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Merkmale von Kanzleisprache als Fachsprache und des Frühneuhochdeutschen am Beispiel eines Dokuments aus der Kaiserlichen Kanzlei Karls IV.

Titel: Merkmale von Kanzleisprache als Fachsprache und des Frühneuhochdeutschen am Beispiel eines Dokuments aus der Kaiserlichen Kanzlei Karls IV.

Hausarbeit , 2010 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: B.A. Ann Drechsler (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Hausarbeit werden die Merkmale von Kanzleisprache als Fachsprache und des Frühneuhochdeutschen am Beispiel eines Dokuments aus der Kaiserlichen Kanzlei Karls IV. thematisiert.

Da ich mich bei der Darstellung der sprachlichen Kennzeichen des Frühneuhochdeutschen speziell auf das Schriftstück ‚1353 – Karl IV. an Landgraf Friedrich III. von Thüringen‘ (frühneuhochdeutscher ‚Originaltext‘ sowie die selbstständige Übersetzung davon: siehe Anhang) beziehen möchte und es sich folglich um einen Brief aus der Kaiserlichen Kanzlei Karls IV. handelt, werden zu Beginn der Arbeit einige wesentliche biographische Aspekte über Karl IV. als Herrscher gegeben.

Anschließend wird erklärt, was unter dem Begriff ‚Kanzleisprache‘ im Allgemeinen zu verstehen ist, aus welchen angenommenen, hauptsächlichen Gründen es zum Wandel von lateinischer zu deutscher Kanzleisprache kam und inwiefern Karls Kanzlei die deutsche Kanzleisprache und die neue Schrift-/Standardsprache beeinflusst hat.

Ferner wird dann der Begriff ‚Fachsprache‘ allgemein erklärt, um darauf aufbauend zu erschließen, was an Kanzleisprache bzw. an dargestellten Beispielen des ausgewählten Textes Fachsprache ist. Es werden fachsprachliche Eigenschaften deutlich gemacht.

Abschließend werde ich anhand des oben genannten Dokuments an Beispielen wesentliche bzw. die wichtigsten sprachlichen Merkmale des Frühneuhochdeutschen aufzeigen, ohne dabei explizit auf den Inhalt (siehe Übersetzung) des Schriftstückes und die darin vorkommenden, historischen Personen (Landgraf Friedrich III. von Thüringen, Johannes de Glacz) einzugehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographisches zu Karl IV. als Herrscher

3. Kanzleisprache

3.1 Was ist Kanzleisprache?; Sprachlicher Wandel von Kanzleisprache

3.2 Einfluss der Kaiserlichen Kanzlei Karls IV. auf Kanzlei- und Schrift-/Standardsprache

4. Fachsprache

4.1 Was ist Fachsprache?

4.2 Kanzleisprache als Fachsprache

5. Sprachliche Merkmale des Frühneuhochdeutschen am Beispieltext

6. Schluss

Anhang

I. Frühneuhochdeutscher ‚Originaltext‘: ‚1353 – Karl IV. an Landgraf Friedrich III. von Thüringen‘

II. Selbstständige Übersetzung zu I.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Charakteristika der Kanzleisprache als Fachsprache sowie spezifische Merkmale des Frühneuhochdeutschen anhand eines konkreten Dokuments aus der Kaiserlichen Kanzlei Karls IV. Ziel ist es, die Rolle dieser Kanzlei bei der Herausbildung überregionaler Schreib- und Standardsprachen kritisch zu beleuchten.

  • Biographische Einordnung von Karl IV. als Herrscher
  • Definition und geschichtlicher Wandel der Kanzleisprache
  • Einfluss der Prager Kanzlei auf die neuhochdeutsche Schriftsprache
  • Theoretische Grundlagen zur Fachsprache
  • Analyse sprachlicher Kennzeichen des Frühneuhochdeutschen

Auszug aus dem Buch

Sprachliche Merkmale des Frühneuhochdeutschen am Beispieltext

Nun möchte ich anhand passender Textbeispiele relevante sprachliche Kennzeichen des Frühneuhochdeutschen darstellen.

Virgeln: Damit sind Schrägstriche gemeint, die früher verwendet wurden, um Sätze zu untergliedern und weitgehend die Funktion von Kommata hatten und haben. Beispiel: ‚ab die Ratesmeistere / die Rete / vnd die Burgere (…) / (…)‘.

