Die ansteigende Lebenserwartung sowie veränderte Lebensgewohnheiten mit geringer körperlicher Alltagsaktivität sind wesentliche Ursachen dafür, dass Osteoporose zu einem wachsenden Gesundheitsproblem mit erheblichen sozialen und finanziellen Auswirkungen geworden ist, und zu den zehn wichtigsten Volkskrankheiten zählt. Die systemische Skeletterkrankung ist gekennzeichnet durch eine Reduktion der Knochenmasse mit erhöhtem Frakturrisiko. Ca. 250 000 Patienten mit Osteoporose werden wegen Knochenbrüchen pro Jahr in Deutschland stationär behandelt. Die Kosten dafür betragen über drei Milliarden Euro. Es wird erwartet, dass die Zahl der Frauen, die osteoporosebedingte Frakturen erleiden, deutlich ansteigen wird (Siegrist et al., 2006). Neben der medikamentösen Therapie spielt die sport- und Bewegungstherapie eine wichtige Rolle in der Prävention und Therapie der Erkrankung. Diese Arbeit soll ein Überblick über das Krankheitsbild sowie den Möglichkeiten der Sporttherapie geben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition und Beschreibung der Osteoporose
2.1 Definition
2.2 Primäre und sekundäre Osteoporose
2.2 Prävalenz
2.3 Der Knochenstoffwechsel
3 Ätiologie und Risikofaktoren
3.1 Ätiologie
3.2 Risikofaktoren
3.3 Klinik
4 Diagnostik
4.1 Indikationen zur Osteoporosediagnostik
4.2 Diagnostik
5 Therapie der Osteoporose
5.1 Medikamentöse Therapie
5.2 Sport- und Bewegungstherapie
5.2.1 Ausdauertraining
5.2.2 Krafttraining
5.2.3 Vibrationstraining
5.2.4 Koordinationstraining und Sturzprophylaxe
5.3 Kontraindikationen
6 Resümee
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über das Krankheitsbild der Osteoporose zu geben und die Möglichkeiten der Sport- und Bewegungstherapie in der Prävention sowie Behandlung der Erkrankung darzustellen. Dabei wird der Fokus auf die physiologischen Grundlagen, die diagnostischen Verfahren und spezifische Trainingsempfehlungen gelegt.
- Pathophysiologie und Risikofaktoren der Osteoporose
- Diagnostische Verfahren zur Bestimmung der Knochendichte
- Evidenzbasierte Ansätze der Sport- und Bewegungstherapie
- Spezifische Trainingsformen wie Kraft-, Ausdauer- und Vibrationstraining
- Sturzprophylaxe und Kontraindikationen bei Knocheninstabilität
Auszug aus dem Buch
3.2 Risikofaktoren
Die aktuellen Leitlinien der Osteoporose geben folgende Risikofaktoren an:
> Alter: Etwa mit jedem Jahrzehnt verdoppelt sich etwa das Frakturrisiko, unabhängig von der Knochendichte und von klinischen Risikofaktoren wie einer Immobilisation oder Stürzen, die ebenfalls mit dem Alter zunehmen.
> Untergewicht (BMI < 20 kg/m2). Eine Gewichtsabnahme ist mit einer Zunahme des Risikos für proximale Femurfrakturen verbunden, eine Gewichtszunahme mit einer Abnahme des Risikos.
> Rauchen: Nikotin ist ein unabhängiger Risikofaktor für Frakturen und sollte vermieden werden.
> Geschlecht: Frauen haben bei einem vergleichbaren Lebensalter und T-Wert der Knochendichte ein etwa doppelt so großes Risiko für osteoporotische Brüche als Männer
> Wirbelkörperfrakturen: Das Risiko für neue Frakturen nimmt bei Frauen und Männern kontinuierlich mit der Anzahl und dem Schweregrad von Wirbelköperfrakturen zu.
