Interaktion zwischen Fiskal- und Geldpolitik in EWU


Bachelorarbeit, 2011
53 Seiten, Note: 2.0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Symbolverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung

2. Die Geld- und Fiskalpolitik in EWU
2.1 Gestaltung der Geld- und Fiskalpolitik in der EWU
2.2 Koordination der makroökonomischen Politiken

3 Interaktion zwischen Geld- und Fiskalpolitik im Modell der EWU in der kurzfristigen Perspektive
3.1 Gestaltung des Modells der EWU
3.2 Das dynamische System im Modell der EWU
3.3 Die Spieltheorie
3.4 Das infinite horizontale lineare quadratische Steuerungsproblem
3.5 Die Regime der Koordination der Geld- und Fiskalpolitik
3.5.1 Das non-kooperative Regime
3.5.2 Das vollkommende kooperative Regime
3.5.3 Das anteilige kooperative Regime
3.5.4 Die symmetrischen Ergebnisse
3.5.5 Simulation

4. Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Ab 1.1.1999 begann die dritte Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion mit der Umsetzung eines einheitlichen Währungssystems in Europa. Dabei wurden die verschiedenen Währungen der Mitgliedstaaten in einer einzigen Währung umgestellt, und wird die Europäische Zentralbank auch gegründet, um die einheitliche Geldpolitik in EWU durchzuführen. Im Gegensatz dazu blieb die nationale Fiskalpolitik noch in den Staaten, die für Regulierung des nationalen Outputs verantwortlich sind. Weil die Europäische Währungsunion voll integriert ist, kann irgend Spillover von einem Staat anderen Staaten sogar ganze Union beeinflussen. Um daher eine expansive extreme Fiskalpolitik von einem Mitgliedstaat zu verhindern sowie die Stabilität der Union zu gewährleisten, ist der SGP 1997 in Kraft getreten. Dadurch darf das jährliche Haushaltdefizit 3% des Bruttoinlandsproduktes nicht überschreiten oder muss die Staatsschuld weniger als 60% des Bruttoinlandsproduktes sein. Jedoch ist in der Praxis der Überwachungs- und Sanktionsmechanismus von SGP nicht erfolgreich. Denn es gibt immer mehr Länder, die bereit sind, diese Grenze für das Haushaltsdefizit zu überschreiten. Dabei wird die Regel für die Staatsschuld von SGP nicht richtig eingehalten, was zur ernsten Staatsverschuldung führt, die gerade der Zukunft der EWU droht. Bei der EWU mit einer einheitlichen Geldpolitik und differenzierten Fiskalpolitiken besteht in der Tat immer ein Konflikt zwischen den nationalen und gemeinsamen Interessen. Um daher dieses Problem zu lösen, wird eine Frage hier gestellt, ob die Koordination zwischen den nationalen Fiskalpolitiken und der einheitlichen Geldpolitik nötig sei, und welcher Form der Koordination die angemessen ist. Im Kern dieser Arbeit wird dieses Problem untersucht, wobei die unterschieden Regime der Koordination der Geld- und Fiskalpolitiken präsentiert und ihre Ergebnisse miteinander verglichen werden.

1.2 Gang der Untersuchung

Im ersten Teil werden der Überblick der Fiskal- und Geldpolitik und ihre Koordination in der EWU präsentiert. Im zweiten Teil wird das dynamische System in einem Modell mit zwei symmetrischen Ländern und einer EZB aufgebaut, wobei die Interaktion ihrer Politiken auf der Basis der Spieltheorie analysiert wird. Dabei werden die unterschiedlichen Regime der Strategien der Spieler, also das non-kooperative, vollkooperative, und anteilige kooperative Regime, durch die mathematischen Darstellungen vorgestellt. Außerdem wird in diesem Teil die Untersuchung der Interaktion der Geld- und Fiskalpolitik durch die Simulation eines einfachen Beispiels vertieft.

