Auf der Suche nach einem geeignetem Thema für seine Hausarbeit im Fach Politik und Wirtschaft hat sich der Autor dazu entschlossen, das politische Tagesgeschehen rund um die „Volksrepublik“ China aufmerksam zu verfolgen und ist dadurch, abgesehen von wirtschaftlichen Rekordmeldungen, auf die später unter einem anderem Gesichtspunkt eingegangen wird, auf das -vor allem in der westlichen Welt umstrittene- politische chinesische System gestoßen und hat sich darüber informiert. Besonders interessant fand der Autor dabei, dass es durchaus den Anschein hat, als funktioniere die kommunistische Diktatur in seiner jetzigen Form recht gut. Ob dieses ordnungsgemäße Funktionieren des Systems, das der einfache Blick auf das Geschehen bringt, der Wirklichkeit entspricht, soll auch Gegenstand dieser Hausarbeit sein. Ins Augenlicht des Autors ist, wenn es um Menschenrechte in China geht, in den vergangenen Jahren vor allem der Friedensnobelpreisträger Lui Xiaobo gerückt, der auch regelmäßig Thema der deutschen Medienberichterstattung ist. Dieser Aktivist soll näher porträtiert werden, um mehr darüber zu erfahren, inwieweit eine Entwicklung der „Volksrepublik“ in Richtung Demokratie zu beobachten ist.
Auch der Besuch der Kanzlerin in China bietet einiges Anschauliches, um das chin. System zu erklären.
Mit China wird oft der Begriff Zukunft wird -zumindest wirtschaftlich gesehen- oft der Begriff der Zukunft assoziiert, China wird aufgrund seines hohen Wachstums und steigenden Wohlstandes der Markt wahrscheinlich der Markt der Zukunft sein.
Was die politische Seite trifft, so hat der Autor sich entschieden ein zukunftsorientiertes Thema zu wählen.
Das Thema „China – Aussicht auf Demokratie?“ hat der Autor ausgewählt, weil es offen formuliert ist, sich mit der -in seinen Augen- sehr wichtigen- Zukunft des politischen Systems der „Volksrepublik“ China auseinandersetzt, einen Ausblick wagt und nicht zuletzt, weil ihn die Globalisierung der Politik sehr interessiert. Diese soll am Beispiel China erläutern werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einführung und aktuelle wirtschaftliche Situation Chinas
3. Geschichte des chinesischen Traumes bis heute
4. Unzufriedenheit in der „VR“ China
5. Das politische System Chinas
6. Die Gehversuche der Demokratie in China
7. Die Unterdrückung in der „Volksrepublik“ China
8. China in den Medien
9. Braucht China die Demokratie?
10. Alles eine Frage der Legitimation?
11. Die Menschenrechte in China
12. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage der „Volksrepublik“ China mit dem primären Ziel, die Aussicht auf eine künftige Demokratisierung des Landes kritisch zu bewerten und die Rolle von Menschenrechten sowie wirtschaftlichen Einflussfaktoren zu analysieren.
- Analyse des Spannungsfeldes zwischen autoritärer Herrschaft und wirtschaftlichem Aufstieg
- Untersuchung der Legitimationsstrategien der kommunistischen Führung
- Diskussion über Menschenrechte und politische Freiheitsgrade im modernen China
- Kritische Reflexion der medialen Berichterstattung über China im Westen
Auszug aus dem Buch
Die Unterdrückung in der „Volksrepublik“ China
Bei aller Sympathie zu Hills Euphorie muss man aber konstatieren, dass in den vergangenen 25 Jahren seit Dengs Ankündigung eher abweisend auf neue Ideen seitens der chinesischen Regierung reagiert wurde. Ein gutes Beispiel hierfür ist zum Beispiel das Internet, in dem missliebige Inhalte streng unterdrückt werden, meist durch überempfindliche Schlagwortfilter. Das Unternehmen Google hat sich aus dem chinesischen Markt zurückgezogen, weil es von der Regierung in Peking massiv unter Druck gesetzt wurde, china-kritische Links aus der Suchmaschine zu entfernen. Es gibt keine privaten Medien in China und Zeitungen sind dazu angehalten, sich an die Weisungen der Regierung zu halten und ggf. den Text der staatlichen Nachrichtenagentur zu übernehmen.
Die chinesische Regierung hatte in der Vergangenheit genügend Gelegenheiten ihren Wunsch nach einer Änderung des Systems medienwirksam für das Ausland darzustellen. Alle diese Möglichkeiten wurden aber vergeben und dies meistens noch mit impressivem Nachdruck in die gegenläufige Richtung.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Der Autor erläutert die Motivation für die Themenwahl und den wissenschaftlichen Rahmen der Arbeit, wobei er den Fokus auf die Zukunft des politischen Systems der „Volksrepublik“ China legt.
