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Internationale Kapitalmobilität bei asymmetrischer Information

Title: Internationale Kapitalmobilität bei asymmetrischer Information

Diploma Thesis , 2003 , 71 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Arne Ahrens (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Summary Excerpt Details

[...] Im Hinblick auf die
in den letzten Jahren weit vorangeschrittene Integration der Finanzmärkte, scheint
diese Annahme auch plausibel zu sein. Dennoch gibt es einige Hinweise darauf, dass
der Grad der Kapitalmobilität noch relativ weit entfernt von einer vollständigen bzw.
perfekten Kapitalmobilität ist. Diese Tatsache hätte dann auch wieder Auswirkungen
auf die wirtschaftspolitische Entscheidungsfindung und deren Modellierung. „So
kann beispielsweise bei sehr hoher internationaler Beweglichkeit von Kapital die
Geldpolitik in ihren Wirkungen eingeschränkt sein und die Besteuerung von Kapitalerträgen
lediglich zu einer Verlagerung von Geldanlagen ins Ausland führen.“1 In
dieser Arbeit soll die unvollständige Kapitalmobilität untermauert werden, wobei als
Erklärung eine asymmetrische Informationsverteilung zwischen inländischen Investoren
und ausländischen Investoren gegeben wird. Diese soll Verwendung in der
Modellierung von internationalen Kapitalbewegungen finden, wobei damit die Besteuerung
von Kapitalerträgen bei unvollständiger Kapitalmobilität untersucht und
außerdem die Funktion von ausländischen Direktinvestitionen näher betrachtet wird.
In Kapitel 2 werden unterschiedliche Tatbestände, die Hinweise auf unvollkommene
internationale Kapitalmobilität geben, beschrieben. Außerdem werden mögliche Erklärungen
für diese gegeben, die neben der asymmetrischen Information existieren.
Die Marktunvollkommenheit der asymmetrischen Information, die in dieser Arbeit
im Mittelpunkt steht, wird ebenfalls in Kapital 2 genauer erläutert. Anschließend
wird in Kapitel 3 ein Modell für die unterschiedlichen Arten von internationalen Kapitalbewegungen
entwickelt. Dieses Modell berücksichtigt explizit internationale
Kapitalimmobilität, die aus asymmetrischer Information resultiert. Das wird Modell
dazu benutzt, um Politikempfehlungen zur Besteuerung zu geben, die Ineffizienzen
aufgrund der Kapitalimmobilität ausgleichen. Kapitel 4 greift daraufhin die angeregte
Subventionierung von Kapitalimporten auf. Es folgt Kapitel 5, welches die in Kapital
2 aufgezeigten Hinweise auf international nicht perfekte Kapitalmobilität anhand
des Modells aus Kapital 3 erklärt. Kapitel 6 beschäftigt sich genauer mit ausländischen Direktinvestitionen bei asymmetrischer Information, indem es das Modell
aus Kapitel 3 erweitert.