> Nichtvertebrale Frakturen nach dem 50. Lebensjahr: Nichtvertebrale Frakturen nach dem 50. Lebensjahr sind bei Frauen und Männern von Knochendichte und Alter unabhängiger Risikofaktor für osteoporotisch bedingte Frakturen.
> Proximale Femurfraktur bei Vater oder Mutter: Die Anamnese einer proximalen Femurfraktur bei Vater oder Mutter ist bei Frauen nach der Menopause ein mäßiger bis starker Risikofaktor für Brüche.
> Multiple intrinsische Stürze: Multiple Stürze, ohne externe Einwirkung, in der Vorgeschichte erhöhen unabhängig von Knochendichte, Alter und Frakturstatus mäßig bis stark das Risiko für Frakturen bei postmenopausalen Frauen und älteren Männern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die zunehmende Relevanz der Osteoporose als Volkskrankheit und betont die Bedeutung von Bewegungstherapie neben der medikamentösen Behandlung.
2 Definition und Beschreibung der Osteoporose: Hier werden der medizinische Begriff, die Differenzierung zwischen primärer und sekundärer Form sowie die physiologischen Grundlagen des Knochenstoffwechsels dargelegt.
3 Ätiologie und Risikofaktoren: Dieses Kapitel behandelt die Ursachen des altersbedingten Knochenabbaus und listet spezifische klinische Risikofaktoren auf, die das Frakturrisiko beeinflussen.
4 Diagnostik: Es werden die notwendigen diagnostischen Schritte und Indikationen erläutert, wobei die DXA-Knochendichtemessung und der T-Wert zentral für die Risikoeinschätzung sind.
5 Therapie der Osteoporose: Das Kapitel bietet eine Übersicht über die medizinischen Therapieansätze sowie detaillierte Empfehlungen für verschiedene Trainingsformen, unter Berücksichtigung von Kontraindikationen.
6 Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Krankheitsfolgen und bekräftigt die zentrale Rolle regelmäßigen Trainings für Mobilität und Statik der Betroffenen.
Schlüsselwörter
Osteoporose, Knochendichte, Skeletterkrankung, Frakturrisiko, Sporttherapie, Bewegungstherapie, Krafttraining, Sturzprophylaxe, Knochenstoffwechsel, DXA-Messung, T-Wert, Knochenmasse, Altersatrophie, Rehabilitation, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Osteoporose, ihren Ursachen, diagnostischen Möglichkeiten und der Bedeutung von Bewegungstherapie für betroffene Patienten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Knochenphysiologie, Risikofaktoren für Knochenbrüche, die medizinische Diagnostik sowie evidenzbasierte physiotherapeutische und sportliche Trainingsinterventionen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über das Krankheitsbild zu geben und die Möglichkeiten der Sporttherapie aufzuzeigen, um die schmerzfreie Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit der Patienten zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf aktuellen medizinischen Leitlinien, Fachbüchern und Studien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Definition, Ätiologie, Diagnostik sowie einen ausführlichen Therapieteil, der medikamentöse Aspekte und spezifische Bewegungstherapien umfasst.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Osteoporose, Frakturrisiko, Knochendichte, Krafttraining, Sturzprophylaxe und Bewegungstherapie stehen im Zentrum.
Warum ist Krafttraining bei Osteoporose so wichtig?
Krafttraining stimuliert das Knochenwachstum und erhöht die Knochenmasse, was die Knochenfestigkeit verbessert und somit das Frakturrisiko senkt.
Worauf muss bei der Wahl der Sportart geachtet werden?
Es sollten Sportarten mit hohen Belastungsspitzen oder Sturzgefahr vermieden werden. Empfohlen werden "weichere" Sportarten wie Nordic-Walking oder Schwimmen, wobei Kontraindikationen stets zu beachten sind.
- Citar trabajo
- Monika Zähringer (Autor), 2012, Osteoporose - Überblick über das Krankheitsbild sowie den Möglichkeiten der Sporttherapie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196539