2. Die Geld- und Fiskalpolitik in EWU

Im ersten Teil wird der Überblick der Fiskal- und1 Geldpolitik und ihre Koordination in der EWU präsentiert. Im zweiten Teil wird das dynamische System in einem Modell mit zwei symmetrischen Ländern und einer EZB aufgebaut, wobei die Interaktion ihrer Politiken auf der Basis der Spieltheorie analysiert wird. Auch in diesem Teil werden die unterschiedlichen Regime der Strategien der Spieler, also das non-kooperative, vollkooperative und anteilige kooperative Regime, durch die mathematischen Darstellungen vorgestellt und ihre Ergebnis dann untersucht. Im letzten Teil wird die Interaktion der Geld- und Fiskalpolitik durch die Simulation eines einfachen Beispiels vertieft.

2.1 Gestaltung der Geld- und Fiskalpolitik in der EWU

Die Bildung der EWU basiert auf dem Maastricht Vertrag, auf dessen Basis die nationalen Währungen durch eine einheitliche Euro Währung und die nationalen Zentralbanken durch die europäische gemeinsame Zentralbank ersetzt werden, die die gemeinsame Geldpolitik verwaltet. Mit einem gegebenen hohen Maß an Unabhängigkeit ist das vorrangige Ziel der EZB die Preisstabilität in der EWU.2 Das zweite Objekt ist die Absicherung des wirtschaftlichen Wachstums in der Union3. Die EZB wird durch den EZB-Rat betreibt, der aus den Präsidenten der nationalen Zentralbanken der in EWU beteiligten Länder und sechs Mitglieder des Vorstandes zusammengestellt wird. Bei dem Vorstand besteht es aus Präsident, Vize-Präsident der EZB und vier anderen Mitgliedern, die den anerkannten Ruf und Berufserfahrung in Bezug auf Geld- und Banksystem haben. Sie werden für die nicht erneuerbare acht Jahre gestaffelte Amtszeit im Einvernehmen zwischen den Regierungen der Mitgliedstaaten ernannt. Der EZB-Rat ist für die Formulierung der einheitlichen Geldpolitik und für die Festlegung der Leitlinie für die Umsetzung der Politik verantwortlich. Ihre Aufgabe umfasst auch die Entscheidungen in Bezug darauf, die geldpolitischen Objektive, Leitzinssätze, sowie Bereitstellung der Geldreserve im europäischen System im Einklang zu bringen. Jedes Mitglied des EZB-Rates hat eine Stimme und jede Entscheidung über der Geldpolitik erfordert nur die einfache Mehrheit. Der Vorstand der EZB nimmt hauptsächlich die Verantwortung für die Implementierung der Geldpolitik, die mit den Leitlinien und Entscheidungen des EZB-Rates übereinstimmen muss.

Die Verantwortung für die nationale Fiskalpolitik bleibt noch bei den Mitgliedstaaten vorbehaltlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Maastricht Vertrag oder dem abgeleiteten Recht, wie die SGP. Die Stabilitäts-und Wachstumspakts spiegelt die Meinung wider, dass die Geld- und Fiskalpolitik klar gesetzlich festgelegt und beschränkt werden, um die Gefahr der fiskalischen Verschwendung und den Missbrauch der EZB, die durch die politischen und/oder nationalen Interesse geführt wird, zu vermeiden. Dass die Fiskalpolitik zum nationalen Niveau in der EWU delegiert wird, spiegelt das Subsidiaritätsprinzip des Vertrags der europäischen Union wider. Anhand von SGP kann ein übermäßiges Defizit mehr als 3% des Bruttoinlandsproduktes sanktioniert werden und müssen die Mitgliedstaaten zustimmen, die mittelfristigen Ziele der Haushaltspolitik zu balancieren oder einen Überschuss einzuhalten. Außerdem gibt es auch vielen multilateralen Überwachungen durch die jährliche Einreichung der Projekte, durch die die Fiskalpolitik in der Zukunft eingeführt werden kann, um die mittelfristigen Objekten zu erreichen.

