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Where is my mind?: Unzuverlässiges Erzählen in David Finchers Film "Fight Club"

Título: Where is my mind?: Unzuverlässiges Erzählen in David Finchers Film "Fight Club"

Tesis (Bachelor) , 2011 , 38 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Maximiliane Sander (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Resumen Extracto de texto Detalles

1. Einleitung

With your feet in the air and your head on the ground
try this trick and spin it, yeah
your head will collapse, but there's nothing in it
and you'll ask yourself:

Where is my mind?

(Where is my mind – The Pixies)

Der Film FIGHT CLUB von David Fincher aus dem Jahre 1999 gilt als einer der besten Filme der 1990er Jahre1. Daher ist es verständlich, dass auch in der literaturwissenschaftlichen Forschung Interesse an FIGHT CLUB besteht.

(...)

In dieser Arbeit soll zunächst die in der Literaturwissenschaft etablierte Erzähltheorie nach Genette vorgestellt werden, die als Leitfaden dient, um Erzählsituation analysieren zu können und somit auch einen direkten Bezug zum unzuverlässigen Erzählen besitzt.
Hierbei werde ich mich bei der Darstellung Genettes Theorien weitestgehend auf die Aspekte beschränken, die im Hinblick auf die Analyse des Filmes FIGHT CLUB nutzbar gemacht werden können. Des Weiteren werde ich filmspezifische Erzähltechniken vorstellen, welche in der Eigenart des Filmes, sich durch sowohl visuelle als auch auditive Formen auszudrücken, begründet liegen. Daraufhin werde ich verschiedene Theorien zum unzuverlässigen Erzählen im Film vorstellen. Hierbei werde ich mich aus Platzgründen ebenfalls auf die für meine Analyse wichtigsten Theorien beschränken, welche jedoch einen guten Überblick über das Thema der Unzuverlässigkeit im Film gewährleisten.
Durch eine Sequenzanalyse des Filmes FIGHT CLUB, die sich sowohl inhaltlichen, erzählerischen als auch – wenn auch nur im geringeren Maße – filmanalytischen Aspekten widmet, sowie durch die Interpretation der Analyseergebnisse, möchte ich herausarbeiten, wie das unzuverlässige Erzählen in FIGHT CLUB eingesetzt ist und welche Lesarten der Film anbietet. Die Analyse der erzählerischen Aspekte erfolgt hierbei auf Grundlage der Theorie Genettes, da ich mich, im Gegensatz zu Hickethier29, der diese im Hinblick auf den Film für unfruchtbar hält, den Arbeiten anschließe, welche davon ausgehen, dass Genettes Begrifflichkeiten auf den Film übertragen werden können und die Unterscheidung von Narration und Fokalisation für eine differenzierte Analyse hilfreich ist30. In einem abschließenden Fazit werde ich meine Ergebnisse sammeln und einen Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten geben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erzähltheoretischer Hintergrund

2.1 Erzähltheorie nach Genette

2.2 Erzählen im Film

2.3 Unzuverlässiges Erzählen im Film

2.3.1 Funktionen des unzuverlässigen Erzählens

3. FIGHT CLUB

3.1 Inhaltsangabe

3.2 Analyse ausgesuchter Sequenzen und Interpretation im Hinblick auf unzuverlässiges Erzählen

3.3 Lesarten

3.3.1 Psychologisierte Lesart

3.3.2 Gesellschaftskritische Lesart

3.3.3 Medienspezifische Lesart

3.3.4 Geschlechterspezifische Lesart

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die filmische Umsetzung des Konzepts des unzuverlässigen Erzählens in David Finchers Film "Fight Club". Ziel ist es, durch eine narratologische Analyse zu erarbeiten, wie unzuverlässige Erzählstrukturen durch filmische Mittel wie Bildmontage, Kameraführung und Ton etabliert werden und welche verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten sich daraus für den Rezipienten ergeben.

  • Grundlagen der Erzähltheorie nach Gérard Genette
  • Übertragung narratologischer Modelle auf das Medium Film
  • Analyse filmischer Unzuverlässigkeitssignale in "Fight Club"
  • Psychologische und gesellschaftskritische Deutungsmuster des Films
  • Die Rolle der Medialität bei der Konstruktion unzuverlässiger Erzählweisen

Auszug aus dem Buch

3.2 Analyse ausgesuchter Sequenzen und Interpretation im Hinblick auf unzuverlässiges Erzählen

Der Film beginnt mit einer Kamerafahrt durch etwas, welches sich bei genauerer Betrachtung als ein Gehirn erkennen lässt. Die Kamera rast in Detailaufnahme rückwärts an Nervenbahnen und Synapsengeflechten vorbei. In rhythmischen Intervallen wird das Bild kurzzeitig überbelichtet, woraufhin die Titel erscheinen, um sich daraufhin wieder aufzulösen. Nach Hartmann dienen die Titel dazu den Zuschauer von der Gehirnfahrt abzulenken, da diese schon als Metapher dafür gelten kann, dass das Folgende erdacht ist.

