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Finanzkrisendeterminierte makroprudenzielle Regulierungsinnovationen nach Basel III

Überblick und Würdigung unter Einbeziehung einzelbankbetrieblicher Wirkungsaspekte

Titel: Finanzkrisendeterminierte makroprudenzielle Regulierungsinnovationen nach Basel III

Bachelorarbeit , 2012 , 45 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sebastian Ehrhardt (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhaltsverzeichnis
Bilderverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1 Einleitung 1
2 Systemdestabilisierende Problemkomplexe der Finanzkrise 2
2.1 Fehlende Berücksichtigung von Systemrisiken in der Aufsichtsstruktur 2
2.2 Überblick über mangelnde Berücksichtigung makroprudenzieller Aspekte im Regulierungsrahmen nach Basel II 3
2.2.1 S1 – Haftung, Verlusttragfähigkeit und Zyklik als Determinanten der Eigenkapitalbasis 3
2.2.2 S1 – Unzureichende Risikodeckung und hohe Verschuldung 4
2.2.3 S2 – Refinanzierungsschwierigkeiten und Liquiditätsknappheit 6
2.2.4 S3 – Fehlende Marktdisziplinierung von Risiken durch intransparente Offenlegung 7
2.2.5 Sonstiges – (G)SIFIS und Moral Hazard sowie Risiken im Schattenbankensystem 8
3 Makroprudenzielle Regulierungsinnovationen nach Basel III zu den Problemkomplexen 10
3.1 Erweiterung der Aufsichtsstruktur auf Makroebene durch den ESRB 10
3.2 Konkretisierung makroprudenzieller Regulierungsinnovationen nach Basel III zu den Problemkomplexen 11
3.2.1 S1 – Stärkung der Eigenkapitalbasis sowie Einführung zyklischer und verlusttragender Kapitalpuffer 11
3.2.2 S1 – Erhöhung der Risikogewichte und Einführung eines Leverage Ratio 14
3.2.3 S2 – Einführung eines globalen Liquiditätsstandards 16
3.2.4 S3 – Stärkung von Aufsicht und Marktdisziplin durch erweiterte Offenlegungspflichten 19
3.2.5 Sonstiges – Zusätzliche Anforderungen für (G)SIFIS und Schattenbanken 20
4 Würdigung makroprudenzieller Regulierungsinnovationen nach Basel III zu den Problemkomplexen 22
4.1 Der ESRB als Element der Aufsicht auf Makroebene 22
4.2 Die makroprudenziellen Regulierungsinnovationen nach Basel III zu den Problemkomplexen 23
4.2.1 S1 – Stärkung Eigenkapitalbasis und Einführung flexibler Kapitalpuffer 23
4.2.2 S1 – Erhöhung der Risikogewichte und Einführung eines Leverage Ratio 24
4.2.3 S2 – Einführung eines globalen Liquiditätsstandards 26
4.2.4 S3 – Erweiterte Offenlegungspflichten 27
4.2.5 Sonstiges – Maßnahmen für (G)SIFIS und Schattenbanken 27
4.3 Fazit und Ausblick 29
Literaturverzeichnis 31
Anhang 35
Erklärung 41

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Systemdestabilisierende Problemkomplexe der Finanzkrise

2.1 Fehlende Berücksichtigung von Systemrisiken in der Aufsichtsstruktur

2.2 Überblick über mangelnde Berücksichtigung makroprudenzieller Aspekte im Regulierungsrahmen nach Basel II

2.2.1 S1 – Haftung, Verlusttragfähigkeit und Zyklik als Determinanten der Eigenkapitalbasis

2.2.2 S1 – Unzureichende Risikodeckung und hohe Verschuldung

2.2.3 S2 – Refinanzierungsschwierigkeiten und Liquiditätsknappheit

2.2.4 S3 – Fehlende Marktdisziplinierung von Risiken durch intransparente Offenlegung

2.2.5 Sonstiges – (G)SIFIS und Moral Hazard sowie Risiken im Schattenbankensystem

3 Makroprudenzielle Regulierungsinnovationen nach Basel III zu den Problemkomplexen

3.1 Erweiterung der Aufsichtsstruktur auf Makroebene durch den ESRB

3.2 Konkretisierung makroprudenzieller Regulierungsinnovationen nach Basel III zu den Problemkomplexen

3.2.1 S1 – Stärkung der Eigenkapitalbasis sowie Einführung zyklischer und verlusttragender Kapitalpuffer

3.2.2 S1 – Erhöhung der Risikogewichte und Einführung eines Leverage Ratio

3.2.3 S2 – Einführung eines globalen Liquiditätsstandards

3.2.4 S3 – Stärkung von Aufsicht und Marktdisziplin durch erweiterte Offenlegungspflichten

3.2.5 Sonstiges – Zusätzliche Anforderungen für (G)SIFIS und Schattenbanken

4 Würdigung makroprudenzieller Regulierungsinnovationen nach Basel III zu den Problemkomplexen

4.1 Der ESRB als Element der Aufsicht auf Makroebene

4.2 Die makroprudenziellen Regulierungsinnovationen nach Basel III zu den Problemkomplexen

4.2.1 S1 – Stärkung Eigenkapitalbasis und Einführung flexibler Kapitalpuffer

4.2.2 S1 – Erhöhung der Risikogewichte und Einführung eines Leverage Ratio

4.2.3 S2 – Einführung eines globalen Liquiditätsstandards

4.2.4 S3 – Erweiterte Offenlegungspflichten

4.2.5 Sonstiges – Maßnahmen für (G)SIFIS und Schattenbanken

4.3 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die aus der Finanzkrise 2007 resultierenden makroprudenziellen Regulierungsinnovationen des Baseler Ausschusses unter Basel III. Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob diese Maßnahmen die im Rahmen von Basel II identifizierten systemischen Lücken schließen und die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems gegenüber künftigen Krisen stärken können, wobei auch einzelbankbetriebliche Auswirkungen kritisch gewürdigt werden.

  • Analyse systemdestabilisierender Problemkomplexe im Rahmen von Basel II.
  • Untersuchung der makroprudenziellen Lösungsansätze unter Basel III (u.a. ESRB, Kapitalpuffer, Leverage Ratio).
  • Bewertung der Stärkung von Eigenkapital- und Liquiditätsstandards.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen auf Finanzintermediäre und die Gesamtwirtschaft.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 S1 – Haftung, Verlusttragfähigkeit und Zyklik als Determinanten der Eigenkapitalbasis

Die Säule 1 des Baseler Struktur Konzepts regelt die Mindestanforderungen an das Eigenkapital. Der Fokus liegt auf einer Berücksichtigung des Adressausfallrisikos, des Marktpreisrisikos und des operationellen Risikos. Neben standardisierten Bewertungsverfahren stehen präzisere individuelle interne Modelle zur Verfügung.

Die Finanzbranche und vor allem Großbanken hielten Eigenmittel in nicht ausreichender Quantität und Qualität vor. Das bankaufsichtsrechtliche Eigenkapital diente dabei zum Ausgleich anfallender Verluste im laufenden Geschäftsbetrieb (Going Concern) und zur Befriedigung der Gläubiger im Insolvenzfall (Gone Concern). Diese Agitation an der Grenze der Mindestanforderungen schränkte die Verlusttragfähigkeit einiger Institute massiv ein und erhöhte die Wahrscheinlichkeit eines insolvenzbedingten Zusammenbruchs. Vor allem die Verluste aus Verschlechterung von Risikopositionen führten zu einer Gefährdung der Unternehmensfortführung. Unter Berücksichtigung der Auswirkungen für die Gesamtwirtschaft wurden staatliche Kapitalzuführungen notwendig. Shareholder, die lange von hohen Renditen profitierten, wurden von ihrer Haftung entbunden. Sowohl Flexibilität, Quantität, als auch die Qualität des regulatorischen Eigenkapitals haben sich im Hinblick auf Haftungsaspekte als unzureichend erwiesen. Weitere Vertrauensverluste entstanden durch wachsende Skepsis gegenüber der Risikotragfähigkeit als Folge hoher Intransparenz, bezogen auf die Zusammensetzung des regulatorischen Eigenkapitals. Diese Intransparenz resultierte vornehmlich aus der Befürchtung eines möglichen, insolvenzbedingten Zusammenbruchs eines Marktteilnehmers.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung stabiler Finanzsysteme dar und erläutert die Notwendigkeit des Baseler Reformprogramms zur Schließung regulatorischer Lücken nach der Finanzkrise.