2.2 Koordination der makroökonomischen Politiken

Mit der Teilnahme an der EWU werden die Mitgliedstaaten die gegenseitigen Interessen an ihren wirtschaftlichen Leistungen erhöhen. Eine wirtschaftliche Tendenz in jedem Land der EWU kann die gemeinsame Bedingung in der EWU und daher die anderen Staaten via viele direkte sowie indirekte Spillovers stimulieren und beeinträchtigen. Daher erfordert diese Situation die politische Koordination, um die wirtschaftliche Leistung in der EWU zu verbessern, sowie die Verschwendung zu vermeiden. In der Regel ist das Ergebnis einer politischen Koordination ist von den Eigenschaften der Koordination sowie der Art des makroökonomischen Schocks. In der EWU ist die politische Koordination normalerweise in zwei Teilen zu klassifizieren. Erstens ist die Möglichkeit der fiskalpolitischen Koordination. Denn in der EWU hat jede individuelle Fiskalpolitik die wichtigen Effekte auf den anderen Mitgliedstaaten durch viele Spillover Kanale in Güter-, Arbeits- und Finanzmarkt. Daher kann die Koordination der nationalen Fiskalpolitiken ermöglichen, die daraus resultierenden externen Effekte zu internalisieren und damit die gesamtwirtschaftliche Leistung im Vergleich zu der nicht-kooperativen Fiskalpolitik in der EU zu verbessern. Zweitens ist die Möglichkeit der Existenz der geld- und fiskalpolitischen Koordination bei der aggregierten EMU-Ebene, um ihre Produktionsmenge und die Inflationsschwankungen in der EWU zu stabilisieren sowie die regionale Divergenz zu begrenzen. Dabei besteht es die Interdependenz der nationalen Fiskal- und einheitlichen Geldpolitik, also Komplement oder Substitution für- oder gegeneinander. Im ersten Fall verstärken sich die nationalen Fiskalpolitiken gegenseitig und ihre Konflikte können nur dann entstehen, wie viel der Last der Anpassung durch diese Politik getragen wird. In dem zweiten Fall wirken die Fiskal- und Geldpolitiken entgegen und dabei werden die Konflikte aufgetaucht, die nicht nur über der Teilung von Anpassungslasten, sondern auch über den optimalen Richtungen der Geld-und Fiskalpolitik in der EU entstehen.

3 Interaktion zwischen Geld- und Fiskalpolitik im Modell der EWU in der kurzfristigen Perspektive

In der akademischen Literatur gibt es normalerweise4 zwei wichtigen Arten der Interaktionen zwischen Geld- und Fiskalpolitik in einer Währungsunion5. Ihre erste Interaktion resultiert aus der verbundenen Wirkung der Politiken, die Fiskaldefizit-, Staatsverschuldung-, Inflation, und Zinssatzlage in der Währungsunion regeln, auf der Dynamik ihrer Staatsverschuldung. Diese ergibt sich aus einem langfristigen Verlauf wegen der extremen fiskalischen Ausdehnung eines Landes und wird aus den jährlichen Defiziten akkumuliert. Die kann auch Schaden durch die schlechten Spillover Effekten den anderen strengeren disziplinierten Ländern zufügen. Daher muss die Interaktion zwischen der Geld- und Fiskalpolitik auch in der langfristigen Perspektive betrachtet werden. Bei der zweiten Art geht es um die kurzfristige Perspektive der Stabilitätspolitiken. Hier wirken beide Mitgliedstaaten und EZB auf den makroökonomischen Bedingungen der individuellen Länder sowie der gesamten Währungsunion, um einerseits für das einzelne Land Produktionsmenge und sein Preisniveau und anderseits für die Zentralbank die Inflation in der Währungsunion zu stabilisieren. In dieser Arbeit wird die Untersuchung der Interaktion zwischen der Geld- und Fiskalpolitik nur in der kurzfristigen Perspektive berücksichtigt.

