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Infotainment als Wettbewerbsstrategie - Unterhaltungselemente in den Hauptnachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und Sat.1

Title: Infotainment als Wettbewerbsstrategie - Unterhaltungselemente in den Hauptnachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und Sat.1

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 40 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Astrid Lukas (Author)

Communications - Movies and Television
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Wie Andreas Wittwen anhand einer Auszählung der Begriffsnennung v.a. im amerikanischen Kulturraum feststellt, scheint Infotainment seit Ende der 80er Jahre zu einem regelrechten Leit- oder Modewort in der Fernsehindustrie avanciert zu sein und verdeutlicht auch in Deutschland die zunehmende Tendenz, Information und Unterhaltung zu verbinden, wenn nicht gar zu vermischen. Für eine Untersuchung dieses Phänomens im Rahmen der Analyse von Unterhaltungselementen in Nachrichtensendungen ist zunächst eine Definition dessen, was man in diesem Zusammenhang unter Information bzw. Unterhaltung versteht, notwendig. Dabei ergeben sich verschiedene Probleme der Abgrenzung. Zum einen ist eine eindeutige, über eine allgemeine Begrifflichkeit des Informierens bzw. Unterhaltens hinausgehende Definition kaum möglich. Vielmehr zeigt sich eine gewisse Abhängigkeit vom Untersuchungsgegenstand sowie von der Perspektive der Analyse. Zum anderen enthält potentiell jede Sendung in jeweils unterschiedlicher Ausprägung sowohl Informations- als auch Unterhaltungselemente. Man sollte daher eher von einem Kontinuum als von klaren Grenzen zwischen den Kategorien Information, Unterhaltung (und Kultur als weiterer klassischer Programmgattung) ausgehen. So lassen sich die einzelnen Fernsehsendungen nicht immer ohne weiteres genau einer dieser Kategorien zuordnen, zumal das Informations- bzw. Unterhaltungsverständnis der Sender selbst keineswegs einheitlich ist. Die Grenzen scheinen zunehmend zu verwischen, und eine Unterscheidung ist vielmehr nach Anteil und Gewichtung der einzelnen Elemente innerhalb der Sendung sinnvoll, wobei neben inhaltlichen auch formale Aspekte eine Rolle spielen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Tendenzen

2.1 Thesen zum Dualen Rundfunksystem

2.2 Tendenzen in der Programmstruktur

3. Wettbewerbsstrategien

3.1 Grundmodell des Wettbewerbs

3.2 Positionierung im Gesamtprogramm

3.3 Ausweitung des Nachrichtenangebots

3.4 Zuschauererwartungen und Rezeptionsbedingungen

4. Unterhaltungselemente

4.1 formal-strukturelle Ebene

4.2 inhaltliche Ebene

4.3 Präsentationsebene

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis

7. Anhang

7.1 Daten der analysierten Sendungen

7.2 Übersicht 1: Basisdaten

7.3 Übersicht 2: Sendeabläufe

7.4 Übersicht 3: Themenanalyse

7.5 Übersicht 4: Beitragslängen

7.6 Transkription (Auszug)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Infotainment in Fernsehnachrichtensendungen, um aufzuzeigen, wie Unterhaltungselemente bewusst als Wettbewerbsstrategie eingesetzt werden, um Zuschauer zu binden. Das primäre Forschungsziel ist die Analyse, ob und wie Nachrichtensendungen der Sender ARD, ZDF, RTL und Sat.1 durch formale und inhaltliche Anpassungen konvergieren.

  • Analyse des Infotainment-Begriffs im Kontext der Fernseh-Nachrichtenproduktion
  • Untersuchung von Wettbewerbsstrategien im dualen Rundfunksystem
  • Vergleich formal-struktureller und inhaltlicher Gestaltungselemente der Nachrichtensendungen
  • Identifikation von Konvergenztendenzen zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern
  • Auswertung der Rolle von Personalisierung und Emotionalisierung für die Zuschauerbindung

Auszug aus dem Buch

3.4 Zuschauererwartungen und Rezeptionsbedingungen

Abgesehen von der Positionierung innerhalb des gesamten Programm- und Nachrichtenangebots eines Senders spielt selbstverständlich auch die Gestaltung und Präsentation der Sendung selbst eine wesentliche Rolle für Einschaltquote und Werbemarktpotential. Die Zuschauerbindung erfolgt dabei durch besonders interessante Nachrichtenthemen, deren Auswahl sich neben den klassischen Nachrichtenwert an den Zuschauerinteressen orientiert, durch eine besonders attraktive Präsentationsform, welche z.T. auf eine bestimmte Zielgruppe, immer jedoch auf die Corporate Identity des Senders abgestimmt ist, sowie durch besonders exzellente journalistische Leistungen, die Kompetenz signalisieren und damit den Zuschauererwartungen hinsichtlich der Berichterstattung entsprechen.

