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Interpersonale Beziehungen in der Pflege nach Hildegaard Peplau

Title: Interpersonale Beziehungen in der Pflege nach Hildegaard Peplau

Presentation (Elaboration) , 2001 , 39 Pages , Grade: 2

Autor:in: Cordula Schlüter (Author), Petra Maxheim (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

In dem Referat zwischenmenschliche Beziehungen in der Pflege beziehe ich, Cordula
Schlüter mich auf das gleichnamige Buch von Hildegard E. Peplau. Dieses Buch wurde
von Anita Werner O`Toole
Und Sheila Rouslin Welt veröffentlicht. Es beinhaltet Schriftstücke, die heutzutage
vergriffen sind, sowie noch nie veröffentlichte Werke aus Hildegard E. Peplaus
Nachlaß.
Die Motivation mich mit diesem Thema zu beschäftigen liegt darin,daß während
meines Psychiatrieeinsatzes im Rahmen der Altenpflegeausbildung streng nach der
mechanistischen Methode gearbeitet wurde.Das Verhältnis Pflegekraft – Patient war
ein reines Machtverhältnis in dem die Pflegekraft das alleinige sagen hatte.Es fanden
kaum Gespräche statt.Es wurden Elektroschocktherapien durchgeführt, bei denen die
auf Station anwesenden
Schüler mindestens einmal teilnehmen mußten.Es gab Schlafentzug und Bettverbot für
Depressive und Bettgebot für Magersüchtige
Bei der mechanistischen Theorie werden Gruppen von Symptomen oder Eigenschaften,
sowie Körperbau und Persönlichkeitsmerkmale gebündelt und der Mensch so
bestimmten Typen zugeordnet. Durch diese Zuordnung werden auffällige Merkmale
zum Etikett, daß gleich mit angibt, wie der Patient zu handhaben ist. Es wird mehr auf
Schocktherapie als auf mitmenschliche Teilnahme gesetzt. Diese Theorie ist stark
voreingeno mmen und einseitig. Die Daten beruhen auf der Beobachtung eines
Betrachters der annimmt, daß keine Beziehung zwischen ihm und dem untersuchten
Patienten besteht (Peplau,1997,S.24)
Da ich mit dieser Therapiemethoden nicht viel anfangen konnte, sie auch nicht guthieß
und ich sie bis dahin immer der Vergangenheit zugeordnet habe, fand ich es nun sehr
interessant, mich mit einem ganz anderen, nämlich dem zwischenmenschlichen
Bereich in der Psychiatriepflege zu beschäftigen.Es ist sehr interessant zu wissen, daß
mit psychisch Kranken im Rahmen der dynamischen Theorie auch anders
(menschlicher) umgegangen werden kann.
Bei der dynamischen Theorie findet eine Einbeziehung von Körper und Geist statt. Es
wird versucht Bezüge zwischen Gefühlen, Gedanken, Handlungen und Krankheiten im
Menschen selbst, zwischen Menschen und in Gemeinschaften herzustellen. Dabei
werden sowohl biologische, psychologische und sozialwissenschaftliche Aspekte
miteinbezogen. Die dynamische Theorie verlangt teilnehmende Beobachtung. Die
gesammelten Daten betreffen alle wesentlich Beteiligten an der Situation einschließlich
der beobachtenden Pflegekraft und des Patienten.(Peplau,997,S.24)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: biographischer Hintergrund; Def.: Pflege

II. Phasen in Pflegesituationen

III. Rollen in Pflegesituationen

IV. Einflüsse auf Pflegesituationen

V. Zwischenmenschliche Beziehungen in der Psychiatriepflege

VI. Chronifizierung: Entstehung, Vermeidung

VII. Theoretische Modelle klinischer Phänomene am Beispiel der Verlassenheit

VIII. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich mit der Pflegetheorie von Hildegard E. Peplau auseinander, wobei der Fokus auf dem prozesshaften Charakter der zwischenmenschlichen Beziehung zwischen Pflegekraft und Patient in der Psychiatriepflege liegt. Ziel ist es, die dynamische Pflege als Alternative zur rein mechanistischen Methode aufzuzeigen und die therapeutische Bedeutung der Beziehungsgestaltung hervorzuheben.

  • Phasenmodell der Pflegekraft-Patienten-Beziehung
  • Verschiedene Rollenkonzepte der professionellen Pflege
  • Einflussfaktoren wie menschliche Bedürfnisse und Zielkonflikte
  • Vermeidung von Chronifizierung in der Psychiatriepflege
  • Theoretisches Modell der Verlassenheit

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Phase der Orientierung

Die Phase der Orientierung beginnt mit dem ersten Kontakt zwischen Patient und Pflegekraft. Der Patient sucht aufgrund eines „empfundenen Bedarfs“ nach professioneller Hilfe. Durch verbale Äußerungen und sein Verhalten gibt er Hinweise darauf wie er sein Problem sieht. Aufgrund dieser Anhaltspunkte ist es dem Pflegepersonal möglich zu erkennen wo beim Patienten Wissens- und Verstehenslücken bestehen und so einen Klärungsprozeß zu unterstützen. Dadurch wird es dem Patienten ermöglicht die Erfahrung im Sinne eines konstruktiven Lernens zu verarbeiten (vgl. Peplau, 1995, S. 44/45).

Die Pflege übernimmt dabei folgende Funktionen, von denen der Patient sich häufig nicht im klaren ist, dass er sie nutzen kann und er oft auch darauf angewiesen ist:

1. Pflegekräfte liefern Informationen und unterstützen den Patienten dabei sein Problem und die dadurch entstandene Situation zu verstehen.

