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Haben wir ein neues schwaches Geschlecht?

Warum die Jungen in der Schule schlechter abschneiden und was man dagegen tun kann

Titre: Haben wir ein neues schwaches Geschlecht?

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Alexandra Griesing (Auteur)

Pédagogie - Divers
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... Wie PISA und andere Untersuchungen zeigten, haben in den Schulen die Mädchen die Nase vorn. Sie sind es, die die besseren Noten haben, seltener sitzenbleiben, in größerer Zahl die höheren Schulen besuchen und letztendlich auch höhere Bildungsabschlüsse erlangen. In den vergangenen Jahren fanden sich in den Medien immer wieder Titel wie „Arme Jungs“, „Die Jungenkatastrophe“, „Schlaue Mädchen, Dumme Jungen“ oder „Jungen in der Krise“. Das Thema macht Deutschland zu schaffen. Aber wie lassen sich die Ergebnisse von PISA und Co. erkären? Welche Gründe gibt es für das schlechtere Abschneiden der Jungen? Zieht unser heutiges gendersensibles Bildungssystem infolge der langjährigen intensiven Förderung der Mädchen schlicht und einfach eine Benachteiligung und eine Vernachlässigung der Jungen mit sich? Was muss sich tun, damit die Jungen ihren Rückstand wieder aufholen? Wie kann man sie im Laufe des Schullebens unterstützen? Was können wir als angehende Lehrer tun?
Mit diesen und ähnlichen Fragen setzt sich die folgende Arbeit auseinander. Zunächst einmal sollen mögliche Gründe für das schlechtere Abschneiden der Jungen gegenüber den Mädchen im deutschen Bildungssystem angeführt werden. Im Anschluss daran soll eine eigene empirische Studie vorgestellt werden, die am Göttinger Otto-Hahn-Gymnasium durchgeführt wurde. Hierbei wurden Schülerinnen und Schüler u.a. dazu befragt, ob sie selbst Ungerechtigkeiten im Hinblick auf ihr Geschlecht erleben und wie sie sich und das jeweils andere Geschlecht im Schulkontext beurteilen würden. Abschließend sollen aktuelle Fördermaßnahmen für Jungen vorgestellt und weitere Vorschläge dazu gemacht werden, wie man sie in der Schule besser motivieren könnte, bevor im Fazit eine Zusammenfassung der Ergebnisse präsentiert und dabei eine persönliche Einschätzung vorgenommen wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie lässt sich die Krise der Jungen erklären?

3. Wie erleben Schüler die Heterogenität der Geschlechter? - Eine Studie am Otto-Hahn-Gymnasium in Göttingen

4. Fördermaßnahmen

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für das im Vergleich zu Mädchen schlechtere Abschneiden von Jungen im deutschen Bildungssystem, analysiert die Wahrnehmung der Geschlechterrollen durch Schülerinnen und Schüler im Schulalltag und diskutiert pädagogische Förderkonzepte zur Verbesserung der Situation.

  • Analyse der soziokulturellen und biologischen Erklärungsansätze für die Krise der Jungen in der Schule
  • Untersuchung der "Feminisierung der Schule" und deren Auswirkungen auf die männliche Identitätsentwicklung
  • Präsentation einer empirischen Studie zur Wahrnehmung von Geschlechterungerechtigkeiten am Otto-Hahn-Gymnasium
  • Diskussion effektiver Fördermaßnahmen wie Jungenkonferenzen und Leseförderungsprogramme

Auszug aus dem Buch

2. Wie lässt sich die Krise der Jungen erklären?

Betrachtet man die Ergebnisse von PISA, IGLU und Co., so zeigt sich eine klare Heterogenität zwischen Mädchen und Jungen. Ein wesentlicher Grund dafür liegt wahrscheinlich auf einer ganz anderen Ebene als der eigentlichen schulischen Leistung, der Motivation, Anstrengung und dem Selbstkonzept von Schülerinnen und Schülern: „Befunde der pädagogischen Geschlechterforschung (...) haben gezeigt, dass Erwartungen ’himmelblau’ und ’rosarot’ eingefärbt sein können.“ Sowohl Lehrer als auch Eltern machen, wenn auch nicht immer ganz bewusst, Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Von Jungen wird etwas anderes erwartet als von Mädchen. Solche Erwartungen lenken nicht nur das Verhalten der Lehrkräfte, sie haben ebenso Einfluss auf die Lernenden und ihr Selbstkonzept. Während die Mädchen sowohl bei Eltern als auch bei Lehrern als ruhig, brav, lieb und fleißig gelten, werden die Jungen oft als laut, frech, rebellisch und faul angesehen. Natürlich trifft diese Stereotypisierung nicht in demselben Maße auf jeden einzelnen Jungen und jedes einzelne Mädchen zu, es gibt genauso strebsame und ruhige Jungen wie es freche, faule Mädchen gibt. Trotzdem hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass gerade die Lehrer dieses Rollendenken an den Tag legen, stereotyp denken und dabei gängige Geschlechterzuweisungen vornehmen. Dies verunsichert das vermeintlich starke Geschlecht, das sich insbesondere von seinen weiblichen Lehrkräften missverstanden und ungerecht behandelt fühlt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Problematik des schlechteren Abschneidens von Jungen im deutschen Bildungssystem dar und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Wie lässt sich die Krise der Jungen erklären?: Dieses Kapitel beleuchtet soziokulturelle Erwartungshaltungen, Stereotype in der Lehrerschaft und biologische Faktoren, die zur sogenannten "Krise der Jungen" beitragen.