Insgesamt ergeben sich gerade bei Nachrichtensendungen aus den Sehgewohnheiten und Rezeptionsbedingungen gewisse Einschränkungen in der Gestaltung einer Sendung. Eng verbunden mit der zentralen Funktion des Informierens sind seitens des Rezipienten bestimmte Erwartungen sowohl in Bezug auf die präsentierten Inhalte als auch hinsichtlich ihrer Darstellung. Diese orientieren sich im wesentlichen an Aktualität, Relevanz, Glaubwürdigkeit, Kompetenz, Objektivität sowie Verständlichkeit. Darüber hinaus spielt auch hier wie bei allen Fernsehangeboten ein gewisses Maß an Unterhaltsamkeit eine Rolle, solange dieses nicht zu lasten der anderen genannten Faktoren überschritten wird. In der Rezeptionsforschung stellte man zudem fest, dass Nachrichten heute eher beiläufig und selektiv wahrgenommen werden. Hinzu kommt, dass insbesondere bei längeren Sequenzen und einer größeren Anzahl an Items die Informationsvermittlungsleistung der Fernsehnachrichten (gemessen an ihrer hohen Akzeptanz) relativ gering ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Infotainments ein und definiert den methodischen Rahmen sowie das Ziel der Arbeit, Nachrichtensendungen als unterhaltend aufbereitete Informationsform zu untersuchen.

2. Allgemeine Tendenzen: Das Kapitel beleuchtet den historischen Wandel des deutschen Rundfunksystems seit Mitte der 80er Jahre und diskutiert die Konvergenzthese, die eine zunehmende Angleichung von Programmstrukturen beschreibt.

3. Wettbewerbsstrategien: Hier werden die ökonomischen Grundlagen des dualen Rundfunksystems erläutert und Strategien zur Positionierung von Nachrichtensendungen sowie die Ausweitung des Nachrichtenangebots als Wettbewerbsinstrument analysiert.

4. Unterhaltungselemente: In diesem Kapitel erfolgt die detaillierte Analyse der formalen, inhaltlichen und präsentationstechnischen Unterhaltungselemente, die bei der Gestaltung der untersuchten Nachrichtensendungen zum Einsatz kommen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen, bestätigt die starke Standardisierung der Nachrichtensendungen und untermauert die These der Konvergenz zwischen den untersuchten Sendern.

6. Quellenverzeichnis: Hier werden sämtliche für die Arbeit herangezogene Literatur und Online-Ressourcen aufgeführt.

7. Anhang: Der Anhang enthält detaillierte Datenblätter, Tabellen zu Sendeabläufen, Themenanalysen und Beitragslängen sowie einen Auszug der Transkriptionen als Belegmaterial.

Schlüsselwörter

Infotainment, Nachrichtensendungen, Fernsehen, Wettbewerbsstrategie, Duales Rundfunksystem, Programmstruktur, Zuschauerbindung, Konvergenz, Unterhaltungselemente, Nachrichtenproduktion, Zuschauererwartungen, Rezeptionsbedingungen, Nachrichtenwert, Emotionalisierung, Personalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Infotainment in deutschen Nachrichtensendungen und analysiert, wie diese durch die Integration von Unterhaltungselementen auf dem umkämpften Fernsehmarkt strategisch gestaltet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die medienökonomischen Hintergründe des dualen Rundfunksystems, die Konvergenzprozesse bei Nachrichtenformaten sowie die konkrete Gestaltung dieser Sendungen auf formaler, inhaltlicher und präsentationstechnischer Ebene.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Infotainment bewusst als Wettbewerbsstrategie eingesetzt wird, um durch Emotionalisierung und Personalisierung eine höhere Zuschauerbindung zu erreichen und sich im Wettbewerb um Marktanteile zu behaupten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine systematische Programmanalyse von Videotranskriptionen der Hauptnachrichten von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 über einen Untersuchungszeitraum von einer Woche, um qualitative und quantitative Gestaltungsmuster zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Wettbewerbsstrategien der Sender, wie etwa die Sendeplatzierung und die inhaltliche Gewichtung von Nachrichten, sowie die formale Gestaltung und die Moderationstechniken, die einen Unterhaltungseffekt erzeugen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Infotainment, Fernsehnachrichten, Wettbewerbsstrategie, Zuschauerbindung, Konvergenz, Programmstruktur und Nachrichtengestaltung.

Welche Besonderheit weist die Sendung "Tagesschau" im Vergleich zu den anderen Sendern auf?

Die "Tagesschau" nimmt laut Analyse eine Sonderstellung ein, da sie trotz des allgemein zunehmenden Wettbewerbsdrucks stark an ihrem traditionellen, informativ ausgerichteten Nachrichtenprofil festhält und weniger Anzeichen für eine "News Show"-Struktur zeigt als private Konkurrenten.

Welche Rolle spielt die Personalisierung bei "RTL aktuell"?

Die Personalisierung ist bei "RTL aktuell" durch ein klares Personalkonzept und die Rolle des Anchormans Peter Kloeppel besonders stark ausgeprägt, was der Sendung ein sympathischeres Image verleiht und die Zuschauer stärker an das Format binden soll.

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Details

Title
Infotainment als Wettbewerbsstrategie - Unterhaltungselemente in den Hauptnachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und Sat.1
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Kultur- und Kunstwissenschaften / Seminar für Theaterwissenschaft und Kulturelle Kommunikation)
Course
Wirtschaftliche und inhaltliche Veränderungen der deutschen Medienlandschaft nach 1985
Grade
1,7
Author
Astrid Lukas (Author)
Publication Year
2003
Pages
40
Catalog Number
V19699
ISBN (eBook)
9783638237574
Language
German
Tags
Infotainment Wettbewerbsstrategie Unterhaltungselemente Hauptnachrichtensendungen Wirtschaftliche Veränderungen Medienlandschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Astrid Lukas (Author), 2003, Infotainment als Wettbewerbsstrategie - Unterhaltungselemente in den Hauptnachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und Sat.1, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19699
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