"Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode
aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode."
Karl Lagerfeld
Die Mode spielt für den Menschen eine wichtige Rolle und breitet sich in allen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen aus. Das Phänomen Mode nur auf die Notwendigkeitsich zu bekleiden zu reduzieren, ist eine Untertreibung und wird ihr nicht annähernd
gerecht.
„Mode ist mehr als nur die Erfassung der äußeren Hülle des Menschen in Kleidung, Schmuck und Ornament. (…) So ist die Funktion der Mode nicht nur auf den Schutz vor der Umwelt zu reduzieren, sondern zeigt sich auch elementar für sozial-psychologische Bedürfnisse des Individuums und der Gesellschaft.“1
Laut der „Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse 2008“ sind 44,7% der Deutschen „wenig bzw. gar nicht an Mode interessiert“. Nur 16,8% geben an, dass sie „besonders interessiert“ sind, wohingegen 38,6% sagten, dass „nicht so sehr an Mode interessiert“ seien. 9% der Befragten fügten hinzu, dass sie neuen Trends sofort folgen und 14,7% meinten, dass sie beim Kauf von Bekleidung auf Marken achten.2
Die vorliegende Arbeit stützt sich vor allem auf Umfrageergebnisse und Untersuchungen von verschiedenen deutschen Marktforschungsinstituten aus den Jahren 2007/2008. Es sollen neue Trends und Entwicklungen der Modebranche in Bezug
auf die Medienvielfalt aufgezeigt werden.
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung
1. Der Begriff „Mode“
2. Mode im Handel
2.1. Die beliebtesten Modemarken
2.2. Das Phänomen „H&M“
2.3. Wo am meisten Bekleidung eingekauft wird
2.4. Mode vom Discounter
2.5. Marke oder Billigware? Marken- und Preisverhalten beim Modekauf
3. Mode in der Werbung
3.1. Modewerbung
3.2. stereotype Werbebilder in der Modewelt
3.3. neuer Trend: Zielgruppe der Übergewichtigen
3.4. Investitionen der Unternehmen in Modewerbung – aktuelle Zahlen und Entwicklungen
4. Mode im Internet
4.1. Rolle des Internets in Bezug auf Mode
4.2. Online-Shopping
4.3. neue Trends im Internet
4.4. Internetportale für Frauen - Plattformen der Frauenzeitschriften im Internet
5. Mode in Zeitschriften
5.1. Unterscheidung Mode- und Frauenzeitschriften
5.2. Die ersten Modezeitschriften
5.3. Pocketformat der Modezeitschriften
5.4. Werbeausgaben der Modebranche in Zeitschriften
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Medienpräsenz der Modebranche und analysiert, wie neue Trends und Entwicklungen die Kommunikation von Mode beeinflussen. Dabei liegt der Fokus auf der Rolle von Handel, klassischer Werbung, dem Internet sowie Zeitschriften als zentrale Informationskanäle für Konsumenten.
- Konsumentenverhalten im Modehandel und bei Discountern
- Einfluss von Werbestrategien und Stereotypen in der Modekommunikation
- Digitale Transformation der Modebranche und Online-Shopping-Trends
- Wandel von Print-Modezeitschriften und deren Anpassung an das digitale Zeitalter
Auszug aus dem Buch
2.3 Das Phänomen „H&M“
Das schwedische Modeunternehmen „H&M“ erreicht in seiner relevanten Zielgruppe eine Bekanntheit von 98%. Doch wie kommt es, dass „H&M“ eine so große Popularität genießt und vor allem bei den 14 bis 25 Jährigen so gut ankommt?
Das Konzept ist recht simpel wie genial: die Ideen für die neusten Kollektionen werden in der ganzen Welt gesammelt, angefangen in New York, über Paris nach Bangkok. Die Ideen landen letztlich bei der Chefdesignerin Margareta von den Bosch, die gemeinsam mit ihrem 100-köpfigen Kreativteam die Kleidungsstücke entwirft. Produziert werden die Teile dann hauptsächlich in der Türkei, China, Indien und Bangladesch. Getragen wiederum werden die Sachen von Teenagern, jungen Frauen und Männern aus Europa und den USA.
