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Das Leistungsbilanzdefizit der USA: Hard versus Soft landing

Title: Das Leistungsbilanzdefizit der USA: Hard versus Soft landing

Seminar Paper , 2008 , 25 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - General
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Die Weltwirtschaft sieht sich seit einigen Jahren stark steigenden Leistungsbilanzsalden einzelner Länder gegenüber. Bei den Defizitländern nehmen die USA mit einem Fehlbetrag von rund 811 Mrd. US-Dollar im Jahr 2006 eine dominante Stellung ein. Dem Leistungsbilanzdefizit der USA stehen Überschüsse in den meisten anderen wichtigen Ländern gegenüber. Es stellt sich die Frage ob diese Konstellation, die häufig und zutreffend als globales Ungleichgewicht klassifiziert wird, zu einer starken Abwertung des US-Dollars und zu einem massiven Einbruch der Weltkonjunktur führen könnte. Der US-Dollar hat aufgrund seiner Stellung als Leitwährung international als Transaktions- und Reservewährung große Bedeutung. Ein „Dollar-Crash“ hätte demnach eine weltweite Krise zur Folge. Angesichts der erreichten Größenordnung wird das amerikanische Leistungsbilanzdefizit daher häufig als die größte Bedrohung der Weltwirtschaft bezeichnet und früher oder später muss eine Korrektur des Ungleichgewichtes einsetzten. Hierbei stellt sich jedoch die Frage, wie sich das Leistungsbilanzdefizit in einem kontrollierten Prozess abbauen lässt und welche Konsequenzen dies für den Dollarkurs hat. Dies setzt die Kenntnis über die Wechselwirkungen zwischen der US-Leistungsbilanz und dem Dollarkurs, sowie mögliche Ausgangsszenarien voraus. Die meisten Studien gehen davon aus, dass eine „sanfte Landung“ möglich ist, so dass sich Auswirkungen auf die Weltwirtschaft in Grenzen halten würden. Allerdings ist auch eine abrupte Anpassung möglich, sei es in Form einer Abwertung des US-Dollars, oder eines konjunkturellen Einbruchs in den vereinigten Staaten. Für die Weltwirtschaft ist dabei die entscheidende Frage, ob sich ein Abbau so gestallten lässt, dass sich die erwähnte „harte Landung“ vermeiden lässt. Im ersten Teil meiner Seminararbeit stelle ich zunächst Fakten wie Ursachen für die Entstehung, aktuelle Daten und Prognosen bezüglich der US-Leistungsbilanz, sowie die grundlegenden Determinanten einer Leistungsbilanz, zusammen. Im zweiten Teil beschäftige ich mich mit der Frage, ob das derzeitige Leistungsbilanzdefizit der USA tragfähig und nachhaltig ist und ob Anpassungsprozesse zu erwarten sind. Im dritten Teil wird zwischen einer abrupten und graduellen Anpassung differenziert. Außerdem stelle ich die Meinungen diverser Ökonomen bezüglich möglicher Ausgangsszenarien zusammen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung des US-Leistungsbilanzdefizits und des Dollars

2.1 Determinanten einer Leistungsbilanz

2.2 Ursachen für das Leistungsbilanzdefizit der vereinigten Staaten

3. Anpassungsprozesse

3.1 Tragfähigkeit der Verschuldungsposition der USA

3.2 Intertemporale Betrachtung

3.3 Zur Nachhaltigkeit

4. Ausgangsszenarien - Hard versus soft landing

4.1 Erwarteter Ausgang: „Harte Landung“

4.2.1 Modell

4.2.2 Mögliche Anpassungen

4.2.3 Effekte auf den Dollar und auf die Weltwirtschaft

4.2.4 Kritik an diesem Szenario

5. Schlussbemerkung / Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik des US-Leistungsbilanzdefizits vor dem Hintergrund seiner Tragfähigkeit für die Weltwirtschaft. Ziel ist es, die Ursachen des Defizits zu analysieren, die ökonomische Nachhaltigkeit der aktuellen Verschuldungssituation zu bewerten und mögliche Anpassungsszenarien, insbesondere im Hinblick auf ein "Hard Landing" oder "Soft Landing" des US-Dollars, zu erörtern.

  • Analyse der Determinanten und Ursachen des US-Leistungsbilanzdefizits
  • Bewertung der Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit der US-Auslandsverschuldung
  • Untersuchung von Modellen zur Dollarabwertung und deren Auswirkungen
  • Vergleich zwischen abrupten ("Hard Landing") und graduellen ("Soft Landing") Anpassungsprozessen
  • Diskussion exogener Faktoren wie globaler Kapitalströme und Wirtschaftspolitik

