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Die "Konsumneigung" bei Bekleidung und Schuhen

Oder: Bremst Wohlstand den Konsum?

Título: Die "Konsumneigung" bei Bekleidung und Schuhen

Estudio Científico , 2012 , 40 Páginas

Autor:in: Michael Schlese (Autor)

Economía de las empresas - Marketing en línea y fuera de línea
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Die „Konsumneigung“ wird durch das Verhältnis der Ausgaben für Bekleidung und Schuhe zu den Konsumausgaben privater Haushalte insgesamt bzw. zum verfügbaren Nettoeinkommen je Haushalt gemessen. Sie nimmt im Zeitverlauf ab. Das gilt für Deutschland ebenso wie für andere europäische Staaten. Die „Konsumneigung“ variiert mit der Größe der Haushalte und mit dem verfügbaren Nettoeinkommen je Haushalt. Sie wird durch die Struktur der Ausgaben privater Haushalte insgesamt bzw. durch die Veränderung dieser Struktur beeinflusst, insbesondere betrifft das die wachsenden Ausgaben für Wohnen und Gesundheit. Die mit steigenden Einkommen sinkende „Konsumneigung“ legt den Gedanken nahe, dass wachsender Wohlstand den Konsum „bremst“. Tatsächlich muss in dieser Frage zwischen den absoluten Konsumausgaben und der „Konsumneigung“, d.h. den relativen Ausgaben unterschieden werden.
„Besserverdienende“ Haushalte (verfügbares Nettoeinkommen: 4.000 EUR und mehr) und Single-Haushalte verantworten zusammen 52% der Konsumausgaben für Bekleidung und Schuhe. Die Konsumausgaben je Person in Single-Haushalten variieren mit dem Einkommen, dem Geschlecht, dem Erwerbsstatus und der erforderlichen Ausbildung im Beruf sowie mit dem Alter der Personen. Die „Konsumneigung“ hingegen lässt – wenn man die Faktoren Haushaltsgröße und Haushaltseinkommen kontrolliert – keinen signifikanten Einfluss sozialstruktureller Faktoren (Geschlecht, Alter, Migrationshintergrund, Ausbildung) erkennen. Während sozialstrukturelle Faktoren zusammen mit der „Konsumneigung“ die Konsumausgaben bestimmen und die Konsumneigung selbst mit sozialstrukturellen Faktoren (Einkommen und Haushaltsgröße) variiert, lässt sich die übrige Varianz der „Konsumneigung“ nicht mit Merkmalen der Person erklären, die mit den Konsumausgaben der Haushalte im Zusammenhang stehen. Dafür lässt sich ein Zusammenhang zwischen Zufriedenheiten und Konsumausgaben bzw. „Konsumneigung“ zeigen. Das legt die Vermutung nahe, dass die „Konsumneigung“ Ausdruck objektiver, haushaltsbezogener Rahmenbedingungen (Einkommen, Haushaltsgröße und Ausgabenstruktur) und davon unabhängiger subjektiver Präferenzen ist, die gegenüber den oben genannten Merkmalen der Person kontingent sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Inhaltsverzeichnis

Fragestellung

Methode und Datenquellen

Konsumausgaben in Deutschland und im europäischen Vergleich

Die Struktur der Konsumausgaben

Konsumausgaben und Merkmale der Haushalte

Konsumausgaben bei Single-Haushalten

Konsumausgaben und Zufriedenheiten

Determinanten der Konsumausgaben

Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der sinkenden Konsumneigung bei Bekleidung und Schuhen in Deutschland und Europa im Verhältnis zu steigendem Wohlstand, um zu klären, ob wachsender Wohlstand den Konsum tatsächlich bremst oder ob andere strukturelle Faktoren hierbei maßgeblich sind.

