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Südostasien als Handelsraum zwischen China und Indien vor Beginn der europäischen kolonialen Expansion

Titre: Südostasien als Handelsraum zwischen China und Indien vor Beginn der europäischen kolonialen Expansion

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 17 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Thomas M. Scholz (Auteur)

Histoire - Divers
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Ziel dieser Arbeit ist eine Bestandsaufnahme des indigenen Handels- und Wirtschaftsraums Südostasiens bis zum Beginn der europäischen Expansions- und Kolonisationsbewegungen in der Frühen Neuzeit. Hiermit soll die Region Südostasien als Handelsraum in ihrer intraregionalen Konstitution und interregionalen Funktion ohne die folgenden europäischen Einflüsse charakterisiert werden. Ziel ist dabei die Erstellung eines Regionalprofils mit den wichtigsten Charakteristika und Entwicklungslinien für diesen Raum in einer wirtschaftshistorischen Betrachtungsweise.

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Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Einführung

2. Fragestellung

II. Hauptteil

1. Südostasien als Raum zwischen China und Indien - historische, strukturelle und wirtschaftsgeographische Rahmendaten

2. China – Ostasien

3. Indien - Südasien

4. Der arabische Raum - Westasien

5. Südostasien als Handelsplatz zwischen China, Indien und Arabien

III. Schlussteil

1. Zusammenfassung und Ergebnisse

IV. Literaturnachweis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Analyse und Bestandsaufnahme des südostasiatischen Raums in seiner historischen Ausgangslage, bevor der direkte Einfluss der europäischen kolonialen Expansion einsetzte. Es wird untersucht, wie sich die Region als eigenständiger Wirtschaftsraum zwischen den dominierenden Mächten Indien und China unter Berücksichtigung zusätzlicher arabischer Einflüsse konstituierte.

  • Wirtschaftshistorische Betrachtung des südostasiatischen Handelsraums
  • Wechselwirkung zwischen den Einflussgebieten Indiens, Chinas und des arabischen Raums
  • Rolle von Südostasien als interregionaler Umschlagplatz für Rohstoffe und Waren
  • Konstitution regionaler Handelsstaaten und deren Entwicklung
  • Bedeutung der Hafenstadt Malakka als Drehscheibe des Ost-Westhandels

Auszug aus dem Buch

Die Expedition des Cheng Ho (Zheng He) (1371-1435)

Zheng He (Eunuche des Kaisers Yung-lo) war Urheber und Ausführer eines Plans einer versuchten weitausgreifenden chinesischen Expansion zur See. Es wurde dafür eine hochseetüchtige Flotte gebaut mit der man 1405 mit 63 Dschunken nach Hinterindien segelte. Gedacht war diese Flotte zunächst als Unterstützung von Landoperationen in einem seit 1393 tobenden Krieg im Reich Annam sowie zu einer erneuten Anknüpfung von Handelskontakten in Regionen, in denen diese durch das Zusammenbrechen der mongolischen Herrschaft abgebrochen waren.

Im Rahmen dieser Seeexpansion wurden in den Jahren von 1405 bis 1433 insgesamt 7 Fahrten unternommen. Die Expeditionen reichten dabei an die Küsten Ostafrikas sowie bis nach Arabien hinein. Als Ergebnis dieser maritimen Expansion erklärten sich zwanzig selbstständige Königreiche zu Tributstaaten Chinas und nahmen direkte Handelskontakte mit dem Reich auf. China hatte dadurch für sich zwischenzeitlich seine Vormachtstellung bis in den mittleren und westlichen Indischen Ozean ausgedehnt. Was dann jedoch folgte, war ein Schwenk in der geführten auswärtigen Politik, dessen Motivlage in der Forschung bis heute ungeklärt geblieben ist. Per kaiserlichem Dekret wurde 1424 die Aufgabe der Häfen und Handelsrouten im Indischen Ozean verfügt und ein Verbot von offiziellen oder privaten Überseereisen angeordnet. Zeitweise war sogar der Bau von hochseetauglichen Schiffen damit verboten worden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einführung erläutert den historischen Kontext der europäischen Expansion und begründet die Notwendigkeit, Südostasien als eigenständigen Wirtschaftsraum vor diesem Einfluss zu betrachten.

II. Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert die geographischen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Südostasiens sowie die spezifischen Einflüsse Indiens, Chinas und des arabischen Raums auf die regionale Entwicklung.

III. Schlussteil: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass Südostasien ein hochgradig vernetzter Zwischenhandelsraum war, bevor europäische Mächte wie Portugal ab dem 16. Jahrhundert kolonialen Einfluss nahmen.

IV. Literaturnachweis: Dieses Verzeichnis listet die zur Erarbeitung der Untersuchung herangezogene Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Südostasien, Handelsraum, europäische Expansion, China, Indien, arabischer Raum, Wirtschaftsgeschichte, Seehandel, Malakka, Tributhandel, Islamisierung, Hinterindien, Rohstoffe, maritime Technologie, Kolonisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen und wirtschaftlichen Situation Südostasiens in der Zeit unmittelbar vor dem Beginn der europäischen kolonialen Expansion.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Handelsbeziehungen, der kulturelle Austausch (Indisierung, Sinisierung, Islamisierung) und die politische Konstitution der Staaten in der Region.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Erstellung eines Regionalprofils, das Südostasien als einen indigenen, eigenständigen Wirtschaftsraum charakterisiert, frei von europäischen Einflüssen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine wirtschaftshistorische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur zur Regionalgeschichte Asiens basiert.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Interaktionen zwischen Südostasien, den Großmächten Indien und China sowie die Rolle der arabischen Fernhändler.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Analyse?

Begriffe wie Handelsraum, Tributsystem, maritime Technologie und die Rolle als Umschlagplatz zwischen den Ozeanen stehen im Mittelpunkt.

Welche Bedeutung hatte die Stadt Malakka für den regionalen Handel?

Ab dem 15. Jahrhundert entwickelte sich Malakka zur entscheidenden Drehscheibe des Ost-Westhandels, die allen Händlern ungeachtet ihrer Herkunft gleiche Rechte bot.

Warum stoppte China seine maritime Expansion nach den Expeditionen von Zheng He?

Die Gründe für den plötzlichen Abbruch der Expeditionen und die anschließende Abschottung Chinas sind in der Forschung bis heute nicht abschließend geklärt, werden jedoch mit ethnozentrischen Weltbildern und internen machtpolitischen Überlegungen in Verbindung gebracht.

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Résumé des informations

Titre
Südostasien als Handelsraum zwischen China und Indien vor Beginn der europäischen kolonialen Expansion
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Cours
Blockseminar Südostasien - Exkursion an die Universitäten Singapore und HaNoi
Note
1,7
Auteur
Thomas M. Scholz (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
17
N° de catalogue
V197055
ISBN (ebook)
9783656232650
ISBN (Livre)
9783656234555
Langue
allemand
mots-clé
südostasien handelsraum china indien beginn expansion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas M. Scholz (Auteur), 2004, Südostasien als Handelsraum zwischen China und Indien vor Beginn der europäischen kolonialen Expansion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197055
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Extrait de  17  pages
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