Der Baron Pierre de Coubertin wollte gewissermaßen den Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen den Nationen von den klassischen Schlachtfeldern in die olympischen Kampfarenen übertragen und somit die kompetitiven menschlichen Anlagen zivilisieren und humanisieren und sie gezielt zum Zweck der menschlichen Vervollkommnung als integrales geistig, seelisch, körperliches Wesen nutzen. Doch ganz im Gegenteil endeten die Bemühungen um die Befriedung der Welt durch die Zähmung des kollektiven Ichs in der Gestalt des Nationalen im Summum nationaler Hybris von Verdun und Stalingrad. Es hat den Anschein, dass sich das nationale Motiv auch in hohem Maße des als zivilisierend intendierten Motivs des Nationalen der Olympischen Spiele bemächtigt hat.
Inhaltsverzeichnis
Teil 1
Sportkultur im globalen Kontext
1. Die Nation als geschichtsbeherrschendes Motiv:
Die kulturelle Ambivalenz der olympischen Spiele und des globalen Sports
2. Der kulturelle Imperativ des globalen Sports
3. Fußball unter wirtschaftlichem/politischen Blickwinkel
4. Fußball unter sozialpsychologischem Blickwinkel
5. Fußball unter kulturellem und strategisch-taktischen Blickwinkel
Teil 2
Die Realisierung eines universellen inter-/transkulturellen Managementwerkzeuges I: Der transkulturelle Profiler
1. Die Formulierung eines Kultur Management Gesetzes
2. Die Struktur und Kultur des Menschen
Kulturdefinition
Die Entstehung des Kulturprofils
Bewusstseinsarchitektur und Kultur
Architektur der kulturellen Ebenen in verschiedenen Tiefen
Die Beziehung zwischen expliziter und impliziter Bewusstseinsarchitektur
3. Bewusstseinsarchitektur und interkulturelle Forschung
Kulturmodelle und interkultureller Paradigmenwechsel
Geert Hofstede (achtziger Jahre)
Trompenaars und Hampden-Turner (neunziger Jahre)
Edward T. Hall and Mildred R. Hall (neunziger Jahre)
Brannen und Salk (2000)
Der transkulturelle Ansatz (2000+)
360° transkulturelle Synergie
Synopsis interkultureller Managementforschung
4. Intrapsychisches Prozess und interkulturelles Kommunikationsmanagement
Das ORJI-Modell
Der MIS-Faktor Prozess
Die PIE-Metapher
Multimodellierung intrapsychischer Prozesse
5. Visuells Systematisierung der Weltkulturen
Das Balkendiagramm der Weltkulturen
Das bipolarisierte Kontinuum der Weltkulturen
Weltkulturenkartierung
Emergente Kulturprofile im globalen Management
Epochales Bewusstseinsorientiertes (ALG)-Clustering
Das Radardiagramm
6. Interkulturelle Entwicklung und Diagnostik
Geometrisierung und Numerisierung des interkulturellen Profiling und Matching
Die Diagnostik des interkulturellen Anpassungsverlaufs
Distanzdiagnostik
Globale Mindsetdiagnostik
Spezieller interkultureller Managementkompetenzerwerb
Transnationale Manager
Das Entwicklungsprofil unter globalem Blickwinkel
Kultur und Bewusstsein: Die Bedingtheit der interkulturellen Entwicklung durch die psychologische Entwicklung
Die Entwicklung transkultureller Intelligenz
Der transkulturelle Profiler als Entwicklungsspirale
7. Globalisierungsmanagement
Transnationales Management
Teil 3
Die Realisierung eines universellen inter-/transkulturellen Managementwerkzeuges II: Eine weitere Perspektive
1. Der Stand der interkulturellen Kunst und Wissenschaft: Von der menschlichen Bedingtheit bei der Erforschung kultureller Bedingtheit
2. Die Weiterentwicklung der interkulturellen Kunst und Wissenschaft: Quellen, Modelle und die Erlangung vollkommener Kulturerkenntnis
Teil 4
Synopsis inter- und transkultureller Managementinstrumente
Teil 5
Bilinguales Englisch-Deutsches Inter- und Transkulturelles Managementwörterbuch
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Management des globalen Sports unter Berücksichtigung organisationaler, nationaler und supranationaler Interessen. Ziel ist es, ein Verständnis für die kulturelle Komplexität im globalen Sport zu entwickeln und transkulturelle Werkzeuge für ein effektives Management dieser Herausforderungen bereitzustellen.
- Die Rolle der Nation und kulturelle Ambivalenzen im globalen Sport
- Fußball als Managementphänomen und dessen soziokulturelle Implikationen
- Die Entwicklung und Anwendung des "transkulturellen Profilers"
- Die Integration von Bewusstseinsarchitektur in interkulturelle Forschung und Praxis
- Instrumente zur Analyse und Steuerung interkultureller Interaktionen (z.B. ORJI-Modell, PIE-Metapher)
Auszug aus dem Buch
1. Die Nation als geschichtsbeherrschendes Motiv: Das Management der kulturellen Ambivalenz der olympischen Spiele und des globalen Sports
Um 1780 prägte der Brite Bentham den Begriff „international“ im Sinne der Beziehungen zwischen souveränen Staaten. Nicht alle Völker hatten, gleich Großbritannien und Frankreich, ihre nationale Einheit bereits realisiert. Zu den Nachzüglern gehörte und gehört in mancher Hinsicht auch Deutschland, bei dem sich der das Internationale bedingende Begriff der Nation daher in der Regel weniger auf die politische Nation, als vielmehr auf die Kulturnation bezog und bezieht, weil erstere noch gar nicht existierte oder heute zwar formal, aber kulturell nur mit Caveats vollzogen ist.
Seit der Entstehung der Nationalstaaten ist der vage Begriff der Nation und somit des Internationalen die Ursache der Verkettung zahlloser intrakultureller und interkultureller Konflikte geworden und ist dies immer noch, wenn man beispielsweise an die Konsequenzen der Dekolonisierung in Afrika mit dem Konflikt zwischen tribalen und emergenten nationalen Interessen nach europäischem Vorbild oder die Emanzipation der diversen Kulturen auf dem Balkan und deren Konstitution als Nationen denkt. Der vage neue Begriff der Nation wird auch in der den USA ebenso anders interpretiert, als es in der UDSSR der Fall war.
Zusammenfassung der Kapitel
Sportkultur im globalen Kontext: Dieses Kapitel beleuchtet die historische und kulturelle Ambivalenz im globalen Sport und analysiert Fußball unter verschiedenen Blickwinkeln.
Die Realisierung eines universellen inter-/transkulturellen Managementwerkzeuges I: Der transkulturelle Profiler: Einführung in das "Dome Transcultural Management Model" und die Bedeutung der Bewusstseinsarchitektur.
Bewusstseinsarchitektur und interkulturelle Forschung: Integration klassischer Kulturmodelle (Hofstede, Trompenaars etc.) in einen umfassenderen transkulturellen Bezugsrahmen.
Intrapsychisches Prozess und interkulturelles Kommunikationsmanagement: Darstellung von psychologischen Modellen zur Steuerung intrapsychischer Informationsverarbeitungsprozesse.
Visuells Systematisierung der Weltkulturen: Methoden zur visuellen Darstellung kultureller Daten, wie Balkendiagramme und Radardiagramme.
Interkulturelle Entwicklung und Diagnostik: Vorstellung von Werkzeugen für das Profiling und die Messung interkultureller Anpassung.
Globalisierungsmanagement: Kritische Reflexion über aktuelle Managementansätze im Kontext der Globalisierung und die Notwendigkeit eines humanzentrierten Managements.
Die Realisierung eines universellen inter-/transkulturellen Managementwerkzeugs II: Eine weitere Perspektive: Weiterführung der transkulturellen Perspektive durch Einbezug erkenntnistheoretischer Ansätze.
Synopsis inter- und transkultureller Managementinstrumente: Zusammenfassende Darstellung der vorgestellten Werkzeuge und Methoden.
Bilinguales Englisch-Deutsches Inter- und Transkulturelles Managementwörterbuch: Ein umfassendes Glossar der verwendeten Fachbegriffe und Konzepte.
Schlüsselwörter
Globales Sportmanagement, Transkulturelles Management, Kulturelle Identität, Bewusstseinsarchitektur, Interkulturelle Kompetenz, Kulturmodelle, Diversitätsmanagement, Organisationskultur, Globalisierung, Interkulturelle Kommunikation, Profiling, Anpassungsprozesse, Noetik, Synergie, Soziale Interaktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen des Managements in einer globalisierten Welt, wobei der Fokus auf dem globalen Sport als Schauplatz nationaler und kultureller Interessen liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Themenbereiche Sportkultur, interkulturelles Management, Bewusstseinsforschung und die Entwicklung neuer transkultureller Instrumente für Führungskräfte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Schaffung eines ganzheitlichen "transkulturellen Profilers", der dazu dient, kulturelle Diversität nicht nur zu verstehen, sondern synergetisch zu nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit integriert verschiedene disziplinäre Ansätze, darunter Soziologie, Psychologie, Neurophysiologie und Strategielehre, um ein neues "noetisches" Kulturmodell zu bilden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Struktur des Menschen, aktuelle Kulturmodelle, Kommunikationsprozesse und bietet praktische Diagnoseinstrumente für das globale Management an.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie transkulturelle Intelligenz, Bewusstseinsarchitektur, Synergie und kulturelle Identität stehen im Zentrum der Arbeit.
Welche Rolle spielt der Fußball in der Untersuchung?
Fußball dient als Fallbeispiel, um die Anwendung interkultureller Managementstrategien in einem globalen, oft durch Nationalismus geprägten Umfeld zu veranschaulichen.
Wie definiert der Autor Kultur?
Der Autor definiert Kultur als ein komplexes System mentaler Programmierung und als Ausdruck einer tief verwurzelten menschlichen Struktur, die durch bewusstes Management integrativ gestaltet werden kann.
- Citar trabajo
- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Autor), 2012, OLYMPIADE - Das Management des globalen Sports im Spannungsfeld organisationaler, nationaler und supranationaler Interessen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197131