Einstellungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen


Diplomarbeit, 2003

99 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

Teil 1: Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen
1. Begriffserklärung
1. 1 Stigmatisierung
1. 2 Psychische Erkrankungen
2. Entstehung von Stigmatisierung
2. 1 Einstellungen
2. 1. 1 Erwerb von Einstellungen
2. 1. 2 Vorurteile
2. 1. 2. 1 Entstehung von Vorurteilen
2. 1. 3 Stigmatisierung
2. 2 Schizophrenie – eine unverstandene und unakzeptierte Krankheit
2. 2. 1 Assoziationen zum Begriff Schizophrenie
2. 3 Der Einfluss der Medien
2. 3. 1. Schizophrenie in den Printmedien
2. 3. 2 Psychisch Kranke in Fernsehfilmen
3. Auswirkungen der Stigmatisierung
3. 1 Auf die Betroffenen
3. 2 Auf die Angehörigen
4. Entstigmatisierung
4. 1 Veränderung von Einstellungen und Vorurteilen
4. 2 Einstellung der Bevölkerung gegenüber psychisch erkrankten Menschen
4. 2. 1 Auswirkungen der Attentate auf Lafontaine und Schäuble
4. 3 Gemeindepsychiatrische Versorgung als Brücke gegen Stigma und Isolation
4. 3. 1 Geschichtlicher Abriss
4. 3. 2 Gemeindepsychiatrie heute

2. Teil: Fragebogenuntersuchung bei Schülern
1. Befragung von Gymnasiasten
1. 1 Methodik der schriftlichen Befragung
1. 2 Vorgehen der Befragung
2. Vorstellung des Fragebogens
3. Vergleich der Einstellungen zwischen den verschiedenen Klassenstufen
3. 1 Ergebnisse
3. 1. 1 Eigenschaften
3. 1. 2 Emotionale Reaktion
3. 1. 3 Soziale Distanz
3. 1. 4 Stigmatisierung
3. 1. 5 Professionelle Hilfe
3. 1. 6 Erster Gedanke zu „psychischen Erkrankungen“
4. Einstellungen der Schüler im Vergleich zu Sozialpädagogikstudenten und der Bevölkerung Mannheims
4. 1 Einstellungen der Sozialpädagogikstudenten
4. 2 Einstellungen der Bevölkerung Mannheims
4. 3 Ergebnisse
4. 3. 1 Eigenschaften
4. 3. 2 Emotionale Reaktion
4. 3. 3 Soziale Distanz
4. 4. 4 Stigmatisierung
5. Auswirkung privater Kontakte auf die Einstellung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen
5. 1 Ergebnisse
5. 1. 1 Eigenschaften
5. 1. 2 Emotionale Reaktionen
5. 1. 3 Soziale Distanz
5. 1. 4 Stigmatisierung
6. Zusammenfassung und Interpretation
7. Öffentlichkeitsarbeit bei Schülern
7. 1 Projekte an Schulen

Abschließende Stellungnahme

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Anhang

Vorwort

Diskriminierung und Stigmatisierung sind schmerzhafte Erfahrungen für Betroffene. Viele Menschen müssen dies ihr ganzes Leben oder zumindest eine lange Zeit ertragen.[1]

In der 9. Klasse der Realschule in Herten wurde ein Workshop, der sich „Blue-Eyed“ nennt, durchgeführt. Das Ziel des Workshops war den Rassismus gegenüber ausländischen Mitbürgern einzudämmen. Die Schüler sollen am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlt diskriminiert zu werden, da dies oft wirksamer ist als tausend Worte. Die Idee einen derartigen Workshop durchzuführen entstand aus der Hilflosigkeit einer Lehrerin gegenüber dem Verhalten vieler Schüler. Diese beschimpften und diskriminierten verstärkt türkische Bewohner mit Sprüchen wie: „Ich habe nichts gegen Ausländer, aber Türken sind Scheiße, die machen einen immer ganz übel an.“[2] Daher lud sie den Politologen Jürgen Schlicher zu ihrer Klasse ein, der von der Entwicklerin dieses Konzepts, einer amerikanischen Lehrerin namens Jane Elliot, darauf geschult wurde.

Zur ersten Schulstunde wurden die Schüler von Schlicher mit dem Kommando „hinsetzen, Klappe halten, Beine zusammen!“ begrüßt. Anschließend wurden sie in die Gruppen „Blauäugige“ und „Braunäugige“ aufgeteilt. Die Blauäugigen wurden in ein Zimmer geschickt und mussten dort über eine Stunde warten ohne den Grund dafür zu kennen oder zu wissen was auf sie zukommt. Währenddessen wurden die Braunäugigen mit Saft und Keksen versorgt, und es wurde ihnen der Ablauf des Schultages erklärt. Die Schüler sollten an jenem Tag in einer praktischen Übung ihre blauäugigen Mitschüler aufgrund ihrer Augenfarbe diskriminieren. Schlicher „begründete“ es damit, dass Menschen mit blauen Augen faul, dumm und aufsässig seien und nicht zuhören oder lernen könnten. Dies läge am niedrigen Melaningehalt in ihren Augen. Den Schülern solle heute das zugemutet werden, was manche Personengruppen ihr ganzes Leben lang ertragen müssen, wie z. B. Homosexuelle, Ausländer oder Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Die Regeln für diese Übung sind folgendermaßen: Die braunäugigen Schüler dürfen die Blauäugigen nicht anlächeln, sich nicht mit ihnen solidarisieren und ihnen keine Hilfe oder Erklärungen anbieten. Wenn jemand diese Regeln verletzt wird er zum Blauäugigen degradiert, weil es bei der Diskriminierung nur eine Gruppe gibt die Macht ausübt, erklärte Schlicher. Die einen machen die Regeln, und die anderen müssen die Regeln ausführen ob sie wollen oder nicht.

Nach diesen Erklärungen wurden die Blauäugigen ins Zimmer geholt. Da sie eine Stunde in Ungewissheit warten mussten, waren sie schlecht gelaunt und pöbelten aufgebracht. Sie mussten sich auf den Boden setzten währende die Braunäugigen auf bequemen Stühlen saßen. Sie wurden in allem benachteiligt. Die Blauäugigen verweigerten die Mitarbeit und widersetzten sich, als sie von Schlicher die Anweisung bekamen ein Plakat mit dem Text „Blauäugige nehmen uns die Ausbildungsplätze weg, Blauäugige neigen verstärkt zur Kriminalität“[3] usw. vorzulesen. Dies nutzte er aus um die Braunäugigen immer wieder darauf hinzuweisen, dass er es ihnen doch gesagt hätte was die Blauäugigen für schlechte Menschen seien. Die allgemeine Stimmung spitzte sich mehr und mehr zu, und der Klassenverband spaltete sich endgültig in zwei Lager auf. Die braunäugigen Privilegierten waren zwar zunächst etwas beklommen, passten sich aber weitgehend an. Die Blauäugigen, die durchweg benachteiligt wurden verhielten sich teils zornig und teils verzagt. Sie bekamen zu spüren, wie man sich fühlt wenn man auf der falschen Seite steht und keine Chance hat. Die Blauäugigen hingegen konnten beobachten, „welche merkwürdigen Verhaltensweisen Menschen aufgrund von Benachteiligung an den Tag legen.“[4]

Als der Workshop beendet wurde sollten die Schüler über das Erlebte diskutieren. Eine Schülerin meinte, dass dies die schlimmste Stunde in ihrem ganzen Leben gewesen sei und ein anderes Mädchen sagte, sie habe sich ausgeschlossen gefühlt, nur weil sie nicht braunäugig sei.

