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Reisezeit - Betrachtungen eines Zwischenraums

Título: Reisezeit - Betrachtungen eines Zwischenraums

Trabajo Escrito , 2011 , 32 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Elisabeth Mandl (Autor)

Arte - Pintura
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Eine Reise bietet eine gute Gelegenheit, wieder mal ein gutes Buch zu lesen, ein kleines Nickerchen zu machen oder auch das ein oder andere für den Job am Laptop zu erledigen. So wird die mehrstündige Fahrt effektiv genutzt. Der Zwischenraum, der sich während einer Reise auftut, soll in der vorliegenden Arbeit beleuchtet werden. Wie verhält es sich mit dem Blick nach draußen, wie veränderte sich das Sehen mit der Erfindung der Eisenbahn? Ist Reisezeit verlorene oder gar tote Zeit und hat sich der Reisende schon immer von der Monotonie einer Bahnfahrt mithilfe von Medien abgelenkt? Diese Fragen werden in drei Teilen behandelt. Drei Gemälde, die das Waggoninnere des 19. und 20. Jahrhunderts darstellen, führen in einem ersten Teil zum Thema. Im zweiten und dritten wird dann die Welt vor und hinter dem Abteilfenster betrachtet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Drei Gemälde zum Thema

2.1 THE TRAVELLING COMPANIONS von Augustus Egg (1862)

2.2 AUF DER FAHRT DURCH DIE SCHÖNE NATUR von Adolph von Menzel (1892)

2.3 CHAIR CAR von Edward Hopper (1965)

2.4 Der Bruch

3 Vor dem Fenster

3.1 Das Panorama

3.2. Der panoramatische Blick

Die Medialität des Blickes

Die ferne Nähe und die nahe Ferne

Ästhetisierung der Landschaft

4 Hinter dem Fenster

4.1 Reiseraum als Zwischenraum

4.2 Reisezeit als Lesezeit

5 Fazit mit Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel der Wahrnehmung während einer Bahnreise. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern die moderne Reisezeit als verlorene Zeit wahrgenommen wird und welche Rolle Medien bei der zunehmenden Isolation des Reisenden von der durchquerten Landschaft spielen.

  • Historische Entwicklung der Bahnreise von der Industrialisierung bis heute.
  • Analyse von Abteilkultur und dem Wandel der Wahrnehmung des Blickes aus dem Zugfenster.
  • Die Rolle der Literatur und moderner Medien als Ersatzwelt während der Reise.
  • Untersuchung der Dialektik zwischen physischer Reise und virtueller bzw. geistiger Abwesenheit.
  • Vergleich der medialen Wahrnehmung durch Kunst (Gemälde) und technische Beschleunigung.

Auszug aus dem Buch

2.1 THE TRAVELLING COMPANIONS von Augustus Egg (1862)

Zwei Frauen sitzen sich in einem Zugabteil gegenüber. Sie scheinen aufgrund ihrer vornehmen, pompösen, viktorianischen Kleider reich zu sein, vielleicht sind sie adelig. Das Innere des Abteils ist dazu passend prächtig ausgestattet und in warmen Gold- und Rottönen gehalten. Vor den drei Fenstern hängen eine Jalousie sowie zwei Vorhänge, die aber zur Seite geschoben sind. Der rechte Vorhang bietet der einen Reisenden Schutz vor der Sonne, damit sie nicht beim Lesen gestört wird. Die vorüberziehende Landschaft stellt die Umgebung rund um die Stadt Menton in Südfrankreich dar. Ein satter grüner Wald ist im Vordergrund, eine bergige Küste im Hintergrund abgebildet. Das Meer an den Felsen erstrahlt in kräftigem Blau. Die Küste ist dagegen nur etwas verschwommen am Horizont wahrzunehmen. Die ganze Szene liegt in der Abendsonne, der Himmel ist wolkenlos. Alles in allem ein sehr schönes Licht auf einer hübschen Landschaft. Von diesem Anblick bekommen die beiden Reisenden allerdings nichts mit. Im Gegensatz zur weiten Landschaft vor dem Fenster, erscheint das Innere als eng und gedrängt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des Zwischenraums während der Bahnreise ein und beleuchtet den historischen Kontext der Eisenbahn als neues, zeitsparendes Verkehrsmittel.