Ich möchte mich Helbigs Interpretation dieser Sequenz anschließen:

„Diese von gemeinhin unsichtbaren Körperinnenwelten nach außen erfolgende, also quasi-rückwärtige Einleitung verdichtet das im folgenden Filmverlauf sichtbar erzählte in zweifacher Weise: Zum einen haben wir es bei der anschließenden Narration mit einer Rückblende zu tun, was wenig später deutlich artikuliert wird. Zum Anderen setzt der On- und Offsprecher seine psychische Innenwelt allmählich in ein physisches Außen bzw. Äußeres um.“

Die rückwärtige Kamerafahrt verlässt das Gehirn und dringt durch eine Schweißdrüse hinaus, fängt Bilder von verschwitzter Haut ein. Die Kamera fährt weiter an einem Gesicht entlang bis sie schließlich rückwärts den Lauf einer Waffe verfolgt, welche im Mund des namenlosen Erzählers (welcher der Zuschauer an dieser Stelle natürlich noch nicht kennt) endet. Die Kamera reguliert die Schärfe, sodass das Gesicht dieses Erzählers in die Nahaufnahme gerückt ist. Durch diesen Anfang wird bereits eine vollkommen neuartige Körperlichkeit im Film etabliert, die im Verlauf der Geschichte durch die Kämpfe im Fight Club eine wichtige Bedeutung bekommt.

Die vorher treibende Musik, die den Eindruck der rasanten Kamerafahrt verstärkt, faded in diesem Moment aus und der Zuschauer hört zum ersten Mal die Stimme des Erzählers aus dem Off. Der Einsatz des Voice-over-Erzählers gibt bereits in dieser ersten Sequenz des Filmes einen eindeutigen Hinweis auf die Subjektivität des Erzählers.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von David Finchers Film "Fight Club" in der Literatur- und Filmwissenschaft ein und stellt den Forschungsstand zum unzuverlässigen Erzählen dar.

2. Erzähltheoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die narratologischen Grundlagen nach Genette und diskutiert die Herausforderungen bei der Übertragung dieser Konzepte auf das Medium Film.

3. FIGHT CLUB: Hier erfolgt die konkrete Anwendung der Theorie auf den Film, inklusive einer Inhaltsangabe sowie einer detaillierten Analyse von Signalen und Lesarten der Unzuverlässigkeit.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass "Fight Club" aufgrund seiner vielschichtigen audiovisuellen Erzählweise ein exzellentes Beispiel für unzuverlässiges Erzählen darstellt.

Schlüsselwörter

Unzuverlässiges Erzählen, Fight Club, David Fincher, Narratologie, Erzähltheorie, Gérard Genette, Filmwissenschaft, Voice-over, interne Fokalisierung, Medialität, Filmanalyse, subjektive Wahrnehmung, Identität, Psychologie, Metaleptik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der narrativen Strategie des "unzuverlässigen Erzählens" und analysiert, wie diese im Film "Fight Club" von David Fincher durch spezifische filmische Gestaltungsmittel umgesetzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Erzähltheorie, die Medialität des Films, die psychologische Verfasstheit der Hauptfigur sowie die gesellschaftskritischen Aspekte, die durch das unzuverlässige Erzählen im Film transportiert werden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie unzuverlässige Erzählstrukturen im Film etabliert werden und welche verschiedenen Lesarten sich durch diese Erzählstrategie für den Zuschauer ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine narratologische Filmanalyse durchgeführt, die auf den Modellen der Erzähltheorie (insbesondere Genette) basiert und diese auf die spezifischen Bedingungen des Mediums Film anpasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des theoretischen Rahmens, die Anwendung dieser Theorien auf den Film anhand ausgewählter Sequenzen sowie die Diskussion verschiedener Lesarten (psychologisch, gesellschaftskritisch, medial).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Unzuverlässiges Erzählen, Filmnarratologie, Fokalisierung, Voice-over, Subjektivität und die Identitätsproblematik des Protagonisten.

Wie definiert der Autor das unzuverlässige Erzählen in Bezug auf den Film?

Unzuverlässigkeit wird im Film nicht nur durch einen Erzähler, sondern durch ein Zusammenspiel von visuellen und auditiven Signalen (wie Kamerafahrten, Schnitt oder Musik) erzeugt, die den Wissensstand oder die Wahrnehmung des Zuschauers manipulieren.

Welche Bedeutung hat die Figur Marla Singer im Kontext der Unzuverlässigkeit?

Marla Singer dient als Korrektiv der männlichen Wahnvorstellungen des Erzählers und spiegelt die Diskrepanzen zwischen der fiktionalen Wahrnehmung des Erzählers und der Realität wider.

Final del extracto de 38 páginas  - subir

Detalles

Título
Where is my mind?: Unzuverlässiges Erzählen in David Finchers Film "Fight Club"
Universidad
University of Duisburg-Essen
Calificación
1,0
Autor
Maximiliane Sander (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
38
No. de catálogo
V197893
ISBN (Ebook)
9783656237853
ISBN (Libro)
9783656240662
Idioma
Alemán
Etiqueta
unzuverlässig Unzuverlässiges Erzählen Germanistik Literaturwissenschaft Fight Club David Fincher Fincher Filmwissenschaft Filmanalyse Genette Sequenzanalyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maximiliane Sander (Autor), 2011, Where is my mind?: Unzuverlässiges Erzählen in David Finchers Film "Fight Club", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197893
Leer eBook
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Extracto de  38  Páginas
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