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Gewandelte Perspektiven des Winters als Motiv in der Literatur

Titre: Gewandelte Perspektiven des Winters als Motiv in der Literatur

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 18 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Lasse Herbers (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Das Motiv Winter in der Literatur umfasst weit mehr als nur Geschichten aus der Zeit um Weihnachten oder um Begegnungen mit einer verschneiten Winterlandschaft. Winter als Motiv beinhaltet eine große Anzahl verschiedener Perspektiven, verschiedene Erfahrungen und Erkenntnisse. Eine lexikalische Kurzdefinition von Winter als Jahreszeit etwa zwischen November und Februar kann nicht die unzähligen Konnotationen erfassen, die jeder in unterschiedlicher Weise mit Winter in Verbindung bringt.

...

Für die Schule stellen sich sowohl die möglichen Aufgaben, Schüler diesen Wandel erkennen zu lassen als auch, Schülern über ästhetische Wintererfahrungen eine ästhetische und sensorische Bildung zukommen zu lassen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Jahreszeit Winter

2.1. Definitionen von Winter

2.2. Vorchristliche Wintertraditionen

2.3. Christliche Wintertraditionen

3. Die Ästhetisierung des Winters

4. Das Motiv Winter im Hintergrund von Erzählungen

5. Das Motiv Winter im Vordergrund von Erzählungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel des Winter-Motivs in der erzählenden Literatur, wobei sie analysiert, wie sich die Darstellung von einer existenziellen Bedrohung hin zu einer ästhetisierten, atmosphärischen Wahrnehmung entwickelt hat. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie literarische Texte das gesellschaftliche Bild des Winters spiegeln und welche ästhetischen Funktionen das Motiv in verschiedenen Erzählstrukturen erfüllt.

  • Historische und wissenschaftliche Definitionen des Winters
  • Kulturelle und religiöse Ursprünge von Winterbräuchen
  • Der Wandel von der existenziellen Bedrohung zur Ästhetisierung
  • Funktionen des Winter-Motivs im Hintergrund von Erzählungen
  • Das Motiv Winter als zentrales Element im Vordergrund von Erzählungen

Auszug aus dem Buch

Das Motiv Winter im Vordergrund von Erzählungen

Die Abgrenzung von Hintergrund und Vordergrund ist zumindest im Bezug auf die Zeit und die Umweltsituation nicht immer eindeutig und klar. Die Zeit selbst kann nicht als handelndes Element in den Vordergrund treten, wie es Figuren in Erzählungen zu Eigen ist. Aber die Zeit und die damit verbundenen Charakteristika können wesentlichen Einfluss auf die Handlungen und Einstellungen der Figuren haben und mit ihrer Hilfe kann ein besonderes Bild gezeichnet werden, mit dem der Leser angesprochen wird und mit dem eine gefühlvolle und vom Leser gefühlte Situation geschaffen wird. Die damit verbundenen Zwecke aber können dann durchaus unterschiedlich sein, so kann ein ästhetisches Bild in besonderer Weise wieder gebrochen werden um so eine ganz andere Perspektive zu vermitteln.

Büchners Beschreibung von Lenz Wanderung durch das Gebirge im Winter erzeugt ein kontrastives aber auch sehr stark ästhetisch aufgeladenes Winterbild: „Die Gipfel und hohen Bergflächen im Schnee, die Täler hinunter graues Gestein, grüne Flächen, Felsen und Tannen.“

Lenz steigt vom Tal hinauf ins Gebirge und begibt sich so von einer eher sommerlichen Landschaft mit grünen Flächen in eine winterliche Landschaft, in der zunächst das nasskalte Wetter bestimmend ist und in deren Höhenlagen bereits Schnee liegt. Büchner schreibt von nasskalter, feuchter Luft, von grauen Wolken und einem Nebel, der schwer, feucht, träge und plump wirkt. Dieses gezeichnete Bild wirkt beklemmend und Lenz selbst spürt eine solche Beklemmung und ein emotionales Drängen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Motiv des Winters ein und erläutert den Wandel von einer naturwissenschaftlich-existenziellen Betrachtung hin zu einer ästhetischen Wahrnehmung in der Literatur.

2. Die Jahreszeit Winter: Dieses Kapitel definiert den Winter aus meteorologischer, astronomischer und kulturhistorischer Sicht und beleuchtet die Wurzeln sowie den Wandel vorchristlicher und christlicher Wintertraditionen.

3. Die Ästhetisierung des Winters: Hier wird der Prozess beschrieben, durch den der Winter seine existenziell bedrohliche Komponente verliert und in der Literatur zunehmend als ästhetisches Motiv fungiert.

4. Das Motiv Winter im Hintergrund von Erzählungen: Dieses Kapitel analysiert anhand verschiedener Beispiele, wie der Winter als atmosphärische Folie oder Randbedingung in der erzählenden Literatur eingesetzt wird.

5. Das Motiv Winter im Vordergrund von Erzählungen: Der abschließende Hauptteil untersucht, wie der Winter als zentrales, oft emotional aufgeladenes oder irritierendes Element die narrative Struktur und die Wirkung von Erzählungen bestimmt.

Schlüsselwörter

Winter, Motivgeschichte, Ästhetisierung, Literaturwissenschaft, Wintertraditionen, Germanistik, Naturdarstellung, Erzählstruktur, Kulturgeschichte, Rezeptionsästhetik, Wetterphänomene, Symbolik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Darstellung des Winters als literarisches Motiv, von einer früher bedrohlichen Jahreszeit hin zu einer ästhetisch wahrgenommenen Kulisse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Jahreszeiten, kulturelle Traditionen sowie die ästhetische und symbolische Bedeutung von Winterlandschaften in der Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie literarische Texte den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit dem Winter und seiner physischen Bedrohlichkeit reflektieren.

Welcher methodische Ansatz wird verfolgt?

Die Arbeit nutzt einen literaturwissenschaftlichen, kulturhistorischen und motivgeschichtlichen Ansatz, um Textstellen aus verschiedenen Epochen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Winter-Definitionen und die Analyse des Motivs in unterschiedlichen narrativen Funktionen (Hintergrund vs. Vordergrund).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Ästhetisierung, Wintertraditionen, Motivgeschichte, Literatur und Kulturgeschichte.

Wie unterscheidet sich die Darstellung bei Borchert von anderen Autoren?

Borchert nutzt die Ästhetisierung des Winters bewusst, um den Leser durch einen starken, tragischen Kontrast, wie den eines gefallenen Soldaten im Schnee, zu irritieren.

Welche Rolle spielt die "Abschaffung des Winters" nach Kaspar Spinner?

Sie bezeichnet den Verlust der existenziellen Bedrohung durch technischen Fortschritt, was den Weg für eine ästhetische Betrachtung des Winters erst frei macht.

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Résumé des informations

Titre
Gewandelte Perspektiven des Winters als Motiv in der Literatur
Université
University of Flensburg  (Institut für Germanistik)
Cours
Orte literarisch III: Winterlandschaften
Note
1,0
Auteur
Lasse Herbers (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
18
N° de catalogue
V196763
ISBN (ebook)
9783656228509
ISBN (Livre)
9783656229209
Langue
allemand
mots-clé
Deutsch Germanistik Schnee Literatur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lasse Herbers (Auteur), 2006, Gewandelte Perspektiven des Winters als Motiv in der Literatur , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196763
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Extrait de  18  pages
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