Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale

Die Erec-Ausgaben Haupts und Leitzmanns - ein Vergleich

Titre: Die Erec-Ausgaben Haupts und Leitzmanns - ein Vergleich

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 19 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Danielle Klußmann (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Der Erec Hartmanns von Aue gehört vermutlich zu den am meisten interpretierten und erforschten Texten des Mittelalters. Dies liegt sicher auch an seiner spärlichen und schwierigen Überlieferung. Ebenso wie der Iwein geht er auf einen Roman Chréstien de Troyes zurück und gehört zu den großen Artusromanen der mittelhoch-deutschen Zeit. Da er jedoch nur im Ambraser Helden-buch annährend vollständig überliefert ist und des Weiteren lediglich vier wenige Verse umfassende Fragmente des Erec existieren bleibt viel Platz für Interpretation. Trotz dieser schlechten Überlieferung des Erstlingswerks Hartmanns von Aue gibt es eine Menge unterschiedlicher Editionen. Die Unterschiede ebenso wie die Gemeinsamkeiten der zwei wichtigsten Editoren des Erec, Moriz Haupt und Albert Leitzmann, sollen in dieser Arbeit untersucht werden. Hierfür wurden die beiden Editionen M. Haupts aus den Jahren 1839 und 1871 sowie die 6. und 7. Auflage nach A. Leitzmann von 1985 und 2006 zu Grunde gelegt. Es stellen sich die Fragen, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Ausgaben haben, ob die Ausgabe A. Leitzmanns zu Recht als die heute maßgebliche bezeichnet wird und was gegen eine Neuauflage der Haupt-Ausgabe spricht.
Zunächst wird ein kurzer Überblick über die Überlieferung des Erec gegeben und die Ambraser Handschrift ebenso wie die vier Fragmente kurz vorgestellt. Anschließend folgt ein Überblick über die Editionsgeschichte des Erec. Im dritten Teil der Arbeit werden an verschiedenen Textstellen die Unterschiede ebenso wie die Gemeinsamkeiten zwischen M. Haupt und A. Leitzmann vorgestellt und Vor- und Nachteile erörtert. Im abschließenden Fazit sollen Antworten auf die Eingangsfragen gefunden werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Überlieferung des Erec

III. Die Editionsgeschichte des Erec

IV. Die Editionen A. Leitzmanns und M. Haupts im Vergleich

1. Übereinstimmungen zwischen A. Leitzmann und M. Haupt

2. Unterschiede zwischen der ersten Ausgabe M. Haupts und seiner zweiten sowie A. Leitzmann

3. frouwe + Vornamen bei M. Haupt und A. Leitzmann

4. Der Vers 6230

V. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die textkritischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Erec-Ausgaben von Moriz Haupt und Albert Leitzmann, um deren editorische Qualität sowie Vor- und Nachteile im Kontext der Überlieferungsgeschichte zu bewerten.

  • Analyse der Überlieferungssituation des Erec-Romans
  • Vergleich der Editionsgeschichte und Arbeitsweisen von Haupt und Leitzmann
  • Untersuchung spezifischer Textstellen und Korrekturvorschläge
  • Diskussion editorischer Fehler in Bezug auf Namensnennungen und Artikelgebrauch
  • Kritische Würdigung der Bedeutung der Wolfenbütteler Fragmente für die Editionen

Auszug aus dem Buch

4. Der Vers 6230

Die vermutlich am meisten diskutierte und interpretierte Stelle des Erec ist der Vers 6230. Bis heute konnte keine wirklich zufrieden stellende Lösung gefunden werden. In seiner ersten Ausgabe schreibt M. Haupt: für schaden, der ouch veige ist. In der zweiten, welche unter Mithilfe K. Lachmanns entstand, findet sich der Vers folgendermaßen:

für schaden, der et gefrumt ist. In der 6. und 7. Ausgabe nach A. Leitzmann wird der Vers mit der vür schaden, waene ich vrum ist wiedergegeben.