Dieser Einstieg zu meiner Diplomarbeit hat zwar nicht direkt etwas mit psychisch Erkrankten zu tun, aber Ausländer gehören ebenso zu einer Randgruppe wie psychisch erkrankte Menschen und müssen deshalb sehr ähnlich wie sie die Stigmatisierung und Vorurteile der Allgemeinbevölkerung ertragen.

Einleitung

„Schwierig war der Kontakt zur Außenwelt, oft haben Menschen ja ein anderes Bild von uns Patienten. Doch sollte man sich vor Augen halten, dass es jedem Menschen ganz schnell auch mal so gehen kann.“[5]

Bianca, 21 Jahre, Patientin einer

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Schon sehr bald zu Beginn meines Studiums zur Diplom-Sozialpädagogin im Fachbereich psychisch Kranke und Suchtkranke wurde mir klar, dass ein Großteil der Allgemeinbevölkerung ein falsches Bild von Menschen mit psychischen Erkrankungen hat und dadurch eine stigmatisierende Einstellung ihnen gegenüber besitzt. Ich wurde in meinem Bekanntenkreis und meiner Familie oft gefragt, ob ich denn keine Angst vor diesen Menschen hätte. Ich musste daher mehr als einmal erklären, dass die Angst vor psychisch erkrankten Menschen in den allermeisten Fällen völlig unbegründet ist. Besonders die Sozialpädagogen, aber auch die anderen Berufsgruppen, die im Arbeitsfeld Psychiatrie tätig sind, haben die Aufgabe sich mit dem Thema der Stigmatisierung ihrer Klienten auseinanderzusetzen. Sozialpädagogen sind für die Rehabilitation in den verschiedenen Lebenslagen von Menschen mit psychischen Störungen zuständig. Die negativen Auswirkungen von Stigmatisierung und Zurückweisung der Gesellschaft auf das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl der Betroffenen, auf den Krankheitsverlauf und auf die sozialen Faktoren, können nur eingedämmt werden, wenn man sich über das Problem bewusst ist und entsprechende Maßnahmen, wie z. B. die Öffentlichkeitsarbeit, dagegen entwickelt.

An dieser Stelle möchte ich kurz ein paar Worte zum Titel meiner Diplomarbeit schreiben. Ich wählte bewusst den Titel „Einstellungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen“ und nicht „... gegenüber psychisch Kranken“, da ich bei dieser Bezeichnung den Aspekt der Menschlichkeit vermisse. Mir ist es sehr wichtig, dass der Mensch vor der Erkrankung erwähnt wird.

Da die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen durchaus ein aktuelles Thema in der sozialpsychiatrischen Arbeit ist, habe ich im Rahmen meiner Diplomarbeit eine Untersuchung an einem Gymnasium in den Klassen 7 bis 13 durchgeführt. Die Einstellung von Schülern gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen muss unbedingt berücksichtigt werden, da sie die zukünftige Generation der Gesellschaft darstellen. Einige von ihnen werden eines Tages, z. B. als Arzt, Jurist oder in einem sozialen Beruf, in Kontakt mit den Betroffenen kommen und manche werden durch den Ausbau der Gemeindepsychiatrie eine sozialpsychiatrische Einrichtung in ihrer näheren Umgebung haben.

Im Teil 1 geht es um die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Hier soll unter anderem die Entstehung erörtert werden. Deswegen werden zunächst theoretische Aspekte und Modelle von Einstellungen und Vorurteilen, sowie deren Entstehung vorgestellt, da Stigmatisierung erst durch diese entsteht. Anschließend soll aufgezeigt werden, warum gerade die Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis mit so vielen Vorurteilen behaftet sind und welchen Einfluss sowohl Printmedien als auch Fernsehfilme auf die Stigmatisierung haben. In den darauffolgenden Schritten sollen die Auswirkungen und die Entstigmatisierung erörtert werden.

Im 2. Teil wird die besagte Fragebogenuntersuchung am Gymnasium sowie ihre Ergebnisse vorgestellt. Dabei werden zunächst die Klassenstufen 7 bis 9, 10 bis 11 und 12 bis 13 miteinander verglichen. Anschließend werden die gewonnen Ergebnisse mit denen der Mannheimer Bevölkerung und denen der Sozialpädagogikstudierenden der Berufsakademie Villingen-Schwenningen verglichen, welche in anderen Erhebungen bereits entstanden sind, um zu untersuchen ob es Unterschiede bei den verschiedenen Personengruppen gibt. Die Ergebnisse werden danach zusammengefasst und zu guter letzt schließen sich einige Überlegungen und Konzepte von Öffentlichkeitsarbeit bei Schülern an.

Teil 1: Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen

1. Begriffserklärung

1. 1 Stigmatisierung

Die Griechen schufen den Begriff Stigma. Dies waren körperliche Zeichen, die Verbrechern, Sklaven und Verrätern eingebrannt oder eingeschnitten wurden, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass der Zeichenträger zu einer Person erklärt wurde, die unrein und schlecht ist. Diese Personen sollten vor allem in der Öffentlichkeit gemieden werden. Heute wird der Begriff eher auf Beschädigung oder Entehrung der Identität eines Menschen bezogen.[6]

Der Brockhaus – Die Enzyklopädie definiert Stigmatisierung heutzutage so: „Zuschreibung eines Stigmas, das eine Person – orientiert an den herrschenden Gesellschafts- bzw. Gruppennormen – als nicht der Gruppe zugehörig ausweist. Insofern ist Stigmatisierung ein Versuch der Gesellschaft/Gruppe, ‚Fremdes’ (oft als ‚Bedrohung’ wahrgenommenes) aus ihrer Mitte auszuschließen. Beispiele für Stigmatisierung sind die in der Gesellschaft tradierten Vorurteile oder Vorbehalte gegenüber Angehörigen sogenannter Randgruppen, hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Wirkung aber auch die Kennzeichnung von Menschen als ‚vorbestraft’ oder ‚obdachlos’ seitens staatlicher Behörden.“[7]

Ein Klient unserer Einrichtung sagte vor kurzem zu mir etwas, was ich auch sehr passend zur Erklärung der Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen finde: „Wenn man einmal in der Mühle der Psychiatrie gelandet ist, hat man sein ganzes Leben lang einen Stempel, den man nicht wieder los bekommen kann. Man ist für immer der psychisch Kranke und man wird auch von allen so behandelt. Vielleicht bilde ich mir das auch ab und zu nur ein, aber ich weiß, dass ich in meinem Bekanntenkreis für meine Krankheit „schräg“ angeschaut werde und sie auch nichts mehr mit mir zu tun haben wollen.“

Stigmatypen[8]

Zum einen gibt es angeborene Stigmen, wie z. B. Wolfsrachen, Hasenscharte, Blindheit und geistige Behinderungen. Diese Betroffenen können schon früh lernen mit der Stigmatisierung umzugehen, spätestens wenn sie in den Kindergarten kommen. Sie müssen lernen damit umzugehen, dass sie kaum richtige Freunde finden. Viel mehr noch, sie werden verspottet, finden später keine Lehrstelle und man gibt ihnen immer wieder zu verstehen, dass sie unnütz seien.