2 Drei Gemälde zum Thema: Anhand von drei Werken der Kunstgeschichte wird der Wandel der Abteilkultur und die zunehmende Isolation des Reisenden von seiner Umwelt illustriert.

3 Vor dem Fenster: Dieses Kapitel analysiert das "panoramatische Sehen" und die mediale Inszenierung der vorbeiziehenden Landschaft durch das Zugfenster.

4 Hinter dem Fenster: Der Fokus liegt auf der Abteilkultur, der Entfremdung der Reisenden untereinander und der Nutzung von Medien wie Literatur zur Ablenkung.

5 Fazit mit Ausblick: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei betont wird, dass Reisezeit heute zunehmend als zu optimierende Zeit angesehen wird, und der Blick auf die moderne Luftfahrt erweitert.

Schlüsselwörter

Eisenbahn, Reisezeit, Zwischenraum, Wahrnehmung, panoramatische Sicht, Abteilkultur, Isolation, Medienkonsum, Industrialisierung, Geschwindigkeit, Raum-Zeit-Verhältnis, moderne Mobilität, Kunstgeschichte, Passivität, Ersatzwelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische und kulturelle Bedeutung der Bahnreise als "Zwischenraum" und die Art und Weise, wie sich unsere Wahrnehmung während einer Reise durch die Erfindung der Eisenbahn und die damit verbundene Geschwindigkeit verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die mediale Konstruktion des Blickes aus dem Zugfenster, die Entwicklung der Abteilkultur, das soziale Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die Flucht in Medien wie Bücher als Ersatzwelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Frage zu klären, ob Reisezeit tatsächlich "verlorene Zeit" ist oder ob der Reisende diese Zeit durch mediale Ablenkung lediglich aktiv umgestaltet, um sich von einer als monoton empfundenen Umgebung abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kulturwissenschaftliche Analyse, die historische Quellen mit kunsthistorischen Analysen von Gemälden verbindet, um den Wandel des Sehens und des Reiseverhaltens im 19. und 20. Jahrhundert nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine visuelle Analyse von Gemälden, die Untersuchung des "panoramatischen Blickes" vor dem Zugfenster sowie eine Untersuchung der psychologischen und sozialen Situation der Passagiere innerhalb des Zugabteils.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "panoramatische Sicht", "Reisezeit als Lesezeit", "Zwischenraum", "Industrialisierung" und "mediales Ensemble".

Wie interpretieren Sie das Verhalten der Damen auf dem Gemälde von Augustus Egg?

Die Arbeit interpretiert die dargestellte Szene als Beispiel für eine zunehmende Anonymisierung und Isolation im Zug; die Damen interagieren nicht miteinander, sondern ziehen sich in ihre eigene, mediale Welt (das Buch) zurück.

Inwiefern unterscheidet sich der Blick aus dem Zug von dem aus der Postkutsche?

Während die Kutschfahrt ein langsameres, gemeinschaftliches Erleben ermöglichte, führt die hohe Geschwindigkeit der Eisenbahn zu einer Wahrnehmung, die das Nahe verschwimmen lässt und den Reisenden zum passiven Zuschauer eines "vorbeirasenden Panoramas" macht.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Reisezeit - Betrachtungen eines Zwischenraums
Universidad
University of Potsdam  (Künste und Medien)
Curso
Europäische Medienwissenschaft
Calificación
1,0
Autor
Bachelor of Arts Elisabeth Mandl (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
32
No. de catálogo
V197913
ISBN (Ebook)
9783656247685
ISBN (Libro)
9783656250111
Idioma
Alemán
Etiqueta
Augustus Egg THE TRAVELLING COMPANIONS Adolph von Menzel Auf der Fahrt durch die schöne Natur Chair Car Edward Hopper Reisezeit Zwischenraum Medium Panorama Panoramatischer Blick Panoramatisches Sehen Ferne Nähe Eisenbahn Zugfahrt Abteil Abgeschlossenheit Anonymität Lesezeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bachelor of Arts Elisabeth Mandl (Autor), 2011, Reisezeit - Betrachtungen eines Zwischenraums, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197913
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