Im Rahmen dieses Aufsatzes solle die Entwicklung der Handelspolitik der Entwicklungsländer in deren unterschiedlichen Phasen dargestellt und erörtert werden, insbesondere im Vergleich zu den OECD Ländern. Hierbei soll die dafür verantwortliche Handelspolitik analysiert werden. Vorausgehend ist es notwendig, zunächst die Definition und Klassifizierung von Entwicklungsländern vorzunehmen. Darüber hinaus soll ausblickend aufgeführt werden, welche zukünftigen Folgen die eine neuausgerichtete Handelspolitik der Entwicklungsländer für die weitere Internationalisierung der Märkte haben kann und ob diese am Ende überhaupt isoliert betrachtet und analysiert werden kann und sollte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zielstellung:
3. Definition von Entwicklungsländern im ökonomischen Sinn:
4. Handelspolitische Zusammenschlüsse von Entwicklungsländern
5. Globalisierung und Weltwirtschaft – Zielsetzung der Forschung
6. Abgrenzung von Schwellenländern gegenüber Entwicklungsländern
7. Was zeichnete die frühere Handelspolitik der Entwicklungsländer aus?
8. Wie wurden die Entwicklungsländer und deren Handelspolitik von der neueren Globalisierung erfasst?
9. Ausblick und Resümee
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Entwicklung der Handelspolitik von Entwicklungsländern und Schwellenländern im Kontext der Globalisierung. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich die Strategien von einem protektionistischen Ansatz hin zur weltmarktorientierten Integration gewandelt haben und welche Rolle ökonomische Theorien, wie das Konzept der komparativen Kostenvorteile, dabei spielen.
- Historische Phasen der Handelspolitik in Entwicklungsländern
- Klassifizierung von Entwicklungs- und Schwellenländern
- Einfluss der Globalisierung auf die Integration in den Welthandel
- Analyse des Wirtschaftsaufstiegs am Beispiel Chinas
- Zukunftsperspektiven und gegenseitige Abhängigkeiten von Industrie- und Entwicklungsländern
Auszug aus dem Buch
7. Was zeichnete die frühere Handelspolitik der Entwicklungsländer aus?
Vom Zweiten Weltkrieg bis zu den 1970er Jahren versuchten viele Entwicklungsländer den Aufbau ihrer Volkswirtschaften durch sogenannte „Import substituierende Industrialisierung“ voranzutreiben, indem sie den Import von Industrieprodukten beschränkten. Ziel war es dabei Weise, einen Industriesektor/spezielle Branchen für den einheimischen Markt (Binnenmarkt) zu schaffen beziehungsweise diese zu fördern. Die damit zusammenhängend wirtschafttheoretische Argumentation bezog sich auf das sogenannte „Erziehungszollargument“. Dabei ging man von dem theoretischen Ansatz aus, dass Entwicklungsländer über einen potenziellen „komparativen Vorteil“ gegenüber den Industrienationen bzgl. von Industriegütern verfügen, der durch anfängliche Protektion gefördert werden müsse. Die Theorie des komparativen Kostenvorteils begründet, dass eine Vorteilhaftigkeit des Handels zwischen zwei Ländern nicht von den jeweiligen absoluten Produktionskosten abhängig ist, sondern vielmehr in Relation der Kosten der produzierten Güter zueinander steht. Der Handel zwischen zwei Ländern soll insofern immer dann vorteilhaft sein, wenn bei den sich gegenüberstehenden Handelspartnern unterschiedliche Produktionskostenstrukturen vorhanden sind, mit anderen Worten: Ein Land muss für ein zu produzierendes Gut auf weniger Einheiten eines anderen Gutes verzichten, als das andere Land (niedrigere Opportunitätskosten).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale wirtschaftliche Verflechtung und die Relevanz der Analyse von Handelspolitiken für sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer.
2. Zielstellung: Das Kapitel definiert den Rahmen des Aufsatzes, die Notwendigkeit der Definition von Entwicklungsländern und die Erörterung zukünftiger Auswirkungen einer veränderten Handelspolitik.