Stigmen die durch Krankheit erworben wurden sind z. B. Erkrankungen und Verbrennungen der Haut, Deformationen des Kopfes, aber auch psychische Erkrankungen, auch wenn sie nicht unbedingt sichtbar sind. Das schwierige an einer im Lauf des Lebens erworbene Erkrankung ist, dass die meisten Betroffenen genau wissen, dass sie selbst früher auch so gedacht haben, wie jetzt über sie gedacht wird. Daher kommt es häufig zu einer Missbilligung ihrer eigenen Person.

Die Angehörigen der Gruppe Stigmatisierung aufgrund von Minderheitenzugehörigkeit unterscheiden sich von den anderen Stigmatypen, da sie physisch und psychisch „normal“ sind. Zu ihnen gehören bspw. die Homosexuellen, die Juden, sowie Sinti und Roma. Da sie gesund sind und eine Gemeinschaft bilden, verläuft die Stigma-Bewältigung meist positiver als bei den anderen genannten Typen.

1. 2 Psychische Erkrankungen

„Psychisch“ heißt auf die Seele bezogen. Psychische Erkrankungen sind also Krankheiten der Seele.[9] Das Humboldt-Psychologie-Lexikon definiert seelische Krankheiten folgendermaßen: „Sammelbezeichnung für Störungen bzw. Abweichungen des Erlebens und Verhaltens von der Norm.“[10]

„Psychose“ leitet sich aus dem Wort psychisch ab. Dies sind sehr schwere psychische Erkrankungen, bei denen man zur Bewältigung ärztlich-therapeutische Hilfe benötigt. Es „sind hierbei der Bezug zur Wirklichkeit, die Einsichtsfähigkeit sowie die Fähigkeit, mit den üblichen Lebensanforderungen zurechtzukommen, erheblich gestört. Das Denken, Wollen und Fühlen sind ebenfalls eigenartig verändert.“[11]

Die psychischen Erkrankungen werden im sogenannten triadischen System folgendermaßen unterteilt: Es gibt körperlich begründbare (organische, symptomatische) oder exogene Psychosen, endogene Psychosen und persönlichkeitsbedingte psychosoziale Störungen. Auf diese möchte ich nun jeweils kurz eingehen. Die körperlich begründbaren Psychosen unterscheiden sich von den anderen seelischen Störungen, da sie auf Hirnerkrankungen beruhen, die bekannt sind. Sie können „durch Verletzungen, Vergiftungen (z.B. Alkohol), Gefäßveränderungen (z.B. Arteriosklerose), Geschwulstbildungen (Hirntumoren und Tochtergeschwülste aus anderen Organen), Schrumpfkrankheiten (z.B. Alzheimer...), Stoffwechselstörungen (z.B. durch Nieren- und Lebererkrankungen), hormonelle Störungen wie Diabetes usw.“[12] verursacht werden.

Die endogenen Psychosen werden durch „Störungen des Stoffwechsels im Nervensystem“[13] verursacht. Sie werden konventionell in zwei Gruppen aufgeteilt. Dies sind zum Einen die manisch-depressiven Erkrankungen, welche mit Antriebs-, Vital- und Stimmungsstörungen einhergehen. Es können auch depressive Wahnbildungen, wie z. B. Versündigung, Schuld, Verarmung, entstehen. Zum Anderen werden sie in Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis aufgeteilt, die mit „zu überdauernden Störungen der Persönlichkeit, insbesondere des Gefühlslebens, des Antriebs, der Interessen, der Denkfähigkeit, der Realitätserfassung, der Kommunikationsfähigkeit und unspezifischer vitaler Basalstörungen führen, die Befindlichkeiten und alltägliche Fertigkeiten betreffen.“[14] Die Betroffenen haben meist Krankheitssymptome wie z.B. Wahnvorstellungen, Stimmeneingebungen und Halluzinationen.

Persönlichkeitsbedingte – psychosoziale Störungen „gehen mit persönlichem Leiden und gestörter sozialer Funktionsfähigkeit einher.“[15] In leichter Ausprägung sind abnorme Persönlichkeitsentwicklung, Neurosen, primär-abnorme Persönlichkeiten und abnorme Erlebnisreaktionen in jedem Menschen vorhanden. Erst wenn sie stark ausgeprägt sind, können sie zur Behinderung des täglichen Lebens führen und die Handlungs- und Erlebnismöglichkeiten leidvoll einschränken.[16]

Die psychischen Erkrankungen sind für die Menschen im Gegensatz zu den körperlichen Erkrankungen nur schwer greifbar, da körperliche Beschwerden, wie z.B. bei Krebs, mit speziellen medizinischen Geräten erkennbar sind, die meisten seelische Krankheiten sich aber „nur“ im Kopf bzw. in den Gedanken der erkrankten Person abspielen und daher für die Außenwelt nicht sichtbar sind.

In meiner Diplomarbeit möchte ich vor allem auf die Stigmatisierung der Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis eingehen, da diese häufig mit den meisten Vorurteilen behaftet sind. Die Schizophrenie ist eine größtenteils unverstandene Krankheit und bereitet deshalb vielen Menschen Angst. Näheres dazu im Kapitel „Schizophrenie – eine unverstandene und unakzeptierte Krankheit“.

2. Entstehung von Stigmatisierung

2. 1 Einstellungen

Da Vorurteile und Stigmatisierung erst durch bestimmte Einstellungen der Menschen entstehen, möchte ich zunächst auf diese eingehen.

Katz definierte Einstellung 1960 folgendermaßen: „Einstellung ist die Bereitschaft eines Individuums, ein Symbol, ein Objekt oder einen Aspekt seiner Umwelt positiv oder negativ zu bewerten. ...Einstellungen schließen die affektive Komponente bzw. die gefühlsmäßige Grundlage der positiven und negativen Bewertungen, und die kognitive Komponente bzw. die Überzeugungen ein, durch die der Effekt der Einstellung, ihre Merkmale und ihre Beziehung zu anderen Objekten beschrieben werden kann“.[17]

Die heutige Sozialpsychologie zielt dagegen mit dem Begriff Einstellung auf eine „zeitlich relativ stabile Haltung“[18] bspw. gegenüber sozialen Gruppen, Einzelpersonen oder Institutionen, also gegenüber sogenannten „sozialen Objekten“. Die Haltung wird nicht nur in zwei, sondern in drei Komponenten zerlegt: 1. in eine kognitive Komponente, sie „umfasst die Bereitschaft zu einer bestimmten Wahrnehmung und Bewertung des sozialen Objekts. Sie äußerst sich in bestimmten (meist stereotypen) Feststellungen und Meinungen.“[19] Dies wären z.B. die Meinungen psychisch Kranke Menschen seien aggressiv, intelligent, etc.

