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Limits to Arbitrage

Arbitragemöglichkeiten bei Börsengängen von Tochtergesellschaften

Title: Limits to Arbitrage

Seminar Paper , 2012 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Fleischer (Author)

Economics - Finance
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Unter Zusammenfassung der Studie vom Lamont und Thaler von 2003, "Can the market add and subtract?" werden mögliche Arbitragemöglichkeiten bei Börsengängen von Tochtergesellschaften (Carve-Outs) mit anschließendem Spin-Off diskutiert. Am Beispiel des Carve-Out von Palm durch 3Com im Jahre 2000 wird gezeigt, dass sich reale Arbitragemöglichkeiten ergeben können, welche jedoch aus verschiedenen Gründen nur bedingt ausnutzbar sind. Daran anschließend zeigt ein breites Industriesample aus den Jahren 2000 und 2001, wie selten Fehlbewertungen bei Börsengängen von Tochtergesellschaften sind. Ein Fazit rundet die Ergebnisse der Arbeit ab und gibt einen Ausblick für mögliche weitere Forschungsansätze.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 CARVE-OUTS VS. SPIN-OFFS: EIN ÜBERBLICK

2.1 DER CARVE-OUT

2.2 DER SPIN-OFF

2.3 DIE KOMBINATION VON CARVE-OUT UND SPIN-OFF

2.4 ARBITRAGESTRATEGIEN UND DEREN RISIKEN

3 ARBITRAGEMÖGLICHKEITEN BEI TECH STOCK CARVE OUTS: DIE STUDIE VON LAMONT UND THALER

3.1 BEOBACHTUNG

3.2 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG

3.3 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE UND IMPLIKATIONEN

4 KANN DER MARKT WIRKLICH NICHT RECHNEN? EIN ZWEITER VERSUCH

4.1 IDEE DER UNTERSUCHUNG

4.2 DATENRECHERCHE UND INFORMATIONEN ZUR SAMPLEZUSAMMENSETZUNG

4.3 METHODIK

4.4 KONTRASTIERUNG DER ERGEBNISSE MIT DER STUDIE VON LAMONT UND THALER

5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die von Lamont und Thaler identifizierten Marktineffizienzen bei Technologie-Carve-outs – konkret das Auftreten negativer "Stub Values" – auch in einem breiteren industriellen Kontext außerhalb des Technologiesektors nachweisbar sind oder ob sie ein spezifisches Phänomen der Internetblase darstellen.

  • Grundlagen von Carve-outs, Spin-offs und deren Kombination
  • Mechanismen von Arbitragestrategien und auftretende Marktrisiken
  • Kritische Analyse der Studie von Lamont und Thaler (2003)
  • Konstruktion eines erweiterten Samples zur Überprüfung der Markteffizienz
  • Diskussion über Leerverkaufskosten und den Einfluss irrationalen Investorenverhaltens

Auszug aus dem Buch

3.1 Beobachtung

In ihrem Paper von 2003 zeigen Lamont und Thaler zum Teil deutliche Fehlbewertungen bei Technologie Carve-outs mit anschließenden Spin-offs auf, die sich im Zeitraum zwischen 1996 und 2001 in den USA ereignet haben. Obwohl das gewählte Sample mit insgesamt 18 Carve-outs verhältnismäßig klein ist, erachten die Autoren ihre Ergebnisse für beachtenswert, da sie zum Teil deutliche Verletzungen sowohl des Gesetzes des einen Preises als auch fairer Marktbewertungen demonstrieren.

So wird an Hand des Carve-outs und anschließendem Spin-off des Unternehmens Palm durch seine Mutter 3Com im Jahre 2000 demonstriert, dass auf Grundlage der Bewertung der handelbaren Aktien der Tochter zum Teil andere profitable Aktivitäten der Mutter einen negativen Marktwert aufwiesen. Im Falle von Palm sollten die Aktionäre von 3Com je 1,525 Aktien des abgespaltenen Unternehmens Palm pro 3Com Aktie erhalten. Am ersten Handelstag wurden Palm-Aktien zu 95,06$ gehandelt. Von seinen restlichen Aktivitäten abgesehen, hätte eine 3Com Aktie, die auf Grund des Spin-off eine steuerfreie Dividende von 1,525 Palm Aktien generierte, also mindestens 145$ kosten müssen, um das Gesetz des einen Preises einzuhalten.