2. Indem die Pflegekraft dem Patienten zuhört, wenn er über die Ereignisse, die zu seiner stationären Aufnahme geführt haben, und den damit verbundenen Gefühlen spricht, kann eine beratende Beziehung entstehen.

3. Dadurch das der Patient der Pflegekraft Rollen (z.B. Mutter-, Vater- oder Geschwisterersatz) zuweist, wird dem Patienten der „Nachvollzug und die Überprüfung älterer Gefühle ermöglicht, die er in früheren Beziehungen entwickelt hat“ (Peplau, 1995, Seite 46).

4. Die Pflegekraft als „technischer Experte“ setzt ihr Wissen zum Wohle des Patienten professionell und kritisch ein.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: biographischer Hintergrund; Def.: Pflege: Diese Einführung erläutert die Motivation der Autorin, sich mit Peplaus dynamischer Pflegetheorie zu befassen, liefert eine Biografie der Theoretikerin und definiert den Pflegebegriff als therapeutischen Prozess.

II. Phasen in Pflegesituationen: Das Kapitel beschreibt den vierstufigen Prozess der Beziehung zwischen Pflegekraft und Patient, der sich von der Orientierung über Identifikation und Nutzung bis hin zur Ablösung erstreckt.

III. Rollen in Pflegesituationen: Hier werden die verschiedenen Funktionen thematisiert, die eine Pflegekraft im Kontakt mit dem Patienten einnimmt, wie beispielsweise Fremder, Lehrender oder Unterstützender.

IV. Einflüsse auf Pflegesituationen: Das Kapitel untersucht Faktoren wie menschliche Bedürfnisse, Zielkonflikte und Hindernisse, die das Verhalten und die psychische Verfassung des Patienten beeinflussen.

V. Zwischenmenschliche Beziehungen in der Psychiatriepflege: Der Fokus liegt auf der praktischen Bedeutung von Kommunikation, Beziehungsaufbau und der professionellen Reflexion der Pflegekraft zur Unterstützung psychisch Kranker.

VI. Chronifizierung: Entstehung, Vermeidung: Es wird analysiert, wie ein Mangel an Förderung oder falsches Pflegeverhalten zur Chronifizierung führen kann und wie eine therapeutische Beziehung dem entgegenwirken kann.

VII. Theoretische Modelle klinischer Phänomene am Beispiel der Verlassenheit: Anhand des Modells der Verlassenheit wird verdeutlicht, wie frühe Kindheitserfahrungen wirken und wie die professionelle Pflege dabei unterstützend eingreifen kann.

VIII. Schlusswort: Das Fazit reflektiert die Anwendbarkeit von Peplaus Modell, beleuchtet die Schwierigkeiten der Umsetzung in allgemeinen Krankenhäusern und betont den wachsenden Stellenwert in der Psychiatrie.

Schlüsselwörter

Hildegard Peplau, zwischenmenschliche Beziehung, Psychiatriepflege, dynamische Theorie, Pflegesituation, Phasenmodell, Rolle der Pflegekraft, Verlassenheit, Chronifizierung, psychodynamische Pflege, Patientenbeobachtung, Persönlichkeitsentwicklung, therapeutische Kommunikation, professionelle Pflege, Bedürfnisbefriedigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Pflegetheorie von Hildegard E. Peplau und deren Bedeutung für die Gestaltung von zwischenmenschlichen Beziehungen in der psychiatrischen Pflege.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die Phasen der Pflegebeziehung, das Rollenverständnis von Pflegekräften, der Einfluss von Bedürfnissen auf das Patientenverhalten sowie Strategien zur Vermeidung von Chronifizierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Wirksamkeit der dynamischen Pflegemethode aufzuzeigen, die auf einer therapeutischen Beziehung und der Förderung des Patienten basiert, im Gegensatz zur mechanistischen Behandlung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der Werke von Hildegard E. Peplau sowie der Reflexion von Erfahrungen aus der psychiatrischen Pflegepraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Phasen der Pflegesituation, die Analyse verschiedener pflegerischer Rollen, die Untersuchung von Einflussfaktoren auf das Verhalten und eine vertiefende Betrachtung des Modells der Verlassenheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hildegard Peplau, Zwischenmenschliche Beziehungen, Psychiatriepflege, Dynamische Theorie, Phasenmodell, Verlassenheit und Chronifizierung.

Wie unterscheidet sich die mechanistische von der dynamischen Theorie laut Peplau?

Die mechanistische Theorie ordnet Patienten starren Typologien zu und fokussiert auf Symptombekämpfung, während die dynamische Theorie den Patienten ganzheitlich betrachtet und durch teilnehmende Beobachtung sowie eine therapeutische Beziehung Entwicklung und Lernen fördert.

Warum spielt die Phase der Orientierung eine so wichtige Rolle?

Die Orientierungsphase legt den Grundstein für die gesamte Beziehung; wird sie nicht sorgfältig gestaltet, kann dies die folgenden Phasen negativ beeinflussen und den therapeutischen Erfolg gefährden.

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Details

Title
Interpersonale Beziehungen in der Pflege nach Hildegaard Peplau
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen  (Fachbereich Pflege)
Course
Pflegetheorie
Grade
2
Authors
Cordula Schlüter (Author), Petra Maxheim (Author)
Publication Year
2001
Pages
39
Catalog Number
V19744
ISBN (eBook)
9783638237949
Language
German
Tags
Interpersonale Beziehungen Pflege Hildegaard Peplau Pflegetheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cordula Schlüter (Author), Petra Maxheim (Author), 2001, Interpersonale Beziehungen in der Pflege nach Hildegaard Peplau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19744
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