Als zweite Komponente wird wie bei der Definition die affektive Komponente genannt. Z. B. „ich mag psychisch kranke Menschen“ oder „ich lehne sie ab“. Wenn diese Komponente die Oberhand gewinnt, wird aus der Meinung die Überzeugung und bleibt nicht mehr nur Hypothese.

Die dritte Einstellungskomponente, die Katz in seiner Definition nicht berücksichtigt, ist die der Handlungstendenz: Mit den anderen beiden Komponenten ist üblicherweise eine Handlungstendenz verbunden, also die Bereitschaft entsprechend der eigenen Einstellung zu handeln. Beispiele hierfür wären Beschimpfung von Menschen mit psychischen Erkrankungen oder die ehrenamtliche Tätigkeit in einem Kaffeetreff für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ob es aber tatsächlich zu einer Handlung kommt ist auch abhängig von anderen sozialen Faktoren, wie z.B. Machtverhältnisse, soziale Beziehungen, etc..[20] Dadurch unterscheiden sich auch Einstellungen von Meinungen: Eine Meinung, die emotionale und evaluative Komponenten beinhaltet, also Abneigungen und Vorlieben zum Ausdruck bringt, ist eine Einstellung. Diese ist auch schwerer zu ändern, wie die Meinung.[21]

Außerdem hat La Piere schon 1934 in einem Experiment bewiesen, dass die Menschen nicht immer ihren Einstellungen entsprechend handeln. Er reiste mit einem chinesischen Ehepaar durch die USA, um dort zu testen, ob sie in den Hotels und Gaststätten aufgenommen werden. Sie wurden nur in einem Hotel zurückgewiesen. Später hat er dann die Hotels und Gasstätten mit der Frage angeschrieben, ob sie Chinesen in ihre Hotels oder Gastsstätten aufnehmen würden. 91% der Hotel- und 92% der Gaststättenbesitzer antworteten darauf mit „Nein“.[22]

2. 1. 1 Erwerb von Einstellungen

Wie kommt es dazu, dass so viele Menschen eine schlechte Einstellung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen haben? Wie entsehen Einstellungen zu bestimmten „sozialen Objekten“?

Es gibt sehr viele Theorien und Vorstellungen zum Thema wie Einstellungen gebildet werden. Im zweiten Teil dieser Arbeit möchte ich auf die Einstellungen von Schülern gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen mit einer Fragebogenuntersuchung eingehen. Da Schüler im Kinder- und Jugendalter viel Zeit in der Schule mit ihren Mitschülern und Lehrern verbringen und dadurch auch durch deren Einstellungen beeinflusst und geprägt werden, scheinen mir die lerntheoretischen Ansätze für meine Diplomarbeit als sinnvoll.

Staats (aber auch andere Vertreter dieses Ansatzes) nimmt an, dass der Einstellungserwerb aus Lernprozessen entsteht, also durch Verstärker gesteuert wird.[23] Er entwickelte das sogenannte attitude-reinforcer-discriminative system (zu deutsch: Einstellungs-Verstärker-Diskriminations-System). Er geht davon aus, dass man durch natürliche Reiz-Reaktionsverbindungen, wie z. B. Essen gleich Sättigung, Bewertungen von Kindern steuern kann, in dem man es z. B. bei klassischer Musik füttert. So erwirbt ein Kind positive Bewertungen für diesen Musikstil.[24]

Cladin und Insko gehen dagegen davon aus, dass der Erwerb von Einstellungen durch instrumentelles Konditionieren erfolgt. Das kann unter anderem durch verbale Verstärker sein, wie z.B. die Aussage psychisch kranke Menschen sind nette und gute Menschen. Diese Verstärker zeigen zwei Auswirkungen: „Sie dienen als Information über die „richtige“ Einstellung und sie erzeugen Sympathie zu der Person, die die eigene Einstellung teilt.“[25] Wenn einem also eine Person schon vorher sympathisch war, wird dessen Meinung unbewusst übernommen.

Einstellungen können aber nicht nur durch Konditionierung und Verstärkung erlernt werden, sondern auch durch „Lernen am Modell“. Einstellungen werden zum größten Teil von den Menschen aus der sozialen Umwelt übernommen.[26] Dieses Lernen kann in einigen Situationen auch ablaufen, ohne das bewusst Verstärker eingesetzt werden. Einstellungen werden durch die Erfahrungen von anderen, besonders von Vorbildern, übernommen.[27] Erst dann werden in den meisten Fällen Eigenleistungen in den Prozess des sogenannten „Modellierens“ eingebracht.[28] Dieser Prozess läuft meistens schneller ab, als bei der Verstärkung, und ist daher auch fester im Menschen verankert.

Besonders bei Jugendlichen und Kindern ist es meist der Fall, dass sie von Eltern, Geschwistern, Schulfreunden, Lehrern etc. Einstellungen und Verhalten übernehmen, da diese eine Art Vorbildfunktion für die Kinder haben und sie mit diesen Personengruppen quasi ständig in Kontakt sind. Aber auch die Massenmedien haben Einfluss auf diese Entwicklung.

2. 1. 2 Vorurteile

Wie in unzähligen Studien und Untersuchungen bewiesen wurde, ist die Einstellung vieler Menschen gegenüber psychisch Erkrankten oftmals sehr vorurteilsbehaftet. Diese vorurteilsbehafteten Einstellungen sind für kranke Menschen eine zusätzliche Belastung zu ihrer Krankheit.

Vorurteile kann man als spezielle negative Einstellungen charakterisieren. Sie sind meist starr und kaum korrigierbar, auch wenn widersprüchliche Erfahrungen gemacht werden.[29] Aber was sind Vorurteile genau und wie entstehen sie?

Markefka beschreibt Vorurteile wie folgt: „Soziale Vorurteile sind verbindliche (negative) Urteile einer Majorität (oder ihrer Angehörigen) über Minoritäten oder Individuen wegen ihrer Zugehörigkeit (Zuordnung) zu einer Minorität, die nicht auf Tatsachen beruhen.“[30] Diese Definition finde ich passend, da sie verdeutlicht, dass Vorurteile nicht immer auf Tatsachen beruhen, sondern oft nur von Menschen „erfunden“ worden sind.

Weiter kann erklärt werden, dass Vorurteile meist sehr gefühlsbetont (also affektiv) sind und andere Menschen nach einzelnen Merkmalen, wie z.B. nach Kultur, Religion oder auch nach deren psychischen Deviation, verurteilen und diskriminieren. Das soziale Stereotyp sind Merkmale (z.B. Nationalität, Krankheiten etc.), die bestimmten Menschen oder Personengruppen oberflächlich und pauschal zugeschrieben werden. Deshalb haften diesen Stereotypen meistens große Unwahrheiten an und sie können als kognitiven Teil der sozialen Vorurteile betrachtet werden.[31] Wir Menschen stereotypisieren aber nicht immer in böser und gemeiner Absicht, es ist viel mehr so, dass es für uns oft ein Instrument der Vereinfachung für bestimmte Sachverhalte und Dinge ist, also der Reduktion der Komplexität dient.[32]

2. 1. 2. 1 Entstehung von Vorurteilen

Auch hier gibt es wieder die unterschiedlichsten Erklärungsansätze, von denen ich nur einige herausgreifen möchte.

