Auswirkung demografischer Faktoren auf die Hospizarbeit


Studienarbeit, 2011
11 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

1. Zur Notwendigkeit einer Synthese

2. Kerngedanken und Aufgaben der Hospizarbeit

3. Der Demografische Wandel
3.1 Auswirkung der Morbidität
3.2 Fertilität und Wandel der Familienformen
3.3 Migration und ihr Anspruch

4. Hospizarbeit unter Anpassung an die Bevölkerungsstruktur

Literaturverzeichnis

1. Zur Notwendigkeit einer Synthese

Der demografische Wandel wird als Thema in unserer Gesellschaft immer wieder aufgeworfen und in verschiedene Zusammenhänge gebracht sowie seine Auswirkungen hinsichtlich dieser dargestellt. Welche Auswirkungen der Wandel allerdings auf die Hospizarbeit in Deutschland konkret hat, wurde synthetisch noch nicht komplex erarbeitet. Auch liegt persönliches Interesse in der Bevölkerungsstruktur und ihrer Auswirkung auf dieses spezifische Handlungsfeld der Sozialen Arbeit vor. Die Arbeit soll sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Hospizarbeit aufzeigen, um daraus Rückschlüsse für Handlungsanweisungen in der Arbeit zu ziehen bzw. sich Problemen bewusst zu werden. Mit Fortschreiten des demografischen Wandels ist es wichtig, diese benannten Konflikte im Auge zu behalten. Anmerkend zu sagen ist, dass es sich in folgenden Ausführungen um Hospizarbeit für Erwachsene handelt, und nicht die Kinderhospizarbeit mit einbezieht. Methodisch geschieht dies von den einzelnen Faktoren des Wandels rückschließend auf das Tätigkeitsfeld. Dabei versteht sich diese Arbeit als grobe Einführung in die Thematik.

2. Kerngedanken und Aufgaben der Hospizarbeit

Wie das Leben mit der Geburt beginnt, endet es mit dem Tod. Dabei wird „das Sterben […] aus dem Alltag ausgegliedert, weil es den ,gewöhnlichen Ablauf der Dinge’ und damit die Gesellschaft insgesamt zu stören scheint, sie auch unvermeidlich mit dem ,Skandal der Endlichkeit des Daseins’ konfrontiert.“ (Student u. a. 2004, S. 13). Die Ausgliederung des Sterbens macht betroffene Menschen also zu einer Randgruppe. Der Hospizgedanke beinhaltet das Sterben wieder in den Alltag einzugliedern, damit unheilbar kranke Menschen würdevoll innerhalb der Gesellschaft selbstbestimmt sterben können, der sie angehören (vgl. Student u. a. 2004, S. 15). Das bedeutet auch, dass es Betroffenen ermöglicht wird, im eigenen Heim zu sterben. Einer Umfrage zufolge ist dies auch der Wunsch von 90 Prozent der Befragten (vgl. Borasio 2011, S. 29).

Die Hospizbewegung hat ihren Anfang in und um London. Während die „Schwestern der Barmherzigkeit“ Anfang des 20. Jahrhunderts das erste Hospiz in einem Ortsteil der englischen Hauptstadt gründeten, galt später Cicely Saunders als Wegbereiterin der Hospizbewegung. 1967 eröffnete Saunders in Sydenham, einem Vorort von London, das St. Christophers Hospice mit 50 Betten. Für die gelernte Krankenschwester und medizinische Sozialarbeiterin stand die Schmerztherapie (Palliativmedizin) an erster Stelle. Daraus geht hervor, dass die ursprüngliche Form der Hospizarbeit im stationären Bereich angesiedelt ist. Um Tod und Sterben wieder in den Alltag zu integrieren und um mit dem Kerngedanken der Hospizbewegung einherzugehen, ist die ambulante Lebenshilfe und Sterbebegleitung in diesem Sinne die „eigentliche“ Hospizarbeit (vgl. Student u. a. 2004, S. 15). Ambulante Hospizarbeit versteht sich als eigenständige Arbeit und wird nicht durch den allgemeinen Pflegedienst erbracht (vgl. Borasio 2011, S. 42).

Aufgabe derzeitiger Hospizarbeit ist die Sterbebegleitung. Das heißt, ganzheitlich sich um die Betroffenen zu kümmern. Ganzheitlich meint „ pflegerisch … medizinisch, psychisch, […] sozial und spirituell“ (Lamp 2001, S. 11). Die Betreuung und Befähigung von Angehörigen spielt vor allem zur Bewältigung des Umgangs mit dem Sterbenden sowie der Trauer eine bedeutende Rolle. Diese Aufgabe übernimmt die Soziale Arbeit, da sie ressourcenorientiert arbeitet und den Klienten[1] eingebettet in sein soziales Umfeld erfasst. Das heißt, dass der Sozialarbeiter sowohl die Bedürfnisse des Klienten, als auch die der Familie beachtet. (vgl. Borasio 2011, S. 82)

[...]


[1] Zur besseren Lesbarkeit wird im gesamten Text nur die männliche Form genutzt.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Auswirkung demografischer Faktoren auf die Hospizarbeit
Hochschule
Fachhochschule Lausitz
Note
2,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V196934
ISBN (eBook)
9783656230410
ISBN (Buch)
9783656231394
Dateigröße
439 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkung, faktoren, hospizarbeit
Arbeit zitieren
Johannes Haefke (Autor), 2011, Auswirkung demografischer Faktoren auf die Hospizarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196934

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