„Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das,
was man nicht ausgibt“.1
Dieses Zitat von Henry Ford soll einleitend in die Studienarbeit „eProcurement – Einsatzmöglichkeiten und Chancen im indirekten Einkauf“ deutlich machen, welche elementare Bedeutung der Einkauf in einer Unternehmung auf das positive Betriebsergebnis hat. Da in der heutigen Zeit die Globalisierung eine immer größere Rolle spielt und die Kundenwünsche stetig wachsen, sowie der Konkurrenzkampf zwischen Unter-nehmen immer stärker zunimmt, sollte ein tiefgründiger Blick in nahezu jeden Unternehmensbereich geworfen werden. Die vorliegende Arbeit beschränkt sich hier auf den Bereich Einkauf, speziell auf den indirekten Einkauf. Die nachfolgenden Kapitel beschreiben die Zielsetzung der Arbeit noch einmal genauer und geben einen Überblick über die Struktur und den Aufbau.
Inhaltsverzeichnis der Studienarbeit
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Struktur und Aufbau
2 Begriffliche Abgrenzungen
2.1 Begriffsdefinition eProcurement
2.2 Begriffsdefinition eSourcing
2.3 Begriffsdefinition indirekte Beschaffung
3 Der traditionelle Beschaffungsprozess
3.1 Beschaffungsplanung
3.2 Beschaffungsdurchführung
3.3 Beschaffungscontrolling
3.4 Probleme im traditionellen Beschaffungsprozess
4 Bedeutung von eProcurement
4.1 Möglichkeiten im eProcurement
4.2 Vorteile durch Nutzung von eProcurement
4.2.1 Prozesskosteneinsparungen im eProcurement
4.2.2 Produktkosteneinsparungen im eProcurement
4.2.3 Zusammenfassung Kosteneinsparungen durch eProcurement
4.3 Risiken im eProcurement
5 Einsatzmöglichkeiten von eProcurement im indirekten Einkauf
5.1 Multi-Lieferanten-Kataloge im eProcurement-System
5.2 Eigens erstellte Kataloge im eProcurement-System
5.3 Direktkataloge im eProcurement-System
5.4 Freitextbestellungen im eProcurement-System
5.5 Workflows im eProcurement-System
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Potenziale, Einsatzmöglichkeiten und Chancen elektronischer Beschaffungssysteme (eProcurement) speziell innerhalb des indirekten Einkaufs, um die Ineffizienzen traditioneller, oft papierbasierter Prozesse zu überwinden. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, welche prozessualen und monetären Vorteile durch eine Digitalisierung erzielt werden können und welche Risiken dabei zu beachten sind.
- Grundlagen des eProcurement und Abgrenzung zum indirekten Einkauf
- Analyse des traditionellen, ineffizienten Beschaffungsprozesses
- Vorteile der elektronischen Beschaffung (Kosten-, Zeit- und Qualitätseffekte)
- Praktische Einsatzmöglichkeiten von Katalogsystemen und Workflows
- Risikobewertung bei der Einführung von eProcurement-Lösungen
Auszug aus dem Buch
3.4 Probleme im traditionellen Beschaffungsprozess
Wie in Kapitel 3.1. bereits erwähnt, wird der Einkauf von indirekten Materialien häufig noch nicht elektronisch unterstützt. Bedarfsanforderungen werden beispielsweise häufig noch in Papierform vorerst auf den Genehmigungsweg gegeben und anschließend per Hauspost an den Einkauf geleitet. Allein dieser Prozess kann schon mehrere Tage dauern. Bis dann letztendlich eine Bestellung im Einkauf ausgelöst wird, vergehen weitere Tage. Der traditionelle Beschaffungsprozess ist also vor allem langsam und kostet somit wertvolle Zeit und Geld. Durch die Ineffizienz des Prozesses ist es außerdem nicht unüblich, dass die Beschaffung der Bedarfe häufig ohne Einkauf abgewickelt wird. Dies bestätigt folgendes Zitat: „Derzeit werden in deutschen Unternehmen fast ein Drittel der indirekten Güter außerhalb formeller Prozesse beschafft, wodurch die Transaktionskosten gegenüber der regulären Prozessabwicklung um bis zu 30% ansteigen.“ Diese Art von Umgehung des Einkaufs wird auch als Maverick Buying bezeichnet. Doch nicht nur das Problem der höheren Transaktionskosten entsteht hierdurch, es wird ebenfalls das Einkaufsvolumen bei vom Einkauf bevorzugten Lieferanten verringert, was zu einer verschlechterten Verhandlungsbasis führt. Nachfolgend werden einige Hauptkostenverursacher, welche im traditionellen Beschaffungsprozess entstehen, zur besseren Übersichtlichkeit aufgelistet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz des indirekten Einkaufs unter Berücksichtigung von Globalisierung und Wettbewerbsdruck.