3.1 Gestaltung des Modells der EWU

Anhand von Joseph Plasmans etc. (2006) wird das Modell der Europäischen Währungsunion in dieser Arbeit wie folgt angenommen, dass die Union zwei symmetrischen Ländern umfasst, die eine gemeinsame Währung benutzen. Damit müssen diese beiden Länder die Souveränität ihrer nationalen Banken aufgeben, um sich an der europäischen zentralen Bank teilzunehmen. Diese Bank muss ihre gemeinsame Geldpolitik durchführen, um die Preisstabilität in der Union zu gewährleisten. Der Wechselkurs in der Union wird festgelegt, und auch von der EZB reguliert. Währenddessen bleiben die Wirtschaftspolitiken noch in den Ländern, die nicht nur für ihre nationale Produktionsmenge, sondern auch für die europäischen Regelungen, die in SGP vorgeschrieben werden, zuständig sind. Der Kapitalmarkt der beiden Länder wird so voll integriert, dass sich das Kapital in der Union so frei wie möglich bewegen kann. Jedoch besteht zwischen diesen Ländern keine Arbeitsmobilität und der Güter- und Arbeitsmarkt wird langsam angepasst, was die keynesischen Eigenschaften im kurzfristigen Zeitraum darstellt. Eine weitere Annahme ist, dass alle Variable außer von Zinssatz in logarithmisch definiert werden und die Abweichung von ihrem langfristigen Gleichgewicht (ausgewogenen Wachstumspfad) bezeichnen, das null normalisiert wird.

Die keynesische aggregierte Nachfrage (yd), die auf der IS-Kurve wie folgt dargestellt wird, ist normalerweise von den verschiedenen Variablen bestimmt: endogene Variable als realer Zinssatz (r) und exogene Variable als inländisches fiskalisches Defizit (G-T) sowie die Leistungsbilanzsaldo, die abhängig vom realen Wechselkurs (e) und ausländischen Einkommen ist. Denn im Modell der Währungsunion ist der nominale Wechselkurs fest, der durch die Beziehung der Mengennotierung der Währungen zwischen Ländern beschrieben wird. Daher wird ihr realer Wechselkurs durch ihr gegenseitiges Preisverhältnis dargestellt und als der Unterschied ihrer Wettbewerbsfähigkeit angesehen. Also:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Je größer [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] ist, desto stärker sich die Wettbewerbsfähigkeit von zwei Ländern voneinander unterscheidet. Umgekehrt je kleiner [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] ist, desto mehr der Unterschied ihrer konkurrierende Fähigkeit verkürzt, desto besser sich der Integrationsprozess in der EWU ereignet.

Somit wird die aggregierte Nachfrage des ersten Landes schließlich wie folgt formuliert: [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]

In dieser Gleichung stellt [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] die ausländische Nachfrage für die Produktionsmenge des ersten Landes dar, [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] das fiskalische Defizit und [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] die Investition dar. Darin ist [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] der reale Zinssatz, der als den Rest von dem nominalen Zinssatz der Union und der Inflationsrate des ersten Landes angesehen wird, also:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In der Gleichung (2) kann neben dem realen Zinssatz die reale Nachfragemenge des ersten Landes durch die anderen Variablen beeinflusst werden, also die Wettbewerbsfähigkeit Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten und die ausländische Nachfrage [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten], die durch die Elastizitätsparameter ߜ und ߩ gemessen werden.

Analog zum ersten Land sind die Gleichungen der aggregierten Nachfrage und des realen Zinssatzes wie folgt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ein differenzierter Punkt der Gleichung (2) zu der (4) ist, dass ihre Vorzeichen von Variablen s in Gleichung (4) negativ sein muss, denn[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] ist. Das bedeutet, dass das erste bzw. zweite Land seine Wettbewerbsfähigkeit dadurch erhöhen kann, seine Nachfrage zu stimulieren. Dadurch steigt sein Preisindex oder ist ihre Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich mit seinem Konkurrent verbessert.