Oft sind mangelnde Informationen Gründe für Ängste und Vorurteile. So ist es auch bei den psychischen Erkrankungen: Das konkrete Wissen in der Bevölkerung darüber ist spärlich.[33] Dadurch entstehen „Gerüchte“ und Ängste, weil es etwas ist, dass man nicht kennt. Man bezeichnet dies als Ich-Verteidigung. Diese verhindert, dass erschreckende Tatsachen vor denen man sich fürchtet, wie z.B. der Tod, der Arbeitslosigkeit oder der Erkrankung an einer schizophrenen Psychose, nicht die ganze Anerkennung erhalten.[34] Sie können aber auch zur Stabilisierung des Selbstwertgefühls dienen, indem sie andere Menschen abwerten, erniedrigen oder zum „Sündenbock“ machen. Daher ermöglichen sie Aggressionsabfuhr und Motivbefriedigung in einer Form, die sozial gebilligt wird.[35]

Belardi und Hamm dagegen beschreiben die Entstehung der affektiven Komponente der Vorurteile als Mechanismus, der in die frühkindliche Sozialisation zurückgeht. Das Kind übernimmt meist schon sehr bald Ziele und Normen der Bezugspersonen. Zu diesen gehören beispielsweise nicht nur politische Grundeinstellungen, sondern auch negativ behaftete Einstellungen, also Vorurteile. Die Abwehrmechanismen Idealisierung und Identifikation regulieren diese Entwicklung, da das Kind sich in der eigenen Gruppe, der Familie, wohlfühlen möchte. Um Konflikten mit den Eltern etc. zu entgehen stellt es die eigenen Triebe und Bedürfnisse zurück und übernimmt unkritisch deren Wertvorstellungen.[36]

Ebenso wie Einstellungen (siehe Abschnitt 2. 1. 1 Erwerb von Einstellungen) werden Vorurteile von Kindern aber auch durch Lernen am Modell, durch konditionieren oder durch beeinflussende Kommunikationsmittel, wie z.B. den Massenmedien, übernommen.[37]

Markefka hingegen beschäftigte sich mit ganz anderen Erklärungsversuchen: Zum einen begründete er es mit einem rechtfertigungsideologischem Ansatz. Dieser Ansatz geht davon aus, dass die Menschen glauben, dass die Vorurteile gegen Minoritäten wahr sind und damit eine Ungleichbehandlung der Betroffenen gerechtfertigt ist. Wie aber weiter oben schon aufgeführt sind die meisten Vorurteile falsch und zeigen den Kern ihrer Wahrheit als sich Selbsterfüllende-Prophezeiung, d.h. wenn jemand immer nur als psychisch kranker Mensch gesehen und behandelt wird, verhält er sich irgendwann auch entsprechend abweichend.[38]

Manche Menschen versuchen dagegen Vorurteile als natürliche, instinktive Abneigung zu begründen. Diese Behauptungen sind aber ebenfalls falsch, da Untersuchungen ergeben haben, dass Vorurteile schon in früher Kindheit erlernt werden, wie uns auch das Modell weiter oben gezeigt hat.

Andere wiederum versuchen ihre Vorurteile damit zu rechtfertigen, indem sie sagen oder behaupten, sie hätten schon persönliche Erfahrung mit den entsprechenden Personen oder Personenkreis gemacht, gegen die ihre Vorurteile oder Diskriminierungen gerichtet sind.[39]

2. 1. 3 Stigmatisierung

Da ich im vorhergehenden Kapitel ausführlich auf die Entstehung von Einstellungen und Vorurteilen eingegangen bin, und Stigmatisierung durch Vorurteile entsteht, möchte ich hier nur kurz auf die Stigmatisierung eingehen.

Die Stigmatisierung von Menschen, wie z.B. Obdachlosen, AIDS-Kranken, Homosexuellen oder psychisch Erkrankten, ist nicht erst in den letzten paar Jahren entstanden. Es gab sie schon immer. Früher wurden die Lepra-Kranken aus der Stadt verbannt, blinde Bettler wurden geächtet und auch Menschen mit psychischen Erkrankungen mussten in vielen Kulturen schon immer mit der Stigmatisierung der „Gesunden“ leben. Dies hatte früher noch schwerere Konsequenzen. Zum Beispiel wurden sie ab dem 19. Jahrhundert isoliert von der Außenwelt in geschlossenen Anstalten festgehalten oder sie wurden öffentlich zur schau gestellt, um die Bürger zu belustigen. Stigmatisierung löst somit immer Vorurteile aus, die Diskriminierung und/oder soziale Isolation von bestimmten Menschengruppen zur Folge haben.[40] Da es Stigmatisierung schon immer und überall gegeben hat, müssen wir uns fragen, so Finzen, ob dies nicht gesellschaftlich notwendig ist? Vielleicht ist die Ausgrenzung und Kennzeichnung von bestimmten Menschen „eine der Voraussetzungen für die Aufrechterhaltung der aktualen sozialen Identität der „Normalen“.“[41]

Der Labeling Approach (zu deutsch: Etikettierungsansatz) befasst sich mit der Kennzeichnung und Ausgrenzung von Individuen durch abweichendes Verhalten. Stigmatisierung und der Labeling Approach sind eng miteinander verbunden, da durch Stigmatisierung Grenzen von Normen und Regeln sichtbar gemacht und gesichert werden. Denn Menschen mit psychischen Erkrankungen, mit geistig und körperlichen Behinderungen, mit homosexueller Neigung usw. werden sichtlich ausgegrenzt.[42]

Das Fachlexikon der sozialen Arbeit definiert diesen Ansatz folgendermaßen: „Unter dem Begriff Labeling Approach (...) versteht man in der Erforschung von Abweichung und Kriminalität diejenige theoretische Perspektive, die nicht wesensmäßige Eigenschaften der Betroffenen, sondern Wahrnehmungs- und Zuschreibungsprozesse seitens des sozialen Umfelds für die Konstituierung von Abweichung und Kriminalität verantwortlich macht.“[43] Also nicht das Verhalten an sich, sondern die negative Bewertung im Prozess der Stigmatisierung lässt abweichendes Verhalten entstehen,[44] d.h. wenn es von der Allgemeinheit als solches etikettiert wird. Die psychische Erkrankung eines Menschen ist laut der Gesellschaft ein abweichendes Verhalten wodurch sie erst zur Krankheit wird, da die Betroffenen sozial diffamiert und gekennzeichnet werden. Der Labeling Approach sagt also aus, dass die Krankheit eine Konstruktion der Gesellschaft ist und die Psychiatrie eine „Etikettierungs- und Kontrollagentur der dominanten Gesellschaft“[45] darstellt. Die radikalen „Labeling-Theoretiker behaupten letztlich eine Umkehrung der Chronologie: Nicht die Störung führe zum Etikett, sondern das Etikett zur Störung.“[46] Dies ist eine radikale Aussage der Antipsychiatrie, die der Meinung ist psychische Erkrankungen gäbe es nicht. Dem kann ich aber nicht zustimmen, da beispielsweise ein Mensch der an Krebs erkrankt ist und noch nichts von seiner Krankheit weiß, erst stigmatisiert und etikettiert wird, wenn er und die soziale Umwelt von seiner Krankheit erfahren. Auch Finzen vertritt diese Auffassung. Er bezeichnet die Etikettierung und Stigmatisierung, sowie ihre sozialen Folgen als eine „zweite Krankheit“, da dies negative Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf nehmen kann.[47]

