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Soziales Lernen durch Verantwortungsübernahme - Der Schulsanitätsdienst als freiwilliger sozialer Dienst in der Schule

Pädagogische Begründung und Forderung

Título: Soziales Lernen durch Verantwortungsübernahme - Der Schulsanitätsdienst als freiwilliger sozialer Dienst in der Schule

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2010 , 117 Páginas , Calificación: 1,00

Autor:in: Daniel Wirth (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Die Examensarbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Begründung der Unterhaltung von Schulsanitätsdiensten in der Schule. Hierbei wird insbesondere der Aspekt des sozialen Lernens im außerunterrichtlichen, schulischen Kontextes im Rahmen des Schulsanitätsdienstes beleuchtet. Die Begründung wird anhand mehrerer (Schul-)pädagogischer Autoren und deren Forderungen (z.B. Hentig, Mayer), aber auch anhand gültiger Lehrpläne und sonstigen rechtlicher Vorschriften vollzogen.
Fazit der Arbeit ist, dass Schulsanitätsdienste in jeder Schule installiert werden sollten, da sie zum Einen vorteilhaft für die Sicherheit in der Schule sind, aber auch zum sozialen Lernen der Schüler und zu einem guten Schulklima beitragen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Soziales Lernen in der Schule

1.1 Begriffsdefinition

1.2 Formen sozialen Lernens in der Schule

1.2.1 Erziehender Unterricht

1.2.2 Schulleben

1.2.3 Gemeinwesenorientierte Schule

1.2.4 Sozialpädagogische Schule

1.2.5 Trainingsprogramme

1.2.6 Lernziele des sozialen Lernens

1.3 Lernprozesse des sozialen Denkens und Handelns – Psychologische Aspekte und pädagogische Schlüsse

2 Soziale Dienste an Schulen

2.1 Begriffsexplikation und -abgrenzung

2.2 Unterrichtskonzepte und Projekte zum sozialen Lernen

2.3 Gründe für die Einführung sozialer Dienste an Schulen

3 Der Schulsanitätsdienst und seine Aufgaben

4 Die Teilnehmerstruktur des Schulsanitätsdienstes

5 Aus- und Fortbildung des Schulsanitätsdienstes

5.1 Ausbildung in Erster Hilfe

5.2 Schulsanitätsdienstspezifische Ausbildung

5.3 Fallbeispiele als spezielle Methode der Schulsanitätsdienstausbildung und –übung

5.4 Fortbildung

5.4.1 Wöchentliche interne Übungsstunden

5.4.2 Externe Fortbildung

5.5 Weiterbildung

5.6 Wettbewerbe

6 Struktur und Organisation des Schulsanitätsdienstes

7 Ausstattung des Schulsanitätsdienstes

7.1 Minimalausstattung

7.2 Ergänzende Ausstattung

8 Einsatz des Schulsanitätsdienstes

8.1 Alarmierung

8.2 Vorgehen am Notfallort

8.3 Einsatzdokumentation

8.4 Besondere Unglücksfälle und der Schulsanitätsdienst

8.4.1 Der Schulsanitätsdienst bei Massenanfällen von Verletzten

8.4.2 Amoklauf und Schoolshooting

9 Schulsanitätsdienst aus der Sicht des Rettungsdienstes und der Hilfsorganisationen

10 Schulsanitätsdienst und Krankheitsprävention

11 Der rechtliche Rahmen – Verpflichtung der Schule zur Ersten Hilfe

12 Pädagogische Beweisführung: Was leistet der Schulsanitätsdienst?

12.1 Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen und der Schulsanitätsdienst (BV, GG und BayEUG)

12.1.1 Die Forderungen der Bayerischen Verfassung

12.1.2 Die Forderungen des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland

12.1.3 Die Forderungen des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes

12.2 Empfehlungen und Forderungen des Kultusministeriums und der Unfallkasse

12.3 Die Forderungen des Lehrplans für die Bayerischen Realschulen und ihre Erfüllung im Schulsanitätsdienst

12.3.1 Allgemeine Ziele der Realschule

12.3.2 Fachlehrpläne

12.3.3 Fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgaben

12.3.4 Fächerverbindende Unterrichtsvorhaben

12.4 Die Kompetenzen des Schülers und der Schulsanitätsdienst

12.5 Die Humanfunktion von Schule und wie der Schulsanitätsdienst sie erfüllt

12.6 Hentigs Bewährung und der Schulsanitätsdienst

13 Fazit und Plädoyer: Schulsanitätsdienst in jede Schule

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die pädagogische Legitimation des Schulsanitätsdienstes zu belegen, um dessen Verbreitung an Schulen zu fördern, indem die rechtlichen Voraussetzungen, der pädagogische Nutzen sowie die praktische Einbettung in den Schulalltag untersucht werden.

