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Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie

Die Einführung des NFA in der Schweiz 2006

Eine Effizienzsteigerung des Systems?

Titel: Die Einführung des NFA in der Schweiz 2006

Hausarbeit , 2012 , 11 Seiten

Autor:in: Alexander Reden (Autor:in)

Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den Föderalismusdiskussionen gilt das föderale Modell der Schweiz häufig als Vorzeige-modell. Doch auch der Schweizer Föderalismus hat Schwachstellen an denen Ineffizienz und Ineffektivität deutlich werden, wie der Schweizer Finanzausgleich. Durch die Unterschiedlichkeit der Kantone in der Finanzkraft, im Steueraufkommen, den Steuereinnahmen und auch der geographischen Begebenheiten, existierte ein Finanzausgleich in der Schweiz auf horizontaler und vertikaler Ebene. Im Jahr 2002 wurde mit den Vorbereitungen zur Reformierung des Finanzausgleichs begonnen und ab 2006 trat der Neue Finanzausgleich (NFA) in kraft. Ziel des NFA war es Ungleichheiten zwischen den Kantonen aufzuheben, Mitnahmeeffekte durch negative Anreize wie den Subventionen abzuschaffen und den Finanzausgleich insgesamt effizienter zu gestalten
Ist durch die Reform des Finanzausgleichs das System effizienter geworden und konnten Mitnahmeeffekte blockiert werden? Die angestrebte Effizienzsteigerung des Systems durch den NFA wird durch die Stimmkraft der Kantone im Ständerat, insbesondere durch die Anzahl der armen Kantone, und dem Härteausgleich aufgehoben.
In dieser Arbeit soll der Finanzausgleich auf der föderalen Ebene betrachtet, analysiert und ausgewertet werden. Dabei geht es vordergründig um die Formen des Finanzausgleichs und ihre Wirkungen. Es ist durchaus möglich diese Effekte und Probleme des Finanzausgleichs auf der juristischen Ebene, anhand der Bundesverfassung darzustellen, doch dies soll hier nur soweit als nötig geschehen. Das erste Kapitel dieser Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Schweizerischen Finanzverfassung und dem Finanzausgleich vor der Reform. Der Unterpunkt eins geht auf den direkten und indirekten Finanzausgleich ein. Anschließend werden der horizontale und der vertikale Finanzausgleich erörtert um dann das erste Kapitel mit einer Einführung zum Lastenausgleich zu beenden. Das Zweite Kapitel befasst sich mit der Reformdiskussion und den entsprechenden Vorschlägen, sowie in den beiden Unterpunkten mit den Reformergebnissen und den Defiziten der Reform. Am Ende wird eine Zusammenfassung erfolgen und soweit als möglich werden Ausblicke für die Entwicklung des Finanzausgleichs in der Schweiz gegeben. Denn strukturelle und verfassungsrechtliche Hürden tragen dazu bei, dass der NFA nur als Teilerfolg gewertet werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kapitel I – Der Finanzausgleich vor der Reform

I.1 direkter und indirekter Finanzausgleich

I.2 horizontaler und vertikaler Finanzausgleich

I.3 Lastenausgleich

I.4 Kritik am Status Quo ante

Kapitel II – Die Reformdiskussion und Vorschläge

II.1 Reformergebnisse politisch betrachtet

II.2 Defizite der Reform

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Einführung des Neuen Finanzausgleichs (NFA) im Jahr 2006 in der Schweiz zu einer Effizienzsteigerung des föderalen Systems beigetragen hat und ob dabei negative Anreize wie Mitnahmeeffekte erfolgreich adressiert wurden.

  • Analyse der Funktionsweise des schweizerischen Finanzausgleichs vor der Reform
  • Evaluation der Reformziele und der konkreten Vorschläge zur Umgestaltung
  • Untersuchung der politischen Rahmenbedingungen und Interessenskonflikte der Kantone
  • Bewertung der erzielten Reformergebnisse im Hinblick auf Effizienz und Föderalismus

Auszug aus dem Buch

I.4 Kritik am Status Quo ante

Eine Weiterentwicklung des Finanzausgleichs vor 2066 war nur punktuell vorgenommen worden. Tiefgreifende Reformen wurden von den finanziell abhängigen Gemeinwesen und Kantonen aufgrund ihres Stimmgewichts bisher abgelehnt. Des weiteren hat der Bund von zweidrittel seiner Geldmittel im Bereich des Finanzausgleichs verwendet und das restliche drittel für den Eigenbedarf.