Anschließend wird der Geldmarkt eines Landes vorgestellt, wobei sich die Geldnachfrage und Geldangebot aus EZB für dieses Land so abstimmt, dass sie zum Gleichgewicht bei dem nominalen Zinssatz der Union kommen. Die Geldnachfrage ist direkt von endogene Variable ݅ݑ, und indirekt von der exogenen Variable y abhängig. Damit wird die Gleichung dafür wie folgt formuliert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schließlich wird das gesamtwirtschaftliche Angebot des ersten bzw. zweiten Landes aufgrund der kurzfristigen Phillip-Kurve abgeleitet,6 wobei einigen Rigiditäten im Produkt- und Arbeitsmarkt existieren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darin stellt Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten die Elastizität der Inflationsrate Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten zur aggregierten Nachfrage y dar. Das heißt, wenn Gesamtnachfrage um eine Einheit steigt, Inflationsrate um ߦ Einheit erhöht ist.

Man kann das Gleichungssystem (1)-(7) wie folgt kürzen7:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2 Das dynamische System im Modell der EWU

In diesem Teil wird das dynamische System im Modell der EWU aufgebaut. Warum dieses dynamische System jedoch geeignet für die Analyse der Interaktion der Geld- und Fiskalpolitik ist, ist folgende zu erklären. Denn das dynamische System betrachtet jede Bewegung mindestens eines gemeinsamen Objektes über Zeit, worin mindestens zwei Entscheidungstreffer einbezogen werden. Diese Betroffene haben normalerweise zum Teil oder völlig die widerstreitenden Interessen und treffen die individuellen oder kollektiven Entscheidungen. In dem dynamischen System wird eine Grundannahme aufgefordert, dass alle Beteiligten in der Lage sind, Einfluss auf diesen Objekten zu nehmen, die eine bedeutende Rolle für Erreichung ihrer Zielen spielen und sich über Zeit aufgrund von externen Antrieben ändern. Ein Beispiel für das solche Objekt ist der Unterschied der Wettbewerbsfähigkeit [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] von zwei Ländern. Die kann durch beiden Länder beeinflusst werden, und ist von Bedeutung für Erreichung ihrer eigenen Zielen. Ein gemeinsames Ziel für beiden Länder ist, dass sie ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich mit ihrem Konkurrenten erhöhen wollen und für die Durchführung dieses Zieles ihre Kosten irgendwie minimiert werden müssen. Damit wird dieses Objekt als eine Zustandsvariable und die Instrumente von zwei Ländern, die für den Einfluss auf dieses Objekt verwendet werden, als Kontrollvariable bezeichnet. Die Änderung dieses Objektes über Zeit wird durch die lineare differenziale Gleichung zum Ausdruck gebracht. Darin ist der direkte Einfluss der Aktionen der Betroffene in einem additiven linearen Weg. Dadurch ist der Erfolg für das Ziel einer Betroffene abhängig auch von den Bewegungen der anderen. Wenn eine Betroffene weiß, was eine andere einführen kann, kann er die andere Möglichkeit für den Einfluss auf der Zustandsvariable als die seines Gegners verwenden. Deshalb ist hierbei Information der Beteiligten von entscheidender Bedeutung für Gestaltung der optimalen Aktion eines Beteiligten. Um das dynamische System zu analysieren, muss die differenziale Gleichung, Lossfunktion und Information vorgestellt werden.