  • Analyse der Konsumausgaben für Bekleidung und Schuhe im Zeitverlauf (1991–2010).
  • Untersuchung der Konsumneigung in Abhängigkeit von Haushaltsgröße und Nettoeinkommen.
  • Identifikation relevanter Zielgruppen wie Single-Haushalte und Besserverdienende.
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf das Konsumverhalten und die Rolle persönlicher Präferenzen.
  • Vergleich der deutschen Konsumsituation mit anderen europäischen Staaten.

Auszug aus dem Buch

Methode und Datenquellen

Wir führen eine deskriptive Analyse mit Hilfe von Verteilungen und Mittelwerten durch. Hierzu nutzen wir die offiziellen Statistiken des deutschen Bundesamtes für Statistik (Destatis) und der Europäischen Statistikbehörde (Eurostat) sowie Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP des DIW). Beim SOEP handelt es sich um eine Wiederholungsbefragung (Wagner et al. 2008). Das SOEP ist die weltweit größte repräsentative Studie dieser Art. Seit 1984 werden mehr als 22.000 Personen in etwa 12.000 privaten Haushalten in Deutschland im jährlichen Rhythmus befragt.

Die folgende Abbildung 1 zeigt den von uns angenommenen Zusammenhang: Verfügbares Einkommen (Nettoeinkommen der HH) und „Konsumneigung“ bestimmen den Konsum, wobei das verfügbare Einkommen einen Einfluss auf die „Konsumneigung“ hat (wie wir unten noch sehen werden). Einkommen und Konsumneigung variieren mit der HH-Größe, dem Geschlecht, dem Alter, der Bildung und der Zeitverwendung der Akteure. Neben dem Einkommen und der „Konsumneigung“ als Größen der (kauffähigen) Nachfrage bestimmen Merkmale des Angebotes (Preis und Qualität der Waren, Modegrad etc.) sowie weitere Merkmale der Akteure (soziale Stellung, Milieu und Lebensstil) den Konsum. Soziale Merkmale beeinflussen zudem die Milieus und die Lebensstile. Oder anders ausgedrückt: Die Sozialstruktur wird – um einen Topos von Adorno aufzugreifen – durch die Lebensstile und Milieus hindurch reproduziert. Die „Massenmode“ ist dabei nicht so sehr von individuellen Distinktionsgewinnen bestimmt als eher von einer variablen Uniformierung, die gleichwohl als Ausdruck der Selbstverortung zu bestimmten Stiles gesehen werden kann, welche eine über die „Massenmode“ an sich hinausgehende Botschaft hat. In welchem Umfang die einzelne Person bereit ist, dafür Geld aufzuwenden, das hängt nicht so sehr vom persönlichen Geschmack ab, als von den restriktiven ökonomischen Bedingungen, die sich durch die drei Größen HH-Einkommen, HH-Größe und Ausgabenstruktur des HH beschrieben lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

Fragestellung: Das Kapitel definiert die "Konsumneigung" als zentralen Index und leitet die Forschungsfrage ab, wie persönliche Präferenzen im Kontext objektiver Rahmenbedingungen das Ausgabeverhalten für Bekleidung und Schuhe bestimmen.

Methode und Datenquellen: Hier wird das methodische Vorgehen mittels deskriptiver Analyse sowie die Datengrundlage durch Destatis, Eurostat und das SOEP erläutert, ergänzt durch ein theoretisches Grundmodell der Konsumbestimmung.

Konsumausgaben in Deutschland und im europäischen Vergleich: Dieses Kapitel zeigt den zeitlichen Verlauf der Konsumausgaben auf und stellt fest, dass während die Gesamtausgaben steigen, die relativen Ausgaben für Bekleidung sinken.

Die Struktur der Konsumausgaben: Es wird analysiert, wie sich die Ausgabenanteile verschoben haben, insbesondere die relative Abnahme bei Nahrungsmitteln und Bekleidung gegenüber dem Anstieg bei Wohnkosten und Gesundheit.