Tatsächlich jedoch wurden die 3Com Aktien nur zu 81,81$ gehandelt, was implizit einen negativen Wert sämtlicher nicht-Palm Aktivitäten von 3Com, inklusive eines negativen Wertes der positiven Cash-Bestände, bedeutete. Diese offensichtliche Fehlbewertung hätte durch einen Arbitrageur leicht ausgenutzt werden können, da auf Grund des definitiven Spin off ein Endzeitpunkt definiert war, zu dem das Gesetz des einen Preises spätestens wieder hätte erfüllt sein müssen. Dennoch wurde die Fehlbewertung durch den Markt lange Zeit nicht korrigiert, was eine Frage nach den Gründen dafür nach sich zieht. Lamont und Thaler identifizieren hierzu zwei wesentliche Punkte, die sie anschließend an Hand des bereits erwähnten Samples überprüfen: 1) die nicht vorhandene Fähigkeit, die überwertete Aktie im dem Maße leer zu verkaufen, dass die Fehlbewertung ausgeglichen wird, und 2) irrational handelende Investoren, welche die Fehlbewertung entgegen der Marktlogik verursachten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Arbitrage bei Börsengängen von Tochtergesellschaften und Vorstellung der relevanten Studie von Lamont und Thaler.

2 CARVE-OUTS VS. SPIN-OFFS: EIN ÜBERBLICK: Darstellung der Formen von Unternehmensabspaltungen und der daraus resultierenden Möglichkeiten für Arbitrageure.

3 ARBITRAGEMÖGLICHKEITEN BEI TECH STOCK CARVE OUTS: DIE STUDIE VON LAMONT UND THALER: Analyse der ursprünglichen Studie, die Fehlbewertungen bei Technologieunternehmen während der Dotcom-Bubble aufdeckte.

4 KANN DER MARKT WIRKLICH NICHT RECHNEN? EIN ZWEITER VERSUCH: Präsentation einer eigenen Untersuchung an einem breiteren Industriesample zur Überprüfung der Allgemeingültigkeit der Lamont-Thaler-Ergebnisse.

5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Resümee der Arbeit, Einordnung der Ergebnisse und Diskussion der Marktfähigkeit unter Berücksichtigung exogener Faktoren.

Schlüsselwörter

Arbitrage, Carve-out, Spin-off, Stub Value, Markteffizienz, Dotcom-Bubble, Leerverkaufsbeschränkungen, Gesetz des einen Preises, Überbewertung, Marktmechanismen, Aktienmärkte, Finanzwirtschaft, Kapitalmarkttheorie, Technologieaktien, Fehlbewertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob bei Börsengängen von Tochtergesellschaften (Carve-outs) systematische Fehlbewertungen auftreten, die von Arbitrageuren ausgenutzt werden könnten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Funktionsweise von Carve-outs und Spin-offs, die Effizienz von Aktienmärkten sowie die theoretischen Grundlagen der Arbitrage unter Realbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Überprüfung, ob die von Lamont und Thaler für den Technologiesektor festgestellten Marktineffizienzen (negative "Stub Values") auch in anderen Branchen existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine empirische Analyse durch, bei der ein eigens zusammengestelltes Sample aus verschiedenen Industrien nach "Stub Values" untersucht und mit den Ergebnissen der Lamont-Thaler-Studie verglichen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, die detaillierte Diskussion der Lamont-Thaler-Studie sowie die eigene empirische Untersuchung und Kontrastierung der Ergebnisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Arbitrage, Carve-out, Stub Value, Markteffizienz und die Dotcom-Bubble als historischer Kontext.

Was ist ein "Stub Value" in diesem Kontext?

Der Stub Value bezeichnet den impliziten Wert der nicht abgespaltenen Teile einer Muttergesellschaft. Ein negativer Wert deutet auf eine Fehlbewertung hin, da die Summe der Teile den Marktwert der Mutter übersteigt.

Warum wurden bei Palm massive Fehlbewertungen beobachtet?

Die Fehlbewertungen resultierten aus einer Kombination von extrem hoher Nachfrage durch irrationale Anleger während der Dotcom-Bubble und massiven Leerverkaufsbeschränkungen, die eine Arbitrage verhinderten.

Wie lautet das Fazit zur Markteffizienz?

Der Markt ist grundsätzlich funktionsfähig. Die in der Studie beobachteten Ineffizienzen sind seltene Phänomene, die stark durch exogene Faktoren wie Blasenbildungen und hohe Transaktionskosten bei Leerverkäufen beeinflusst wurden.

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Details

Title
Limits to Arbitrage
Subtitle
Arbitragemöglichkeiten bei Börsengängen von Tochtergesellschaften
College
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)  (Finanzwirtschaft, Banken und Versicherungen (FBV))
Course
Seminar Limits to Arbitrage
Grade
1,3
Author
Christian Fleischer (Author)
Publication Year
2012
Pages
27
Catalog Number
V197836
ISBN (eBook)
9783656242031
ISBN (Book)
9783656242628
Language
German
Tags
Arbitrage Börsengänge Carve-Out Spin-Off Limits Empirie Muttergesellschaft Tochtergesellschaft Leerverkauf Short selling Arbitragestrategien Strategien Palm 3Com Branchenanalyse Dotcom Blasenbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Fleischer (Author), 2012, Limits to Arbitrage, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197836
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