2. 2 Schizophrenie – eine unverstandene und unakzeptierte Krankheit

Die Schizophrenie ist im Gegensatz zu den anderen zahlreichen psychischen Krankheiten eine äußerst unverstandene Krankheit. Sie tritt in vielfältigen Erscheinungsformen auf und ist eine der schillerndsten psychischen Erkrankungen. Sie kann einmalig oder in unregelmäßig wiederkehrenden Abständen auftreten, kann schwer oder leicht sein und schleichend verlaufen, sodass es für Außenstehende kaum erkennbar ist. Sie kann nur kurze Zeit oder ein Leben lang andauern, völlig ausheilen oder zur Behinderung führen. Ebenso kann sie sowohl Jugendliche in ihrer beruflichen Ausbildung oder im Studium treffen, wie auch erwachsene Menschen, die ihren festen Lebensweg schon gefunden haben. Kurz gesagt, es kann eigentlich jeden Treffen. 1% der Bevölkerung erkrankt daran und eine Prognose über den Krankheitsverlauf und die Ausheilung kann nicht oder kaum gemacht werden. Weil soviel Unklarheit über diese Erkrankung besteht und es dadurch den Menschen Angst macht, entstehen Vorurteile.[48]

Eine Repräsentativerhebung von Angermeyer und Siara zeigte, dass die soziale Distanz gegenüber Schizophrenie höher ist als gegen Depression. Besonders gravierend sind die Unterschiede in den Fragen, ob man eine an Schizophrenie oder Depression erkrankte Person auf seine Kinder aufpassen lassen, oder als Untermieter akzeptieren würde. Die soziale Distanz der Bevölkerung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen wächst im allgemeinen, je persönlicher die Beziehungen werden, aber bei der Schizophrenie ist sie noch größer als bei der Depression.[49] Woran liegt es, dass Menschen mit Depressionen eher akzeptiert werden?

Die Schizophrenie ist für Laien nur schwer greifbar. Im Gegensatz dazu sind Depressionen für Menschen eher verständlich und die einfühlbarsten aller psychischen Störungen. Jeder Mensch reagiert in seinem Leben immer wieder depressiv. Sei es wenn z.B. eine Beziehung auseinander geht oder ein Mensch dem man nahe stand stirbt. Jeder kennt die Gefühle bei diesen Situationen und Lebensereignissen.[50] Deshalb fühlen wir uns von depressiven Menschen angesprochen und wollen trösten, helfen, aufheitern und unterstützen.[51]

Ein weiterer Punkt dafür, dass Menschen mit depressiven Verstimmungen eher akzeptiert und verstanden werden ist vielleicht, dass „sie förmlich bis zum Umkippen, bis in die Depression hinein, ihr Äußerstes an Leistungs- und Aufopferungsbereitschaft gegeben haben.“[52] Aus diesen Gründen haben die Menschen Anhaltspunkte darüber, warum jemand depressiv erkrankt ist und können ihn dadurch besser verstehen.

Menschen mit Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis können sich oft wegen ihrer Krankheit nicht „normal“ verhalten, wie es von der Bevölkerung erwartet wird. Sie reagieren mit Schrecken und Angst aufgrund der Stimmeneingebungen, den Wahnvorstellungen oder ähnlichen krankheitsspezifischen Symptomen. Für Laien sind solche Begegnungen dann meist unheimlich.[53]

Viele haben auch ein ganz falsches Bild von Menschen mit einer schizophrenen Psychose. In den öffentlichen Meinungen gelten schizophren Erkrankte oft als gefährlich und unberechenbar, was auch durch die Medien verstärkt wird, die einzelne Taten psychisch Kranker begierig aufgreifen. In Kapitel 2. 3 Der Einfluss der Medien möchte ich näher auf dieses Problem eingehen.[54]

Wenn Menschen immer wieder hören und lesen, dass Schizophrene angeblich häufiger Gewalttaten begehen als psychisch Gesunde, dann glauben sie es irgendwann auch, da sie meist keine anderen Informationen erhalten, die diesen Thesen entgegenwirken könnten. In Wirklichkeit ist es aber so, dass der größte Teil der Straf- und Gewalttaten von Menschen begangen werden, die keine psychiatrische Diagnose besitzen. Der überwiegende Teil der psychisch Kranken ist nicht gewalttätig.[55]

2. 2. 1 Assoziationen zum Begriff Schizophrenie

1993 wurde bei der Allgemeinbevölkerung der neuen Bundesländer eine Repräsentativerhebung durchgeführt und gefragt, was ihnen zum Wort Schizophrenie einfalle. Die Hälfte der Befragten zählte Krankheitssymptome auf. Am häufigsten nannten die Befragten Bewusstseins- und Persönlichkeitsspaltung, was in Wirklichkeit nicht zum Krankheitsbild der Schizophrenie gehört. Am wenigsten nannten sie tatsächliche Symptome wie Wahnvorstellungen, Verwirrtheit, Halluzinationen und Denkstörungen. Die Krankheit wird also am meisten mit dem assoziiert, was in der Medizin multiple Persönlichkeitsstörung genannt wird. Dieses Klischee wird durch den Begriff „Schizophrenie“ selbst verstärkt, welcher von Bleuler 1911 für die Dementia praecox eingeführt wurde. Wörtlich übersetzt bedeutet Schizophrenie „geteilter Geist“ oder „Spaltungsirresein“. Die Vorstellung in der Bevölkerung „von der Spaltung in zwei Persönlichkeiten, von denen die eine das Böse verkörpert“[56][57] ist sicherlich einer der Gründe dafür, dass Laien davon überzeugt sind, an Schizophrenie Erkrankte seien gefährlich und unberechenbar.

2. 3 Der Einfluss der Medien

Der Einfluss der Medien auf die Einstellungen der Bevölkerung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen darf nicht unterschätzt werden. Schon in den 60er Jahren wurden Studien bekannt, bei denen die befragten Personen als Hauptinformationsquelle über psychiatrische Themen und Fragen Fernsehberichte angaben. Auch heute stützen sich Menschen, die nicht im direkten Kontakt zu Menschen mit psychischen Erkrankungen stehen und in einer Umgebung wohnen, in der es keine Einrichtungen für psychisch Erkrankte gibt, auf Berichte aus der Zeitung und vor allem aus dem Fernsehen.[58] Auch die Einstellungsforschung (siehe Abschnitt 2. 1. 1 Erwerb von Einstellungen) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Einstellungen durch die Massenmedien beeinflusst und erlernt werden können.

