rolle der ‚neuen Väter’ im Vergleich zur traditionellen Ernährerrolle
  • Analyse von Theorie und Praxis mittels empirischer Daten
  • Einflussfaktoren von Politik und Arbeitsmarkt auf die Väterbeteiligung

Auszug aus dem Buch

3.2.) Die ‚neuen Väter’

Heute wird demnach vor allem auf einen Punkt wert gelegt, wenn über Vaterschaft gesprochen wird: „die Abgrenzung von einem um die Figur des Ernährers der Familie zentrierten Vaterbild.“ Man spricht dabei häufig auch von den sog. ‚neuen Vätern’ bzw. ‚neuen Männern’. Diese gelten „als engagiert, gefühlvoll, partnerschaftlich und kompetent, wobei man nicht nur an allein erziehende Väter oder Väter in Elternzeit denkt.“ Dieser Ansatz stammt, wie erwähnt, aus den 1980er Jahren und hatte das Anliegen, Männer um Dimensionen zu erweitern, die den traditionell weiblich konnotierten Rollenmustern zugesprochen wurden. Das Bild eines guten Vaters existiert heute aus zwei Vaterfiguren: „dem Vater als Ernährer [wird] der emotional sorgende Vater an die Seite gestellt.“ Dieses Bild entspricht somit nicht mehr dem bürgerlich-patriarchalischen Vatermodell, das den Vater zum privilegierten Oberhaupt der Familie macht und eine klare Rollenverteilung vorsieht. Beispielsweise setzt man bereits in den frühesten Phasen der Kindererziehung an, indem man die, bis vor kurzem anerkannte These, nur Mütter kämen als primäre Bezugsperson ihrer Kinder in Frage, widerlegte und feststellte, dass Väter in psychologischer Hinsicht und auf physiologischer Ebene beste Voraussetzungen für den Umgang mit Neugeborenen verfügen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Diskurs um Vaterschaft und führt in die Problematik ein, dass Theorie und Praxis der väterlichen Beteiligung an der Kindererziehung oft voneinander abweichen.

2.) Die Institution Familie: Dieses Kapitel definiert den Begriff Familie im Kontext der Kleinfamilie und erläutert deren historische Entwicklung sowie den Wandel vom patriarchalischen Haushalt hin zum emotional-intimen Familienmodell.

3.) Vaterschaft in der Familie: Das Kernkapitel analysiert den historischen Wandel von Vaterschaft, das Konzept der ‚neuen Väter’ und beleuchtet anhand empirischer Daten die Divergenz zwischen dem Anspruch der aktiven Vaterschaft und der gelebten Realität.

4.) Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine stärkere väterliche Einbindung neben gesellschaftlichem Umdenken auch unterstützende Maßnahmen von Politik und Wirtschaft erfordert.

Schlüsselwörter

Vaterschaft, Familie, Kleinfamilie, Geschlechterrollen, Erziehung, neue Väter, Ernährerrolle, Vereinbarkeit, Familienpolitik, Sozialisation, Vaterfunktionen, Männlichkeitsforschung, Elternzeit, gesellschaftlicher Wandel, Geschlechterarrangement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und der aktuellen Situation von Vaterschaft innerhalb des Familienmodells der Kleinfamilie in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Geschichte der Familie, den historischen Wandel der Väterrolle, das Konzept der ‚neuen Väter’ sowie die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei der Kindererziehung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Gründe für das Ungleichgewicht in der Familienarbeit zu finden und zu klären, warum sich das Idealbild des aktiv beteiligten Vaters in der Praxis nur zögerlich durchsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin/der Autor nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer Fachliteratur sowie die Analyse empirischer Daten und Befragungsergebnisse (z.B. vom DJI und der Bertelsmann Stiftung).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung zur Familie, die historische Analyse der Vaterrolle und die Untersuchung der ‚neuen Väter’ anhand aktueller statistischer Erhebungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Besonders prägend sind Begriffe wie „neue Väter“, „Ernährerrolle“, „Geschlechterrollen“, „Vereinbarkeit“ und „gesellschaftlicher Wandel“.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Vaters heute vom historischen Patriarchat?

Während der Vater früher das uneingeschränkte Oberhaupt war, das primär Schutz und wirtschaftliche Versorgung garantierte, wird vom heutigen Vater eine emotionale Bindung und aktive Beteiligung an der Erziehung erwartet.

Welche Rolle spielt die Erwerbstätigkeit bei der Väterbeteiligung?

Die Erwerbstätigkeit bleibt ein zentraler Faktor; viele Männer definieren sich nach wie vor stark über die Ernährerrolle, was die zeitliche Kapazität für die Betreuung der Kinder einschränkt.

Welche politische Maßnahme wird im Fazit als besonders relevant hervorgehoben?

Als notwendig erachtet wird eine stärkere Förderung durch Politik und Arbeitgeber, etwa durch Anreize zur Inanspruchnahme von beruflichen Auszeiten für Väter.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Die "Neuen Väter"
Subtítulo
Wunschdenken der Gesellschaft oder tatsächlich Realität?
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie)
Curso
PS Familiensoziologie
Calificación
1,3
Autor
Michael Brandl (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
18
No. de catálogo
V196296
ISBN (Ebook)
9783656222859
ISBN (Libro)
9783656224297
Idioma
Alemán
Etiqueta
neuen väter wunschdenken gesellschaft realität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Brandl (Autor), 2010, Die "Neuen Väter", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196296
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