Sehr auffällig ist auch das Graphem am Wortanfang für das , wie zum Beispiel: ‚vnd‘, ‚vnser‘.

Umlaute werden unterschiedlich realisiert – in diesem Text dadurch, dass eben keine Umlautstriche gesetzt werden, wie zum Beispiel: ‚Burgere‘ für Bürger (u für ü), ‚Rete‘ für Räte (e für ä) und ‚furst‘ für Fürst (u für ü) sowie ‚romisch‘ für römisch (o für ö).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der Kanzleisprache und des Frühneuhochdeutschen ein und erläutert die methodische Vorgehensweise anhand eines konkreten Briefes.

2. Biographisches zu Karl IV. als Herrscher: Dieses Kapitel skizziert die politische Karriere Karls IV., seine Hausmachtpolitik und die kulturelle Bedeutung seiner Regierungszeit.

3. Kanzleisprache: Es werden der Begriff der Kanzleisprache definiert, der Wandel vom Lateinischen zum Deutschen sowie der Einfluss der Kanzlei Karls IV. auf die Standardsprache diskutiert.

4. Fachsprache: Dieses Kapitel erläutert theoretische Aspekte von Fachsprachen und ordnet die Kanzleisprache anhand funktionaler Kriterien als Fachsprache ein.

5. Sprachliche Merkmale des Frühneuhochdeutschen am Beispieltext: Hier erfolgt eine detaillierte sprachwissenschaftliche Analyse konkreter Merkmale wie Grapheme, Umlaute und Orthographie im gewählten Dokument.

6. Schluss: Die Arbeit resümiert, dass die Kanzlei Karls IV. zwar ein bedeutendes kulturelles Zentrum war, ihre Rolle bei der Entstehung der deutschen Schriftsprache jedoch differenziert zu betrachten ist.

Schlüsselwörter

Kanzleisprache, Frühneuhochdeutsch, Karl IV., Fachsprache, Sprachwandel, Urkundensprache, Sprachausgleich, Kaiserliche Kanzlei, Sprachgeschichte, Schriftsprache, Mittelhochdeutsch, Textanalyse, Sprachmerkmale, Prag, Dokumentenanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die sprachlichen Besonderheiten einer Urkunde aus der Kanzlei Karls IV. und ordnet diese in den Kontext der frühneuhochdeutschen Sprachgeschichte ein.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Kanzleisprache, dem Wesen von Fachsprachen sowie der historischen Rolle Karls IV. und seiner Verwaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die fachsprachlichen Eigenschaften der Kanzleisprache zu identifizieren und die Rolle der kaiserlichen Kanzlei bei der Ausbildung der deutschen Schriftsprache zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine historische Einordnung mit einer sprachwissenschaftlichen Analyse der Texteigenschaften, gestützt auf fachwissenschaftliche Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den biographischen Grundlagen die Konzepte der Kanzleisprache und Fachsprache theoretisch erarbeitet und auf ein konkretes historisches Dokument angewandt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kanzleisprache, Frühneuhochdeutsch, Fachsprache, Sprachwandel und die Kaiserliche Kanzlei Karls IV.

Welche Rolle spielte Karl IV. für die deutsche Schriftsprache laut Burdach?

Burdach sieht in der kaiserlichen Kanzlei unter Karl IV. den Ursprung einer „neuen Schöpfung“ der Schriftsprache durch Gelehrte und Humanisten.

Warum wird die Kanzleisprache als Fachsprache eingestuft?

Sie erfüllt die Kriterien der Fachsprache durch die Verwendung definierter Termini durch spezialisierte Fachkräfte (Kanzlisten) zur präzisen schriftlichen Übermittlung rechtlicher Inhalte.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Merkmale von Kanzleisprache als Fachsprache und des Frühneuhochdeutschen am Beispiel eines Dokuments aus der Kaiserlichen Kanzlei Karls IV.
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,7
Autor
B.A. Ann Drechsler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V198463
ISBN (eBook)
9783656248330
ISBN (Buch)
9783656252085
Sprache
Deutsch
Schlagworte
merkmale kanzleisprache fachsprache frühneuhochdeutschen beispiel dokuments kaiserlichen kanzlei karls
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Ann Drechsler (Autor:in), 2010, Merkmale von Kanzleisprache als Fachsprache und des Frühneuhochdeutschen am Beispiel eines Dokuments aus der Kaiserlichen Kanzlei Karls IV., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198463
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Leseprobe aus  15  Seiten
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