Daher ist es wichtig zu untersuchen, wie die Medien psychisch erkrankte Menschen in der Öffentlichkeit darstellen.

2. 3. 1. Schizophrenie in den Printmedien

Für viele Menschen sind Zeitungen und Zeitschriften die wichtigsten Informationsquellen und sie verlassen sich meist auf deren Glaubwürdigkeit, ohne sie kritisch zu hinterfragen. Dies geschieht besonders bei Themen, bei denen die Leser sich kaum oder überhaupt nicht auskennen.

Hoffmann-Richter führte eine Untersuchung mit den Zeitungen NZZ, FAZ, taz, Süddt., Zeit und Spiegel des Jahrgangs 1995 durch, um zu untersuchen in welchen Zusammenhängen der Schlüsselbegriff *schizo* verwendet wird:

Das Wort Schizophrenie wird in den Printmedien sehr oft verwendet. Allerdings wird es in den meisten Artikeln (89%) nur erwähnt.[59] Nur in 6% der Artikel ist es das wirkliche Hauptthema in denen der Stand des Wissens über die Krankheit und ihre Ursachen dargestellt sind und die damit zur Aufklärung beitragen könnten.[60] In fast allen anderen Berichten wird Schizophrenie nicht erklärt oder erläutert. Es wird „weder zu den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen noch zur Urteilsfähigkeit psychisch Kranker bei Straftaten“[61] etwas geschrieben. So bekommen Unerfahrene keinen Bezug zu Menschen mit Psychosen, und die Schizophrenie bleibt etwas Unheimliches, Beängstigendes, Gefährliches, Skurriles und Beunruhigendes.[62]

Wenn Schizophrenie in einem Artikel fachlich benutzt wird und Hauptthema ist, handelt dieser aber überwiegend von Straftaten schizophrenieerkrankter Menschen, vor allem um Tötungsdelikte, aber auch Sexualstraftaten, Geiselnahmen und ähnlichem. In den meisten dieser Artikel handelt es sich in Wirklichkeit aber nicht um Menschen, die an einer Schizophrenie erkrankt sind, sondern um Personen mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung. Es ist aber für Leser, die sich in diesen Bereichen nicht auskennen, nicht erkenntlich, dass es einen gravierenden Unterschied zwischen Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis und Persönlichkeitsstörungen gibt.[63] In einigen wissenschaftlichen Studien wurde belegt, dass zwar eine Erhöhung des Gewaltrisikos bei einer schizophrenen Psychose besteht, dieses aber vergleichbar ist mit dem von jungen Männern mit niedrigem Bildungsstand. Wenn man das erhöhte Gewaltrisiko von Menschen mit Schizophrenien mit dem eines Mannes mit Persönlichkeitsstörung und zusätzlichem Substanzmissbrauch vergleicht, ist es äußerst gering.[64] An Schizophrenie Erkrankte, so Bäuml, sind meistens nicht von Grund auf gewalttätig oder aggressiv, sie suchen viel mehr Schutz vor ihren „Verfolgern“. Nur wenn sie sich sehr stark bedroht fühlen und sich daher gegen ihre „Widersacher“ zum Selbstschutz wehren wollen, kann es sein dass auch sie handgreiflich werden.[65]

In anderen Artikeln wiederum wird erwähnt, dass die entsprechende Person an Schizophrenie erkrankt ist, obwohl es mit dem eigentlichen Inhalt nicht in Verbindung steht und daher keinen Informationsgewinn darstellt. Hier kann man sich fragen, ob das Wort die Sensationslust der Leser verstärken soll.[66]

Zu diesen Mängeln kommt noch hinzu, dass der Begriff in den meisten Erwähnungen eine negative Bedeutung (zu 73% negativ im Kontext) erhält. In nur 3% der Artikel wird er positiv konnotiert.[67] Wenn man das Wort Schizophrenie immer wieder in negativen Kontexten hört und liest, verstärkt das auch unbewusst die Einstellung, dass es etwas gefährliches und negatives sein muss. All dies trägt dazu bei, dass das reale Bild der Schizophrenie verzerrt wird und schizophreniekranke Menschen als „gemeingefährlich“ betrachtet werden.

[...]


[1] vgl. Koch, S. (2001): Dumm, aufsässig und faul? Blauäugig!, Sozialmagazin 26, S. 36-39.

[2] Koch, S. (2001), a.a.O., S. 37.

[3] Koch, S., a.a.O., S. 39.

[4] Koch, S., a.a.O., S. 38.

[5] Knopp, M.-L./Napp, K. (Hrsg.) (1995): Wenn die Seele überläuft: Kinder und Jugendliche erleben die Psychiatrie. Bonn: Psychiatrie-Verlag, S. 194.

[6] vgl. Goffman, E. (1999): Sigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität, 14. Aufl., Frankfurt a. M.: Suhrkamp, S. 9.

[7] Brockhaus – Die Enzyklopädie (1998): in 24 Bänden, 20. überarb. u. aktualisierte Aufl., Leipzig/Mannheim: F. A. Brockhaus GmbH, S. 151-152.

[8] vgl. Finzen, A. (2001): Psychose und Stigma. Stigmabewältigung - zum Umgang mit Vorurteilen und Schuldzuweisung, 2. korrigierte Aufl., Bonn: Psychiatrie-Verlag (Ratschlag), S. 33-35.

[9] vgl. Redaktion Naturwissenschaft und Medizin des bibliographischen Instituts (Hrsg.) (1990): Humboldt-Psychologie-Lexikon, München: Humboldt-Taschenbuchverlag Jacobi KG, S. 285.

[10] Redaktion Naturwissenschaft und Medizin des bibliographischen Instituts (Hrsg.) (1990), a.a.O., S. 334.

[11] Bäuml, J. (1994): Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis. Ein Ratgeber für Patienten und Angehörige, Berlin/Heidelberg/New York: Springer, S. 3.

[12] Eser, A./von Lutterotti, M./Sporken, P. (Hrsg.) (1989): Lexikon Medizin, Ethik, Recht, Freiburg i.B./Basel/ Wien: Herder, S. 836.

[13] Eser, A./von Lutterotti, M./Sporken, P. (Hrsg.) (1989), a.a.O., S. 836.

[14] Eser, A./von Lutterotti, M./Sporken, P. (Hrsg.) (1989), a.a.O., S. 837.

[15] Huber, G. (1999): Psychiatrie. Lehrbuch für Studium und Weiterbildung, 6. vollst. überarb. u. aktualisierte Aufl., Stuttgart/New York: Schattauer, S. 399.

[16] vgl. Eser, A./von Lutterotti, M./Sporken, P. (Hrsg.) (1989), a.a.O., S. 836.

[17] Dawes, R. M. (1977): Grundlagen der Einstellungsmessung, übers. u. bearb. von B. Six, H. J. Henning, 1. Aufl., Weinheim Basel: Beltz, S. 44.

[18] Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (Hrsg.) (1997): Fachlexikon der sozialen Arbeit, 4. vollst. überarb. Aufl., Stuttgart/Berlin/Köln: Kohlhammer, S. 254.