Erstens werden die Gleichungen, die Interesse der beiden Staaten und EZB widerspiegelt, herausgezogen. Nach dem Artikel 127 des AEUVs ist das vorrangige Ziel der ESZB, die die EZB und die nationalen Zentralbanken aller EU-Mitgliedstaaten umfasst, die Preisstabilität in der Union zu gewährleisten. Insofern dies außerdem ohne Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist, unterstützt das ESZB die allgemeinen wirtschaftlichen Politiken in der Union. Also, neben der Preisstabilität kann die Stabilität der Produktionsmenge auch betrachtet werden. Um diese Ziele zu erreichen, ist der EZB die einheitliche Geldpolitik benutzen, durch die der nominale Zinssatz der Union beeinflusst wird. Das führt dazu, dass die EZB die anderen Kosten für die Verwendung dieses Zinssatzes übernehmen muss. Es gibt zwei Ansichten der EZB für die Stabilität des Preis- und Outputniveaus. Einerseits kann die EZB die Union als ein aggregierter Markt betrachten. Das bedeutet, dass die EZB ihre Geldpolitik neutral verwendet, um den einheitlichen Markt zu stabilisieren, nicht von jedem Land beeinfluss wird. Anderseits ist die EZB durch die nationalen Interessen eher regiert als durch die währungsunionsweiten Objekte. In diesem Szenario wird die EZB als die Koalition der (ehemaligen) nationalen Zentralbanken angesehen, die sich kooperativ für die gemeinsame Geldpolitik entscheiden, die auf den individuellen und nationalen Interessen eher basieren als die währungsunionsweiten Objekte. Dabei wird die Geldpolitik der EZB typischerweise mehr empfindlich zu jedem individuellen Land8. Somit kann sich die EZB mit den folgenden Kosten konfrontiert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In den obigen Gleichungen bezeichnet ߠ die Zeitpräferenzrate, die als Vorliebe für EZB zu Durchführung ihrer Anpassung zu einem Zeitpunkt t definiert, und ݁െݐߠ ein Diskontfaktor. Somit stellt [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] die Summe der Kosten der EZB nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Zukunft, wobei die künftigen Werten zu dem gegenwärtigen abgezinst werden.[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] drücken die vorzüglichen Gewichte der EZB zu den Interessen der Preis-, Output- und nominale Zinssatzstabilität aus.

Währenddessen interessieren sich die Regierungen für Output- und Preisstabilität. Um diese Ziele zu erlangen, müssen die Regierungen ihre fiskalischen Politiken verwenden. Dadurch ist das fiskalische Defizit als eine weitere Kosten anzusehen, die die Staaten übernehmen müssen, um ihre Interesse zu realisieren. Somit sind die Gleichungen der Kosten der zwei Länder wie folgt zu formulieren:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Analog zu der Kostengleichung der EZB sind Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten die Zeitpräferenzrate und die Diskontfaktoren beiden Länder. [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] stellen ihre vorzüglichen Gewichte zum Preis, Output und Fiskaldefizit dar. Außerdem ist ein gemeinsames aller Beteiligten, der Verlust für die Durchführung ihrer Anpassung zu minimieren.

Anschließend werden [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] die in der Gleichung (8-9) formuliert werden, in der (10- 12) eingesetzt und nach der Kürzung ergeben sich daraus die folgenden Gleichungen9:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diese Gleichung (13) werden als die Lossfunktionen der Beteiligten bezeichnet. Anhand von dieser Gleichung kann man merken, dass die Interessen der Staaten oder der EZB, die realisierbar sind oder nicht, abhängig nicht nur von ihrer eigenen Politik, sondern auch von den Politiken ihrer Umwelt sind. Beispielsweise muss der erste Staat sowohl seine eigene Fiskalpolitik verwenden, als auch wird er von der des zweiten sowie der Geldpolitik der EZB beeinflusst. Ein weiteres Problem ist zu merken, dass die Staaten ihre Interesse dadurch verwirklichen kann, nicht direkt Preis p oder Output-Variable y mehr, sondern eine Variable s daran anzupassen, solange der Wert dieser Variable Null erreichen kann. Somit wird s ein Objekt des Systems, das den Zustand des Systems widerspiegelt und durch Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten kontrolliert wird. Daher kann s auch als die Zustandsvarible und Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten als Kontrollvariable angesehen. Bei der Lossfunktion der EZB nach der aggregierten Ansicht kann ein Problem gefunden werden, dass die EZB keinen Einfluss auf der Zustandsvariable s, sondern auf den anderen Kontrollvariable der Staaten [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] nehmen. Die Ursache dafür ist, dass die EZB die Union als ein einheitlicher Markt betrachtet, und diese zwei Länder symmetrisch sind.