Konsumausgaben und Merkmale der Haushalte: Das Kapitel untersucht den Einfluss von Haushaltsgröße und Nettoeinkommen auf die Konsumausgaben und identifiziert Single-Haushalte als bedeutende Zielgruppe.

Konsumausgaben bei Single-Haushalten: Hier erfolgt eine detaillierte Betrachtung der Konsumneigung innerhalb der Single-Haushalte, wobei soziodemografische Faktoren wie Alter und Erwerbsstatus in den Fokus rücken.

Konsumausgaben und Zufriedenheiten: Dieses Kapitel untersucht Zusammenhänge zwischen den Konsumausgaben und der subjektiven Lebens- bzw. Einkommenszufriedenheit der Befragten.

Determinanten der Konsumausgaben: Mittels Varianzanalysen (ANOVA) werden die statistischen Einflüsse von Einkommen, Haushaltsgröße und Konsumneigung auf die individuellen Ausgaben quantifiziert.

Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Konsumneigung sinkt und persönliche Präferenzen eine geringere Rolle spielen als angenommen, während demografischer und technischer Wandel die Zukunft der Branche prägen.

Schlüsselwörter

Konsumneigung, Bekleidungswirtschaft, Haushaltsnettoeinkommen, Privathaushalte, Single-Haushalte, Konsumausgaben, SOEP, Demografischer Wandel, Lebensstile, Sozialstruktur, Kaufverhalten, Europäischer Vergleich, Konsumindex, Kaufkraft, Modemarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Ausgabeverhalten privater Haushalte für Bekleidung und Schuhe im Verhältnis zu ihrem verfügbaren Nettoeinkommen und dem allgemeinen Wohlstandsniveau.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Konsumausgaben im Zeitverlauf, dem Einfluss von sozioökonomischen Faktoren wie Haushaltsgröße und Einkommen sowie der Rolle der "Konsumneigung".

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob wachsender Wohlstand den Konsum für Bekleidung tatsächlich bremst und wie stark objektive Rahmenbedingungen gegenüber persönlichen Präferenzen wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive statistische Analyse durchgeführt, ergänzt durch multiple Klassifikationsanalysen (Varianzanalysen/ANOVA) auf Basis von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) und offizieller Statistiken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Struktur der Konsumausgaben, der Analyse von Zielgruppen (insb. Singles und Besserverdiener) sowie dem Einfluss von Zufriedenheitsparametern auf das Kaufverhalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Konsumneigung, Bekleidungswirtschaft, Haushaltsnettoeinkommen, Sozioökonomisches Panel und struktureller Wandel.

Warum sind Single-Haushalte für die Analyse besonders interessant?

Single-Haushalte nehmen in ihrer Zahl stetig zu und verantworten einen signifikanten Anteil der Konsumausgaben für Bekleidung, was sie zu einer strategisch wichtigen Zielgruppe macht.

Welchen Einfluss haben persönliche Präferenzen auf das Konsumverhalten?

Die Studie zeigt überraschend, dass der Einfluss persönlicher Präferenzen auf die Gesamthöhe der Ausgaben für Bekleidung im Vergleich zu objektiven ökonomischen Faktoren gering ausfällt.

Wie verändert der demografische Wandel die Bekleidungswirtschaft?

Er führt zu einer alternden Gesellschaft und veränderten Haushaltsstrukturen, was langfristig neue Herausforderungen an Markenkonzepte und die Produktionsautomatisierung stellt.

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Detalles

Título
Die "Konsumneigung" bei Bekleidung und Schuhen
Subtítulo
Oder: Bremst Wohlstand den Konsum?
Universidad
AMD Akademie Mode & Design GmbH
Autor
Michael Schlese (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
40
No. de catálogo
V197173
ISBN (Ebook)
9783656233978
ISBN (Libro)
9783656234982
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mode Bekleidung Konsum Marketing Sozialökonomie Schuhe Haushalte Einkommen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Schlese (Autor), 2012, Die "Konsumneigung" bei Bekleidung und Schuhen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197173
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