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Antiker Humanismus als pädagogische Bewegung

Altes oder zeitloses Phänomen?

Titre: Antiker Humanismus als pädagogische Bewegung

Dossier / Travail , 2012 , 19 Pages

Autor:in: Jannina Schreiber (Auteur)

Philosophie - Divers
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Aktuelle Bedrohungen bestimmen das Leben auf unserer Erde. Zahlreiche Kongresseinberufungen versuchen den globalen gegenwärtigen Gefahren entgegenzuwirken: weltweite Armutsbekämpfung, internationaler Kampf gegen Terror und Gewalt, Auswirkungen des Klimawandelt. Die Forderung nach einer neuen Ethik, nach neuen Wirtschaftserneuerungen und eine völkerbindende Politik stehen im Zentrum dieser internationalen Konferenzen. Dies lässt den Anschein zu, dass das Bewusstsein für diese Bedrohungen durchaus existent ist. Dennoch scheitern die Versuche der Gegenmaßnahmen der Akteure. Ferner bestimmten Naturkatastrophen, Ressourcenmangel, soziale Unruhen und vieles mehr das Leben der Menschen. Das Projekt der Moderne und das damit einhergehende technische Weltbild verdrängen die zentralen Fragen des Menschseins.
Die Theodizeefrage nach dem Sein und Sinn der Menschen ist gewiss nicht neu, da der Mensch als kulturelles und formbares Wesen seit der Antike Gegenstand der bewussten Gestaltung ist. Doch die Menschen reagieren unterschiedlich auf die drohenden Gefahren mit veränderten Denk- und Verhaltensweisen. Welchen Stellenwert hat der an der Antike orientierte Humanismus in der heutigen Zeit und wird dieser den Anforderungen des 21. Jahrhunderts noch gerecht? Durch was kann das Bewusstsein für humanistisches Handeln wieder geweckt werden, welches ausschlaggebend für die Gestaltung der Gesellschaft ist? Es ist fragwürdig, ob der antike Humanitätsgedanke in der heutigen Gesellschaft noch eine Rolle spielt, da zahlreiche Aspekte, wie das Schwinden der griechisch-römischen Kultur und deren alte Sprachen, oder das Zurückgehen der Schüler humanistischer Gymnasien eine Phase des Umbruchs des politischen Bildungssystems verzeichnen. Lange galt die Antike als Vorbild in Philosophie, Rhetorik und zahlreichen weiteren Wissenschaften, welche heutige Grundlagen bezüglich des Mensch- und Weltbildes geschaffen haben. Kann man hier jedoch von einer unüberwindbaren Barriere für den traditionellen antiken Humanismus sprechen? Wenn ja, durch was könne diese gebrochen werden?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abgrenzende Definition grundlegender Begriffe

2.1 Humanismus

2.2 Bildung

3. Beiträge der römisch- griechischen Antike zum Humanitätsgedanken

3.1 Der griechische Humanismus

3.2 Der römische Humanismus

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert und die Relevanz des antiken Humanismus in der heutigen Zeit. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie das Bewusstsein für humanistisches Handeln in einer technisierten, modernen Wissensgesellschaft wieder geweckt werden kann und ob der traditionelle Humanitätsgedanke noch als Orientierung für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen dienen kann.

  • Historische Einordnung des Humanismus-Begriffs
  • Analyse des Bildungsbegriffs im Wandel der Epochen
  • Unterscheidung zwischen griechischem und römischem Humanismus
  • Die Rolle der Antike als Fundament europäischer Bildungskonzepte
  • Herausforderungen des Humanismus in der Moderne