Schließlich wird die Gleichung, die die Dynamik des Systems im Modell der EWU zum Ausdruck bringt, dadurch herausgezogen, die Gleichung (1) zu differenzieren und aus der Einsetzung [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] darin ergibt sich die folgende Gleichung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Somit wird diese Gleichung wird als lineare Differenzialgleichung bezeichnet und sie drückt aus, wie sich der Unterschied der Wettbewerbsfähigkeit zwischen zwei Länder ändert, wenn sich die Zeit mehr um eine Einheit ändert. Anders ausgedrückt, wie innerhalb einer Zeiteinheit die Wettbewerbslage in der Union variiert ist, also in der Richtung der Konvergenz oder Divergenz, abhängig von der Gleichung (14) sein muss, die Zustand des Systems widerspiegelt. Außerdem zeigt die (14) auch, ob die EWU gut oder schlecht funktioniert und die Konvergenzkriterien des Maastrichtvertrags erfüllt sind. Auch durch (14) wird die Zustandsvariable nur durch die Fiskalpolitik der beiden Länder, nicht durch die Geldpolitik beeinflusst, egal die EZB nach der nationalen oder aggregierten Ansicht funktioniert. In der Praxis besteht natürlich die Wirkung der Geldpolitik auf den beiden Ländern, aber in diesem Modell werden diese Länder als symmetrisch angenommen. Daher wird die Wirkung der Geldpolitik auf den zwei Ländern dabei ausgeglichen, was kein Einfluss auf dem Zustand des Systems nimmt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten10

Um die Komplikation für die Analyse des Kernproblems in dieser Arbeit ohne Einfluss auf Ihren Ergebnissen zu vermeiden, ist hierbei eine weitere Annahme für die nächsten Teile, dass die Zeitpräferenz nicht berücksichtigt wird, also [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten].

3.3 Die Spieltheorie

Nachdem das Model der EWU fertig gestaltet wird, wird in diesem Teil die Spieltheorie präsentiert, die eine Basis für Analyse der Interaktion der Geld- und Fiskalpolitik ist. Also, Spieltheorie wird als ein intellektueller Rahmen dafür definiert, Situationen zu untersuchen, wobei für zwei oder mehr betroffene Personen das Ergebnis einer Aktion, die eine von ihnen durchgeführt wird, nicht nur von ihr, sondern auch von den anderen Betroffenen abhängig sind. Daher muss die Durchführung einer Aktion wahrscheinlich von der Erwartung abhängen, was die anderen in Gegenwart und in der Zukunft machen werden. Somit wird eine solche Situation als ein strategisches Spiel, die Beteiligte als Spieler und ein Plan dieser Spieler als eine Strategie angesehen.11 Damit ein strategisches Spiel außerdem funktionieren kann, braucht es Regeln, die ausführlich vorschreibt, wie das Verhalten eines Spielers den Einfluss auf die anderen Spieler nimmt. Das theoretische Ergebnis eines Spiels wird als die Kombination verschiedener Strategien aller Spieler bezeichnet, wobei angesichts von ihren vorliegenden Informationen ihre Ziele wahrscheinlich erreichbar sind und die solche Kombination wird als ein strategisches Gleichgewicht angesehen. Dabei gibt es keinen Anreiz für jeden Spieler, sich von ihrem Plan abzuweichen.

Das strategische Spiel wird normalerweise durch die Art oder Weise charakterisiert, in den sich die Spieler in einer gleichen Zeit „bewegen“ oder ihre „Bewegungen“ versteckt werden. Das wird als die gleichzeitige Bewegung oder statisches Spiel verstanden. Im Gegensatz dazu wird das Spiel, in dem sich die Spieler in einer Art der vorgegebenen Reihenfolgen bewegen, als aufeinanderfolgende Bewegung oder dynamisches Spiel angesehen.12

Außerdem prägt das strategische Spiel ein weiteres Merkmal, ob es kooperativ oder non- kooperativ ist. Damit ein Spiel kooperativ ist, müssen die Spieler erlaubt werden, miteinander zu kommunizieren und jede Vereinbarung zwischen ihnen als vollziehbar verstanden wird. Dagegen ist bei einem non-kooperativen Spiel die Kommunikation zwischen Spieler verboten, daher basieren ihre Aktionen auf Vermutung, was ihr Gegenspieler macht.13