3. Definition von Entwicklungsländern im ökonomischen Sinn: Es wird dargelegt, dass keine einheitliche Definition existiert, und verschiedene ökonomische Indikatoren sowie internationale Klassifizierungen vorgestellt.
4. Handelspolitische Zusammenschlüsse von Entwicklungsländern: Dieses Kapitel behandelt Zusammenschlüsse wie G 24 und G 77 und deren Ziel, Interessen auf dem internationalen Parkett gemeinsam zu vertreten.
5. Globalisierung und Weltwirtschaft – Zielsetzung der Forschung: Hier werden der Globalisierungsprozess sowie das Ziel der Arbeit, die internationale Arbeitsteilung empirisch zu analysieren, definiert.
6. Abgrenzung von Schwellenländern gegenüber Entwicklungsländern: Das Kapitel erläutert die begriffliche Trennung von Schwellenländern als Staaten im fortgeschrittenen Industrialisierungsprozess.
7. Was zeichnete die frühere Handelspolitik der Entwicklungsländer aus?: Fokus auf die importsubstituierende Industrialisierung und die theoretische Fundierung durch das Erziehungszollargument.
8. Wie wurden die Entwicklungsländer und deren Handelspolitik von der neueren Globalisierung erfasst?: Untersuchung der ungleichen Auswirkungen der Globalisierung und der Rolle von Handelsabkommen sowie des Beispiels China.
9. Ausblick und Resümee: Fazit zur Relevanz der komparativen Vorteile und Diskussion über zukünftige wirtschaftliche Abhängigkeiten und die Rolle der Politik.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Handelspolitik, Entwicklungsländer, Schwellenländer, Weltwirtschaft, Protektionismus, Importsubstitution, komparative Kostenvorteile, Industriestaaten, Welthandel, Direktinvestitionen, Wirtschaftswachstum, Liberalisierung, Industriegüter, Marktwirtschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Handelspolitik von Entwicklungsländern und Schwellenländern im Wandel der Globalisierung und deren Verhältnis zu den klassischen Industrienationen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Entwicklungsstadien, protektionistische vs. liberale Handelsstrategien, der Einfluss der WTO und die Bedeutung von komparativen Kostenvorteilen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Entwicklung der Handelspolitik in verschiedenen Phasen darzustellen, handelspolitische Maßnahmen zu analysieren und zukünftige Folgen für die Weltwirtschaft zu erörtern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie einer Auswertung empirischer wirtschaftswissenschaftlicher Zusammenhänge und Literaturdaten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden unter anderem die Definitionen von Entwicklungsländern, die Rolle von Zusammenschlüssen wie der G 77, historische Protektionsansätze und die Rolle Chinas als wirtschaftliches Fallbeispiel diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Globalisierung, Handelspolitik, Entwicklungsländer, Schwellenländer, komparative Kostenvorteile und Welthandel.
Wie hat sich die Handelspolitik von Entwicklungsländern historisch verändert?
Sie hat sich von einer auf Protektionismus und Binnenmarktorientierung basierenden importsubstituierenden Industrialisierung hin zu einer weltmarktorientierten Handelsstrategie entwickelt.
Welche besondere Bedeutung kommt dem Beispiel China in der Arbeit zu?
China dient als Beispiel für einen erfolgreichen Aufstieg von einem wirtschaftlich verwüsteten Land zur Weltmacht durch pragmatische Reformen, Sonderwirtschaftszonen und die Nutzung globaler Marktchancen.
Welche Rolle spielen die Industrienationen in der zukünftigen Entwicklung?
Die Arbeit zeigt, dass Industrienationen zunehmend in gegenseitige Abhängigkeiten mit aufstrebenden Schwellenländern geraten und ihre Handelspolitik anpassen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
- Citar trabajo
- Rainer Schenk (Autor), 2012, Handelspolitik von Entwicklungsländern und Schwellenländern im Zuge der Globalisierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196880