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Lebenszyklus von Betriebsformen des Einzelhandels - Theoretische Formulierungen und Realität

Title: Lebenszyklus von Betriebsformen des Einzelhandels - Theoretische Formulierungen und Realität

Seminar Paper , 2011 , 32 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Summary Excerpt Details

Der Einzelhandel spielt in Deutschland eine bedeutende Rolle. Da er sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert hat, stellt sich die Frage, ob die Veränderungen des Einzelhandels gewisse Regelmäßigkeiten aufweisen, die es möglich machen, Entwicklungen für die Zukunft vorhersagen zu können.
Unter dem Schlagwort ‚Wandel im Handel‘ (vgl. u.a. Heinritz 1989: 15) wurden in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl von wirtschaftsgeographischen und betriebswirtschaftlichen Analysen und Theorien zu diesem Thema verfasst. Dabei handelt es sich um den Versuch, den existierenden Betriebsformenwandel nach gewissen Gesetzen ordnen zu können, um die historischen Veränderungen zu verstehen und zukünftige Entwicklungen prognostizieren zu können. Eine dieser Theorien ist die sog. Lebenszyklushypothese von Betriebsformen, die in dieser Arbeit analysiert und bewertet werden soll.
Im ersten Teil der Arbeit wird die Bedeutung des Einzelhandles für die deutsche Wirtschaft herausgestellt, damit die Relevanz von Modellen und Theorien zur Entwicklung und zu Prognosen möglicher Veränderungen deutlich wird. Im Anschluss daran soll die Theorie des Lebenszyklus von Betriebsformen zunächst theoretisch erläutert werden.
Im zweiten Teil wird dargestellt, wie sich der Betriebsformenwandel in Deutschland seit 1945 vollzogen hat. Diese Darstellung der realen Einzelhandelsstrukturen und deren Veränderungen ist notwendig, um im dritten Teil die Theorie der Lebenszyklushypothese an der Realität messen zu können. Schlussendlich soll die Frage beantwortet werden, ob die Lebenszyklushypothese den Betriebsformenwandel im Einzelhandel in Deutschland ausreichend darstellen und erläutern kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHE FORMULIERUNGEN

2.1 DER BEGRIFF DES EINZELHANDEL

2.2 BETRIEBSFORMEN UND BETRIEBSFORMENWANDEL

2.3 DIE LEBENSZYKLUSHYPOTHESE

3 BETRIEBSFORMENWANDEL IN DER REALITÄT

3.1 BEEINFLUSSENDE FAKTOREN DES EINZELHANDELS

3.2 VOLLZOGENER BETRIEBSFORMENWANDEL IN DEUTSCHLAND

3.2.1 Tante- Emma- Läden und die ersten SB- Läden

3.2.2 Kauf- und Warenhäuser

3.2.3 Der Einzelhandel auf der ‚Grünen Wiese‘

3.2.4 Die Discounter

3.2.5 Fachgeschäft und Fachmarkt

3.2.6 Versand- und Onlinehandel

3.3 DIE AKTUELLE UND ZUKÜNFTIGE SITUATION DES EINZELHANDELS

4 SCHLUSSBETRACHTUNG: KANN DIE LEBENSZYKLUSHYPOTHESE DEN BETRIEBSFORMENWANDEL ERKLÄREN?

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Strukturwandel des deutschen Einzelhandels seit 1945 und bewertet die Anwendbarkeit der Lebenszyklushypothese auf verschiedene Betriebsformen, um Regelmäßigkeiten und zukünftige Marktentwicklungen besser prognostizieren zu können.

  • Wirtschaftliche Bedeutung des Einzelhandels in Deutschland
  • Theoretische Grundlagen des Lebenszyklusmodells
  • Analyse des realen Betriebsformenwandels (vom Tante-Emma-Laden bis zum Online-Handel)
  • Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen des Wandels
  • Kritische Würdigung der Prognosefähigkeit der Lebenszyklushypothese

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Tante- Emma- Läden und die ersten SB- Läden

Durch das Wirtschaftswunder in den 1950er Jahren wurden nach den Kriegsjahren wieder Einzelhandelsstrukturen aufgebaut, die v.a. „ein dichtes Netz von Standorten in den Wohngebieten aufwiesen“ (Kulke 2010: 219). Diese Bedienläden wurden in der Bevölkerung Tante- Emma- Läden genannt. „Nachbarschaftsläden, Fachgeschäfte und Kauf-/ Warenhäuser bestimmten die Betriebstypen des Einzelhandels“ (Lukhaup 2001: 127). Schnell wuchs jedoch aufgrund des steigenden Einkommens und der sich immer stärker verbreitenden Massenmobilisierung (vgl. Berekoven 1986: 96) der Wettbewerb zwischen den Einzelhandelsbetrieben. Der Konsument wollte selbst entscheiden, wo er einkaufen ging, und konnte durch die gestiegene Mobilität auch Standorte außerhalb des Wohnortes erreichen.

