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Geschlossene Schiffsfonds

Eine vergleichende Darstellung anhand von qualitativen und quantitativen Faktoren

Título: Geschlossene Schiffsfonds

Tesis (Bachelor) , 2012 , 65 Páginas , Calificación: 2.0

Autor:in: Dominique Mundt (Autor)

Economía de las empresas - Negocios - General
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Der Zusammenschluss von mehreren Parteien zur Finanzierung eines Schiffes und der gemeinsamen Risikoübernahme dieses Projektes, lässt sich auf eine Jahrhundert alte Tradition zurückführen. Bereits im zwölften Jahrhundert bildeten sich Handelszusammenschlüsse durch mehrere Reeder, um das eigene Risiko zu minimieren und mit einem geringen Kapitaleinsatz an dem wirtschaftlichen Erfolg des Seehandels teilzuhaben. Die Möglichkeit an diesem Wachstum und der Entwicklung zu partizipieren, wurde zunehmend auch für Privatanleger interessant. Im Rahmen eines geschlossenen Schiffsfonds bietet sich für Privatanleger diese Möglichkeit und das zunehmende Interesse führte dazu, dass Schiffsbeteiligungen, nach dem Schiffshypothekendarlehen, die wichtigste Kapitalquelle in der Schiffsfinanzierung darstellen. Dieses Interesse führte allein im Jahr 2007 zu einer Kapitalplatzierung von insgesamt 7,3 Milliarden Euro im Segment der Schiffsbeteiligungen. Anleger konnten durch die Beteiligung an einem Schiffsfonds in der Vergangenheit hohe Renditen erzielen, doch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise erreichte auch eine Vielzahl von Schiffsfonds, sodass u.a. sinkende Charterraten, ein geringeres Beschäftigungsniveau und ein Rückgang der Schiffspreise im schlimmsten Fall zu einer Insolvenz der Beteiligung führten. Dieses führte zu einer Vielzahl von kontroversen Diskussionen, welche darin gipfelten, dass das derzeitige Konzept der geschlossenen Schiffsfonds in den Medien als nicht zukunftsträchtig bezeichnet wird oder die Forderung aufkam, dass mithilfe eines Gesetzes nur noch Fonds genehmigungsfähig sein sollen, die in mehrere Objekte investieren. Als interessant erscheint in diesem Zusammenhang, welches die Gründe für den Erfolg oder Misserfolg einer Schiffsbeteiligung sein können.
Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen dieser Arbeit, anhand einer vergleichenden Darstellung von zwei ausgewählten Schiffsbeteiligungen, Faktoren analysiert werden, die ausschlaggebend für die Performance eines geschlossenen Schiffsfonds sein können. Hieraus lässt sich die Forschungsfrage ableiten, ob ein Investor anhand der Prospektdarstellung auf eine erfolgreichere Entwicklung von einen der beiden Fonds schließen konnte und welches letztendlich Indikatoren für eine erfolgreiche Schiffsbeteiligung sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Thema