1 Lapp (1996a), Seite1.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Internationale Kapitalmobilität

2.1 Realzinsunterschiede

2.2 „Home bias“

2.3 Feldstein-Horioka Paradoxon

2.4 Erklärungen für Kapitalimmobilität

2.4.1 Überblick über mögliche Erklärungen

2.4.2 Asymmetrische Information

2.4.3 Empirischer Nachweis der Relevanz von asymmetrischer Information

2.5 Zwischenfazit – keine perfekte internationale Kapitalmobilität

3. Modell für internationale Kapitalbewegungen

3.1 Drei Formen von Kapitalbewegungen

3.2 FPDI – Foreign Portfolio Dept Investment

3.2.1 Schlussfolgerungen zu den FPDI

3.3 FPEI – Foreign Portfolio Equity Investment

3.3.1 Schlussfolgerungen zu den FPEI

3.4 FDI – Foreign Direct Investment

3.4.1 Schlussfolgerungen zu den FDI

3.5 Zwischenfazit – Effizienz der Ungleichbehandlung

4. Subventionierung von Kapitalimporten

5. Erklärung der Hinweise auf Kapitalimmobilität

5.1 Realzinsunterschiede

5.2 „Home bias“

5.3 Feldstein-Horioka Paradoxon

6. Die Rolle der ausländischen Direktinvestitionen (FDI)

6.1 FDI-Modlell ohne inländischen Kreditmarkt

6.1.1 Wohlfahrtswirkungen

6.2 FDI-Modell mit inländischem Kreditmarkt

6.2.1 Wohlfahrtswirkungen

6.3 Zwischenfazit – negative Wohlfahrtseffekte möglich

7. Relevanz für wirtschaftspolitische Entscheidungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Ausmaß und die Ursachen unvollständiger internationaler Kapitalmobilität und analysiert diese durch ein theoretisches Modell mit asymmetrischer Informationsverteilung zwischen inländischen und ausländischen Investoren, um daraus wirtschaftspolitische Empfehlungen für eine optimale Besteuerung von Kapitalerträgen und den Umgang mit ausländischen Direktinvestitionen abzuleiten.

  • Analyse der Tatbestände unvollkommener internationaler Kapitalmobilität (Realzinsunterschiede, Home Bias, Feldstein-Horioka Paradoxon).
  • Modellierung von Kapitalbewegungen unter Berücksichtigung asymmetrischer Information.
  • Untersuchung optimaler Steuerpolitik für verschiedene Formen von Kapitalimporten.
  • Bewertung der Rolle ausländischer Direktinvestitionen (FDI) als Mittel zur Umgehung von Informationsasymmetrien.
  • Diskussion der Wohlfahrtseffekte und wirtschaftspolitischen Implikationen bei unterschiedlichen Marktstrukturen.

Auszug aus dem Buch

2.4.2 Asymmetrische Information

Informationen sind zwischen potentiellen Investoren in unterschiedlichen Ländern asymmetrisch, also ungleich verteilt. Investoren die in einem bestimmten Land leben und arbeiten, besitzen wesentlich mehr und wesentlich detailliertere Informationen über die wirtschaftlichen Zusammenhänge und Gebräuche in ihrem Heimatland, als Investoren aus dem Ausland. Dies hat zur Folge, dass Investitionen im Ausland -in welcher Form auch immer- erschwert werden. Risiken bzw. Unsicherheiten, aufgrund der asymmetrisch verteilten Informationen, müssen in die Ertragsraten mit eingerechnet werden und verringern diese dadurch. Damit sind natürlich auch Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen verbunden.

Man sollte meinen, dass in der heutigen globalisierten Welt Informationsbeschaffung kein gravierendes Problem mehr darstellt. Das Internet ermöglicht uns die nahezu kostenlose Übermittlung von Informationen in alle Teile unseres Erdballs. Doch die benötigten Informationen für Investitionsentscheidungen, beispielsweise bezüglich Unternehmensanleihen oder Aktien, sind von vielfältiger Art und nicht unkompliziert, so dass sie nicht für alle Marktteilnehmer gleich verfügbar sind. Dies gilt vor allem über internationale Grenzen hinweg.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Fragestellung der unvollständigen internationalen Kapitalmobilität und skizziert die Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Internationale Kapitalmobilität: Dieses Kapitel beschreibt empirische Anzeichen für Kapitalimmobilität wie Realzinsunterschiede, den „Home bias“ und das Feldstein-Horioka Paradoxon und führt die asymmetrische Information als zentrale Erklärung ein.

3. Modell für internationale Kapitalbewegungen: Es wird ein theoretisches Modell entwickelt, das drei Formen von Kapitalbewegungen (FPDI, FPEI, FDI) unter expliziter Berücksichtigung asymmetrischer Information analysiert und daraus Politikempfehlungen für eine optimale Besteuerung ableitet.

