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Die Rolle des Informationsmanagements im Supply Chain Management

Title: Die Rolle des Informationsmanagements im Supply Chain Management

Seminar Paper , 2012 , 38 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Phillip Uschner (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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ie Ursprünge des SCM liegen in den USA. Anfang der 60er Jahren wurde hier der Begriff SCM geprägt. Dabei wurde das bisherige Logistikkonzept auf unternehmensübergreifende Versorgungsketten und deren Materialfluss erweitert. Mit der Entwicklung der Informations-technologie hat sich auch das Verständnis von SCM weiterentwickelt, hin zu einer integrier-ten Betrachtung der gesamten Versorgungskette. Dabei hat die Supply Chain einer Unterneh-mung einen großen Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens, da hier wesentliche Erfolgsfaktoren wie Zeit, Qualität und Kosten direkt beeinflusst werden können. Weiterhin ist für den Erfolg eines Unternehmens die Ressource Information maßgeblich. Ein effizientes und effektives Informationsmanagement ist ebenfalls ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Betrieb. Für die Supply Chain haben Informationen eine zentrale Bedeutung, da diese die Kommunikation und Zuverlässigkeit innerhalb einer unternehmensübergreifenden Versorgungs-kette beeinflussen können. Diese Arbeit hat zum Ziel die Rolle des Informationsmanagement im SCM genauer zu beleuchten. Dabei werden ausgewählte Koordinationskonzepte und Informationssysteme für die Supply Chain vorgestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Supply Chain Management

2.1 Begriffsverständnis

2.2 Ziele des Supply Chain Management

2.3 Erfolgsfaktoren des Supply Chain Management

2.3.1 Integration

2.3.2 Kooperation

2.3.3 Koordination

2.3.4 Information

2.4 Bullwhip Effekt

3 Koordinationskonzepte im Supply Chain Management

3.1 Begriffsverständnis

3.2 Just in time

3.2.1 Voraussetzungen

3.2.2 Vor- und Nachteile

3.3 Vendor Managed Inventory

3.3.1 Voraussetzungen

3.3.2 Vor- und Nachteile

3.4 Efficient Consumer Response

3.4.1 Efficient Replenishment

3.4.2 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment

4 Informationsmanagement

4.1 Begriffsverständnis

4.2 Aufgaben des Informationsmanagement

5 Informationssysteme

5.1 Begriffsverständnis

5.2 Funktionen und Aufgaben von Informationssystemen

5.3 Ziele und Potentiale von Informationssystemen

5.4 Enterprise Resource Planning

5.5 Advanced Planning and Scheduling Systeme

5.6 Supply Chain Event Management

5.7 Betriebliche Informationssysteme Praxisbeispiele

5.7.1 Marktübersicht betriebliche Informationssysteme

5.7.2 SAP

5.7.3 Oracle

5.7.4 Microsoft

5.7.5 Eigenentwicklung von Informationssystemen

6 Informationstechnologie

6.1 Radio Frequency Identification

6.1.1 Vor- und Nachteile

6.1.2 Einsatzgebiete von RFID im Supply Chain Management

6.2 Internettechnologie

6.2.1 e-Business

6.2.2 Anwendung des e-Business im Supply Chain Management

7 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung des Informationsmanagements für die effiziente Gestaltung von Wertschöpfungsketten (Supply Chains). Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Informationssysteme und moderne Informationstechnologien als Enabler fungieren, um durch eine verbesserte Koordination, Integration und Kommunikation zwischen den beteiligten Partnern Wettbewerbsvorteile zu generieren und betriebliche Herausforderungen zu meistern.

  • Grundlagen des Supply Chain Management und dessen Erfolgsfaktoren
  • Analyse verschiedener Koordinationskonzepte wie Just-in-Time und VMI
  • Die Rolle von Informationsmanagement und betrieblichen Informationssystemen (z.B. ERP, SAP)
  • Potenziale neuer Technologien wie RFID und e-Business im SCM-Kontext