1.1 Aufbau der Arbeit

2 Definition geschlossener Fonds

2.1 Abgrenzung offene/geschlossene Fonds

3 Die rechtliche Form eines geschlossenen Schiffsfonds

4 Das Schiff als Anlageobjekt

5 Die Werft

6 Die Reederei

7 Das Emissionshaus

8 Der Charterer und die Charterrate

9 Kapitalstruktur geschlossener Fonds

9.1 Theoretische Grundlagen zur Kapitalstruktur

9.2 Die Kapitalstruktur geschlossener Schiffsfonds

10 Tilgungsverhalten geschlossener Schiffsfonds

10.1 Vergleich der Kapitalstruktur und des Tilgungsverhalten der ausgewählten Schiffsbeteiligungen

11 Bewertungsmöglichkeiten geschlossener Schiffsfonds

11.1 Theoretische Grundlagen

11.1.1 Das Substanzwertverfahren

11.1.2 Das Vergleichswertverfahren

11.1.3 Das Ertragswertverfahren

11.2 Bestimmung des Diskontierungszinssatzes

12 Unternehmensbewertung der MS Conti Helsinki und der MS E.R. France

12.1 Bestimmung der Eigenkapitalkosten

12.2 Bestimmung des risikofreien Zinses

12.3 Die erwartete Marktrendite und der Beta-Koeffizient

12.4 Auswertung der Ergebnisse der Unternehmensbewertung

13 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Performance von zwei ausgewählten Schiffsbeteiligungen, der MS Conti Helsinki und der MS E.R. France, um Faktoren zu identifizieren, die für den Erfolg oder Misserfolg von geschlossenen Schiffsfonds maßgeblich sind. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob Investoren anhand der Prospektdarstellung auf eine erfolgreichere Entwicklung schließen können und welche Indikatoren eine erfolgreiche Schiffsbeteiligung kennzeichnen.

  • Analyse und Definition der Anlageklasse geschlossene Schiffsfonds
  • Einfluss qualitativer Faktoren wie Werft, Reederei und Emissionshaus auf die Investition
  • Untersuchung der Bedeutung von Charterraten und Vertragslaufzeiten für den Anlageerfolg
  • Vergleichende Bewertung der Kapitalstruktur und Tilgungsstrategien
  • Unternehmensbewertung mittels Ertragswertverfahren unter Anwendung des CAPM

Auszug aus dem Buch

8 Der Charterer und die Charterrate

Mit dem Begriff Charter wird die Anmietung eines Schiffes für einen bestimmten Zeitraum verstanden und der Charterer zahlt als Mieter dem Vercharterer einen vorher vereinbarten Mietbetrag. Dieses erfolgt grundsätzlich in US-Dollar pro Tag wobei der Chartervertrag die rechtliche Grundlage bietet und das Schiff als Überlassungsgegenstand das zentrale Element ist. Inhaltlich regelt der Chartervertrag zunächst die Art der Charter, wobei die beiden gängigsten Chartermodelle die Bareboat-Charter und die Zeitcharter sind. Bei der Bareboat-Charter wird das leere Schiff verchartert, also ohne Besatzung und Kapitän und der Charterer nimmt die Rechtsstellung des Reeders ein. Da der Schiffseigentümer hierdurch seine Rechtsstellung als Reeder verliert und nicht mehr am Betrieb der Schifffahrt beteiligt ist, ist die Variante der Zeitcharter die gängige Art der Vercharterung bei Schiffsbeteiligungen. Bei der Zeitcharter wird das Schiff über ein festgelegten Zeitraum vermietet, wobei das Schiff im Gegensatz zur Bareboat-Charter vom Reeder ausgerüstet und bemannt wird. Hierbei ist zu nennen, dass alle Kosten, welche das Schiff betreffen, vom Reeder zu tragen sind und dementsprechend für Reparaturen und Werftaufenthalte i.d.R. keine Charterrate bezogen wird. Bei den zu analysierenden Schiffsfonds handelt es sich in beiden Fällen um Zeitcharterverträge. Die MS Conti Helsinki wurde prospektgemäß am 28.06.2002 von der Hanjin Shipping Co. Ltd. gechartert. Die Hanjin Shipping war zum Zeitpunkt der Emission im Jahr 2002 die viertgrößte Containerreederei der Welt und als sehr erfolgreich anzusehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Thema: Einführung in die Historie und Bedeutung geschlossener Schiffsfonds sowie Formulierung der Forschungsfrage zur Performanceanalyse.

2 Definition geschlossener Fonds: Grundlagen der Asset-Klasse und Abgrenzung zu offenen Fonds sowie Einordnung als Projektfinanzierung.

3 Die rechtliche Form eines geschlossenen Schiffsfonds: Erläuterung der Struktur der GmbH & Co. KG und der Rolle der Anleger als Kommanditisten.

4 Das Schiff als Anlageobjekt: Kategorisierung verschiedener Schiffsklassen, insbesondere Containerschiffe, und deren Bedeutung in der Welthandelsflotte.

5 Die Werft: Analyse der Bedeutung von Baukosten, Termintreue und Werftbonität für den Erfolg einer Schiffsbeteiligung.

6 Die Reederei: Erörterung der Rolle des Vertragsreeders hinsichtlich Management, Schiffsbetrieb und Vercharterung.

7 Das Emissionshaus: Beschreibung der Aufgaben und Bedeutung des Initiators bei der Platzierung und Betreuung der Beteiligung.