3. Wie erleben Schüler die Heterogenität der Geschlechter? - Eine Studie am Otto-Hahn-Gymnasium in Göttingen: Es werden die Ergebnisse einer empirischen Befragung an einem Gymnasium präsentiert, die Einstellungen zu Geschlechterrollen und Schulleistungen untersucht.

4. Fördermaßnahmen: Dieser Abschnitt stellt verschiedene pädagogische Ansätze und Projekte wie Jungenkonferenzen oder Leseförderungsprogramme vor, um Jungen gezielter zu unterstützen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, mahnt zur Vorsicht vor vorschnellen Verallgemeinerungen und betont die Notwendigkeit einer geschlechtergerechten Schulkultur.

Schlüsselwörter

Bildungssystem, Jungenkrise, Geschlechtergerechtigkeit, Schulleistung, Pädagogik, Rollenbilder, Lesekompetenz, Stereotype, Förderung, Identitätsentwicklung, Geschlechterforschung, Schulalltag, PISA, empirische Studie, Lehrererwartungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Beobachtung, dass Jungen im deutschen Schulsystem statistisch gesehen schlechter abschneiden als Mädchen, und sucht nach den Ursachen sowie Lösungsmöglichkeiten für dieses Phänomen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Geschlechterstereotypen auf die schulische Leistung, die Rolle der Lehrkräfte, die psychologische Identitätsfindung von Jungen sowie die Wirksamkeit von speziellen Förderkonzepten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für das schlechtere Abschneiden der Jungen zu identifizieren und auf Basis einer eigenen empirischen Studie sowie existierender Konzepte Empfehlungen für eine bessere Förderung im Schulalltag zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der theoretische Teil stützt sich auf Literaturanalysen und Sekundärdaten, während der praktische Teil durch eine empirische Erhebung mittels Fragebögen an 155 Schülerinnen und Schülern am Otto-Hahn-Gymnasium in Göttingen durchgeführt wurde.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Ursachen, eine detaillierte Auswertung der Schulumfrage sowie die Vorstellung konkreter Projekte und Ansätze zur Förderung von Jungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Jungenkrise, Geschlechtergerechtigkeit, pädagogische Fördermaßnahmen, Schulleistung, Rollenbilder und geschlechtersensible Schule sind die zentralen Begriffe.

Wie bewerten Jungen laut Studie die Behandlung durch ihre Lehrkräfte?

Die Studie zeigt, dass sich ein signifikanter Teil der befragten Jungen von weiblichen Lehrkräften häufiger ungerecht behandelt oder benachteiligt fühlt, insbesondere in Bezug auf die Bewertung von Sozialverhalten und Schulleistungen.

Welche Rolle spielt die Lesekompetenz in dieser Arbeit?

Die Lesekompetenz wird als eine der kritischsten Kompetenzlücken identifiziert, weshalb die Arbeit mehrere spezifische Leseförderprojekte wie "kicken & lesen" oder Antolin als Lösungsansätze diskutiert.

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Résumé des informations

Titre
Haben wir ein neues schwaches Geschlecht?
Sous-titre
Warum die Jungen in der Schule schlechter abschneiden und was man dagegen tun kann
Université
University of Göttingen
Note
1,3
Auteur
Alexandra Griesing (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
22
N° de catalogue
V197335
ISBN (ebook)
9783656235316
ISBN (Livre)
9783656238904
Langue
allemand
mots-clé
Heterogenität; Geschlechter; Jungen; Schule; Fördermaßnahmen; PISA
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexandra Griesing (Auteur), 2011, Haben wir ein neues schwaches Geschlecht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197335
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Extrait de  22  pages
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