Auszug aus dem Buch

Bullwhip Effekt

Das Zusammenarbeiten innerhalb einer Supply Chain birgt nicht nur Erfolgspotenziale. Durch fehlende Kommunikation und Informationen kann es zum Aufschaukeln von Beständen kommen, dem so genannten Bullwhip Effekt. Erstmals wurde der Effekt bei Babywindeln festgestellt. Der Einzelhandel registrierte eine Nachfrageschwankung von 5% und legte demzufolge einen Sicherheitsbestand von 10% fest, damit Lieferschwankungen ausgeglichen werden können. Der Großhandel allerdings übernimmt für die Berechnung seines Sicherheitsbestandes die 10% des Einzelhandels als Nachfrageschwankung und errechnet somit einen Sicherheitsbestand von 15%. Das gleiche Phänomen vollzieht sich beim Hersteller, der somit einen Sicherheitsbestand von 20% anlegt, der in keiner wirtschaftlichen Relation zu den ursprünglichen Nachfrageschwankungen von 5% steht. Der Bullwhip Effekt hat verschiedene Ursachen. Zum einen kann die Ursache in den Nachfrageprognosen begründet sein, die nicht aktuell sind. Jeder Teilnehmer der Supply Chain kennt nur die Bedarfe, die ihm sein unmittelbarer Vorgänger mitgeteilt hat. Dadurch wird jede Supply Chain Stufe isoliert betrachtet. Weiterhin wird zur Vermeidung von Fehlbeständen viel unnötig produziert und als Sicherheitsbestand auf Lager gehalten, die Folge sind hohe Kapitalsbindungskosten über die Supply Chain hinweg. Außerdem ist die Auftragsbündelung ein weiterer Faktor für die Verstärkung des Bullwhip Effekts, dadurch sollen bestellfixe Kosten vermieden werden. Lieferanten fördern den Effekt durch Gewährung von Mengenrabatten, Aktionspreisen und Staffelpreisen. Dadurch werden in Tiefpreisphasen außerordentlich viele Materialien gekauft, diese Schwankung spiegelt allerdings nicht den eigentlichen Bedarfsverlauf wieder.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Hinführung zur Bedeutung von Informationsmanagement für den Erfolg von unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten.

2 Supply Chain Management: Definition von SCM sowie Identifikation der zentralen Erfolgsfaktoren wie Integration, Kooperation, Koordination und Information.

3 Koordinationskonzepte im Supply Chain Management: Untersuchung spezifischer Strategien zur Optimierung der Zusammenarbeit, darunter Just-in-Time, Vendor Managed Inventory und ECR.

4 Informationsmanagement: Erläuterung der Rolle, Aufgaben und Begrifflichkeiten des Informationsmanagements als strategische Ressource im Unternehmen.

5 Informationssysteme: Vorstellung verschiedener IT-Systeme wie ERP oder SCEM und Analyse von Marktführern wie SAP und Oracle in der Praxis.

6 Informationstechnologie: Diskussion technischer Enabler wie RFID und e-Business zur Unterstützung der Supply Chain Prozesse.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz von Informationssystemen als Grundlage für zukünftigen Wettbewerb zwischen Supply Chains.

Schlüsselwörter

Supply Chain Management, Informationsmanagement, Bullwhip Effekt, Informationssysteme, ERP, Just-in-Time, Vendor Managed Inventory, Efficient Consumer Response, SAP, RFID, e-Business, Prozessoptimierung, Unternehmensintegration, Wertschöpfungskette, Koordination.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Rolle des Informationsmanagements und den Einsatz moderner IT-Systeme zur Steigerung der Effizienz innerhalb von Supply Chains.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kerngebieten zählen Supply Chain Strategien, Koordinationsmodelle, betriebliche Informationssysteme sowie aktuelle Technologien wie RFID und e-Business.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Beitrag von Informationsmanagement zur Realisierung von Potenzialen in Wertschöpfungsketten darzustellen und die Abhängigkeit von IT-gestützten Prozessen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, ergänzt durch Praxisbeispiele von Systemanbietern und Anwendungsbeispiele in Unternehmen.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Koordinationskonzepten, die Analyse der Aufgaben des Informationsmanagements und den detaillierten Vergleich verschiedener Softwarelösungen für Unternehmen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Integration, Kooperation, Informationstransparenz, Prozessoptimierung und technologische Enabler sind die prägenden Begriffe.

Warum spielt der "Bullwhip Effekt" eine wichtige Rolle in der Argumentation?

Der Effekt dient als Paradebeispiel für die negativen Folgen fehlender Kommunikation in einer Supply Chain und unterstreicht die Notwendigkeit von Informationsmanagement.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Anbietern von betrieblicher Software?

Die Arbeit bietet eine Marktübersicht und beleuchtet spezifisch die Softwarelösungen von Marktgrößen wie SAP, Oracle und Microsoft hinsichtlich ihrer Anwendung im SCM.

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Details

Title
Die Rolle des Informationsmanagements im Supply Chain Management
College
Technical University of Chemnitz
Grade
1,3
Author
Phillip Uschner (Author)
Publication Year
2012
Pages
38
Catalog Number
V197869
ISBN (eBook)
9783656241096
ISBN (Book)
9783656241553
Language
German
Tags
rolle informationsmanagements supply chain management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Phillip Uschner (Author), 2012, Die Rolle des Informationsmanagements im Supply Chain Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197869
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