8 Der Charterer und die Charterrate: Untersuchung der vertraglichen Ausgestaltung von Chartermodellen und deren Einfluss auf die Erlöse.

9 Kapitalstruktur geschlossener Fonds: Theoretischer Rahmen der Kapitalstruktur und Anwendung des Leverage-Effekts auf Schiffsfonds.

10 Tilgungsverhalten geschlossener Schiffsfonds: Analyse der Entschuldungsprozesse und der Auswirkungen von Sondertilgungen.

11 Bewertungsmöglichkeiten geschlossener Schiffsfonds: Überblick über theoretische Methoden zur Unternehmensbewertung, insbesondere Substanz-, Vergleichs- und Ertragswertverfahren.

12 Unternehmensbewertung der MS Conti Helsinki und der MS E.R. France: Praktische Anwendung der Bewertungsmethoden, Bestimmung von Diskontierungszinssätzen und Auswertung der Ergebnisse.

13 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Einflussfaktoren und Beantwortung der Forschungsfrage hinsichtlich der Prognostizierbarkeit des Anlageerfolgs.

Schlüsselwörter

Geschlossene Schiffsfonds, Schiffsbeteiligung, Charterrate, Zeitcharter, Kapitalstruktur, Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, CAPM, Eigenkapital, Fremdkapital, Tilgung, Emissionshaus, Reederei, Schifffahrtskrise, Tonnage-Steuer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse geschlossener Schiffsfonds als Kapitalanlage, wobei zwei spezifische Beteiligungen verglichen werden, um Faktoren für deren wirtschaftlichen Erfolg zu ermitteln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur von Schiffsfonds, der Rolle der beteiligten Akteure (Werft, Reederei, Emissionshaus), der Kapitalstruktur, der Chartervertragsgestaltung sowie der Unternehmensbewertung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Anleger auf Basis von Prospektdaten vorab fundierte Schlüsse über die zukünftige Performance einer Schiffsbeteiligung ziehen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden qualitative Analysen von Prospektdaten sowie quantitative Methoden der Unternehmensbewertung angewandt, namentlich das Ertragswertverfahren unter Einbeziehung des Capital Asset Pricing Modells (CAPM).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der operativen und finanziellen Parameter der MS Conti Helsinki und der MS E.R. France, einschließlich einer Sensitivitätsanalyse zu Charterraten und Betriebskosten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Schiffsbeteiligung, Ertragswertverfahren, Charterrate, Kapitalstruktur und Schiffsfinanzierung.

Wie wirkt sich die Laufzeit eines Chartervertrags auf den Erfolg aus?

Eine lange, gesicherte Vertragslaufzeit bietet einen Schutz vor volatilen Marktbedingungen, wie sich bei der Conti Helsinki im Vergleich zur MS E.R. France zeigte.

Warum sind Sondertilgungen für Anleger relevant?

Sondertilgungen können zwar kurzfristig die Ausschüttungen reduzieren, senken jedoch den Zinsaufwand und den Verschuldungsgrad, was die langfristige Stabilität der Beteiligung erhöht.

Welche Rolle spielt die Tonnage-Steuer bei der Bewertung?

Die Tonnage-Steuer ist ein spezifisches Besteuerungsmodell für Schifffahrtsgesellschaften, das die Steuerlast von der Nettoraumzahl abhängig macht und somit die Berechenbarkeit der Cash-Flows beeinflusst.

Final del extracto de 65 páginas  - subir

Detalles

Título
Geschlossene Schiffsfonds
Subtítulo
Eine vergleichende Darstellung anhand von qualitativen und quantitativen Faktoren
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg  (Analytische Unternehmensführung)
Calificación
2.0
Autor
Dominique Mundt (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
65
No. de catálogo
V198321
ISBN (Ebook)
9783656256137
ISBN (Libro)
9783656257110
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schiffsfonds Schiffsbeteiligungen geschlossene Fonds Unternehmensbewertung Ertragswertverfahren Kapitalstruktur Modigliani/Miller CAPM
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dominique Mundt (Autor), 2012, Geschlossene Schiffsfonds, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198321
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