Diese Arbeit beschäftigt sich mit einem Teilgebiet aus der Kinder- und Jugendliteratur. Es soll um fiktionale Tagebücher innerhalb dieses Genres gehen. Die Forschungsgebiete „Kinder- und Jugendliteratur“ einerseits und „Tagebuch“ andererseits zählen in der Literaturwissenschaft beide zu den weniger berücksichtigten Aspekten der Forschung. Obwohl sich die Beschäftigung mit Kinder- und Jugendliteratur inzwischen ausgeweitet hat, führt sie immer noch ein Schattendasein gegenüber der „Erwachsenenliteratur“, zumindest, wenn es um das ihr entgegengebrachte wissenschaftliche und öffentliche Interesse geht. Auch bei der Behandlung der Literaturform „Tagebuch“ sind in der Forschung Defizite festzustellen. In dieser Arbeit, die diese beiden Randgebiete zusammenführen soll, werden an einzelnen Beispielen fiktionale Tagebücher in der Kinder- und Jugendliteratur behandelt. Um diese Integration leisten zu können, werden zunächst kurze Einführungen in die beiden Themenkomplexe „Kinder- und Jugendliteratur“ bzw. „Tagebuch“ gegeben, bevor dann versucht wird, unter Berücksichtigung der relevanten Erkenntnisse eine Analyse einzelner Tagebücher durchzuführen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Kinder- und Jugendliteratur
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Geschichtliche Betrachtungen
2.3 Themen, Formen und Gattungen
2.4 Die Ich - Erzählperspektive und ihre Anwendung
3 Tagebuchliteratur
3.1 Geschichte der Tagebuchliteratur
3.2 Verschiedene Arten des Tagebuchs
3.3 Merkmale des Tagebuchs
3.4 Das Tagebuch in der Kinder- und Jugendliteratur
4 Kindertagebücher in Einzelbetrachtungen
4.1 „Meine Freundin Roberta und der König“
4.1.1 Handlung und Personen
4.1.2 Tagebuchelemente
4.1.3 Vergleich
4.2 „Berts intime Katastrophen“
4.2.1 Handlung und Personen
4.2.2 Tagebuchelemente
4.2.3 Vergleich
4.3 „Watzel Stinkers Tagebuch“
4.3.1 Handlung und Personen
4.3.2 Tagebuchelemente
4.4 „Ein Mädchen wie Tessa“
4.4.1 Handlung und Personen
4.4.2 Tagebuchelemente
4.5 Ausgewählte Kinder- und Jugendbücher in Tagebuchform
4.6 Zusammenfassung
5 Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein fiktionales Tagebuch in der Kinderliteratur?
Es handelt sich um ein literarisches Werk in Tagebuchform, bei dem ein fiktiver Charakter (meist ein Kind oder Jugendlicher) seine Erlebnisse aus der Ich-Perspektive schildert.
Warum ist die Ich-Erzählperspektive in diesem Genre so beliebt?
Die Ich-Perspektive ermöglicht eine hohe Identifikation der jungen Leser mit dem Protagonisten und vermittelt Unmittelbarkeit und Authentizität.
Welche Merkmale kennzeichnen die Tagebuchliteratur?
Typische Merkmale sind Datumsangaben, eine subjektive Erzählweise, die zeitliche Nähe zum Geschehen sowie oft eine informelle oder jugendtypische Sprache.
Welche bekannten Kinderbücher in Tagebuchform werden analysiert?
Die Arbeit untersucht unter anderem „Berts intime Katastrophen“, „Watzel Stinkers Tagebuch“ und „Meine Freundin Roberta und der König“.
Warum wird Kinderliteratur in der Forschung oft vernachlässigt?
Die Arbeit stellt fest, dass Kinder- und Jugendliteratur sowie die Form des Tagebuchs in der Literaturwissenschaft oft ein Schattendasein gegenüber der „Erwachsenenliteratur“ führen.
- Arbeit zitieren
- B.A. Markus Decker (Autor:in), 1996, Fiktionale Tagebücher in der Kinder- und Jugendliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198218