R. Bechstein widmet dieser Stelle in seinem Artikel in der Germania 25 drei Seiten und auch G. Ehrismann, F. Pfeiffer sowie W. Müller nehmen diesen Vers in ihre textkritischen Bemerkungen auf. R. Bechstein geht davon aus, dass H. Ried hier ein schweres, ungewöhnliches und für ihn unverständliches Wort vorgelegen haben muss und er ein Wort ergänzte, das ihm passend erschien. M. Haupt übernahm in der ersten Ausgabe, das von K. Lachmann als schwer und ungewöhnlich eingestufte Wort veige für wenig. Diese Veränderung bezeichnet F. Pfeiffer als unverständlich und verfehlt. F. Pfeiffers Vorschlag das handschriftliche wenig durch wendic zu ersetzen scheint zunächst sinnvoll. Auch ist es gut möglich, dass der Schreiber das un als iu gelesen hat. Dennoch ist auch die Lesart F. Pfeiffers für schaden, der unwendec ist nicht befriedigend, da hierbei frumb wegfällt. M. Haupt ignoriert das handschriftliche wenig und sucht in frumb das Verb. Somit erhält er einen ähnlichen Inhalt wie F. Pfeiffer. A. Leitzmann ersetzt wenig durch waene und macht, anders als alle anderen, aus dem Plural euch / ouch ein singuläres ich. Der Ansatz mit waene ist neu und scheint durchaus denkbar. Mit

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Bedeutung des Erec, die Problematik seiner spärlichen Überlieferung und definiert das Ziel der Arbeit: den Vergleich der Editionen von Haupt und Leitzmann.

II. Die Überlieferung des Erec: Dieses Kapitel beschreibt die Quellenlage, insbesondere das Ambraser Heldenbuch und die Bedeutung der entdeckten Fragmente für die Erec-Forschung.

III. Die Editionsgeschichte des Erec: Hier wird der wissenschaftliche Werdegang der Erec-Editionen von den Anfängen unter M. Haupt bis hin zu A. Leitzmann historisch nachgezeichnet.

IV. Die Editionen A. Leitzmanns und M. Haupts im Vergleich: In vier Unterkapiteln werden philologische Übereinstimmungen und Differenzen sowie editorische Fehler an konkreten Textbeispielen detailliert analysiert.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die editionsgeschichtliche Relevanz beider Herausgeber unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Arbeitsmethoden und Quellenkenntnisse.

Schlüsselwörter

Erec, Hartmann von Aue, Moriz Haupt, Albert Leitzmann, Editionswissenschaft, Textkritik, Ambraser Heldenbuch, Wolfenbütteler Fragmente, Artusroman, Mittelhochdeutsch, philologische Analyse, Editionsgeschichte, Handschriftenvergleich, Überlieferungsgeschichte, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Vergleich der textkritischen Ausgaben des Erec-Romans von Hartmann von Aue, ediert durch Moriz Haupt und Albert Leitzmann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Editionsgeschichte, der Umgang mit der fragmentarischen Überlieferung und die philologische Bewertung einzelner Korrekturen an der handschriftlichen Vorlage.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Die Arbeit möchte klären, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Editionen bieten und warum die Ausgabe von A. Leitzmann heute als maßgeblich angesehen wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine komparative Analyse der verschiedenen Auflagen sowie eine textkritische Untersuchung strittiger Textstellen unter Einbeziehung der Forschungsliteratur angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Überlieferungssituation, der Editionsgeschichte sowie dem detaillierten Vergleich der Lesarten bei ausgewählten Versen und sprachlichen Besonderheiten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Erec, Textkritik, Hartmann von Aue, Editionsgeschichte und Handschriftenvergleich beschreiben.

Warum wird Vers 6230 in der Forschung so intensiv diskutiert?

Der Vers stellt eine interpretatorisch schwierige Stelle dar, für die bisher keine Einigkeit über die korrekte Lesart oder Ergänzung des handschriftlichen Befundes erzielt werden konnte.

Welche Rolle spielt die Behandlung von weiblichen Vornamen bei den Editoren?

Die Arbeit zeigt auf, dass der unsachgemäße Umgang mit dem Artikelgebrauch bei Namen mit dem Zusatz "frouwe" als editorischer Fehler bei M. Haupt identifiziert wird.

Fin de l'extrait de 19 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Erec-Ausgaben Haupts und Leitzmanns - ein Vergleich
Université
University of Heidelberg
Note
2,0
Auteur
Danielle Klußmann (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
19
N° de catalogue
V198047
ISBN (ebook)
9783656240914
Langue
allemand
mots-clé
Erec Hartmann von Aue Mittelhochdeutsch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Danielle Klußmann (Auteur), 2009, Die Erec-Ausgaben Haupts und Leitzmanns - ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198047
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint