In dieser Arbeit soll ein Vergleich der aktuellen Konzepte zur Kompetenzentwicklung in den Lehrplänen der Bundesländer Berlin und Hamburg gemacht werden. Grundlage bilden die beiden Rahmenlehrpläne für die Sekundarstufe 1. Der Lehrplan für Berlin stammt dabei noch aus dem Jahr 2006 und ist im Schuljahr 2006/2007 in Kraft getreten. Das Hamburger Pendant ist von 2010 und trat 2010/2011 in Kraft.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2.Kompetenzentwicklung im Rahmenlehrplan Geschichte Sekundarstufe 1 Berlin
2.1.Ziele und zentrale Prinzipien des Geschichtsunterrichts
2.2.Fachbezogene Kompetenzen
2.2.1.Deutungs- und Analysekompetenz
2.2.2.Methodenkompetenz
2.2.3.Urteils- und Orientierungskompetenz
3.Kompetenzentwicklung im Rahmenlehrplan Geschichte Sekundarstufe 1 Hamburg
3.1.Aufgaben und Ziele des Geschichtsunterrichts
3.2.Die 3 fachlichen Kompetenzbereiche
3.2.1.Orientierungskompetenz
3.2.2.Methodenkompetenz
3.2.3.Urteilskompetenz
3.3.Didaktische Grundsätze zum Kompetenzerwerb
4.Konzepte im Vergleich
4.1.Ziele und Aufgaben
4.2.Kompetenzen
4.3.Anforderungen und Standards
5.Zusammenfassung
6.Resümee
7.Literatur
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen systematischen Vergleich der aktuellen Konzepte zur Kompetenzentwicklung in den Lehrplänen der Bundesländer Berlin und Hamburg vorzunehmen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der didaktischen Strukturierung des Geschichtsunterrichts aufzuzeigen.
- Analyse der Kompetenzmodelle in Berlin und Hamburg
- Gegenüberstellung der fachspezifischen Kompetenzbereiche
- Bewertung der didaktischen Grundsätze und Standards
- Diskussion des Nutzens unterschiedlicher Kompetenzmodelle
- Reflexion der Lehrplanvorgaben für die Unterrichtspraxis
Auszug aus dem Buch
2.2.Fachbezogene Kompetenzen
Der Lernprozess in Geschichte ist sehr komplex und beinhaltet im Verbund: Sachgegenstand, Methode, Medium, Urteilsbildung, soziale und personale Kommunikations- und Interaktionsformen. Dies bedeutet für die Schüler, dass sie im Unterricht ganzheitlich gefördert werden und sie aufeinander aufbauende, gleichwertige Kompetenzen erwerben. Als Analysehilfsmittel werden diese Kompetenzen in 3 Bereiche aufgeteilt (siehe nachfolgende Grafik). Urteils- und Orientierungskompetenz; Methodenkompetenz; Deutungs- und Analysekompetenz. Diese Trennung ermöglicht es, Teilkompetenzen bzw. konkrete Fertigkeiten zu formulieren und erleichtert die systematische Planung, Durchführung und Analyse von Unterricht. Wenn die Schüler diese 3 Teilkompetenzen ausbilden, entwickeln sie die zentrale Kompetenz eines reflektierten, historischen Erzählens und Urteilens, also die Fähigkeit zur Narrativität.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen ab, indem sie den Vergleich der Lehrpläne von Berlin und Hamburg als Untersuchungsobjekt definiert.
2.Kompetenzentwicklung im Rahmenlehrplan Geschichte Sekundarstufe 1 Berlin: Dieses Kapitel erläutert die Ziele und die spezifische Unterteilung der fachbezogenen Kompetenzen im Berliner Lehrplan.
3.Kompetenzentwicklung im Rahmenlehrplan Geschichte Sekundarstufe 1 Hamburg: Hier werden die Hamburger Vorgaben, unterteilt in die drei fachlichen Kompetenzbereiche und didaktische Grundsätze, detailliert dargestellt.
4.Konzepte im Vergleich: In diesem Kapitel werden die Berliner und Hamburger Ansätze gegenübergestellt und hinsichtlich ihrer Ziele, Kompetenzbereiche und Standards analysiert.
5.Zusammenfassung: Dieser Abschnitt resümiert die wesentlichen Erkenntnisse über die Ähnlichkeiten der Kompetenzmodelle beider Bundesländer.
6.Resümee: Das Resümee bewertet die Kompetenzorientierung in der Geschichtsdidaktik kritisch und äußert sich zur praktischen Anwendbarkeit der verschiedenen Modelle.
7.Literatur: Auflistung der verwendeten Quellen und Lehrpläne.
Schlüsselwörter
Geschichtsunterricht, Kompetenzentwicklung, Rahmenlehrplan, Berlin, Hamburg, Narrativität, Deutungskompetenz, Methodenkompetenz, Urteilskompetenz, Orientierungskompetenz, Geschichtsbewusstsein, Historisches Denken, Bildungsstandards, Vergleich, Geschichtsdidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht die aktuellen Kompetenzmodelle der Rahmenlehrpläne für das Fach Geschichte in den Bundesländern Berlin und Hamburg.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung historischer Narrativität, der Strukturierung von Kompetenzbereichen sowie der praktischen Umsetzung dieser Vorgaben im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der didaktischen Konzeption beider Lehrpläne aufzudecken, um deren Wirksamkeit und Praxisnähe zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine komparative Analyse, bei der die Texte der Lehrpläne gegenübergestellt und vor dem Hintergrund fachdidaktischer Diskurse reflektiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte beider Bundesländer einzeln analysiert und anschließend in einem direkten Vergleich hinsichtlich ihrer Zielsetzungen und Anforderungsniveaus gegenübergestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Geschichtsunterricht, Kompetenzorientierung, Narrativität sowie die verschiedenen Teilkompetenzen wie Urteils- oder Methodenkompetenz.
Wie unterscheidet sich der Begriff "Narrativität" in den Lehrplänen?
Die Arbeit zeigt auf, dass beide Lehrpläne die "Narrativität" als übergeordnetes Ziel definieren, jedoch unterschiedliche terminologische Schwerpunkte bei den darunterliegenden Teilkompetenzen setzen.
Welches Fazit zieht der Autor zur "Kompetenzorientierung"?
Der Autor befürwortet die Kompetenzorientierung grundsätzlich, kritisiert jedoch die unübersichtliche Vielfalt an existierenden Kompetenzmodellen, die in der Praxis zu Verwirrung führen kann.
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- Lars Elliger (Author), 2011, Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht - Die Lehrpläne Hamburg und Berlin im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196917