Auf der Basis der Spieltheorie ereignet sich die Koordination der Geld- und Fiskalpolitik in einem strategischen Spiel, wobei die Staaten als der erste und zweite Spieler, EZB als der dritte Spieler und ihre Geld- und Fiskalpolitiken als Strategien angesehen werden. In dieser Arbeit wird dieses Spiel in drei Regime aufgeteilt, dadurch die Interaktion ihrer Strategien zu analysieren ist. Das Erste ist das vollkommende non-kooperative, bei dem alle drei Spieler bei Durchführung ihrer Strategien gar nicht miteinander kommuniziert und diese in den ganz getrennten Verfahren verabschiedet haben. Daher hängen die Informationen, die Beitrag zu ihren Entscheidungen leisten, nur von ihrer Messungsfähigkeit und Erwartung ab, was ihr Gegner durchführen könnte. Im Gegensatz dazu wird bei dem zweiten Regime die vollkommende Kooperation zwischen den Spieler umgesetzt, um ihre Strategien zusammen zu verabschieden. Außerdem besteht noch ein anderes Regime, das als das anteilige kooperative angesehen ist, bei dem es die folgenden Möglichkeiten der Kooperation geben kann: (S1, S2); (S1, S3), (S2, S3). In dieser Arbeit wird nur die Koalition (S1, S2) analysiert. In der Praxis spielen die anderen Koalitionen keine Bedeutung, denn in einer Währungsunion dient die einheitliche Zentralbank die Interessen nur einer oder mehrerer Länder nicht, während sie die anderen Länder beschädigt.

3.4 Das infinite horizontale lineare quadratische Steuerungsproblem

Nachdem das dynamische System fertig gestaltet wird,14 wird in diesem Teil die Technik dafür präsentiert, wie die Kontrollinstrumente die Dynamik des Systems steuern, damit die Lossfunktion der Spieler minimiert werden kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Da beim Modell der EWU es um die wirtschaftlichen Politiken von zwei symmetrischen Ländern geht, sind Q, R symmetrische und positive (semi-)definite Matrizen. Denn heutzutage ist die Berechnung der Lösungen eines dynamischen Systems durch den Rechner zwar genau und leicht durchzuführen. Ob diese Lösung jedoch hochwertig für das System ist, ist völlig unklar. Daher wollte ich anschließend die Definition der Stabilität der Lösung eines Systems präsentieren, was eine entscheidende Rolle für die Bewertung ihrer Qualität spielt. In unserem System erreicht die Unterschiede der Wettbewerbsfähigkeit in EWU die stabile Lage [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] existiert, sodass die Ungleichung [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] erfüllt ist.15 Das bedeutet,ۥ[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] für alle Anfangswerte [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]

[...]


1 Vgl. Plasmans etc. (2006), S.19-S24

2 Vgl. Art. 105, Maastricht Vertrag, (1992)

3 Vgl. Art. 2, Maastricht Vertrag, (1992)

4 Vgl. Plasmans etc. (2006), S.112-122

5 Vgl. Plasmans etc. (2006), S.15-16

6 Vgl. Mankiw (2003), S.415

7 Siehe im 1. Anhang

8 Vgl. Plasmans etc. (2006), S.114

9 Siehe im 2. Anhang

10 Siehe im 3. Anhang

11 Vgl. Fiona Carrmichael (2005), S.3-S.4

12 Vgl. Fiona Carrmichael (2005), S.6

13 Vgl. Fiona Carrmichael (2005), S.16

14 Vgl. Engwerda (2005), S.196-218

15 Vgl. Vorlesungsskript (WS 01/02), Lars Grüne, Universität Frankfurt

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten

Details

Titel
Interaktion zwischen Fiskal- und Geldpolitik in EWU
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
2.0
Autor
Jahr
2011
Seiten
53
Katalognummer
V198146
ISBN (eBook)
9783656242994
ISBN (Buch)
9783656245131
Dateigröße
661 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interaktion, fiskal-, geldpolitik
Arbeit zitieren
Minh Ngu Tran (Autor), 2011, Interaktion zwischen Fiskal- und Geldpolitik in EWU, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198146

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