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Werbefinanzierung im Fernsehbereich

Zukunftsaussichten in Zeiten von Werbeflucht und Medienkonvergenz

Título: Werbefinanzierung im Fernsehbereich

Trabajo de Seminario , 2012 , 27 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: B. Sc. Economics Dominik Schertel (Autor)

Medios / Comunicación - Economía de los medios, manejo de los medios
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Der Begriff „Zapping“ hat sich im Bereich der selektiven Mediennutzung und im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert. Das Themenfeld der Werbevermeidung ist gerade für Werbetreibende und Fernsehanstalten interessant. Die Privatsender sind abhängig von Wer-beeinnahmen und haben daher einen Anreiz, die Möglichkeiten für TV-Zuschauer Werbekontakten aus dem Weg zu gehen, möglichst gering zu halten.

Im Jahr 1999 brachte die Firma Telecontrol den weltweit ersten TV-Werbeblocker unter dem Namen „Fernsehfee“ auf den Markt und setzte die Privatsender damit unter Zugzwang. Es kam zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, da die Markteinführung des „Wunderkasten“ unbedingt vermieden werden sollte. Letztendlich ist es den privaten Sendeanstalten gelungen, den Vertrieb der Fernsehfee jahrelang zu verhindern und den Weg in die deutschen Wohnzimmer zu verwehren. Unabhängig vom mangelnden Erfolg, zeigt das Beispiel „Fernsehfee“, wie empfindlich die privaten Rundfunkveranstalter reagieren, wenn es in den Bereich der Werbevermeidung geht.

Gerade vor dem Hintergrund technischer Errungenschaften (z.B. Festplattenrecorder) ist die Thematik vom Umschaltverhalten der Rezipienten brandaktuell. Auch hier arbeiten die Privatsender mit regulatorischen Mitteln, um der Werbevermeidung entgegen zu wirken. Gleichzeitig ist aber auch eine deutliche Tendenz weg vom klassischen 30-Sekunden-Spot hin zu innovativen Werbeformen zu erkennen. Die Programmveranstalter bieten Werbetreibenden mit Sonderwerbeformen vielfältige neue Wege, ihre Produkte oder Dienstleistungen zu präsentieren. Die neuen Werbeformen heben sich vom klassischen Spot in erster Linie durch ihre stärkere Integration im Programm ab. Aufgrund der medialen Konvergenz und des gesättigten klassischen TV-Werbemarktes dürfte sich der Trend zu innovativen und vor allem interaktiven Werbeformen in den kommenden Jahren deutlich verstärken.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Finanzierung von Fernsehprogrammen

2.1 Zielsysteme im Fernsehbereich

2.2 Werbefinanzierung

3. Der deutsche TV-Werbemarkt

4. Werbeflucht durch TV-Konsumenten

4.1 Begriffsklärung

4.2 Möglichkeiten und Determinanten der Werbevermeidung

4.3 Empirische Relevanz

4.4 Integrative Werbung als Reaktion

4.4.1 Sponsoring

4.4.2 Exclusive Position

4.4.3 Special Creation

4.4.4 Virtuelle Werbung

4.5 Akzeptanz und Wirkung der neuen Werbeformen

5. Zukunft der Werbefinanzierung

5.1 Wandel in der TV-Nutzung

5.2 Innovative Werbeformen auf dem Vormarsch?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen durch das Phänomen der Werbevermeidung im deutschen Fernsehen sowie die strategischen Reaktionen der Programmveranstalter durch integrative und interaktive Werbeformen im Kontext veränderter Mediennutzungsgewohnheiten.

  • Grundlagen der Finanzierung von Fernsehprogrammen
  • Analyse des deutschen TV-Werbemarktes
  • Untersuchung von Ursachen und Ausmaß der Werbeflucht (Zapping)
  • Evaluierung integrativer Sonderwerbeformen ("Special Ads")
  • Zukunftsperspektiven durch Konvergenz von TV und Internet

Auszug aus dem Buch

4.2 Möglichkeiten und Determinanten der Werbevermeidung

Bei der Art und Weise der Vermeidung von Werbespots lässt sich zwischen psychischen, physischen und mechanischen Zapping unterscheiden. Das psychische Zapping beschreibt den Zustand geistiger Abwesenheit. Der Rezipient ist während der Werbung mit anderen Tätigkeiten beschäftigt und bringt dem TV daher nur begrenzte Aufmerksamkeit entgegen. Das physische Zapping meint die körperliche Abwesenheit während der Werbung. Der Werbekontakt wird durch Verlassen des Raumes vermieden. Beim mechanischen Zapping wird mittels technischer Hilfen versucht, die Werbung zu umgehen. An erster Stelle ist hier die Erfindung der Fernbedienung zu nennen, mit der das Programm zum Beginn eines Werbeblocks schnell und bequem gewechselt werden kann. Die nächste Evolutionsstufe mechanischer Werbeumgehung bieten Aufnahmegeräte, wie klassische Videorecorder oder insbesondere Festplattenrecorder (DVR). Diese Geräte ermöglichen dem Nutzer Fernsehinhalte zeitversetzt zu sehen sowie Werbung zu spulen (Zipping) oder zu überspringen (Ad Skipping). Als Hauptmotiv des zeitversetzten Fernsehens gilt die Flexibilität und Unabhängigkeit vom linearen Programm. Allerdings erfordert das vom Rezipienten einen gewissen Grad an Aktivität. Der TV-Konsument muss Aufnahmen planen und begibt sich damit in die Position des Programmdirektors, was Nutzer als anstrengend empfinden könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Themenfeld der Werbevermeidung, Vorstellung der Problematik sowie der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit.