Auf Grund dieses erhöhten Wettbewerbsdruckes schlossen sich einige Einzelhandelbetriebe zu sog. „Einkaufsgenossenschaften (v.a. Edeka und REWE) und […] Einkaufsgemeinschaften“ (Lingenfelder/Lauer 1999: 27) zusammen. Durch den einsetzenden Wettbewerbsdruck waren die Einzelhandelsbetriebe gezwungen, ihre Kosten- Nutzen Funktion zu maximieren. Um die Kosten zu senken, wurde versucht, durch das Selbstbedienungsprinzip Personalkosten einzusparen. Die sog. SB- Läden breiteten sich in Deutschland sehr schnell aus. Im Jahr 1951 wurden lediglich 39 SB- Läden in Deutschland betrieben, wohingegen 1961 bereits mehr als 22.500 SB- Läden existierten (vgl. Lingenfelder/Lauer 1999: 27). Parallel mit dem Vormarsch der Selbstbedienungsläden erhöhte sich der Flächenbedarf der Betriebe, sodass „allein wegen des erhöhten Flächenbedarfs [viele kleine, selbstständige Einzelhandelsgeschäfte] nicht mehr mithalten“ (Berekoven 1986: 92) konnten. So kam es in den folgenden Jahren zu einer starken Ausweitung der Verkaufsfläche und aufgrund eines erhöhten Kapitalbedarfs der einzelnen Einzelhandelsbetriebe zu Konzentrationstendenzen (vgl. Abb. 3) (vgl. Lingenfelder/Lauer 1999: 28). Innerhalb von nur zehn Jahren wuchs die Verkaufsfläche zwischen 1960 und 1970 um über 120 %, wohingegen „die Zahl der Lebensmittelgeschäfte um mehr als 20 %“ (Lingenfelder/Lauer 1999: 28) zurückging (vgl. Abb. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Vorhersagbarkeit von Einzelhandelsentwicklungen und führt in die theoretische Betrachtung der Lebenszyklushypothese ein.

2 THEORETISCHE FORMULIERUNGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Einzelhandel und Betriebsform und erläutert die Phasen der Lebenszyklushypothese in der Handelsforschung.

3 BETRIEBSFORMENWANDEL IN DER REALITÄT: Hier werden die geschichtliche Entwicklung und die Einflussfaktoren des deutschen Einzelhandels analysiert, mit Fokus auf spezifische Betriebsformen wie Discounter, Kaufhäuser und Online-Handel.

4 SCHLUSSBETRACHTUNG: KANN DIE LEBENSZYKLUSHYPOTHESE DEN BETRIEBSFORMENWANDEL ERKLÄREN?: Eine kritische Evaluierung, ob die Theorie des Lebenszyklus die realen Marktverschiebungen im deutschen Einzelhandel hinreichend abbilden und prognostizieren kann.

5 FAZIT: Die Schlussfolgerung betont die Notwendigkeit einer Ergänzung der Lebenszyklustheorie durch weitere Erklärungsansätze, um der hohen Marktdynamik und Unternehmenskonzentration gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

Einzelhandel, Betriebsformenwandel, Lebenszyklushypothese, Lebensmitteldiscounter, Kaufhauskrise, Selbstbedienungsprinzip, Wirtschaftsgeographie, Strukturwandel, Online-Handel, Konsumentenverhalten, Wettbewerbsdruck, Marktdynamik, Fachmarkt, Innenstadtentwicklung, Filialisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen und gegenwärtigen Wandel der Betriebsformen im deutschen Einzelhandel seit 1945 und prüft, ob die Lebenszyklushypothese als theoretisches Modell diesen Wandel erklären kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die ökonomische Bedeutung des Einzelhandels, die theoretischen Phasen der Betriebsformenentwicklung sowie die praktische empirische Analyse von Handelsstrukturen wie Discountern, Warenhäusern und dem E-Commerce.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Regelmäßigkeiten im Wandel der Einzelhandelslandschaft zu identifizieren und zu bewerten, ob das Modell des Lebenszyklus verlässliche Prognosen für zukünftige Entwicklungen zulässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse von Fachliteratur mit einer empirischen Auswertung von Strukturdaten, Unternehmensstatistiken und Branchenberichten, um den Wandel seit 1945 zu belegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Lebenszyklushypothese und die detaillierte Darstellung des realen Wandels von Formaten wie Tante-Emma-Läden, SB-Läden, Warenhäusern, Discountern und dem Online-Handel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Lebenszyklushypothese, Betriebsformenwandel, Strukturwandel, Einzelhandelsdynamik und die Transformation durch neue Technologien wie das Internet.

Warum stecken klassische Warenhäuser in einer Krise?

Laut der Analyse verpassten Warenhäuser Trends zur Kostenorientierung und litten unter einer zunehmenden Uniformität sowie der Konkurrenz durch preisaggressive, spezialisierte Betriebsformen wie Fachmärkte und Discounter.

Inwieweit beeinflusst der Online-Handel die Lebenszyklustheorie?

Der Online-Handel stellt das Modell vor neue Herausforderungen, da er durch hohe Innovationskraft und schnelles Wachstum die klassischen Zyklen verkürzen oder verändern kann und sich zudem von stationären Standorten entkoppelt.

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Details

Title
Lebenszyklus von Betriebsformen des Einzelhandels - Theoretische Formulierungen und Realität
College
RWTH Aachen University  (Geographisches Institut)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2011
Pages
32
Catalog Number
V198193
ISBN (eBook)
9783656243458
ISBN (Book)
9783656252559
Language
German
Tags
Einzelhandel; Handel; Lebensformen; Lebenszyklus; Betriebsformen; Discounter Fachgeschäft Supermarkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2011, Lebenszyklus von Betriebsformen des Einzelhandels - Theoretische Formulierungen und Realität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198193
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