„Das Leben ist eine Reise. Nicht?“
(Aus: Schulze-Reuber, Rika: Das Tanztheater Pina Bausch: Spiegel der
Gesellschaft. 2. Auflage, R.G. Fischer Verlag, Frankfurt/ Main 2008, Seite 234)
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Tanztheater
3 Person Pina Bausch
3.1 Kunst und Arbeitsweise
4 Schluss - Besonderheiten
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und die spezifischen Charakteristika des Tanztheaters von Pina Bausch. Ziel ist es, die Rolle von Bausch für die moderne Tanzkunst zu beleuchten und ihre Arbeitsweise sowie die eingesetzten künstlerischen Stilmittel zu analysieren, um das Verständnis für diese innovative Form des Tanztheaters zu vertiefen.
- Historische Entwicklung des Tanztheaters und Einfluss des Ausdruckstanzes
- Biographischer Hintergrund von Pina Bausch und ihr Werdegang
- Methodik der Fragetechnik in der Stückentwicklung
- Bedeutung von Authentizität und Realitätsbezug auf der Bühne
- Verwendung von Verfremdungseffekten als künstlerisches Stilmittel
Auszug aus dem Buch
3.1 Kunst und Arbeitsweise
„ Ein lautes Geräusch von außen beendet die leise utopische Tanz- und Selbsterkundung. Die Tänzer öffnen die Augen. Ein Moment des Erschreckens, der Unsicherheit, der Mühe, alte Sicherheiten zurückzugewinnen, wieder Abstand zu bekommen von sich und sich zurechtzufinden in dem Fremden, das man Wirklichkeit nennt.“
Viele Mitglieder von Pinas Ensemble, das sich aus Tänzern aus fast allen Erdteilen zusammensetzt, begleiteten sie durch die gesamte Schaffensperiode. Ihre Kompanie beschreibt Pina Bausch als „ein großes Netzwerk, eine riesengroße Familie, mit Verbindungen überall hin, in alle Kulturen hinein“. In der Zeit von 1973 bis Mitte der Siebzigerjahre entstanden die Tänze, indem Pina choreographierte und die Tänzer improvisierten. Ab dem Jahr 1978 wandte Pina Bausch für die Entwicklung aller Stücke die für das Tanztheater typische Fragetechnik an, an die sich viele Schauspieler erst gewöhnen mussten. Bei dieser Methode stellte Pina ihren Tänzern Fragen, deren Antworten dann choreographisch erarbeitet wurden. Das Ziel dieser Fragestellungen war die detaillierte Recherche von passenden Bewegungen und Gesten für die Choreographie zu einem Stück.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung verortet den Tanz als universelle Ausdrucksform und führt in die Entstehung des Tanztheaters als Gegenbewegung zum klassischen Ballett ein.
2 Das Tanztheater: Dieses Kapitel erläutert die Merkmale des Tanztheaters, in dem das Ensemble persönliche Erfahrungen der Tänzer nutzt, um reale gesellschaftliche Zustände künstlerisch abzubilden.
3 Person Pina Bausch: Hier wird der Lebensweg von Pina Bausch nachgezeichnet, von ihrer Ausbildung in Essen und New York bis hin zu ihrem künstlerischen Wirken in Wuppertal.
3.1 Kunst und Arbeitsweise: Dieser Abschnitt beschreibt die spezifische Fragetechnik von Pina Bausch und wie sie durch die Einbeziehung ihrer Tänzer authentische, lebensnahe Tanzstücke entwickelte.
4 Schluss - Besonderheiten: Das Fazit fasst zusammen, wie Bauschs Fokus auf Authentizität und die emotionale Beteiligung des Publikums die Tanzwelt nachhaltig geprägt haben.
Schlüsselwörter
Pina Bausch, Tanztheater, Ausdruckstanz, Choreographie, Fragetechnik, Authentizität, Ensemble, Wuppertaler Bühnen, Zeitgenössischer Tanz, Körperausdruck, Lebensgeschichte, Verfremdung, Theater der Bruchstücke, Kulturarbeit, Bewegungssprache
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Schaffen der Choreographin Pina Bausch und der von ihr geprägten Form des Tanztheaters.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen der biographische Werdegang von Bausch, die Entwicklung des Tanztheaters als eigene Kunstform sowie die spezifischen künstlerischen Methoden, die ihre Arbeit auszeichnen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Bedeutung von Pina Bauschs Arbeit für die Entwicklung der Tanzkunst aufzuzeigen und ein besseres Verständnis für die methodischen Hintergründe ihrer Aufführungen zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Autorin nutzt eine literaturgestützte Analyse und greift auf Zitate, Fachliteratur und Dokumentationen zurück, um die Arbeitsweise und Philosophie von Pina Bausch zu systematisieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einleitung zum Tanz, eine Beschreibung des Tanztheaters als Gattung, die Biographie von Pina Bausch und eine detaillierte Erläuterung ihrer Arbeitsmethoden.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Authentizität, Fragetechnik, Realitätsbezug, Emotion und Tanztheater beschreiben.
Warum spielt die sogenannte „Fragetechnik“ bei Pina Bausch eine so zentrale Rolle?
Die Fragetechnik ermöglicht es, dass Inhalte nicht von oben herab vorgegeben werden, sondern aus dem persönlichen Wissen und Fühlen der Tänzer entstehen, was die Authentizität der Stücke massiv erhöht.
Inwiefern unterscheidet sich das Tanztheater von Pina Bausch vom klassischen Ballett?
Während beim klassischen Ballett oft stilisierte und festgelegte Bewegungen im Vordergrund stehen, legt Bausch den Fokus auf die persönliche, wirkliche Erfahrung und Körpersprache des Tänzers, wobei auch Alltagssituationen und Sprechanteile integriert werden.
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- Susanne Reineck (Author), 2012, Pina Bausch und ihre Reise durch das Tanztheater, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197489