1. Einleitung
Medien bilden heute einen elementaren Bestandteil im Alltag eines Bürgers. Zeitungen,
Zeitschriften, Radio, Fernsehen und das Internet sind nicht nur zu den bedeutendsten
Mitteln der Informationsbeschaffung avanciert, sondern ebenso zu wichtigen Säulen
individueller Freizeitgestaltung. Doch kaum ein Nutzer weiß um den breiten
Entwicklungsprozess, der die Medien aufgrund einer pluralistischen Öffentlichkeit auch zu
einem gesellschaftlich-politischen Kontrollorgan erhob. Diese Arbeit soll daher die
zeitgenössischen Reaktionen auf neuentstandene Medien nachzeichnen, um gemeinsame
Entwicklungsphänomene darzustellen, aber auch die Frage zu klären, wie Kritiker ihre
Zweifel an ihnen begründeten. Aufgrund des vordefinierten Umfangs beschränkt sie sich
dabei auf ein Aufzeigen von Parallelen zeitgenössischer Reaktionen auf den Buchdruck, die
Fotografie und das Internet, wobei erstgenannte zuvor beispielhaft näher betrachtet
werden. Zu jedem der einzelnen Medien sind eine Vielzahl von Studien und Publikationen
vorhanden. Einige dieser Basiswerke dienen somit als thematische und sachlich fundierte
Grundlagen der Ausführungen dieser Arbeit. Neben den Darlegungen über den Buchdruck in
der frühen Neuzeit von Michael Giesecke, Michael Schilling oder Elizabeth L. Eisenstein
finden Werke des Medienhistorikers Werner Faulstich Verwendung. Die Reaktionen auf
interaktive Medien wurden in der forschenden Mediengeschichte allerdings noch nicht
eingehend untersucht, ebenso wenig die kontextuellen Zusammenhänge zwischen den
einzelnen medialen Errungenschaften. Für eine komparatistische Aussage werden daher
Fachaufsätze herangezogen. Im Folgenden werden zunächst sowohl positive als auch
negative Reaktionen von Zeitgenossen auf die Verbreitung des Buchdrucks beschrieben. Auf
diese Ergebnisse aufbauend, erfolgt anschließend ein kurzer analytischer Vergleich mit den
Resonanzen auf die Fotografie und das Internet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zeitgenössische Reaktionen auf den Buchdruck
2.1. Positive Reaktionen: Erstaunen, Vertrauen und Nutzbarmachung
2.2. Negative Reaktionen: Ablehnung, Beeinflussung und Werteverfall
3. Reaktionen auf Buchdruck, Fotografie und Internet im Vergleich
4. Bilanz
Literaturverzeichnis
Anhang
1. Abbildungen
2. Abbildungsverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Wie reagierten die Menschen damals auf die Erfindung des Buchdrucks?
Die Reaktionen waren gespalten: Einerseits gab es Erstaunen und Vertrauen in die neue Technik, andererseits Ablehnung und die Angst vor einem Werteverfall durch unkontrollierte Informationsverbreitung.
Welche Parallelen gibt es zwischen dem Buchdruck und dem Internet?
Beide Medien lösten eine Informationsrevolution aus, die die gesellschaftliche Kontrolle über Wissen veränderte und sowohl Euphorie als auch starke Zweifel an der Qualität und Wahrheit der Inhalte hervorrief.
Warum wurde der Buchdruck von Kritikern abgelehnt?
Kritiker befürchteten eine negative Beeinflussung der Massen, den Verlust der Autorität etablierter Institutionen und eine Verwässerung kultureller Werte.
Welche anderen Medien werden in der Arbeit verglichen?
Die Arbeit zieht analytische Vergleiche zwischen den zeitgenössischen Resonanzen auf den Buchdruck, die Fotografie und das Internet.
Welche Bedeutung hat das Internet als Kontrollorgan?
Ähnlich wie frühere Medien hat das Internet eine pluralistische Öffentlichkeit geschaffen, die als gesellschaftlich-politisches Kontrollorgan fungiert.
- Quote paper
- Eric Kresse (Author), 2011, Gutenbergs Innovationen im Urteil der Zeitgenossen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198226