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Gutenbergs Innovationen im Urteil der Zeitgenossen

Neuentstandene Medien in der Kontroverse: Buchdruck, Fotografie und Internet im Vergleich

Título: Gutenbergs Innovationen im Urteil der Zeitgenossen

Trabajo de Seminario , 2011 , 28 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Eric Kresse (Autor)

Historia - Otros
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1. Einleitung
Medien bilden heute einen elementaren Bestandteil im Alltag eines Bürgers. Zeitungen,
Zeitschriften, Radio, Fernsehen und das Internet sind nicht nur zu den bedeutendsten
Mitteln der Informationsbeschaffung avanciert, sondern ebenso zu wichtigen Säulen
individueller Freizeitgestaltung. Doch kaum ein Nutzer weiß um den breiten
Entwicklungsprozess, der die Medien aufgrund einer pluralistischen Öffentlichkeit auch zu
einem gesellschaftlich-politischen Kontrollorgan erhob. Diese Arbeit soll daher die
zeitgenössischen Reaktionen auf neuentstandene Medien nachzeichnen, um gemeinsame
Entwicklungsphänomene darzustellen, aber auch die Frage zu klären, wie Kritiker ihre
Zweifel an ihnen begründeten. Aufgrund des vordefinierten Umfangs beschränkt sie sich
dabei auf ein Aufzeigen von Parallelen zeitgenössischer Reaktionen auf den Buchdruck, die
Fotografie und das Internet, wobei erstgenannte zuvor beispielhaft näher betrachtet
werden. Zu jedem der einzelnen Medien sind eine Vielzahl von Studien und Publikationen
vorhanden. Einige dieser Basiswerke dienen somit als thematische und sachlich fundierte
Grundlagen der Ausführungen dieser Arbeit. Neben den Darlegungen über den Buchdruck in
der frühen Neuzeit von Michael Giesecke, Michael Schilling oder Elizabeth L. Eisenstein
finden Werke des Medienhistorikers Werner Faulstich Verwendung. Die Reaktionen auf
interaktive Medien wurden in der forschenden Mediengeschichte allerdings noch nicht
eingehend untersucht, ebenso wenig die kontextuellen Zusammenhänge zwischen den
einzelnen medialen Errungenschaften. Für eine komparatistische Aussage werden daher
Fachaufsätze herangezogen. Im Folgenden werden zunächst sowohl positive als auch
negative Reaktionen von Zeitgenossen auf die Verbreitung des Buchdrucks beschrieben. Auf
diese Ergebnisse aufbauend, erfolgt anschließend ein kurzer analytischer Vergleich mit den
Resonanzen auf die Fotografie und das Internet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zeitgenössische Reaktionen auf den Buchdruck

2.1. Positive Reaktionen: Erstaunen, Vertrauen und Nutzbarmachung

2.2. Negative Reaktionen: Ablehnung, Beeinflussung und Werteverfall

3. Reaktionen auf Buchdruck, Fotografie und Internet im Vergleich

4. Bilanz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zeitgenössischen Reaktionen auf neuentstandene Medien – am Beispiel des Buchdrucks, der Fotografie und des Internets –, um gemeinsame gesellschaftliche Entwicklungsphänomene zu identifizieren und die Begründungsmuster von Medienkritikern aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich die Wahrnehmung von Innovationen im Spannungsfeld zwischen Faszination, Nutzen und moralischen Vorbehalten gegenüber Inhalten wie Pornografie und Gewalt entwickelt hat.

  • Historische Analyse der Rezeption des Buchdrucks in der frühen Neuzeit
  • Komparatistischer Vergleich von Reaktionen auf Buchdruck, Fotografie und Internet
  • Untersuchung der Rolle moralischer Bedenken und Zensur bei neuen Medien
  • Wandel von obrigkeitlicher Kontrolle hin zur individuellen Medienkompetenz
  • Bedeutung von Medien als Instrumente gesellschaftlicher Selbstwahrnehmung

Auszug aus dem Buch

2. Zeitgenössische Reaktionen auf den Buchdruck

Die Innovationen Johannes Gutenbergs läuteten durch die Optimierung einzelner mechanischer Arbeitsschritte das Ende der klösterlichen und kirchlichen Schreibkunst als Handarbeit ein. Indem er die bereits standardisierte Schreibtätigkeit durch gegossene Bleilettern, Setzkästen und Winkelhaken, das Setzschiff sowie schließlich die Druckerpresse als einzelne Schritte in einem wiederholbaren Produktionsprozess mechanisierte, wurden ab dem 15. Jahrhundert zunehmend weltliche Schreibwerkstätten gegründet, die geistliche als auch irdische Texte in bisher unbekannter Stückzahl herstellten. Dadurch konnte sich das Medium Schrift einen neuen Markt erschließen, wobei Rezipienten sowohl mit uneingeschränkter Faszination und Akzeptanz, aber auch völliger Ablehnung reagierten.