  • Pädagogische Begründung und Legitimation sozialer Dienste an Schulen.
  • Aufgaben, Struktur und Ausbildungskonzepte des Schulsanitätsdienstes.
  • Die Rolle des Schulsanitätsdienstes bei der Krankheitsprävention und der Schulprofilbildung.
  • Schnittmengen der Ausbildungsinhalte mit Lehrplananforderungen und Kompetenzentwicklung.
  • Analyse der Wirkung auf das Schulklima und das soziale Miteinander.

Auszug aus dem Buch

Fallbeispiele als spezielle Methode der Schulsanitätsdienstausbildung und –übung

Wann immer im Schulsanitätsdienst das Vorgehen am Betroffenen, also seine Betreuung und Versorgung von der Alarmierung der Helfer bis zur Entlassung oder Übergabe an weitere Hilfspersonen geübt wird, so wird dies „Fallbeispiel“ genannt (vgl. Kraut 2011, S. 73; Nachtmann 1996, S. 109-110).

Fallbeispiele sind in vielen Wissenschaftsdisziplinen (z.B. Medizin, Sozialpädagogik, Recht, Politologie) bekannt. Jedoch sind dort in der Regel schriftlich formulierte Fallkonstellationen gemeint, an denen mündlich oder schriftlich das Vorgehen erörtert wird.

In der Schulsanitätsdienstausbildung und -übung werden Fallbeispiele in der Regel praktisch ausgeführt. Die Methode steht dem aus der Unterrichtsmethodik bekannten Rollenspiel nahe. Nachfolgend sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Methoden erörtert werden. Anschließend soll das Fallbeispiel auf seinen, über die reine Übung der Handlung hinausgehenden pädagogischen Mehrwert hin betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Soziales Lernen in der Schule: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und verschiedene Konzeptionen sozialen Lernens innerhalb des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags.

2 Soziale Dienste an Schulen: Es erfolgt eine Begriffsexplikation sowie eine Analyse verschiedener Formen sozialer Dienste und deren Bedeutung für das Schulleben.

3 Der Schulsanitätsdienst und seine Aufgaben: Dieses Kapitel definiert den Schulsanitätsdienst als qualifizierte Erste Hilfe durch Schüler und beschreibt seine Kernaufgaben sowie Einsatzbereiche.

4 Die Teilnehmerstruktur des Schulsanitätsdienstes: Die Analyse untersucht die Motivation, das Alter und die soziale Zusammensetzung der Schulsanitäter im Kontext schulischer Anforderungen.

5 Aus- und Fortbildung des Schulsanitätsdienstes: Hier werden die Ausbildungsschritte vom Erste-Hilfe-Basiskurs bis hin zur spezifischen Schulsanitätsdienstausbildung sowie Methoden wie Fallbeispiele detailliert dargelegt.

6 Struktur und Organisation des Schulsanitätsdienstes: Das Kapitel behandelt die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen, inklusive Leitung und Dienstplanerstellung, für einen wirksamen Betrieb.

7 Ausstattung des Schulsanitätsdienstes: Dieses Kapitel listet die erforderliche Minimalausstattung sowie sinnvolle ergänzende Materialien für den Sanitätsdiensteinsatz auf.

8 Einsatz des Schulsanitätsdienstes: Es wird das Vorgehen bei Notfällen, von der Alarmierung über die Einsatzdokumentation bis hin zu speziellen Szenarien wie Massenanfällen von Verletzten, beschrieben.

9 Schulsanitätsdienst aus der Sicht des Rettungsdienstes und der Hilfsorganisationen: Hierbei wird die wichtige Schnittstellenfunktion der Schulsanitäter in der Rettungskette und die Kooperation mit externen Fachkräften beleuchtet.