2. Finanzierung von Fernsehprogrammen: Erläuterung der verschiedenen ökonomischen Zielsysteme von Sendern und Darstellung der Werbefinanzierung als zweiseitiger Markt.

3. Der deutsche TV-Werbemarkt: Überblick über die Bedeutung des Fernsehens als Werbeträger sowie Analyse aktueller Umsatzzahlen und Marktentwicklungen.

4. Werbeflucht durch TV-Konsumenten: Definition des Begriffs "Zapping", Analyse der Ursachen für Werbevermeidung sowie Untersuchung verschiedener integrativer Werbeformen als Reaktion der Sender.

5. Zukunft der Werbefinanzierung: Ausblick auf die Auswirkungen der Medienkonvergenz, die Rolle des Internets sowie Potenziale interaktiver und personalisierter Werbeformate.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie Einschätzung der zukünftigen Entwicklung des klassischen Fernsehmarktes angesichts technischer Innovationen.

Schlüsselwörter

Fernsehwerbung, Werbeflucht, Zapping, Sonderwerbeformen, Special Ads, Werbefinanzierung, TV-Nutzung, Medienkonvergenz, Internet-Fernsehen, IPTV, HbbTV, Werbevermeidung, Zuschauerverhalten, lineare Programmgestaltung, interaktive Werbung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem ökonomischen Konflikt zwischen Fernsehanstalten, die auf Werbeeinnahmen angewiesen sind, und Zuschauern, die durch verschiedene technische Möglichkeiten Werbeunterbrechungen vermeiden möchten.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Themenfelder umfassen die Finanzierung des dualen Rundfunksystems, das Phänomen der Werbeflucht (Zapping), die Marktsituation für TV-Werbung und die Entwicklung neuer, integrativer Werbeformen.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Fernsehanstalten auf das Nutzungsverhalten der Zuschauer reagieren und inwieweit innovative Werbeformate geeignet sind, der "Werbeflucht" entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine medienökonomische Analyse, die auf der Auswertung aktueller Studien, Branchenberichten und Literatur sowie auf der Untersuchung von Marktzahlen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Werbevermeidung sowie verschiedene "Special Ads" wie Sponsoring, Product Placement und interaktive Formate, die den Zuschauer stärker an redaktionelle Inhalte binden sollen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Zapping", "Sonderwerbeformen", "Werbeflucht", "Medienkonvergenz" und "TV-Werbemarkt" charakterisiert.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Festplattenrecordern (DVRs)?

Die Arbeit stellt fest, dass die befürchteten "Schreckensszenarien" durch DVRs ausblieben; das lineare Fernsehen dominiert weiterhin, da viele Nutzer die Bequemlichkeit der Berieselung aktiv gesteuertem TV-Konsum vorziehen.

Inwiefern beeinflusst das Internet die Zukunft der Fernsehwerbung?

Durch die Konvergenz von TV und Internet eröffnen sich Möglichkeiten für interaktive Werbeformen (z.B. Red Button Funktionen bei HbbTV), die eine zielgruppenspezifischere Ansprache ermöglichen.

Was ist der Unterschied zwischen Sponsoring und klassischer Werbung laut RStV?

Sponsoring gilt im Sinne des Rundfunkstaatsvertrags rechtlich nicht als klassische Werbung; es dient der Finanzierung einer Sendung ohne kaufanregende Appelle und muss als solches gekennzeichnet sein.

Werden klassische 30-Sekunden-Spots zukünftig verschwinden?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Sonderwerbeformen eher als flankierende Maßnahmen dienen und der klassische Werbespot trotz Trends zur Interaktivität ein zentrales Instrument der Werbeindustrie bleibt.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Werbefinanzierung im Fernsehbereich
Subtítulo
Zukunftsaussichten in Zeiten von Werbeflucht und Medienkonvergenz
Universidad
University of Bayreuth
Calificación
1,3
Autor
B. Sc. Economics Dominik Schertel (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
27
No. de catálogo
V196942
ISBN (Ebook)
9783656230335
ISBN (Libro)
9783656230779
Idioma
Alemán
Etiqueta
Medien Werbung Zapping Konvergenz Internet Sonderwerbeformen Special Ads Werbeumsätze Finanzierung Gebühren Hybrid-TV Smart-TV Red Button Werbevermeidung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
B. Sc. Economics Dominik Schertel (Autor), 2012, Werbefinanzierung im Fernsehbereich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196942
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