Achtzig Prozent der Deutschen kennen sie: Die Figuren aus Zink, denen man auf den Kopf drücken muss, damit sie schießen.
Das ist Tipp-Kick, eine deutsche Tradition, die ihre Wurzeln in der Weimarer Republik findet. Doch kaum jemand weiß, dass es eine professionelle Ausübung des Spiels gibt, die manchen Sportarten in nichts nachsteht. Organisiert im Deutschen Tipp-Kick Verband (DTKV) gibt es eine vierklassige und mehrgleisige Ligenstruktur, zahlreiche Einzelturniere und vieles mehr.
Das Buch setzt sich mit der Frage auseinander, ob Tipp-Kick nun als Sport anerkannt werden sollte. Doch vor der Klärung dieser Frage führt es den Leser in die Geschichte des Tipp-Kicks und des DTKVs ein, beschreibt die Struktur des Verbandes und die Spielbetriebsarten und klärt im Anschluss über das professionelle Regelwerk und verschiedenste Defensiv- und Offensivtaktiken auf, erklärt mit Bildern.
Am Ende sollte jeder über die Materie Tipp-Kick aufgeklärt und in der Lage sein, sich eine eigene Meinung zu der Leitfrage zu bilden.
Über den Autor:
Simon Winzer, geboren 1993 in Mönchengladbach, ist selber aktiver Teil der professionellen Tipp-Kick-Szene und verfügt über das Know-How, über die Regelkunde und Taktiken aufzuklären.
Zwar nur drittklassig, dafür aber für eine Saison in der Sektionsleitung West unterwegs, kennt er die Struktur des Verbandes und kann den Leser somit alles Wissenswerte über die professionelle Ausführung des Tipp-Kicks vermitteln um schließlich zu klären, ob Tipp-Kick als professioneller Sport gelten sollte oder nicht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeines zum (professionellen) Tipp-Kick
2.1. Die Geschichte des (professionellen) Tipp-Kicks
2.1.1. Die Anfangsphase der Firma Mieg
2.1.2. Weiterentwicklung bis in die 90er-Jahre
2.1.3. Der Anfang eines neuen Jahrtausends
2.1.4. Die Geschichte des professionellen Tipp-Kicks
2.2. Was ist professioneller Tipp-Kick überhaupt?
2.3. Wo kann man professionellen Tipp-Kick spielen?
3. Der Deutsche Tipp-Kick Verband (DTKV)
3.1. Die Struktur des DTKVs
3.2. Förderungen und Angebote des DTKVs
3.3. Informationen zum Mannschaftsspielbetrieb
3.4. Informationen zum Einzelspielbetrieb
3.5. Demografischer Wandel auch im DTKV?
3.6. Tipp-Kick in der Schweiz
4. Die verschiedenen Spieltechniken
4.1. Ein wenig Regelkunde
4.2. Möglichkeiten im Angriff
4.2.1. Das Farbspiel
4.2.2. Der Abstoß
4.2.3. Bretter
4.2.4. Dreher
4.2.5. Gerade Bälle
4.3. Möglichkeiten in der Defensive
4.3.1. Die kurze Abwehr
4.3.2. Die lange Abwehr
5. Sollte Tipp-Kick nun als anerkannter Sport gelten?
6. Beantwortung der Leitfrage
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die professionelle Ausübung von Tipp-Kick und widmet sich der zentralen Forschungsfrage, ob der Miniaturfußball als anerkannte Sportart klassifiziert werden sollte oder lediglich als Hobby zu betrachten ist.
- Entwicklung und Geschichte des Tipp-Kick-Spiels sowie die Bedeutung der Herstellerfirma Mieg.
- Struktur, Organisation und Ligabetrieb des Deutschen Tipp-Kick Verbandes (DTKV).
- Analyse technischer Aspekte und taktischer Anforderungen in Angriff und Defensive.
- Diskussion über Anerkennungskriterien für Sportarten im Vergleich zu anderen Disziplinen.
Auszug aus dem Buch
4.2.1. Das Farbspiel
Die Basis des angreifenden Spielers ist ein konsequentes Farbspiel, was nötig ist, um nach indirekten Spielszenen, mit denen man kein Tor erzielen kann, in Ballbesitz zu bleiben. Das Farbspiel erfordert ein wenig Übung, lässt sich aber ansonsten ziemlich schnell und einfach erlernen.