2 Systemdestabilisierende Problemkomplexe der Finanzkrise: Dieses Kapitel identifiziert die wesentlichen Defizite des Basel II Regelwerks, wie mangelnde Berücksichtigung von Systemrisiken, unzureichende Eigenkapitalqualität und Liquiditätsprobleme.

3 Makroprudenzielle Regulierungsinnovationen nach Basel III zu den Problemkomplexen: Hier werden die neuen Instrumente wie der ESRB, erweiterte Kapitalpuffer, der Leverage Ratio sowie Liquiditätsstandards (LCR, NSFR) detailliert vorgestellt.

4 Würdigung makroprudenzieller Regulierungsinnovationen nach Basel III zu den Problemkomplexen: Dieses Kapitel bewertet kritisch die Wirksamkeit der neuen Basel III Regelungen unter Berücksichtigung von Kosten und Auswirkungen auf Banken und Realwirtschaft.

Schlüsselwörter

Basel III, Finanzkrise, makroprudenzielle Aufsicht, Systemrisiko, Eigenkapital, Liquiditätsstandard, Leverage Ratio, ESRB, (G)SIFIS, Schattenbankensystem, Verlustabsorption, Eigenkapitalpuffer, Risikogewichtung, Offenlegung, Finanzstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Reform des Bankenregulierungsrahmens durch Basel III als Reaktion auf die systemischen Mängel, die in der Finanzkrise 2007 deutlich wurden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Stärkung der Eigenkapitalbasis, die Einführung neuer Liquiditätskennziffern, die Überwachung von systemrelevanten Finanzinstituten ((G)SIFIS) und die Rolle des Europäischen Systemrisikorates (ESRB).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu bewerten, ob die neuen makroprudenziellen Instrumente dazu beitragen können, die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems gegen künftige Krisen zu erhöhen, ohne dabei die Finanzierungsfunktion der Banken für die Realwirtschaft zu stark zu beeinträchtigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine systematische Analyse und kritische Würdigung der regulatorischen Anforderungen von Basel III auf Basis aktueller Literatur und offizieller Dokumente des Baseler Ausschusses sowie nationaler Aufsichtsbehörden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Schwachstellen von Basel II aufgezeigt, gefolgt von einer detaillierten Darstellung der Neuerungen unter Basel III und deren anschließender ökonomischer und regulatorischer Würdigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Basel III, Finanzstabilität, makroprudenzielle Aufsicht, systemische Risiken, Liquiditätsstandards (LCR/NSFR) und Kapitalpuffer.

Welche spezifische Rolle spielt der ESRB in diesem Konzept?

Der ESRB soll als neue europäische Aufsichtsinstanz eine makroökonomische Perspektive einnehmen, um durch Risikowarnungen und Handlungsempfehlungen frühzeitig systemische Risiken zu erkennen und deren Ansteckungseffekte einzudämmen.

Wie kritisch beurteilt der Autor den neuen Leverage Ratio?

Der Autor sieht den Leverage Ratio ambivalent: Einerseits bietet er Schutz vor Modellfehlern, andererseits besteht die Gefahr von Fehlanreizen für Banken, risikoreichere Geschäfte zu tätigen, um die Eigenkapitalrendite trotz der strengeren Verschuldungsgrenzen zu halten.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Finanzkrisendeterminierte makroprudenzielle Regulierungsinnovationen nach Basel III
Untertitel
Überblick und Würdigung unter Einbeziehung einzelbankbetrieblicher Wirkungsaspekte
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Professur für Finanzwirtschaft)
Note
2,3
Autor
Sebastian Ehrhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
45
Katalognummer
V196907
ISBN (eBook)
9783656228929
ISBN (Buch)
9783656229698
Sprache
Deutsch
Schlagworte
finanzkrisendeterminierte regulierungsinnovationen basel überblick würdigung einbeziehung wirkungsaspekte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Ehrhardt (Autor:in), 2012, Finanzkrisendeterminierte makroprudenzielle Regulierungsinnovationen nach Basel III, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196907
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  45  Seiten
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