Thema der Arbeit ist der Einsatz von Klettern in der Förderung von Kindern mit Wahrnehmungsstörungen sowie die Kombination von Klettern und SI-Mototherapie®.
Sie beginnt mit einer kurzen Einführung über Wahrnehmung und Sensorische Integration, gibt anschließend einen Einblick in das Klettern mit Kindern und analysiert die Wirkung des Kletterns auf die verschiedenen Bereiche der sensorischen Integration. Kognitive, emotionale und soziale Wirkfaktoren werden beschrieben.
Im praktischen Teil der Abschlussarbeit werden Spiele und Übungen an der Kletterwand zur Wahrnehmungsförderung beschrieben und anhand eines Fallbeispiels die Umsetzung der Förderung durch Klettern veranschaulicht.
Inhaltsverzeichnis
1 WAHRNEHMUNG UND SENSORISCHE INTEGRATION
1.1 WAHRNEHMUNGSBEREICHE
1.2 SENSORISCHE INTEGRATION
1.3 SENSORISCHE INTEGRATIONSSTÖRUNGEN
2 KLETTERN MIT KINDERN
2.1 ALLGEMEINES
2.2 AUSRÜSTUNG UND SICHERHEIT
2.3 METHODIK UND DIDAKTIK BEIM KLETTERN MIT KINDERN
2.4 PÄDAGOGISCH-THERAPEUTISCHE ASPEKTE
3 FÖRDERUNG VON KINDERN MIT SI-STÖRUNGEN DURCH KLETTERN
3.1 TAKTILE WAHRNEHMUNG
3.2 KINÄSTHETISCHE WAHRNEHMUNG
3.3 VESTIBULÄRE WAHRNEHMUNG
3.4 WEITERE WAHRNEHMUNGSBEREICHE
3.5 KÖRPERORIENTIERUNG
3.6 PRAXIE
3.7 KOGNITIVE FÖRDERUNG
3.8 EMOTIONALE UND SOZIALE FÖRDERUNG
3.9 WICHTIGE ASPEKTE BEIM KLETTERN MIT SI-KINDERN
4 PRAKTISCHER TEIL
4.1 KOMBINATION KLETTERN UND SI-MOTOTHERAPIE®
4.2 ÜBUNGEN UND SPIELE ZUR WAHRNEHMUNGSFÖRDERUNG
4.3 FALLBEISPIEL LUISA
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einsatz des Kletterns als ergänzende Methode in der Förderung von Kindern mit Wahrnehmungsstörungen sowie die Möglichkeiten der Verbindung mit der SI-Mototherapie®. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Klettern motorische, kognitive und sozial-emotionale Entwicklungsbereiche gezielt stimulieren kann.
- Grundlagen der Wahrnehmung und Sensorischen Integration
- Pädagogisch-therapeutische Potenziale des Kletterns mit Kindern
- Sicherheitsrelevante Aspekte und Methodik in der Kletterförderung
- Förderung sensorischer Teilleistungsbereiche durch spezifische Kletterübungen
- Praktische Umsetzung anhand eines Fallbeispiels (Luisa)
Auszug aus dem Buch
4.2.1 ÜBUNGEN UND SPIELE OHNE KLETTERWAND
Gleichgewichtsparcours und Balancieren
Aus verschiedenen Materialien wird ein Gleichgewichtsparcours aufgebaut. Dies können Klettergriffe sein, die auf dem Boden aufgelegt werden und über die die Kinder balancieren oder auch Wackelbretter, Langbänke, Stelzen oder Pedalos. Aus einem Kletterseil kann eine verschlungene „Wegstrecke“ am Boden aufgelegt werden, die die Kinder möglichst genau im Tipp-Topp-Schritt nachgehen oder auch mit Überkreuzschritten bewältigen. Dabei werden Gleichgewicht trainiert und Ruhe, Langsamkeit und Konzentrationsfähigkeit geschult. Ein derartiger Parcours eignet sich sowohl zum Einstieg nach dem allgemeinen Aufwärmen aber auch gut für den Einsatz am Ende einer Klettereinheit.