Der Finanzausgleich war unübersichtlich und umständlich. Dies wird am Beispiel des Finanzkraftindexes deutlich. Durch Strukturen im indirekten Finanzausgleich wurden unklare Impacts (Wirkungen) erzielt. Die starren Strukturen und die Rolle der Kantone als Vetoplayer im politischen System der Schweiz erschwerten eine Steuerung dieses Systems. Der asymmetrische Abbau regionaler Disparitäten vertiefte die Konfliktlinien. Die schleichende Zentralisierung hatte eine Beschränkung der Autonomie der Kantone zur Folge (vgl. Frey: 218). Aus diesen Gründen entwickelte sich der Schweizer Föderalismus in Richtung eines Vollzugsföderalismus. Die Transaktionskosten stiegen in die Höhe, da falsche Anreize für die Empfänger zweckgebundenen Zahlungen gesetzt wurden. Die Spillover-Problematik verstärkt gerade die fiskalische Äquivalenz und die regionalen Disparitäten.

Insgesamt lässt sich dem vormaligen Schweizer Finanzausgleich Ineffizienz und Ineffektivität vorwerfen. Ein für Schweizer Verhältnisse typisch fehlende eindeutige und ausdifferenzierte Rechtsprechung erweitert die Handlungsspielräume und stärkt die Kantone als Vetoplayer. Aus dieser Position der Kantone gepaart mit dem Vernehmlassungsverfahren gestaltete sich eine Änderung der Schweizer Bundesverfassung als schwierig. Doch die Reformbestrebungen des Schweizer Finanzausgleichs (NFA) begannen ab 1992.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des schweizerischen Finanzausgleichs ein und definiert das Ziel, die Auswirkungen des NFA 2006 auf die Systemeffizienz zu untersuchen.

Kapitel I – Der Finanzausgleich vor der Reform: Das Kapitel erläutert die Grundlagen der Finanzverfassung und beschreibt die Mängel des alten Systems, insbesondere im direkten, indirekten sowie horizontalen und vertikalen Finanzausgleich.

Kapitel II – Die Reformdiskussion und Vorschläge: Dieser Teil beschreibt die politischen Reformvorschläge, die darauf abzielten, die kantonale Autonomie zu stärken, regionale Disparitäten abzubauen und die fiskalische Äquivalenz wiederherzustellen.

Zusammenfassung: Das Fazit stellt fest, dass die gewünschte Effizienzsteigerung nur teilweise erreicht wurde und weiterhin strukturelle Herausforderungen im föderalen Gefüge der Schweiz bestehen.

Schlüsselwörter

NFA, Schweiz, Finanzausgleich, Föderalismus, Effizienzsteigerung, Fiskalische Äquivalenz, Kantone, Ressourcenindex, Finanzausgleichsgesetz, Politische Steuerung, Reform, Subsidiaritätsprinzip, Mitnahmeeffekte, regionale Disparitäten, Vetoplayer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Effektivität und Effizienz des 2006 in der Schweiz eingeführten Neuen Finanzausgleichs (NFA) im Vergleich zum vorherigen System.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Finanzverfassung der Schweiz, die verschiedenen Mechanismen des Finanzausgleichs sowie die politische Dynamik zwischen Bund und Kantonen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob der NFA 2006 eine tatsächliche Effizienzsteigerung des Systems bewirkt hat und inwiefern negative Anreize wie Mitnahmeeffekte beseitigt werden konnten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die den Status quo ante mit den Reformzielen und deren tatsächlicher Umsetzung vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Mängel des alten Finanzausgleichs und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Inhalten und der anschließenden Kritik an der Reform.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem der NFA, föderale Strukturen, fiskalische Äquivalenz, kantonale Autonomie und das Handeln als Vetoplayer im politischen System.

Inwiefern beeinflusst die Rolle der Kantone als Vetoplayer die Reformumsetzung?

Die Kantone nutzen ihre Machtposition im politischen System, um Reformen, die ihre Autonomie einschränken könnten, zu blockieren oder abzuschwächen, was die Steuerung des Systems erschwert.

Warum konnte das Ziel der Effizienzsteigerung nicht vollständig erreicht werden?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass politische Kompromisse und das Festhalten an föderalen Sonderrollen die angestrebte Systemoptimierung teilweise verhinderten.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Einführung des NFA in der Schweiz 2006
Untertitel
Eine Effizienzsteigerung des Systems?
Hochschule
Universität Potsdam
Autor
Alexander Reden (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
11
Katalognummer
V196497
ISBN (eBook)
9783656225836
ISBN (Buch)
9783656226123
Sprache
Deutsch
Schlagworte
NFA Lastenausgleich horizontal vertikal Reform Defiizite Kanton Kantone Bund Bundesverfassung BV Föderalismus Föderalismusreform Effizienz Gleichheit Aquivalenzprinzip Konnexivitätsprinzip Schweiz Finanzausgleich Neue Finanzausgleich Härteausgleich Finanzverfassung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Reden (Autor:in), 2012, Die Einführung des NFA in der Schweiz 2006, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196497
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Leseprobe aus  11  Seiten
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