[19] Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (1997), a.a.O., S.254.

[20] vgl. Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (1997), a.a.O., S.254.

[21] vgl. Aronson, E. (1994): Sozialpsychologie. Menschliches Verhalten und gesellschaftlicher Einfluss, Heidelberg/Berlin/Oxford: Spektrum, Akademie Verlag, S. 126.

[22] vgl. Belardi, N./Hamm, A. M. (1980): Psychologische Grundlagen: Psychoanalyse, Psychiatrie, Sozialpsychologie und Entwicklungspsychologie, Frankfurt a. M./Berlin/München: Diesterweg, S. 127-128.

[23] vgl. Frey, D./Greif, S. (1987): Sozialpsychologie. Ein Handbuch in Schlüsselbegriffen, 2. erw. Aufl., München/Weinheim: Psychiatrie-Verlags-Union, S. 300.

[24] vgl. Witte, E. H. (1994): Lehrbuch Sozialpsychologie, 2. Aufl., Weinheim: Beltz, Psychologie-Verlags-Union, S. 370.

[25] Witte, E. H. (1994), a.a.O., S. 370.

[26] vgl. Meyer-Fehr, P. (1986): Soziale Wahrnehmung. In: Willi, J./Heim, E.: Psychosoziale Medizin. Gesundheit und Krankheit in bio-psycho-sozialer Sicht, Berlin/Heidelberg/New York/Tokio: Springer-Verlag, S. 17.

[27] vgl. Mueller, E. F./Thomas, A. (1976): Einführung in die Sozialpsychologie, 2. Aufl., Göttingen/Toronto/Zürich: Verlag für Psychologie, S. 167.

[28] vgl. Mueller, E. F./Thomas, A. (1976), a.a.O., S. 168.

[29] vgl. Meyer-Fehr, P. (1986), a.a.O., S. 19.

[30] Markefka, M. (1975): Vorurteile – Minderheiten – Diskriminierung. Ein Beitrag zum Verständnis sozialer Gegenstände, 2. Aufl., Neuwied/Berlin: Hermann Luchterhand Verlag, S. 34.

[31] vgl. Belardi, N./ Hamm, A. M. (1980), a.a.O., S. 128-129.

[32] vgl. Aronson, E. (1994), a.a.O., S. 300.

[33] vgl. Hoffmann-Richter, U. (2000): Psychiatrie in der Zeitung. Urteile und Vorurteile, Bonn: Ed. Das Narrenschiff, S. 134.

[34] vgl. Meyer-Fehr, P. (1986), a.a.O., S. 19.

[35] vgl. Frey, D./Greif, S. (1987), a.a.O., S. 366.

[36] vgl. Belardi, N./Hamm, A. M. (1980), a.a.O., S. 129-130.

[37] vgl. Frey, D./Greif, S. (1987), a.a.O., S. 369.

[38] vgl. Markefka, M. (1975), a.a.O., S. 36.

[39] vgl. Markefka, M. (1975), a.a.O., S. 37.

[40] vgl. Häfner, H. (2000): Das Rätsel Schizophrenie. Eine Krankheit wird entschlüsselt, München: Beck,

S. 172.

[41] Finzen, A. (2001), a.a.O., S. 31.

[42] vgl. Finzen, A., a.a.O., S. 40.

[43] Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (1997), a.a.O., S. 600.

[44] vgl. Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (1997), a.a.O., S. 600.

[45] Häfner, H. (2000), a.a.O., S. 173.

[46] Finzen, A. (1994): Schizophrenie. Die Krankheit verstehen, 2. Aufl., Bonn: Psychiatrie-Verlag gGmbH,

S. 87-88.

[47] vgl. Finzen, A. (1994), a.a.O., S. 88.

[48] vgl. Finzen, A. (2001), a.a.O., S. 11.

[49] vgl. Angermeyer, M. C./Siara, C. S. (1994): Auswirkungen der Attentate auf Lafontaine und Schäuble auf die Einstellung der Bevölkerung zu psychisch Kranken. In: Nervenarzt 65, Springer-Verlag, S. 44.

[50] vgl. Hoffmann-Richter/Finzen, A. (2001): Die häufigsten psychischen Krankheiten. In: Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (Hrsg.): Mit psychisch Kranken leben. Rat und Hilfe für Angehörige, Bonn: Psychiatrie-Verlag, S. 31.

[51] vgl. Bosshard, M./Ebert, U./Lazarus, H. (1999): Sozialarbeit und Sozialpädagogik in der Psychiatrie. Lehrbuch, 1. Aufl., Bonn: Psychiatrie-Verlag GmbH, S. 195.

[52] Bosshard, M./Ebert, U./Lazarus, H. (1999), a.a.O., S. 195.

[53] vgl. Hoffmann-Richter, U. (2000), a.a.O., S. 135.

[54] vgl. Bondy, B. (1994): Was ist Schizophrenie? Ursachen, Verlauf, Behandlung, München: Beck, S. 58.

[55] vgl. Bondy, B. (1994), a.a.O., S. 59.

[56] vgl. Holzinger, A./Angermeyer M.C./Matschinger, H. (1998): Was fällt ihnen zum Wort Schizophrenie ein? Eine Untersuchung zur sozialen Repräsentation der Schizophrenie. In: Psychiat. Praxis 25, New York/Stuttgart: Georg Thieme Verlag, S. 9-13.

[57] Holzinger, A./Angermeyer M.C./Matschinger, H. (1998), a.a.O., S. 12.

[58] vgl. Rössler, W./Salize, H.-J. (1995): Gemeindenahe Versorgung braucht eine Gemeinde, die sich sorgt – Die Einstellung der Bevölkerung zur psychiatrischen Versorgung und zu psychisch Kranken, In: Psychiatrische Praxis 22, NewYork/Stuttgart: Georg Thieme Verlag, S. 61.

[59] vgl. Hoffmann-Richter, U. (2000), a.a.O., S. 134.

[60] vgl. Hoffmann-Richter, U. (2000), a.a.O., S. 144.

[61] Hoffmann-Richter, U. (2000), a.a.O., S. 161.

[62] vgl. Hoffmann-Richter, U. (2000), a.a.O., S. 162.

[63] vgl. Hoffmann-Richter, U. (2000), a.a.O., S. 173-174.

[64] vgl. Angermeyer, M. C./Schulze, B. (1998): Psychisch Kranke – eine Gefahr? In: Psychiatrische Praxis 25, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag, S. 218.

[65] vgl. Bäuml, J. (1994), a.a.O., S. 7.

[66] vgl. Hoffmann-Richter, U. (2000), a.a.O., S. 181.

[67] vgl. Hoffmann-Richter, U. (2000), a.a.O., S. 145.

Ende der Leseprobe aus 99 Seiten

Details

Titel
Einstellungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Villingen-Schwenningen, früher: Berufsakademie Villingen-Schwenningen  (Sozialwesen)
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
99
Katalognummer
V19819
ISBN (eBook)
9783638238618
Dateigröße
900 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einstellungen, Menschen, Erkrankungen
Arbeit zitieren
Nadine Kraus (Autor), 2003, Einstellungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19819

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