Für ein gelungenes Farbspiel legt man sich den Ball am besten so hin, dass er mit der kompletten eigenen Farbe nach oben liegt, wenn man von oben auf ihn hinab schaut. Nun sucht man sich am besten eine kleine Kante des Balles aus und schnibbelt diese mit dem Bein seines Spielers an. Wichtig dabei ist, dass der Fuß des Spielers nicht an den Ball herauskommt und man lediglich mit der Kante des Beines die Kante des Balles anspielt (siehe Abbildung 6).
Hat man das Farbspiel einmal drauf, gelangt man während des Spiels an viel mehr Torschussmöglichkeiten, da man hiermit weniger vom Glück und Zufall abhängig ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Zielsetzung des Buches vor und umreißt die Untersuchung der Frage, ob Tipp-Kick als Sportart anerkannt werden sollte.
2. Allgemeines zum (professionellen) Tipp-Kick: Dieses Kapitel erläutert die Historie von Tipp-Kick von den Anfängen bis zur modernen Ära und grenzt professionelles Equipment vom herkömmlichen Spiel ab.
3. Der Deutsche Tipp-Kick Verband (DTKV): Der Abschnitt detailliert die Organisationsstruktur, den Mannschafts- und Einzelspielbetrieb sowie aktuelle Entwicklungen wie den demografischen Wandel im Verband.
4. Die verschiedenen Spieltechniken: Hier werden spezifische Regelwerke und taktische Grundlagen wie das Farbspiel, verschiedene Schuss- und Verteidigungstechniken ausführlich analysiert.
5. Sollte Tipp-Kick nun als anerkannter Sport gelten?: Dieses Kapitel diskutiert Argumente für und gegen eine offizielle sportliche Anerkennung unter Berücksichtigung von Struktur, Professionalität und Vergleichbarkeit mit anderen Sportarten.
6. Beantwortung der Leitfrage: Abschließend wird die Leitfrage erörtert und die Empfehlung für eine offizielle Anerkennung unter der Bedingung der Eintragung als Verband gegeben.
Schlüsselwörter
Tipp-Kick, DTKV, Miniaturfußball, Spieltechnik, Farbspiel, Ligabetrieb, Sportanerkennung, Regelwerk, Defensive, Angriff, Verbandsstruktur, demografischer Wandel, Turnierspiel, professionelles Equipment, Taktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der professionellen Ausübung von Tipp-Kick und der Frage, ob diese Disziplin den Status als anerkannte Sportart verdient.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte des Spiels, die Verbandsstruktur des DTKV, taktische Spieltechniken und die Argumentation zur sportlichen Anerkennung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Leitfrage, ob Tipp-Kick aufgrund seiner Struktur und Komplexität über den Status eines Hobbys hinaus als Sportart gelten sollte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die den Status quo des Tipp-Kick-Verbandswesens und dessen Regelwerke im Vergleich zu etablierten Sportarten untersucht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das professionelle Regelwerk, die Ligenstruktur des DTKV, spezielle Schusstechniken wie das Farbspiel sowie Verteidigungstaktiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Tipp-Kick, DTKV, Sportanerkennung, Farbspiel, Spieltechnik und Verbandsstruktur.
Warum ist das "Farbspiel" für Profis so entscheidend?
Das Farbspiel bildet die Grundlage für den kontrollierten Ballbesitz und die Vermeidung von Fehlern nach indirekten Spielsituationen, wodurch die Abhängigkeit vom Zufall minimiert wird.
Welchen Einfluss hat der demografische Wandel auf den DTKV?
Der Wandel führt zu einem Rückgang bei den Mitgliederzahlen, da viele Spieler des älteren Semesters ihre Karriere beenden und Vereine teilweise den Spielbetrieb einschränken müssen.
Warum ist die offizielle Eintragung des DTKV ein zentraler Kritikpunkt?
Da der DTKV aktuell nicht eingetragen ist, fehlt ihm die formale Rechtsgrundlage und offizielle Anerkennung als Verband, was den Status als Sportart erschwert.
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- Simon Winzer (Author), 2012, Das professionelle Tipp-Kick: Ein Spiel im Spannungsfeld zwischen Hobby und sportlicher Anerkennung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196786