In meiner Arbeit sollen konkret die Anforderungen an ein Sportprogramm
für Diabetiker aufgeführt werden. Daraus soll dann ersichtlich werden, ob die Trainingsergebnisse und Wirkungen der Aquafitness mit den Anforderungen übereinstimmen und sie somit geeignet ist, um gegen den Diabetes vorzugehen oder ob es sogar Gründe gibt, die dagegen sprechen, die Aquafitness als ein gut geeignetes Diabetessportprogramm anzusehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Eigene Beweggründe zur Erstellung der Arbeit
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition Diabetes
2.1.1 Erläuterung
2.2 Diabetesformen/Entstehung
2.3 Epidemiologie
2.4 Diabetessymptome
2.4.1 Kriterien zur Feststellung eines Diabetes
2.5 Häufig auftretende Folgeerkrankungen
2.6 Behandlung von Diabetes mellitus Typ-2 / 3-Säulentherapieplan
2.6.1 Medikamente
2.6.2 Ernährung
2.6.3 Bewegung
3. Grundlagen im Hinblick auf sportliche Betätigung
3.1 Untersuchungen
3.2 Kontraindikationen für die Ausübung von Sport
3.3 Positive Auswirkungen sportlicher Aktivität auf Diabetiker
3.4 Ziele eines Sportangebotes für Diabetiker
3.4.1 Was soll trainiert werden?
3.4.2 Geeignete Sportarten/Fitnessgeräte
3.4.3 Ungeeignete Sportarten
4. Aquafitness in der Sporttherapie bei Diabetes
4.1 Definition Sporttherapie
4.2 Definition Aquafitness
4.2.1 Vorteile von Aquafitness
4.2.2 Veränderungen nach regelmäßiger Aquafitnessteilnahme
5. Studienteil
5.1 Studie 1
5.2 Studie 2
6. Diskussion
7. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesundheitlichen Potenziale und die Eignung von Aquafitness als ergänzende Maßnahme im Rahmen des 3-Säulentherapieplans für Patienten mit Diabetes mellitus Typ-2. Dabei wird analysiert, ob diese Sportart die spezifischen Anforderungen an ein Diabetes-Sportprogramm erfüllt und welche physiologischen sowie therapeutischen Vorteile bei regelmäßiger Durchführung zu erwarten sind.
- Grundlagen zur Pathophysiologie und Epidemiologie von Diabetes mellitus Typ-2
- Anforderungen an sportliche Betätigung und Bewegungstherapie bei Diabetikern
- Physikalische Wirkungsweisen von Aquafitness auf den menschlichen Organismus
- Analyse aktueller Studienergebnisse zur Wirksamkeit von Sport auf den HbA1c-Wert
- Diskussion über praktische Umsetzbarkeit, Kontraindikationen und Motivation
Auszug aus dem Buch
3.3 Positive Auswirkungen sportlicher Aktivität auf Diabetiker
Durch vermehrte körperliche Aktivität verbraucht der Körper und in erster Linie die arbeitende Muskulatur mehr Energie. Hierzu werden aus intra- und extramuskulären Speichern je nach Dauer und Intensität der Belastung in unterschiedlichen Anteilen Glukose und freie Fettsäuren für die muskuläre Energiegewinnung bereitgestellt. Der dabei erfolgende Zugriff auf die Blutglukose wird durch die Leber, zunächst über die Glykogenolyse, bei länger anhaltender Muskelarbeit vermehrt über die Gluconeogenese, kompensiert. Ausdauertrainierte zeigen eine verbesserte Glukosehomöostase; bei gleicher relativer Belastungsintensität verbrennen sie weniger Glukose und vermehrt freie Fettsäuren. Muskel- und Leberglykogendepots werden weniger in Anspruch genommen und abgebaut, die Blutglukosekonzentration fällt nur geringfügig ab.