Einführung und aktuelle wirtschaftliche Situation Chinas: Dieses Kapitel beleuchtet den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas und die Besonderheit, autoritäre Regierungsführung mit kapitalistischen Marktmechanismen zu kombinieren.
Geschichte des chinesischen Traumes bis heute: Es wird ein historischer Abriss von der Gründung der „Volksrepublik“ unter Mao Zedong bis zur Ära der Öffnung und Modernisierung unter Deng Xiaoping gegeben.
Unzufriedenheit in der „VR“ China: Hier werden soziale Disparitäten, das Hukou-System und die prekäre Lage von Wanderarbeitern als Quellen potenzieller Unzufriedenheit innerhalb der Bevölkerung analysiert.
Das politische System Chinas: Das Kapitel untersucht die verfassungsrechtlichen Grundlagen und das Machtmonopol der kommunistischen Partei unter dem Konzept der „demokratischen Diktatur des Volkes“.
Die Gehversuche der Demokratie in China: Es werden alternative Ansätze wie Wahlen auf Dorf-Ebene und theoretische Modelle zur Bürgerbeteiligung diskutiert, die auf eine langsame Transformation hindeuten könnten.
Die Unterdrückung in der „Volksrepublik“ China: Der Fokus liegt auf der restriktiven Informationspolitik, der Zensur und der Unterdrückung von Systemkritikern am Beispiel von Liu Xiaobo.
China in den Medien: Die verzerrte Wahrnehmung Chinas in westlichen Medien sowie die Rolle von Stereotypen in der Berichterstattung werden kritisch reflektiert.
Braucht China die Demokratie?: Basierend auf der Lehrmeinung von Prof. Dr. Hans-Georg Möller wird diskutiert, ob eine demokratische Regierungsform zwingend für den Erfolg des Landes notwendig ist.
Alles eine Frage der Legitimation?: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Strategien der chinesischen Führung, sich national und international Legitimität zu verschaffen.
Die Menschenrechte in China: Es wird die Menschenrechtssituation in China unter Berücksichtigung juristischer Reformen und anhaltender Repressionen wie Folter und Adminstrativhaft bewertet.
Fazit: Der Autor zieht ein abschließendes Resümee und stellt zehn Thesen zur Zukunft Chinas auf, in denen er eine sofortige Demokratisierung ausschließt, aber auf langfristige Veränderungen setzt.
Schlüsselwörter
China, Demokratie, Kommunistische Partei, Wirtschaftswachstum, Menschenrechte, Legitimation, Hukou-System, Wanderarbeiter, Zensur, Liu Xiaobo, Globalisierung, Politik, Transformation, Autoritarismus, Sozialistische Marktwirtschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die politische Entwicklung Chinas und hinterfragt die realistische Aussicht auf eine Demokratisierung des Landes innerhalb der nächsten Jahrzehnte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit befasst sich mit der wirtschaftlichen Dynamik Chinas, der Stabilität des politischen Systems, den Legitimationsstrategien der KPCh sowie der Menschenrechtslage.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die komplexe Frage, ob China eine Demokratie benötigt oder in Richtung einer solchen steuert, anhand von verschiedenen sozioökonomischen und politischen Indikatoren zu erörtern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt eine Literatur- und Medienanalyse durch, um aktuelle Entwicklungen und verschiedene Expertenmeinungen zur chinesischen Innen- und Außenpolitik gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert historische Grundlagen, soziale Ungleichheiten (wie Stadt-Land-Disparitäten), die Rolle der Medien bei der Wahrnehmung Chinas und die Mechanismen politischer Unterdrückung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Demokratisierung, Menschenrechte, Legitimationsstrategien der KPCh und das Spannungsfeld zwischen ökonomischem Erfolg und autoritärer Führung.
Welche Bedeutung haben die „Gehversuche der Demokratie“ in der Arbeit?
Dieser Abschnitt dient dazu, aufzuzeigen, dass China durchaus mit Formen der Bürgerbeteiligung experimentiert, auch wenn diese weit von westlichen demokratischen Idealen entfernt sind.
Wie bewertet der Autor die Rolle der Menschenrechte?
Der Autor betont, dass die Menschenrechte in China derzeit nur unzureichend verwirklicht sind und fordert deren Einhaltung als notwendigen Schritt für eine lebenswertere Zukunft der chinesischen Bevölkerung.
- Citar trabajo
- Marius Meyer (Autor), 2012, China - Aussicht auf Demokratie?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197578