10 Schulsanitätsdienst und Krankheitsprävention: Dieses Kapitel erörtert das Potenzial des Dienstes als Beitrag zur gesundheitsfördernden Präventionsarbeit in der Schule.

11 Der rechtliche Rahmen – Verpflichtung der Schule zur Ersten Hilfe: Eine Untersuchung der rechtlichen Grundlagen, inklusive Haftung und Versicherungsschutz, für die Erste Hilfe im schulischen Kontext.

12 Pädagogische Beweisführung: Was leistet der Schulsanitätsdienst?: Ein umfassendes Kapitel, das die Legitimation des Dienstes anhand von Verfassungsnormen, Lehrplänen und erziehungswissenschaftlichen Kompetenzmodellen nachweist.

13 Fazit und Plädoyer: Schulsanitätsdienst in jede Schule: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und appelliert nachdrücklich für die flächendeckende Implementierung des Schulsanitätsdienstes.

Schlüsselwörter

Schulsanitätsdienst, Soziales Lernen, Erste Hilfe, Schulpädagogik, Krankheitsprävention, Kompetenzerwerb, Verantwortungsübernahme, Lehrplan, Rettungskette, Schulentwicklung, soziale Dienste, Fallbeispiele, Lebenskompetenz, Werteerziehung, Teamarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Schulsanitätsdienst aus schulpädagogischer Perspektive als wichtigen sozialen Dienst, der über die reine Erste Hilfe hinaus eine bedeutende Rolle bei der Persönlichkeitsbildung und Erfüllung des schulischen Erziehungsauftrags spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des sozialen Lernens, die rechtliche Legitimation des Dienstes, die Einbettung in den Lehrplan, die Ausbildung der Schüler sowie der Beitrag zur Krankheitsprävention und Schulentwicklung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die pädagogische Legitimation des Schulsanitätsdienstes wissenschaftlich zu belegen, um für eine möglichst weit verbreitete Einrichtung solcher Dienste an staatlichen Schulen zu argumentieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine theoretische Analyse durch, indem er pädagogische Konzepte, Gesetze, Verordnungen, Lehrpläne und empirische Erfahrungen aus der schulischen Praxis im Raum Würzburg miteinander verknüpft und bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Voraussetzungen, die Beschreibung von Aufgaben und Struktur, eine detaillierte Aufarbeitung der Aus- und Fortbildungsmethoden sowie eine ausführliche Analyse der Leistungsfähigkeit des Dienstes in Bezug auf Bildungsziele und Lehrplananforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselaspekte sind der Schulsanitätsdienst als soziales Lernen, die Förderung sozialer Kompetenzen, die Verzahnung mit dem Lehrplan sowie die Rolle als Bindeglied zwischen Schule und Rettungsdiensten.

Inwiefern leistet der Schulsanitätsdienst einen Beitrag zur Prävention?

Der Dienst fungiert informierend über Krankheitsursachen und fördert durch das Wissen um Zusammenhänge bei Schülern eine Schutzmotivierung sowie Eigenverantwortung, wodurch krankheitsfördernde Verhaltensweisen reduziert werden können.

Warum ist die Einbindung in die Notfallplanung der Schule so wichtig?

Die Einbindung stellt sicher, dass in Extremsituationen, wie etwa bei einem Amoklauf, professionell ausgebildete Schulsanitäter Fehlhandlungen der Mitschüler verhindern und eine präzise Lagemeldung an die Rettungsleitstelle abgeben können.

Final del extracto de 117 páginas  - subir

Detalles

Título
Soziales Lernen durch Verantwortungsübernahme - Der Schulsanitätsdienst als freiwilliger sozialer Dienst in der Schule
Subtítulo
Pädagogische Begründung und Forderung
Universidad
University of Würzburg
Calificación
1,00
Autor
Daniel Wirth (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
117
No. de catálogo
V196305
ISBN (Ebook)
9783656223351
ISBN (Libro)
9783656227267
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schulsanitätsdienst soziales Lernen Schulpädagogik Erste Hilfe Schule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Wirth (Autor), 2010, Soziales Lernen durch Verantwortungsübernahme - Der Schulsanitätsdienst als freiwilliger sozialer Dienst in der Schule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196305
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