4. Subventionierung von Kapitalimporten: Dieses Kapitel erörtert die theoretische Empfehlung, ausländische Kapitalimporte zu subventionieren, um Investitionshemmnisse zu reduzieren, und reflektiert dies kritisch vor dem Hintergrund realer politischer Faktoren.

5. Erklärung der Hinweise auf Kapitalimmobilität: Hier wird das in Kapitel 3 entwickelte Modell genutzt, um die eingangs beschriebenen empirischen Phänomene der Kapitalimmobilität theoretisch zu untermauern.

6. Die Rolle der ausländischen Direktinvestitionen (FDI): Dieses Kapitel erweitert das Modell, um die Rolle von FDI bei asymmetrischen Informationen zu analysieren, wobei sowohl Szenarien mit als auch ohne inländische Kreditmärkte betrachtet werden.

7. Relevanz für wirtschaftspolitische Entscheidungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung einer differenzierten Steuerpolitik für verschiedene Formen von Kapitalbewegungen anstelle eines einheitlichen Wohnsitzprinzips.

Schlüsselwörter

Internationale Kapitalmobilität, Asymmetrische Information, Foreign Direct Investment, FDI, Portfolioinvestitionen, Home Bias, Feldstein-Horioka Paradoxon, Optimale Besteuerung, Realzinsunterschiede, Kapitalmarkt, Finanzkrise, Wohlfahrtsökonomie, Risiko, Investitionsentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Gründe für die in der Realität beobachtbare unvollständige internationale Kapitalmobilität und analysiert diese unter der Annahme asymmetrischer Informationsverteilung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Analyse von Kapitalbewegungen zwischen Ländern, die Bedeutung von Informationsvorsprüngen für Investoren sowie die Gestaltung einer optimalen Steuerpolitik für verschiedene Kapitalanlageformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein ökonomisches Modell zu entwickeln, das zeigt, wie asymmetrische Information Kapitalbewegungen beeinflusst, und daraus abzuleiten, wie Regierungen die Besteuerung von Kapitalimporten effizient gestalten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine modelltheoretische Analyse im Rahmen von Zwei-Perioden-Modellen der internationalen Makroökonomik, ergänzt durch eine Auseinandersetzung mit empirischen Studien zu Kapitalmärkten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung empirischer Hinweise auf Kapitalimmobilität, die Entwicklung eines Modells für verschiedene Kapitalbewegungen (FPDI, FPEI, FDI) und die Ableitung einer optimalen Steuerstrategie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind internationale Kapitalmobilität, asymmetrische Information, Home Bias, Feldstein-Horioka Paradoxon, ausländische Direktinvestitionen (FDI) und optimale Besteuerung.

Warum ist das Wohnsitzprinzip nach Ansicht des Autors nicht immer effizient?

Aufgrund asymmetrischer Informationen und unvollständiger Kapitalmobilität führt das traditionelle Wohnsitzprinzip zu ineffizienten Kapitalallokationen; der Autor plädiert daher für eine differenzierte "Ungleichbehandlung" der Steuerlast.

Welche Rolle spielen Direktinvestitionen (FDI) bei der Umgehung von Informationsproblemen?

Durch die Ausübung von Kontrolle und Management („owner-manager“-Position) erhalten ausländische Direktinvestoren Zugang zu internen Informationen und können so den Informationsnachteil gegenüber inländischen Investoren kompensieren.

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Details

Title
Internationale Kapitalmobilität bei asymmetrischer Information
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Volkswirtschaftslehre)
Grade
2,7
Author
Arne Ahrens (Author)
Publication Year
2003
Pages
71
Catalog Number
V19755
ISBN (eBook)
9783638238021
Language
German
Tags
Internationale Kapitalmobilität Information
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arne Ahrens (Author), 2003, Internationale Kapitalmobilität bei asymmetrischer Information, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19755
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