Schon während der Entstehung der ersten Bibel Gutenbergs wurde die Technik als Ausdruck einer neuen harmonischen und klaren Textform verstanden, die auch 1460 im lateinischen Wörterbuch Catholicon sowie bereits drei Jahre zuvor im Kommentar des Buches biblischer Psalmen Psalterium Morguntinum hervorgehoben wurde. So zeigt sich, dass die zeitgenössischen Rezipienten die neue Kunst zunächst vor allem als Wundermittel gegen die Mängel des Abschreibens betrachteten, was mit der Tatsache einher ging, dass das Druckwerk eines Tages größer war, als das Schriftwerk eines gesamten Jahres.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der medienhistorischen Rezeption ein und definiert das Ziel, Parallelen in der Kritik an Buchdruck, Fotografie und Internet aufzuzeigen.

2. Zeitgenössische Reaktionen auf den Buchdruck: Dieses Kapitel beleuchtet die ambivalente Aufnahme der Drucktechnik durch Zeitgenossen, von der Faszination über das neue Wissensmedium bis hin zur Ablehnung aufgrund moralischer und machtpolitischer Bedenken.

2.1. Positive Reaktionen: Erstaunen, Vertrauen und Nutzbarmachung: Hier wird analysiert, wie der Buchdruck als "heilige Kunst" und effizientes Instrument der Wissensspeicherung den Humanismus stützte und religiöse Diskurse demokratisierte.

2.2. Negative Reaktionen: Ablehnung, Beeinflussung und Werteverfall: Dieser Abschnitt beschreibt die Kritik der Kirche und weltlicher Akteure, die in der Verbreitung von Informationen durch Laien eine Gefahr für die Moral und die etablierte Ordnung sahen.

3. Reaktionen auf Buchdruck, Fotografie und Internet im Vergleich: Kapitel 3 stellt die drei Medien gegenüber und zeigt auf, dass Kritik an neuen Technologien – oft entzündet an Darstellungen von Gewalt und Pornografie – ein wiederkehrendes Muster der Mediengeschichte ist.

4. Bilanz: Die Bilanz fasst die thematischen Parallelen zusammen und konstatiert den Wandel der Medienkontrolle von staatlichen Institutionen hin zu einer zunehmenden Eigenverantwortung der Rezipienten.

Schlüsselwörter

Buchdruck, Fotografie, Internet, Medienhistorie, Zeitgenössische Reaktionen, Medienkritik, Reformation, Wissensmonopol, Zensur, Pornografie, Gewalt, Gesellschaftlicher Wandel, Kommunikationstechnologie, Rezeption, Kulturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtlichen Untersuchung von Reaktionen der Zeitgenossen auf technologische Medienrevolutionen, konkret am Beispiel des Buchdrucks, der Fotografie und des Internets.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Spannung zwischen technologischer Faszination und gesellschaftlicher Skepsis, insbesondere in Bezug auf die Verbreitung von Wissen einerseits und moralisch umstrittenen Inhalten andererseits.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, gemeinsame Entwicklungsphänomene bei neuen Medien zu identifizieren und zu klären, wie Kritiker in verschiedenen Epochen ihre Zweifel an neuen Kommunikationsformen begründet haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird eine komparatistische und mediengeschichtliche Methode angewandt, bei der Fachaufsätze und Basiswerke zu den jeweiligen Medien sowie historische Flugblätter analysiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Buchdruck-Rezeption (positiv wie negativ) und einen anschließenden analytischen Vergleich, der diese Ergebnisse mit der Fotografie und dem Internet verknüpft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienwandel, Zensur, Wissensmonopol, gesellschaftliche Selbstwahrnehmung und die kritische Auseinandersetzung mit pornografischen und gewalttätigen Inhalten geprägt.

Warum wird der Buchdruck als "trojanisches Pferd" bezeichnet?

Der Begriff wird im Kontext der katholischen Kirche verwendet, die befürchtete, dass durch die Druckerpresse und die Verbreitung übersetzter Schriften die kirchliche Ordnung und das Wissensmonopol von innen heraus zerstört werden könnten.

Wie hat sich die Kontrolle über Medieninhalte über 500 Jahre verändert?

Der Autor stellt fest, dass sich die Kontrollfunktion von staatlichen oder religiösen Institutionen durch Zensur hin zu einer individuellen Reglementierung durch den Nutzer gewandelt hat.

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Detalles

Título
Gutenbergs Innovationen im Urteil der Zeitgenossen
Subtítulo
Neuentstandene Medien in der Kontroverse: Buchdruck, Fotografie und Internet im Vergleich
Universidad
University of the Federal Armed Forces München  (Historisches Institut)
Curso
Mediengesellschaft im Wandel
Calificación
1,7
Autor
Eric Kresse (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
28
No. de catálogo
V198226
ISBN (Ebook)
9783656242901
ISBN (Libro)
9783656245667
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gutenberg Buchdruck Fotografie Internet Medien Mediengesellschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Eric Kresse (Autor), 2011, Gutenbergs Innovationen im Urteil der Zeitgenossen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198226
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