2 Begriffliche Abgrenzungen: Definition zentraler Begriffe wie eProcurement, eSourcing und indirekte Beschaffung zur Schaffung einer gemeinsamen Basis.
3 Der traditionelle Beschaffungsprozess: Darstellung der klassischen Prozessschritte sowie Identifikation ineffizienter Abläufe und deren Kostenfolgen.
4 Bedeutung von eProcurement: Untersuchung der Vorteile durch elektronische Systeme, insbesondere in Bezug auf Prozess- und Produktkosteneinsparungen.
5 Einsatzmöglichkeiten von eProcurement im indirekten Einkauf: Konkrete Anwendung von Kataloglösungen, Freitextbestellungen und Workflows zur Prozessoptimierung.
6 Fazit: Zusammenfassende kritische Betrachtung der Chancen und Risiken bei der Implementierung von eProcurement-Systemen.
Schlüsselwörter
eProcurement, indirekter Einkauf, Prozessoptimierung, Beschaffungsprozess, Kosteneinsparung, Katalogmanagement, Workflow, Maverick Buying, Produktkosten, Prozesskosten, E-Sourcing, Online-Katalog, Unternehmensbeschaffung, Supply Chain Management, Transparenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Studienarbeit befasst sich mit dem Einsatz von eProcurement-Systemen, um die Effizienz und Transparenz im indirekten Einkauf von Unternehmen zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse traditioneller Beschaffungsprozesse, den Vorteilen digitaler Katalogsysteme, Möglichkeiten zur Prozessoptimierung und den damit verbundenen Kosteneinsparungspotenzialen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch elektronische Beschaffung Kosten senken, Prozesszeiten verkürzen und Maverick Buying verhindern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Marktstudien sowie Praxisbeispielen, um die theoretischen Vorteile des eProcurement zu belegen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der traditionelle Beschaffungsprozess mit seinen Schwachstellen analysiert, die Vorteile von eProcurement detailliert bewertet und verschiedene technische Umsetzungsmöglichkeiten wie Kataloge und Workflows erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind eProcurement, indirekter Einkauf, Prozesskosten, Kosteneinsparung, Maverick Buying und Katalogmanagement.
Welche Rolle spielt Maverick Buying in der Untersuchung?
Maverick Buying wird als ein zentrales Problem des traditionellen Einkaufs identifiziert, das durch fehlende Standards entsteht und durch eProcurement gezielt reduziert werden soll.
Warum ist die Unterscheidung zwischen direktem und indirektem Einkauf wichtig?
Während der direkte Einkauf meist schon stark optimiert ist, besteht im indirekten Einkauf – also bei Gütern, die nicht direkt in das Endprodukt einfließen – ein deutlich höheres Potenzial für Prozessautomatisierungen und Kostensenkungen.
- Quote paper
- Sandra Oestreich (Author), 2012, eProcurement - Einsatzmöglichkeiten und Chancen im indirekten Einkauf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198214