Auszug aus dem Buch

2.1 Determinanten einer Leistungsbilanz

Eine Leistungsbilanz liefert Informationen über außenwirtschaftliche Verhältnisse eines Landes und wichtige Informationen über seine wirtschaftliche Situation. Dabei stellt die Leistungsbilanz alle innerhalb eines Jahres neu entstandene Zahlungsforderungen und Zahlungsverpflichtungen gegenüber.8 Zahlungsforderungen entstehen durch Güterexporte und Zahlungsverpflichtungen durch z.B. Güterimporte und Zinserträge an ausländische Kapitaleigner. Falls im Laufe eines Jahres neu entstandene Zahlungsverpflichtungen die neu entstandenen Zahlungsforderungen gegenüber dem Ausland übersteigen spricht man von einem Leistungsbilanzdefizit. Das US-Leistungsbilanzdefizit kann folgendermaßen interpretiert werden. Die USA ist eine offene Volkswirtschaft mit profitablen Investitionssituationen, wobei sie mehr importiert als exportiert und die vorhandenen Ersparnisse der USA nicht ausreichend sind um die Konsumausgaben und die nationalen Investitionen zu decken.9 Demnach müssen sich in diesem Fall das inländische Sparen und die Investitionen, sowie Staatsausgaben und Staatseinahmen nicht mehr entsprechen, wenn ein Kredit aus dem Ausland aufgenommen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des globalen Leistungsbilanzungleichgewichts ein und skizziert die Fragestellung nach der Tragfähigkeit des US-Defizits sowie die möglichen Folgen für die Weltwirtschaft.

2. Die Entwicklung des US-Leistungsbilanzdefizits und des Dollars: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung des Defizits seit 1992, analysiert dessen ökonomische Determinanten und beleuchtet die Ursachen, wie etwa globale Kapitalzuflüsse und die US-Fiskalpolitik.

3. Anpassungsprozesse: Hier wird die Tragfähigkeit der US-Verschuldung kritisch hinterfragt, wobei Konzepte wie die intertemporale Betrachtung und die strukturelle Natur des Defizits im Fokus stehen.

4. Ausgangsszenarien - Hard versus soft landing: Das Kapitel diskutiert theoretische Modelle zur Dollarabwertung und kontrastiert die Szenarien eines abrupten Einbruchs ("Hard Landing") gegenüber einer moderaten Korrektur ("Soft Landing").

5. Schlussbemerkung / Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass das Defizit langfristig nicht tragfähig ist und eine Kombination aus geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen sowie exogenen Faktoren die Anpassung bestimmen wird.

Schlüsselwörter

Leistungsbilanzdefizit, US-Dollar, Hard Landing, Soft Landing, Weltwirtschaft, Handelsbilanz, Kapitalbilanz, Verschuldung, Kaufkraftparität, Außenwirtschaft, Fiskalpolitik, Geldpolitik, globale Ungleichgewichte, Leistungsbilanz, Tragfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem massiven Anstieg des US-Leistungsbilanzdefizits und den daraus resultierenden Risiken für die globale Finanzstabilität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Ursachen des Defizits, die Analyse der Tragfähigkeit der US-Verschuldung und die Bewertung potenzieller Anpassungsszenarien des US-Dollars.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist zu klären, ob das derzeitige US-Leistungsbilanzdefizit nachhaltig ist und wie sich dieses kontrolliert abbauen lässt, um eine globale Finanzkrise zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse ökonomischer Modelle (u.a. von Obstfeld, Rogoff, Cavallo und Tille) und die Auswertung aktueller Wirtschaftsdaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der historischen Entwicklung, die theoretische Herleitung der Leistungsbilanzdeterminanten sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Anpassungsmodellen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Leistungsbilanzdefizit, Hard Landing, Soft Landing, globale Ungleichgewichte, Dollarkurs und Handelsbilanz.

Welche Rolle spielen "Valuation Effects" in der Argumentation?

Valuation Effects beschreiben, wie Wechselkursänderungen (insbesondere eine Dollarabwertung) durch die unterschiedliche Währungsstruktur von Aktiva und Passiva den Netto-Auslandsvermögensstatus beeinflussen.

Wie bewerten die Autoren die Rolle von asiatischen Ländern und OPEC-Staaten?

Diese Länder werden als wesentliche Akteure identifiziert, die durch ihre hohen Ersparnisse und gezielte Anlagepolitik in den USA das globale Leistungsbilanzungleichgewicht maßgeblich mitverursachen.

Was genau ist mit der "Houthakker-Magee-Asymmetrie" gemeint?

Dieser Begriff beschreibt ein strukturelles Phänomen, bei dem die Importelastizität der USA höher ist als die ihrer Handelspartner, was eine automatische Verschlechterung der US-Handelsbilanz bei gleichem Wachstum bewirkt.

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Details

Title
Das Leistungsbilanzdefizit der USA: Hard versus Soft landing
College
University of Duisburg-Essen  (Mercator School of Management)
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V198531
ISBN (eBook)
9783656248309
ISBN (Book)
9783656250067
Language
German
Tags
Leistungsbilanz Leistungsbilanzdefizit USA Hard Landing Soft Landing Tragfähigkeit Nachhaltigkeit Anpassungsprozesse US-Dollar graduelle Anpassung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2008, Das Leistungsbilanzdefizit der USA: Hard versus Soft landing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198531
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