Bei der Anpassung der belastungsinduzierten Stoffwechselprozesse an körperliche Aktivität spielen als steuernde Hormone Insulin und Katecholamine eine zentrale Rolle. Mit Einsetzen der Muskeltätigkeit fällt die Blutglukose, gleichzeitig sinkt der Insulinspiegel ab; die Katecholamine, vorrangig Noradrenalin und mit zunehmendem mentalen Belastungsanteil auch Adrenalin, steigen an. Darüber wird einerseits die hemmende Wirkung des Insulins auf die hepatische Glukoseproduktion aufgehoben, andererseits werden Lipolyse und Glykogenolyse stimuliert. Die verstärkte Glukoseaufnahme durch die arbeitende Muskelzelle und eine dadurch ausgelöste, belastungsinduzierte Hypoglykämie kann so kompensiert werden. Der nachfolgende sequentielle Anstieg von Glukagon, STH und Cortisol stimuliert zusätzlich, vermehrt jetzt auch aus glukoplastischen Aminosäuren, die hepatische Gluconeogenese, die allerdings von einer gesteigerten Ketogenese und Harnstoffbiosynthese begleitet wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der persönlichen Motivation sowie der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Diabetesformen, Symptomatik, Folgeerkrankungen und der Säulen der Behandlung.
3. Grundlagen im Hinblick auf sportliche Betätigung: Betrachtung ärztlicher Voruntersuchungen, Kontraindikationen und der physiologischen Effekte von Bewegung.
4. Aquafitness in der Sporttherapie bei Diabetes: Definition des Aquafitness-Trainings, dessen Vorteile und die zu erwartenden physiologischen Veränderungen.
5. Studienteil: Präsentation und Analyse zweier Studien zur Wirksamkeit von aerobem Training und Krafttraining auf den HbA1c-Wert.
6. Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit der Eignung von Aquafitness und den Herausforderungen bei der Integration in den Alltag.
7. Zusammenfassung: Resümee der Arbeit bezüglich der Wirksamkeit von Aquafitness und der organisatorischen Problematiken.
Schlüsselwörter
Diabetes mellitus Typ-2, Aquafitness, Bewegungstherapie, Insulinresistenz, Stoffwechsel, HbA1c-Wert, Ausdauertraining, Krafttraining, Sporttherapie, Blutzuckerspiegel, 3-Säulentherapieplan, Stoffwechselkrankheit, Gesundheitskompetenz, Glukosehomöostase, Fettstoffwechsel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Wirksamkeit von Aquafitness als geeignetes Sportangebot innerhalb eines 3-Säulentherapieplans für Menschen mit Diabetes mellitus Typ-2.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen des Diabetes, die Anforderungen an ein sportliches Training für Diabetiker sowie die spezifischen physikalischen und therapeutischen Wirkungsweisen von Aquafitness.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu klären, ob Aquafitness ein geeignetes Sportprogramm gegen Diabetes darstellt und ob die Trainingsergebnisse den medizinischen Anforderungen an eine Sporttherapie entsprechen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller wissenschaftlicher Studienergebnisse zum Einfluss von kombiniertem Ausdauer- und Krafttraining auf den HbA1c-Wert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen von Sport bei Diabetes, die Definition und Vorteile von Aquafitness sowie die Auswertung von zwei spezifischen Studien zur glykämischen Kontrolle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Diabetes Typ-2, Aquafitness, 3-Säulentherapieplan, Blutzuckerregulierung, Stoffwechselaktivität und sportmedizinische Prävention.
Wie wirkt sich Aquafitness konkret auf den Stoffwechsel aus?
Aquafitness nutzt physikalische Eigenschaften wie Wasserwiderstand und Auftrieb, was zu einer Entlastung der Gelenke führt und durch regelmäßiges Training die Insulinsensibilität verbessert sowie den Fettstoffwechsel fördert.
Welche Hürden stehen einer regelmäßigen Teilnahme im Weg?
Laut der Arbeit können organisatorische Gründe wie lange Anfahrtswege, Kurskosten, mangelndes Angebot sowie persönliche Faktoren wie Schamgefühl oder die Angst vor Wasser die Therapietreue erschweren.
- Quote paper
- Olga Grünwald (Author), 2011, Über die Relevanz des Einsatzes von Aquafitness im 3-Säulentherapieplan bei Diabetes mellitus Typ-2, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197375