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Der tragische Abschied der Liebenden

Didaktische Überlegungen zur Behandlung von Piccolominis Bestseller "Euryalus" und "Lucretia" im Unterricht

Titre: Der tragische Abschied der Liebenden

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 13 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Alexandra G (Auteur)

Latin
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In dieser Arbeit soll die Erzählung von Euryalus und Lucretia (Historia de duobus amantibus), ein im Jahre 1444 entstandenes Werk Enea Silvio Piccolominis, des späteren Papstes Pius II., als mögliche Anfangslektüre vorgestellt werden. Im Mittelpunkt der Betrachtung sollen dabei die Abschiedsbriefe des Liebespaares, die auf Seite 34 der Transit-Schülerausgabe zu finden sind, stehen. In diesem Textabschnitt versucht Lucretia ihren Geliebten Euryalus, der mit dem Kaiser fortgehen muss, dazu zu überreden, sie mitzunehmen und nicht in Liebeskummer zurückzulassen. Euryalus hält dies jedoch aus verschiedenen Gründen für unmöglich und ist bemüht, ihr von ihren Plänen abzuraten.
Zunächst soll dargestellt werden, aus welchen Gründen sich die Erzählung als Anfangslektüre eignet, was Piccolominis Werk für die Schüler interessant macht. Vor diesem Hintergrund soll dann die ausgewählte Textstelle fachlich und didaktisch unter verschiedenen Gesichtspunkten analysiert werden. Dabei werden auch die Kompetenzen formuliert, über die die SuS am Ende der Lektüre verfügen sollen. Im Anschluss daran sollen mögliche Interpretationsaufgaben und weitere Arbeitsaufträge vorgestellt werden, die man den SuS erteilen könnte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gründe für und gegen Euryalus und Lucretia als Anfangslektüre

3. Fachliche und Didaktische Analyse der Textstelle

4. Kompetenzen

5. Arbeitsaufträge

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potential von Enea Silvio Piccolominis Erzählung "Euryalus und Lucretia" als Anfangslektüre im Lateinunterricht und leitet daraus konkrete didaktische Analysemethoden sowie Kompetenzbereiche ab.

  • Eignung des Werkes als motivierende Lektüre im Lateinunterricht
  • Strukturelle und inhaltliche Analyse der Abschiedsbriefe
  • Förderung der Sprach-, Text- und Kulturkompetenz durch gezielte Arbeitsaufträge
  • Berücksichtigung historischer und gesellschaftlicher Kontexte des Mittelalters
  • Umgang mit grammatikalischen Hürden in mittellateinischen Texten

Auszug aus dem Buch

3. Fachliche und Didaktische Analyse der Textstelle

Die ausgewählte Textstelle findet sich relativ am Ende der Erzählung. Es ist der letzte Briefwechsel zwischen Lucretia und Euryalus bevor dieser mit dem Kaiser zum Papst nach Rom abreist, wodurch die Abschiedsphase der Liebenden eingeleitet wird. In ihrem Brief fleht Lucretia ihren Geliebten an, sie mit sich zu nehmen und dafür eine Entführung vorzutäuschen. Mögliche Bedenken Euryalus sucht sie durch die Ankündigung ihres sicheren Todes nach seiner Abreise zu entkräften. Euryalus antwortet ihr, dass er zwar gerührt davon sei, was sie sich alles einfallen lasse, nur um bei ihm zu sein, dass sie sich sogar von seinen Sklaven rauben ließe, doch versucht er sie unmissverständlich von ihren Plänen abzubringen. Man müsse mehr auf ihren Ruf und ihre Ehre Rücksicht nehmen als auf seine Begierde. Würde sie geraubt werden und mit ihm kommen, würde sie ihren guten Ruf verlieren und die Leute würden über sie reden. Er selbst könne den Kaiser nicht im Stich lassen, denn dieser habe ihm erst zu seinem Status verholfen, und außerdem könne er sonst auch nicht ihre Ehre bewahren. Es falle ihm zwar sehr schwer ohne sie abzureisen, er tue es gegen seinen Willen, doch erachte er als amatus vir die libido weniger wichtig als die fama.

Die ausgewählte Textstelle dürfte für die SuS interessant sein, da es sich um die Abschiedsbriefe der Liebenden handelt, in denen sich eine charakterliche Veränderung, nahezu ein Rollentausch feststellen lässt. Es ist reichlich Interpretationsstoff geboten, manche Dinge werfen Fragen auf, was an anderer Stelle noch erläutert werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk von Enea Silvio Piccolomini ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das Potential des Textes als Anfangslektüre zu prüfen.

2. Gründe für und gegen Euryalus und Lucretia als Anfangslektüre: Das Kapitel beleuchtet die historische Popularität des Werkes und diskutiert die pädagogische Eignung sowie potenzielle Herausforderungen für den Lateinunterricht.

3. Fachliche und Didaktische Analyse der Textstelle: Hier wird der letzte Briefwechsel der Liebenden inhaltlich sowie hinsichtlich sprachlicher und kultureller Herausforderungen tiefgehend analysiert.

4. Kompetenzen: Dieses Kapitel systematisiert die zu fördernden Sprach-, Text- und Kulturkompetenzen, die SuS durch die Lektüre und Bearbeitung des Werkes erwerben sollen.

5. Arbeitsaufträge: Es werden konkrete methodische Vorschläge für den Unterricht unterbreitet, um die zuvor definierten Kompetenzen praktisch anzuwenden.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bekräftigt die Eignung der Erzählung als anspruchsvolle, aber gewinnbringende Lektüre für den Lateinunterricht.

Schlüsselwörter

Lateinunterricht, Euryalus und Lucretia, Piccolomini, Anfangslektüre, Abschiedsbriefe, Fachdidaktik, Sprachkompetenz, Textkompetenz, Kulturkompetenz, Renaissance, Mittelalter, Humanismus, Intertextualität, Didaktik, Lateinische Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Werk "Euryalus und Lucretia" des Autors Enea Silvio Piccolomini und bewertet dessen didaktisches Potential als Lektüre für den Lateinunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die motivierende Wirkung des Textes, die Analyse der Abschiedsbriefe der Protagonisten sowie die Vermittlung von sprachlichen und kulturellen Kompetenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Lehrkräften aufzuzeigen, wie sie "Euryalus und Lucretia" didaktisch aufbereiten können, um den Schülern den Zugang zu diesem mittellateinischen Werk zu erleichtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine fachwissenschaftliche Textanalyse kombiniert mit einer didaktischen Aufarbeitung vorgenommen, um sowohl inhaltliche als auch lehrpraktische Aspekte zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Begründung der Werkauswahl, der detaillierten Analyse der Abschiedsszene sowie der Entwicklung eines Kompetenzmodells und konkreter Arbeitsaufträge.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Fachdidaktik, Mittellatein, Kompetenzorientierung, Euryalus und Lucretia, sowie die Analyse von Texten in Bezug auf ihre kulturellen und historischen Kontexte.

Warum wird die Abschiedsszene zwischen Lucretia und Euryalus als besonders lehrreich hervorgehoben?

Die Szene bietet einen spannenden Rollentausch der Charaktere und liefert reichlich Stoff für Interpretationen sowie für die Auseinandersetzung mit dem mittelalterlichen Wertesystem.

Welche spezifischen sprachlichen Hürden werden für die Schüler identifiziert?

Die Arbeit benennt insbesondere Schwierigkeiten mit den Futur-Formen (Futur I und II) sowie die korrekte Einordnung von Deponentien als Hürden für Lernende.

Welche gesellschaftlichen Werte spielen für das Verständnis der Geschichte eine Rolle?

Das Verständnis der Begriffe "fama" (Ruf) und "honor" (Ehre) im Kontext der mittelalterlichen Adelskultur ist entscheidend, um das Handeln der Hauptfiguren nachzuvollziehen.

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Résumé des informations

Titre
Der tragische Abschied der Liebenden
Sous-titre
Didaktische Überlegungen zur Behandlung von Piccolominis Bestseller "Euryalus" und "Lucretia" im Unterricht
Université
University of Göttingen
Note
1,3
Auteur
Alexandra G (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
13
N° de catalogue
V197330
ISBN (ebook)
9783656235323
ISBN (Livre)
9783656235477
Langue
allemand
mots-clé
Anfangslektüre Übergangslektüre; Latein; Piccolomini; Euryalus und Lucretia; Lateinunterricht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexandra G (Auteur), 2010, Der tragische Abschied der Liebenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197330
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Extrait de  13  pages
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