Ziehen mit dem Rollbrett
Ein Kletterseil wird etwa einen halben Meter über dem Boden an einer Wand fix befestigt oder, wenn dies nicht möglich ist, vom Betreuer fest gehalten. Das Kind liegt, kniet oder sitzt auf dem Rollbrett und zieht sich selbst am Seil entlang. Das erfordert gezielten Krafteinsatz, fördert die kinästhetische Wahrnehmung und Bewegungsplanung (umgreifen,…).
Zusammenfassung der Kapitel
1 WAHRNEHMUNG UND SENSORISCHE INTEGRATION: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der menschlichen Wahrnehmung, die Sensorische Integration nach Ayres sowie die verschiedenen Formen von Sensorischen Integrationsstörungen.
2 KLETTERN MIT KINDERN: Es wird der therapeutische Nutzen des Kletterns im Kindesalter dargestellt, einschließlich technischer Aspekte wie Ausrüstung, Sicherheit und methodisch-didaktischer Prinzipien.
3 FÖRDERUNG VON KINDERN MIT SI-STÖRUNGEN DURCH KLETTERN: Hier wird detailliert analysiert, wie Klettern spezifisch taktile, kinästhetische und vestibuläre Wahrnehmungsbereiche sowie die Praxie und emotionale Kompetenzen fördern kann.
4 PRAKTISCHER TEIL: Dieser Teil beschreibt die konkrete Anwendung in der Praxis, unterteilt in Kombinationsmodelle, spezifische Übungsprogramme und ein ausführliches Fallbeispiel zur Veranschaulichung der Wirkungsweise.
Schlüsselwörter
Wahrnehmung, Sensorische Integration, SI-Mototherapie, Klettern, Klettertherapie, Wahrnehmungsstörungen, Bewegungsplanung, Dyspraxie, Motorik, Gleichgewichtssinn, taktile Wahrnehmung, kinästhetische Wahrnehmung, Förderung, Fallbeispiel, Pädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Abschlussarbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt den Einsatz des Kletterns als eine den gesamten Körper umfassende Methode zur Förderung von Kindern mit Wahrnehmungsstörungen und als mögliche Ergänzung zur SI-Mototherapie®.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung der Wahrnehmung, der Methodik des Kletterns in der Therapie sowie der praktischen Anwendung von Übungen an der Kletterwand.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Klettern zur Verbesserung von Wahrnehmungsleistungen, motorischer Koordination sowie sozialer Kompetenzen bei Kindern beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Analyse aktueller Fachliteratur in Kombination mit eigenen dokumentierten Praxiserfahrungen und einer Fallstudie.
Was wird im praktischen Teil behandelt?
Der praktische Teil bietet eine detaillierte Sammlung von Übungen (mit und ohne Kletterwand) und analysiert den individuellen Förderverlauf eines Mädchens namens Luisa.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Sensorische Integration, Klettern, SI-Mototherapie®, Dyspraxie und Wahrnehmungsförderung.
Warum ist das Klettern für Kinder mit Wahrnehmungsstörungen besonders geeignet?
Klettern bietet eine hohe intrinsische Motivation, spricht alle Sinnesbereiche gleichzeitig an und ermöglicht durch die Variationsvielfalt der Schwierigkeitsgrade Erfolgserlebnisse auf jedem Entwicklungsstand.
Welche Rolle spielt die Sicherheit im therapeutischen Klettern?
Die Sicherheit ist essenziell und wird durch die Einhaltung fester Kletterregeln, einen konsequenten Partnercheck und fachgerechte Sicherungsmethoden unter Aufsicht gewährleistet.
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- Mag. Maria Ablinger (Author), 2008, Wahrnehmungsförderung durch Klettern als Ergänzung zur SI-Mototherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196805