Auszug aus dem Buch

3.2 Der römische Humanismus

Die Rhetorik als die primäre Schlüsselkomponente stellt eine passende Überleitung zu dem römischen Humanismus dar. Als das Ideal eines renommierten Redners in dieser Zeit ist Marcus Tullius Cicero zu nennen. Durch ihn als herausragende Leitfigur, durch seine Werke als Politiker, Philosoph, Redner, Historiker und gar als Redetheoretiker sowie -lehrer, erschien die römische Kultur als römischer Humanismus. Eine grundlegende These Ciceros liegt in der Untrennbarkeit von Philosophie und Rhetorik. Dies sei für ihn „unsachgemäß und verderblich“. Für ihn liegt die Aufgabe des Redners darin begründet, die Gemüter der Menschen zu lenken. Dieses sei nur möglich, durch vim omnen humanitatis, sprich die volle Kenntnis über das Wesen Mensch und was zu ihm gehöre. Nur wenn dem Redner nichts Menschliches fremd sei, kann er ein vollkommender Redner sein. Zudem gehört eine hohe Allgemeinbildung und gute Kenntnisse in Geschichte, Philosophie sowie Recht zu den Fähigkeiten eines idealen Redners. Darin gründet sich der Ciceronische Humanitätsgedanke: Die Verbundenheit von res und ornatus (rednersischer Schmuck und Kenntnis der Sache). Für ihn sei Humanität zum Einem die universale, umfassende Kenntnis des Menschseins und zum Anderen die eigene Menschlichkeit. Ferner wurden durch ihn die bereits erwähnten studia humanitatis in die europäischen Geistes- und Sozialwissenschaften eingeführt. In diesen nennt er seine beiden Hauptwirkungsstränge: verba und res (das Wort und die Gedanken), welches dasselbe initiiert wie res und ornatus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet aktuelle globale Bedrohungen und stellt die Relevanz der Frage nach dem Wert des antiken Humanismus für das 21. Jahrhundert heraus.

2. Abgrenzende Definition grundlegender Begriffe: Dieses Kapitel liefert eine historische Differenzierung der Begriffe Humanismus und Bildung, um ein begriffliches Fundament für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3. Beiträge der römisch- griechischen Antike zum Humanitätsgedanken: Hier werden die Wurzeln des Humanismus in der Antike analysiert, wobei besonders auf die unterschiedlichen Schwerpunkte der griechischen und römischen Ausprägungen eingegangen wird.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Krise des Humanismus in der modernen Welt zusammen und plädiert für eine Neuausrichtung des Bildungsbegriffs auf Basis humanistischer Prinzipien zur Bewältigung gegenwärtiger Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Humanismus, Bildung, Antike, Humanitätsgedanke, Rhetorik, Cicero, Philosophie, Menschenbild, Europa, Allgemeinbildung, Wertesystem, Moderne, Gesellschaftsgestaltung, Wissensgesellschaft, Kulturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und den Nutzen des antiken Humanismus als pädagogische Bewegung für die heutige Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsbestimmung von Humanismus und Bildung sowie die Auseinandersetzung mit der griechischen und römischen Antike als Quelle humanistischer Ideale.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, welchen Stellenwert der an der Antike orientierte Humanismus in der heutigen Gesellschaft hat und wie humanistisches Handeln wieder geweckt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einem historischen Abriss der Begriffe Humanismus und Bildung durch verschiedene Epochen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsdefinition sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Beiträge der griechischen und römischen Antike zum Humanitätsgedanken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Humanismus, Bildung, Antike, Rhetorik und Menschwerdung geprägt.

Warum spielt die Rhetorik für den römischen Humanismus eine so große Rolle?

Für Cicero war Rhetorik untrennbar mit Philosophie verbunden; sie diente dazu, die Gemüter der Menschen zu lenken und erforderte eine umfassende Kenntnis des Menschseins.

Was bedeutet das Zitat von Goethe „Werde, der Du bist“ im Kontext der Arbeit?

Das Zitat unterstreicht den hohen individuellen Anspruch der Bildung, sich durch Reflexion und Aneignung zu entfalten und als eigenständige Persönlichkeit aktiv die Gesellschaft mitzugestalten.

Wie unterscheidet sich der römische Humanismus laut der Autorin von anderen europäischen Ausprägungen?

Im Gegensatz zu anderen Epochen, die den Humanismus als Antwort auf Krisen entwickelten, entsprang der römische Humanismus einer Phase der Selbstsicherheit und verstand sich als Fortführung der griechischen Kultur.

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Résumé des informations

Titre
Antiker Humanismus als pädagogische Bewegung
Sous-titre
Altes oder zeitloses Phänomen?
Université
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Auteur
Jannina Schreiber (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
19
N° de catalogue
V196777
ISBN (ebook)
9783656229537
ISBN (Livre)
9783656229919
Langue
allemand
mots-clé
antiker humanismus bewegung altes phänomen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jannina Schreiber (Auteur), 2012, Antiker Humanismus als pädagogische Bewegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196777
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Extrait de  19  pages
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