„Günstige Mode für alle“ lautet das Konzept der Schweden und 5,9 Milliarden Umsatz im Jahr 2007 und der hohe Wert des Modekonzerns an der Börse sprechen für einen vollen Erfolg. „H&M“ setzt bei Mode auf ein Erfolgsrezept, ähnlich wie „Ikea“ bei Möbeln: gut, günstig und modern muss das Sortiment sein.
In 900 Shops in 18 Ländern weltweit werden pro Jahr über 500 Millionen Artikel verkauft und das nicht nur für junge Frauen und Männer, sondern auch für Babies, Kleinkinder und werdende Mütter.
Zusammenfassung der Kapitel
0. Einleitung: Die Einleitung definiert Mode über die reine Bekleidung hinaus als soziales und psychologisches Phänomen und legt den Grundstein für die Analyse aktueller Marktforschungsdaten.
1. Der Begriff „Mode“: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung und die vielschichtigen Faktoren, die den Begriff Mode definieren, von der Kleidung bis zur persönlichen Ausdrucksform.
2. Mode im Handel: Das Kapitel untersucht das Einkaufsverhalten, die Bedeutung von Modemarken sowie den Aufstieg von Discountern im Textilsektor.
3. Mode in der Werbung: Hier werden Werbestrategien, der Einsatz von Stereotypen in der Modewelt und die Investitionsentwicklungen der Branche analysiert.
4. Mode im Internet: Dieses Kapitel befasst sich mit der Rolle des Internets als Verkaufsplattform und dem Wandel hin zum E-Commerce und interaktiven Mode-Communities.
5. Mode in Zeitschriften: Die Analyse konzentriert sich auf die Differenzierung von Frauen- und Modezeitschriften sowie den Trend hin zu kleineren Pocketformaten zur Bindung der Zielgruppe.
6. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und diskutiert den Einfluss von wirtschaftlichen Faktoren wie der Finanzkrise auf die Modekommunikation.
Schlüsselwörter
Mode, Modebranche, Modewerbung, Konsumentenverhalten, Online-Shopping, Modemarken, H&M, Modezeitschriften, E-Commerce, Markenbindung, Medienpräsenz, Stereotypen, Zielgruppen, Pocketformat, Werbeausgaben
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die vielfältige Medienpräsenz der Modebranche und untersucht, über welche Wege aktuelle Trends an die Konsumenten kommuniziert werden.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Modehandel, der Werbestrategie, dem Einfluss des Internets und dem Wandel von Printmedien wie Modezeitschriften.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, neue Trends und Entwicklungen innerhalb der Modebranche unter Berücksichtigung der modernen Medienvielfalt aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Auswertung von Umfrageergebnissen und Studien namhafter deutscher Marktforschungsinstitute aus den Jahren 2007 und 2008.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Handel, Werbung, Internetnutzung und die Rolle von Zeitschriften, wobei jeweils aktuelle Statistiken und Marktentwicklungen im Vordergrund stehen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Mode, Medienpräsenz, Konsumentenverhalten, Werbestrategien, E-Commerce und Markenmanagement.
Warum ist die Marke „H&M“ ein besonderer Fokus der Untersuchung?
„H&M“ wird als exemplarisches Phänomen für ein erfolgreiches Konzept „günstiger Mode“ analysiert, das eine extrem hohe Bekanntheit bei jungen Zielgruppen erreicht.
Welche Rolle spielen „Stereotypen“ in der Modewerbung?
Die Arbeit erläutert, dass Werbung trotz aufkommender Trends (wie der Zielgruppe Übergewichtiger) weiterhin stark auf Idealbilder und Klischees setzt, um Begehrlichkeit und Identifikation zu wecken.
Warum geht der Trend im Zeitschriftenmarkt zum Pocketformat?
Das Pocketformat wird als Antwort auf die zunehmende Mobilität der Leserinnen eingesetzt, um neue Zielgruppen zu gewinnen und die Bindung an das Medium zu stärken.
- Citar trabajo
- Nadine Scharlach (Autor), 2008, Die Medienpräsenz der Modebranche, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196940